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Artikel des Tages
Richard Wagners Antisemitismus ist ein Gegenstand der Wagner-Forschung. Mit seiner Schrift Das Judenthum in der Musik sowie weiteren Essays und Äußerungen ging Richard Wagner in die Geschichte des Antisemitismus ein. Ausgehend von Adolf Hitlers Wagner-Verehrung wurde das musikdramatische Œuvre Wagners in der Zeit des Nationalsozialismus zum Staatskult erhoben und diente der Ästhetisierung und weihevollen Überhöhung der Politik. Der Antisemitismus Richard Wagners und der Missbrauch seiner Werke während der NS-Zeit sind wesentliche Gründe dafür, dass der Komponist bis in die Gegenwart umstritten bleibt und sich an ihm die Geister scheiden. Im Laufe seines Lebens äußerte sich Wagner oft wechselhaft und widersprüchlich über jüdische Künstler. So setzte er sich zunächst für Heinrich Heine ein, dessen Einfluss auf seine Werke vom Liebesverbot bis zum Parsifal nachweisbar ist. Schon zu Lebzeiten Wagners setzten sich jüdische Interpreten für ihn ein, obwohl ihnen sein Antisemitismus bekannt war. Nach Wagners Tod wurde seine Musik weiterhin von Juden aufgeführt. In keinem Bereich der Wagner-Forschung finden sich so umfangreiche und teils widersprüchliche Beurteilungen wie hier. Ob sich Wagners Antisemitismus in seinen Musikdramen niedergeschlagen hat, wird in der Forschung unterschiedlich beurteilt. – Zum Artikel …
Was geschah am 13. August?
- 1596 – Der ostfriesische Pfarrer David Fabricius entdeckt den veränderlichen Stern Mira im Sternbild Walfisch.
- 1616 – In Rom kommt die Malerin und Architektin Plautilla Bricci zur Welt.
- 1876 – Die ersten Bayreuther Festspiele beginnen mit der Aufführung von Das Rheingold; in den kommenden Tagen folgen Aufführungen der anderen drei Opern von Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen, die damit ihre Uraufführung erlebt.
- 1946 – Der Schriftsteller H. G. Wells (Der Krieg der Welten, Die Zeitmaschine) stirbt in London.
- 2001 – In Gelsenkirchen wird die Arena AufSchalke, neue Heimspielstätte des FC Schalke 04, eröffnet.
In den Nachrichten
- Ein Gericht in Syrien hat den gestürzten Präsidenten Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
- András Baka (Bild) ist vom ungarischen Parlament zum zukünftigen Präsidenten von Ungarn gewählt worden.
- Die totale Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 hat sich größtenteils über Grönland, Island und Spanien abgespielt und war im deutschsprachigen Raum als partielle Sonnenfinsternis sichtbar.
Kürzlich Verstorbene
- Gianpaolo Bellini (91), italienischer Physiker († 12. August)
- Josef Deimer (90), deutscher Politiker († 12. August)
- Wang Xiji (105), chinesischer Raumfahrtingenieur († 12. August)
- Zhu Rongji (97), chinesischer Politiker († 12. August)
- Hella Schlumberger (83), deutsche Schriftstellerin und Journalistin († 13. Juli)
Schon gewusst?
- Vincent Richards besiegte die vier Musketiere.
- Als „Emma Marcianiak“ schmuggelte Havka Folman Raban Informationen und verhalf anderen zur Flucht.
- Weil sein Schloss saniert wird, zog das deutsche Staatsoberhaupt in den Amtssitz am Spreebogen.
- Für Wilhelm Burmeister waren deutsche Studenten im Ausland „Träger des deutschen völkischen Geistes“.