Wiesbadener Tagblatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wiesbadener Tagblatt
Logo
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag VRM GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1852
Erscheinungsweise täglich Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage ca. 11.000 Exemplare
Verbreitete Auflage ([1]) 14.676 Exemplare
Reichweite ([2]) 0,16 Mio. Leser
Chefredakteur Stefan Schröder
Herausgeber VRM GmbH & Co. KG
Weblink wiesbadener-tagblatt.de
ZDB 1128578-3

Das Wiesbadener Tagblatt ist nach dem Wiesbadener Kurier die zweite in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden erscheinende Tageszeitung nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Die verkaufte Auflage beträgt mit dem inhaltsgleichen Wiesbadener Kurier zusammen 53.385 Exemplare, ein Minus von 34,9 Prozent seit 1998.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitung erschien in Nachfolge des 1808 gegründeten "Wiesbadener Wochenblatts", unter dem Hofbuchdrucker August Schellenberg änderten sich 1852 Titel und Erscheinungsweise zum heutigen Wiesbadener Tagblatt.[2] Sein Sohn, Louis Schellenberg übernahm 1877 die Leitung der Schellenberg'schen Hofdruckerei, die dann ab 1887 mit Rotationsmaschinen druckte.

1943 musste das Blatt aufgrund "kriegsbedingter Notwendigkeit" in der Wiesbadener Zeitung aufgehen. 1945 erhielt der Enkel des Gründers, Gustav Schellenberg, von der US-Besatzungsmacht Berufsverbot. Zwar konnte er das Tagblatt 1949 wieder erscheinen lassen, fand den Markt aber von dem 1945 gegründeten Wiesbadener Kurier bereits weitgehend ausgeschöpft, sodass die Zeitung 1950 der Allgemeinen Zeitung Mainz angegliedert wurde.[3]

Wiesbadener Tagblatt heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wiesbadener Tagblatt wird von der VRM GmbH & Co. KG herausgegeben, genauso wie sein deutlich größerer „Stadtkonkurrent“, der Wiesbadener Kurier. Die Auflage des Wiesbadener Tagblatts wird nicht gesondert ausgewiesen und liegt bei circa 11.000 Exemplaren. Seit 2013 haben Tagblatt und Kurier einen identischen Inhalt und erreichen gemeinsam eine verkaufte Auflage von 53.385 Exemplaren.[4] Zudem erfolgt seit 2013 eine gemeinsame Mantelproduktion für Kurier, Tagblatt und Allgemeine Zeitung in Mainz. Wiesbaden ist damit deutschlandweit die erste Landeshauptstadt, in der es keine Zeitung mit eigener Vollredaktion mehr gibt[5].

Der Sitz befindet sich im Pressehaus in der Wiesbadener Fußgängerzone (Langgasse 21). Chefredakteur ist Stefan Schröder.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auflage des Wiesbadener Tagblatts wird gemeinsam mit dem Wiesbadener Kurier ausgewiesen. In den vergangenen Jahren haben die beiden Zeitungen erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 34,9 Prozent gesunken.[6] Sie beträgt gegenwärtig 53.385 Exemplare.[7] Das entspricht einem Rückgang von 28.577 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 90,2 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[8]


Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW, erstes Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. Marianne Dörr: „Buchstadt Wiesbaden? Einblicke in die Wiesbadener Verlagsgeschichte“, Abhandlung für den Rotary-Club Wiesbaden vom 3. Januar 2004, PDF-Datei
  3. Verlagsinformation
  4. laut IVW, erstes Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  5. Eine Vollredaktion weniger
  6. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  7. laut IVW, erstes Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  8. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 5′ 2″ N, 8° 14′ 24″ O