Wiesbaden-Naurod

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Wappen von Naurod
Wappen von Wiesbaden
Naurod
Ortsbezirk von Wiesbaden
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Über dieses Bild
Koordinaten 50° 8′ 5″ N, 8° 18′ 5″ OKoordinaten: 50° 8′ 5″ N, 8° 18′ 5″ O
Höhe 200–474 m ü. NN
Fläche 10,99 km²
Einwohner 4425 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte 403 Einwohner/km²
Ausländeranteil 6,3 % (31. Dez. 2018)
Eingemeindung 1. Jan. 1977
Postleitzahl 65207
Vorwahl 06127
Adresse der
Verwaltung
Fondetter Straße 2
65207 Wiesbaden
Website www.wiesbaden.de
Politik
Ortsvorsteher Wolfgang Nickel (CDU)
Stellv. Ortsvorsteher Mathias Scherer (SPD)
Quelle: Landeshauptstadt Wiesbaden: EWZ - HW am 31. Dezember 2018 (Memento vom 17. Januar 2019 im Internet Archive)

Naurod ist ein Ortsbezirk der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, er wurde am 1. Januar 1977 im Rahmen der Hessischen Gebietsreform nach Wiesbaden eingemeindet.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naurod liegt in einer Talmulde am Rande des Taunus. Nördlich des Orts erhebt sich der Kellerskopf mit Aussichtsturm und Restaurant.

Angrenzende Ortsbezirke und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naurod grenzt an die Wiesbadener Ortsbezirke Rambach, Heßloch, Kloppenheim und Auringen sowie im Norden an Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) und Eppstein (Main-Taunus-Kreis).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche in der Ortsmitte von Naurod
Rathaus in der Ortsmitte von Naurod
Die Nauroder Siedlung Erbsenacker, Blick vom Aussichtsturm des Kellerskopfs

Auf eine frühe Besiedlung der Gegend von Naurod deutet der Ringwall am Kellerskopf hin. Die Endsilbe „-rod“ deutet auf eine Gründung des Ortes an sich im 12. oder 13. Jahrhundert hin. Naurod bedeutet dabei „neue Rodung“. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1346. In dieser Urkunde legte Graf Gerlach von Nassau, der sein Land an seine Söhne übergab, fest, was die Dörfer an ihn zu leisten hatten. Danach heißt es: „Demnach zu Nauerth von den Zinsen vierzehn Pfund Geldes“. In den Jahren 1727 bis 1730 errichtet Johann Jacob Bager die sehenswerte barocke Dorfkirche. Es handelt sich dabei um einen achteckigen Zentralbau, welche durch ihre ungewöhnliche Form weit über die Grenzen Naurods hinweg bekannt ist.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlergebnisse zum Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Eingliederung nach Wiesbaden 1977 wird im Rahmen der Kommunalwahlen in Hessen auch der Ortsbeirat des Ortsbezirkes Naurod gewählt. Nach den einzelnen Wahlergebnissen ergab sich jeweils folgende Sitzverteilung:

CDU SPD GRÜNE FDP Gesamt
2016 4 2 0 1 07[2]
2011 4 2 1 0 07[3]
2006 5 2 0 0 7
2001 4 2 1 0 7
1997 4 2 1 0 7
1993 5 1 1 0 7
1989 4 2 1 0 7
1985 4 2 1 0 7
1981 4 2 0 1 7
1977 3 3 0 1 7

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 22. November 1954 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

Wappen von Wiesbaden-Naurod
Blasonierung: „Im blauen Schild ein goldener Rost unter zwei gekreuzten goldenen Rodehacken.“[4]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 11. Mai 1975 besteht die Partnerschaft zwischen dem Wiesbadener Stadtteil Naurod und der Loire-Gemeinde Fondettes in Frankreich.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit über 50 Jahren findet jedes Jahr im Mai in Naurod das sogenannte Äppelblütefest („Apfelblütenfest“) statt. Dazu wird die gesamte Hauptstraße gesperrt und in den angrenzenden Höfen wird vorwiegend Apfelwein und Maibowle in Straußwirtschaften ausgeschenkt. Das Fest findet in der Regel am zweiten Mai-Wochenende statt und lockt an vier Tagen (2008 waren es erstmals fünf) mehrere 10.000 Besucher an. Weiter veranstaltet die Nauroder Turngemeinde einmal jährlich den „Backeslauf“ (10 km) und einen internationalen Halbmarathon. Im Herbst findet das alljährliche „Backesfest“ statt. Hier werden frische Brote und Blechkuchen verkauft, die im alten Spritzenhaus, dem zwischenzeitlichen „Gemaa Backes“ (Gemeindebackhaus), gebacken wurden. Früher fand dieses Fest direkt vor dem Backes auf der Hauptstraße statt. Inzwischen wird es vor der Mehrzweckhalle ausgerichtet, da die Besucherzahlen rückläufig und die Vorschriften umfangreicher geworden sind.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naurod liegt an der Bundesstraße 455 (Ortsumgehung), welche von Wiesbaden zur etwa 2 km entfernten Autobahnauffahrt Niedernhausen der A 3 führt. Die Linien 20, 21 und 22 der ESWE Verkehrsgesellschaft erschließen Naurod für den städtischen Busverkehr. Die Wiesbadener Innenstadt ist etwa 20 Minuten entfernt. Stadtauswärts fährt die Linie 20 über Bremthal nach Niederjosbach, die Linie 21 über Auringen nach Medenbach, die Linie 22 über Königshofen und Niedernhausen nach Oberjosbach. Außerdem fährt die Nachtbuslinie N10 vom Kulturzentrum Schlachthof in Wiesbaden durch die Innenstadt und weiter über Sonnenberg, Rambach, Naurod und Auringen nach Medenbach. Mit der Buslinie 22 kann man am Bahnhof Niedernhausen zu Regionalzügen in Richtung Limburg, Frankfurt und Wiesbaden, sowie zur S-Bahn S2 in Richtung Dietzenbach über Frankfurt am Main umsteigen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Februar 1863 wurde in dem Haus, in dem heute die Ortsverwaltung untergebracht ist und das direkt am zentralen Platz an der Dorfkirche steht, der Heimatdichter Rudolf Dietz geboren.

Der ehemalige Sportreporter für ZDF und Eurosport, Klaus Angermann lebt in Naurod; der ehemalige Showmaster der Fernsehsendung Zum Blauen Bock, Heinz Schenk (1924–2014) lebte ebenfalls hier.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesbaden-Naurod – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung des Main-Taunus-Kreises und der Stadt Wiesbaden (GVBl. II 330–30) vom 26. Juni 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 309, § 8 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).
  2. Ortsbeirat Naurod auf piwi.wiesbaden.de, abgerufen am 31. Mai 2016
  3. Ortsbeiratswahl 2011, abgerufen am 14. April 2011
  4. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Naurod im Main-Taunus-Kreis, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 22. November 1953. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1954 Nr. 49, S. 1155, Punkt 1207 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,9 MB]).