Wiesen (Burgenland)

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Wiesen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Wiesen
Wiesen (Burgenland) (Österreich)
Wiesen (Burgenland)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg
Kfz-Kennzeichen: MA
Fläche: 18,89 km²
Koordinaten: 47° 44′ N, 16° 20′ OKoordinaten: 47° 44′ 22″ N, 16° 20′ 24″ O
Höhe: 309 m ü. A.
Einwohner: 2.698 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 143 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7203
Vorwahl: 02626
Gemeindekennziffer: 1 06 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktgemeinde Wiesen
7203 Wiesen
Website: www.wiesen.eu
Politik
Bürgermeister: Matthias Weghofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(23 Mitglieder)
15
3
3
2
15 
Insgesamt 23 Sitze
Lage der Marktgemeinde Wiesen im Bezirk Mattersburg
AntauBad SauerbrunnBaumgartenDraßburgForchtensteinHirmKrensdorfLoipersbachMarzMattersburgNeudörflPöttelsdorfPöttschingRohrbach bei MattersburgSchattendorfSieggrabenSigleßWiesenZemendorf-StötteraBurgenlandLage der Gemeinde Wiesen (Burgenland) im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Pfarrkirche zum Heiligen Geist
Pfarrkirche zum Heiligen Geist
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Wiesener Erdbeeren im unterschiedlichen Reifezustand. Die Erdbeere ist auch Bestandteil des Wappens.

Wiesen (ungarisch: Rétfalu, kroatisch: Bizmet) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesen liegt am Fuße des Rosaliengebirges zwischen Bad Sauerbrunn und Forchtenstein auf einer Höhe von 306 m ü. A. Im Gemeindegebiet befindet sich der Naturpark Rosalia-Kogelberg. Ortsteile sind Anger, Dorf, Graben und Wiesen Nord.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katzelsdorf
(Niederösterreich)
Bad Sauerbrunn
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Pöttsching
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Lanzenkirchen
(Niederösterreich)
Nachbargemeinden Mattersburg
(Bez. Mattersburg, Bgld.)
Forchtenstein
(Bez. Mattersburg, Bgld.)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Wiesen dann in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Rétfalu verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Seit 1997 ist Wiesen Marktgemeinde.

Historische Landkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,31
(+10,65)
15,91
(-12,97)
12,85
(-2,12)
8,93
(+4,44)

Gemeinderatswahlen in Wiesen seit 1950
Das Gemeindeamt von Wiesen

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 23 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[1] 2012[2] 2007[3] 2002[4] 1997[4] 1992[5] 1987[5] 1982[5]
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 1081 62,31 15 966 51,66 12 1049 56,76 14 1169 62,38 14 1025 58,94 14 1180 68,40 16 1231 68,70 16 1270 71,30 16
SPÖ 223 12,85 3 280 14,97 3 402 21,75 5 546 29,14 7 431 24,78 6 417 24,20 6 447 24,90 6 469 26,30 5
FPÖ 155 8,93 2 84 4,49 1 119 6,44 1 159 8,48 2 283 16,27 3 127 7,40 1 115 6,41 1 43 2,41 0
WiPA1 276 15,91 3 540 28,88 7 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
ULWA2 nicht kandidiert nicht kandidiert 278 15,04 3 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 2379 2469 2522 2472 2320 2118 1988 1917
Wahlbeteiligung 78,69 % 82,42 % 79,74 % 82,81 % 83,36 % 87,11 % 92,15 % 94,21 %
A1 Wieser Plattform
A2 Unabhängige Liste Wiesen

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeindevorstand gehören neben Bürgermeister Matthias Weghofer (ÖVP) und Vizebürgermeister Josef Habeler (ÖVP) weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Ruth Morawitz (WiP), Martin Müller (ÖVP), Christoph Ramhofer (ÖVP), Alois Robic (SPÖ) und Wolfgang Sieger (ÖVP) an.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1991 Matthias Weghofer (ÖVP). Bei der Bürgermeisterdirektwahl 2017 wurde er gleich im ersten Wahlgang mit 65,36 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Dies obwohl er mit Dietmar Rath (WiP, 15,30 %), Alois Robic (SPÖ, 11,60 %) und Claudia Schweiger-Bollmann (FPÖ, 7,74 %) gleich drei Mitbewerber hatte.[1]

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Josef Habeler (ÖVP) zum Vizebürgermeister gewählt.[6]

Amtsleiter ist Erwin Giefing.[7]

Chronik der Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1891–1923
Jahr Jahr Bürgermeister[8]
1891 1894 Josef Tragl
1894 1898 Johann Eckhart
1898 1900 Karl Strümpf
1900 1901 Josef Pauschenwein
1901 1909 Matthias Koch
1909 1915 Karl Strümpf
1915 1918 Matthias Koch
1918 1920 Karl Schreiner
1920 1923 Johann Strümpf
1923–1938
Jahr Jahr Bürgermeister[8]
09.04.1923 22.03.1927 Josef Schweiger
22.03.1927 14.05.1931 Anton Koch
14.05.1931 12.08.1931 Karl Knipfer
12.08.1931 03.09.1931 Rudolf Jeidler
03.09.1931 09.04.1932 Josef Kremser
09.04.1932 16.04.1932 V-Bgm. Rudolf Jeidler
16.04.1932 02.06.1933 Johann Strümpf
02.06.1933 25.04.1934 V-Bgm. Karl Strümpf
25.04.1934 11.01.1935 Rudolf Jeidler
14.07.1935 12.03.1938 Karl Strümpf
1938–1945
Jahr Jahr Bürgermeister[8]
12.03.1938 09.05.1939 Johann Strümpf
09.05.1939 26.10.1940 Rudolf Schreiner
26.10.1940 10.03.1943 Karl Feurer
11.03.1943 31.03.1945 Eduard Pauschenwein
seit 1945
Jahr Jahr Bürgermeister[8]
05.05.1945 21.01.1957 Johann Habeler
26.01.1957 14.12.1962 Karl Pauschenwein
14.12.1962 18.11.1967 Gustav Bogner
18.11.1967 31.12.1990 Johann Habeler
seit 01.01.1991 Matthias Weghofer

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Wiesen COA.png Blasonierung: „Im Schilde geteilt, oben gespalten von Grün und Gold eine goldene Obstschale, in Gold eine natürliche Erdbeere, unten gold und grün gespickelt.

Das Wappen wurde am 11. Februar 1981 verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wiesen (Burgenland)

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1976 finden auf dem im nördlichen Teil von Wiesen gelegenen Festivalgelände regelmäßige Veranstaltungen statt. Das charakteristische Festzelt, eine Stahlseilkonstruktion, bietet Platz für 4000 Besucher, ein Open-Air-Bereich für weitere 4000. Festivals wie Forestglade, Sunsplash, Two Days A Week, Spring Vibration, GrooveQuake oder das Urban Art Forms Festival bringen insgesamt über 100.000 Besucher in die Erdbeergemeinde. Das Jazzfest Wiesen findet jährlich im Juli statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ehrenbürgerschaft ist die höchste Auszeichnung einer Person, die von der Gemeinde mit Gemeinderatsbeschluss vergeben wird.[9]

Königreich Ungarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I. Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Zoffmann (verliehen am 5. Juli 1923) – ehemalige Schuldirektor
  • Josef Erdt (verliehen am 27. Juni 1927) – Dechant und Ortspfarrer
  • Anton Schreiner (verliehen am 24. November 1929) – ehemaliger Landeshauptmann
  • Michael Koch (verliehen am 24. November 1929; aberkannt am 5. April 1938) – Landesrat, Landtagspräsident und Mitglied des Bundesrates
  • Otto von Habsburg-Lothringen (verliehen am 6. Mai 1934; aberkannt am 5. April 1938) – Kaisersohn im Exil
  • Engelbert Dollfuss (verliehen am 6. Mai 1934; aberkannt am 5. April 1938) – Bundeskanzler
  • Kurt Schuschnigg (verliehen am 16. September 1934) – Bundeskanzler
  • Hans Sylvester (verliehen am 17. Dezember 1937; aberkannt am 5. April 1938) – Landeshauptmann
  • Franz Strobl (verliehen am 17. Dezember 1937; aberkannt am 5. April 1938) – Landesrat
  • Michael Berthold (verliehen am 17. Dezember 1937; aberkannt am 5. April 1938) – Landesrat

II. Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Seibert (verliehen am 22. Juli 1952) – Dechant und Ortspfarrer
  • Johann Habeler (verliehen am 10. Februar 1957) – Landtagsabgeordneter
  • Eugen Julius Strobl (verliehen am 19. April 1969) – Verdienste um den Bau der neuen Kirche
  • Johann Habeler (verliehen am 29. November 1975) – Volksschuldirektor
  • Karl Toder (verliehen am 29. November 1975) – Ortspfarrer seit 1954

Bilderbogen von Wiesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesen, Burgenland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Wiesen 2017 (abgerufen am 9. Dezember 2017)
  2. Land Burgenland: Wahlergebnis Wiesen 2012 (abgerufen am 9. Dezember 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Wiesen 2007 (abgerufen am 9. Dezember 2017)
  4. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Wiesen 2002 (abgerufen am 9. Dezember 2017)
  5. a b c Heimatbuch der Marktgemeinde Wiesen; Bürgermeister der Gemeinde Wiesen, S. 269; Hrsg. Marktgemeinde Wiesen, 2001
  6. a b Marktgemeinde Wiesen: Gemeinderat (abgerufen am 9. Dezember 2017)
  7. Marktgemeinde Wiesen: Gemeindeverwaltung (abgerufen am 9. Dezember 2017)
  8. a b c d Heimatbuch der Marktgemeinde Wiesen; Bürgermeister der Gemeinde Wiesen, S. 38–39; Hrsg. Marktgemeinde Wiesen, 2001
  9. Heimatbuch der Marktgemeinde Wiesen; Bürgermeister der Gemeinde Wiesen, S. 48–49; Hrsg. Marktgemeinde Wiesen, 2001