Wikipedia:Hauptseite
Willkommen bei Wikipedia
Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten, zu denen du sehr gern beitragen kannst. Seit März 2001 sind 3.054.552 Artikel in deutscher Sprache entstanden.
Wikipedia aktuell
Artikel des Tages
Das Strafgefangenenlager Rollwald bestand von 1938 bis Ende des Zweiten Weltkriegs in der damals selbständigen Gemeinde Nieder-Roden, heute Teil der Stadt Rodgau, im ehemaligen Landkreis Dieburg in Hessen. Ab Kriegsbeginn 1939 befanden sich im Lager Rollwald etwa 1500 Gefangene und 200 Mann Wachpersonal als ständige Belegung. Die inhaftierten Gefangenen stammten aus allen Teilen Deutschlands und der besetzten Gebiete. Aus einer Auskunft des Internationalen Suchdienstes in Arolsen vom Juni 1980 geht hervor, dass es auch Gefangene belgischer, französischer, luxemburgischer und norwegischer Staatsangehörigkeit gegeben hat. Die Gefangenen kamen zum Arbeitseinsatz in Nieder-Roden und seiner näheren und weiteren Umgebung, wohin sie, wenn die Einsatzorte für einen Fußmarsch zu weit waren, mit Lastkraftwagen transportiert wurden. Sie verlegten Drainagerohre, befestigten, begradigten oder veränderten Bach- und Flussufer, legten Wege an und richteten Anbauflächen her. Mehr als 200 Menschen kamen im Lager Rollwald ums Leben. Im Standesamtsregister der Stadt Rodgau sind insgesamt 156 Häftlingssterbefälle des Lagers Rollwald erfasst. In den Jahren 1938 bis 1943 gab es die vergleichsweise geringe Zahl von nur neun Toten; sie wurden auf dem Friedhof in Nieder-Roden beigesetzt. Ab 1944 stieg dann aber die Sterblichkeit merkbar an, eine Folge der sich allgemein verschlechternden Ernährungslage im fünften Kriegsjahr. So starben in den Jahren 1944 und 1945 147 Lagerinsassen, von denen 110 auf einem neuen Lagerfriedhof beigesetzt wurden. Zwischen 1945 und 1950 waren im Lager zeitweilig ehemalige Kriegsgefangene untergebracht. In diesem Zeitraum nutzten die Behörden der amerikanischen Militärregierung das Lager als Archiv, dessen Kartei deutsche Kriegsgefangene erfasste. – Zum Artikel …
Was geschah am 28. September?
- 1810 – Aufständische unter der Führung von Miguel Hidalgo erstürmen im Mexikanischen Unabhängigkeitskrieg die Alhóndiga de Granaditas (Bild) in Guanajuato.
- 1885 – In Brasilien wird das Lei dos Sexagenários verkündet, durch das Sklaven ab dem Alter von 60 Jahren ihre Freiheit erlangen.
- 1895 – Der Chemiker Louis Pasteur, Mitbegründer der modernen medizinischen Mikrobiologie, stirbt.
- 1915 – Ethel Greenglass kommt zur Welt, die 1953 gemeinsam mit ihrem Ehemann Julius Rosenberg in den Vereinigten Staaten als Spionin für die Sowjetunion hingerichtet wird.
- 1990 – Die tragbare Spielkonsole Game Boy von Nintendo kommt in Europa auf den Markt.
In den Nachrichten
- Die neue Premierministerin von Litauen, Inga Ruginienė (Bild), und ihr Kabinett haben ihr Amt angetreten.
- Sigrid Emmenegger, Ann-Katrin Kaufhold und Günter Spinner haben bei der Wahl von Richtern des Bundesverfassungsgerichts die notwendige Mehrheit im Deutschen Bundestag erhalten.
- Nicolas Sarkozy, ehemaliger Staatspräsident der Französischen Republik, ist der „kriminellen Verschwörung“ für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden.
Kürzlich Verstorbene
- Georg Stefan Troller (103), US-amerikanisch-österreichischer Autor und Filmschaffender († 27. September)
- Tigran Keossajan (59), sowjetischer bzw. russischer Regisseur, Schauspieler und Moderator († 26. September)
- Jim McNeely (76), US-amerikanischer Jazzmusiker († 26. September)
- Lucian Mureșan (94), rumänischer Großerzbischof († 25. September)
- Assata Shakur (78), US-amerikanische Politaktivistin († 25. September)
Schon gewusst?
- Durch einen Eisenbahnunfall kam das Bahnwärterhaus Adelheidsdorf in das Schwarzbuch der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
- Über 40 deutschsprachige Rapper stellen die Frage: „Bissu dumm ¿“
- Wir sind möglicherweise nur 72 Minuten vom Ende jeglicher Zivilisation entfernt.
- Völkerschauen von Menschen aus den deutschen Kolonien wurden um 1900 verboten.