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Wikimedia:Woche 36/2017 (14.09.) | Wikimedia:Archiv
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Fotos von Nischensportarten (Kleine Freuden Teil 38)

Shauna Coxsey GBR, Siegerin im Boulder-Weltcup 2017
Gesamtaufnahme: Eine der beiden Wettkampfwände beim Boulder-Weltcup
Jongwon Chon KOR, Sieger im Boulder-Weltcup 2017

Fotografiert bei Nischensportarten! Ihr seid näher dran, ihr werdet freundlich aufgenommen und meistens seid ihr die einzigen, die Bilder für die Wikipedias machen, so dass eure Bilder unter einer freien Lizenz vielfach weitergenutzt werden (nicht immer völlig lizenzkonform).

Schon 2012 und 2015 war ich als Fotograf beim Boulder Worldcup im Münchner Olympiastadion, um Fotos für die Wikipedia zu machen. 2015 war das ein großes Event für die große Münchner Kletterszene. Aber seit Anfang 2017 steht fest, dass Sportklettern 2020 in Tokio olympisch wird. Und damit ist das Interesse explodiert. Das zeigte sich an der noch professionelleren Organisation und Ausstattung, so war die Beleuchtung dieses Jahr um Klassen besser als noch 2015. Drei Fernsehsender (darunter einer aus Japan) waren vor Ort und internationale Sportfotografen, auch von den großen Agenturen.

Trotzdem ist in Nischensportarten vieles noch familiär. Die Akkreditierung als Fotograf ging mit einer informellen E-Mail an die Pressestelle des Alpenvereins. Für internationale Wettkämpfe ist eine vorherige Akkreditierung fast immer unvermeidlich, bei nationalen Events in Nischensportarten wird man nicht rausgeworfen, wenn man einfach so vorbei kommt. Aber keine Angst vor der Akkreditierung. Meistens reicht eine nette Mail, schreibt, was ihr so in und für die Wikipedia macht und hängt Links zu zwei Artikeln an, in denen (Sport-) Fotos von euch verwendet werden. Wenn ein Verband mehr Belege will, kann WMDE (WMAT, WMCH) euch mit einer Redaktionsbestätigung helfen.

Vor Ort gelten die üblichen Regeln für Fotografen: Frühzeitig hingehen, Pressestelle oder Organisation suchen, "Hallo" sagen und dann bekommt ihr eure Zugangsberechtigung. Beim Boulder-Weltcup eine Karte zum Umhängen und für die Fotografen eine gelbe Reflektorweste, als Zugangsberechtigung für den "Graben" direkt vor der Matte. Wie gesagt war die Organisation toll. Es gab einen Presseraum im VIP-Bereich des Olympiastadions. Dort war eine fette WLAN-Verbindung installiert und es gab Kaffee und später auch noch Kuchen.

Praxis-Tipps: Bei vielen Sportarten kann man mit einer guten Amateur-Ausrüstung tolle Fotos machen. Der limitierende Faktor sind meistens Brennweite und Lichtstärke. Wenn man mit einem 200'er Tele auskommt, kann man mit der eigenen Ausrüstung viel machen. Oder man leiht sich Teile bei den Wikimedia Vereinen. Für Canon und Nikon gibt es bei WMDE 2.8 70-200 Telezooms. Bei Rasenballsportarten wird das nicht reichen, ohne lichtstarkes 400'er geht da nichts und das schafft man sich nicht einfach so an. Auch WMDE hat keines. WMAT hat eines, das ist aber lange im voraus gebucht und natürlich ständig ausgelastet. Für den Kletter-Weltcup hatte ich die Ausrüstung des WikiMUC zur Verfügung. Ich hatte die D80 mit dem 2.8 70-200 dran (wegen dem Crop-Faktor also als 112-320mm) in der Hand und die D5 mit dem 4.0 24-105 umhängen. Damit konnte ich ohne Objektivwechsel vom Weitwinkel-Überblick bis zum Sportler-Porträt alles aufnehmen.

Außerdem hatte ich meinen Laptop dabei, für die schnelle Bearbeitung einiger Fotos, die ich schon von vor Ort hochladen wollte. Einen USB3-Kartenleser für die Speicherkarten, als Backup ein Überspielkabel. Profis haben noch eine externe Festplatte für Sicherungskopien. Und ansonsten was zum Trinken und eine Menge Fruchtriegel.

Sport-Fotografie bedeutet wie bei vielen Reportage-Ereignissen, dass man vorbereitet sein muss, um das zu dokumentieren, was vor einem passiert. Man kann nur wenig steuern, muss einen Blick für gute Standorte und Winkel entwickeln und ansonsten die Abläufe beobachten. Dazu ist es nützlich, wenn man die Sportart kennt. Denn nur wenn man genauso wie die Sportler selbst sehen kann, wann und wo es drauf ankommt, kann man die besten Fotos machen. Mehr dazu in einem späteren Teil der "Kleinen Freuden" zur Fotografie bei Nischensportarten. h-stt

Das Team des WikiWedding mischte sich unter feiernde Stadtteilbewohner

Jedes Jahr (dieses mal am Samstag, 16. September 2017) findet für die BewohnerInnen des Berliner Ortsteils Gesundbrunnens (ehemals Teil des Bezirkes Wedding) die Kultur-Veranstaltung „Panke Parcour“ statt. Das Team des WikiWedding sieht sowas natürlich sofort als Möglichkeit für Öffentlichkeitsarbeit, um die Wiki-Projekte zukünftigen WikipedianerInnen näher zu bringen.

Infostand an der Luisenbad-Bibliothek
  • Zur Zeit ist die WikiWedding-Foto-Wanderausstellung in der Stadtteilbibliothek am Luisenbad, die BesucherInnen durch kleine Blicke in ihren Ortsteil auf die Wikimedia-Projekte aufmerksam macht (dazu gab es wieder viel Lob von den BesucherInnen). Also was liegt näher als einen Infostand direkt vor dieser Stadtteilbibliothek aufzustellen.
  • Und so informierte das WikiWedding-Team den ganzen Nachmittag Interessierte darüber, was man alles in den Wikimedia-Projekten machen kann. Ziel ist dabei, neue WikipedianerInnen zu gewinnen. Auch Leute, die schon Bearbeitungen in Wiki-Projekten gemacht hatten, kamen an den Infostand. Sie wurden mit Infos und Zeigen, wie man formatiert etc., dabei unterstützt, sich besser bei Wikipedia, WikiCommons etc. einzubringen. Viel Infomaterial und so gut wie alle GiveAways, die wir dabei hatten, wurden „unters Volk“ gebracht.
Die Panke im Ortsteil Gesundbrunnen
  • Ein Programmpunkt des Panke Parcour war der „Panke Spaziergang“ von Benutzer:BotBln (11:00 – 14:30 Uhr).
Es war ein informativer Spaziergang entlang der Panke. Mit einigen kleinen Abstechern schlenderten wir etwa 7 km die Panke entlang. Es gab vielseitige Informationen über die interessantesten Punkte entlang dieses Abschnittes der Panke. Dafür hat Benutzer:Queryzo durch einen Abfrage bei WikiData eine Karte erzeugt, die alle Wikipedia-Artikel (und mit Koordinaten versehehene Fotos) im Gebiet als Punkt anzeigt. Um diese Karte zu zeigen, hatte ich ein durch WMDE gemietetes Tablet dabei. Damit hab ich auch jeweils die Wikipedia-Artikel der Standorte gezeigt, die ich jeweils gerade erläuterte. Also, es gab viele Infos über die Geschichte der Ortsteile (Mitte, Wedding Gesundbrunnen), jedenfalls der Objekte, die nahe an der Panke liegen. Begeistert waren die über ein Dutzend TeilnehmerInnen über die Ausführlichkeit mancher Artikel, wie über die Panke sowie die Kulturgeschichte der Panke und den über den Blutmai. „Ja, da kann ich ja noch mal weiter nachlesen, wie schön“, war dazu die begeisterte Aussage mancher TeilnehmerIn. Um das Medium Tablet noch besser zu nutzen, hab ich auch noch ein Liedchen spielen lassen, in dem eine Berlinerin deftig auch über die Panke sang. Gleich wieder ein Anlass, um über die Panke-Nutzung sowie deren Auswirkung und die künstlerisch wertvolle Ausgestaltung vor dem neuen BND-Gebäude zu referieren.
„Was blüht denn da?“ war ein weiteres Motto, also wurde manch blühende Pflanze am Wegesrand benannt und so manch Interessantes dazu erzählt.
Also, es ging darum, dass die TeilnehmerInnen viel kennen lernten und nicht darum, schnell von A nach B - äh von Nordhafen nach Wollankstraße zu kommen. Die vielfältige Mischung hat den TeilnehmerInnen gut gefallen. Im Streckenverlauf war auch die Luisenbad-Bibliothek, und so waren diese TeilnehmerInnen auch am Infostand und haben sich unsere Fotoausstellung angeschaut.

Diese gesamte Wiki-Veranstaltung war ein voller Erfolg (naja, sagen zumindest die Veranstalter, das WikiWedding-Team, von ihrer Veranstaltung zwinker )! BotBln = Botaniker in Berlin , 19.9.

Coding da Vinci – die neuesten Uploads

Nachdem ich kurzfristig gebeten wurde, habe ich letzten Freitag und Sonnabend unterstützend beim Workshop Prepare Your Data: Ready for upload verbracht, wo Vertretern verschiedener Kulturinstitutionen gezeigt wurde, wie man in größerer Menge Dateien zu Commons hochlädt. Dabei gab es eben nicht nur Theorie, sondern wirklich auch Praxis mit diversen Ergebnissen:

  • die mengenmäßig größte Charge steuerte dabei das Technikmuseum aus Berlin bei. Mehrere 100 Scans mit historischen Fahrkarten aus der Zeit vor 1925, der vormaligen Sammlung des Opernsängers Fritz Hellmuth. In Anbetracht der Masse an Bahninteressierten sicher ein riesiger Schatz. Die Fahrkarten wurden nach Regionen (Ländern) sortiert, darüber hinaus sind sie aber noch nicht erschlossen. Für den Coding-da-Vinci-Hackaton wäre es sicher eine gute Sache, wenn sich Hacker fänden, die aus den Scans die einzelnen Abbildungen der Karten extrahieren könnten. Insgesamt handelt es sich um 120.000 (!) Einzelfahrscheine in der Sammlung. Aber auch ohne diese Sortierarbeit sicher ein Schatz, in dem der eine oder andere Autor sicher etwas zur Bebilderung der Artikel finden kann.
  • Zweitgrößter Posten sind Fotos von Münzen, die bei der zwischen 2009 und 2016 durchgeführten Ausgrabung in der Gegend um und dem Platz des Alten Berliner Rathauses gefunden wurden. Dabei handelt es sich um Münzen, die dort über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren verloren gingen (das Rathaus war nicht nur Ort der Verwaltung, sondern auch Handelsplatz). Somit ist diese Sammlung in doppelter Hinsichicht von Interesse. Zum einen wegen der Einzelstücke, zum anderen aber auch wegen des historisch interessanten Fundkomplexes. Von den mehr als 800 Münzen wurden 327 fotografisch erfasst (Doubletten wurden ausgelassen) und bei Commons hochgeladen.
  • Das Museumsdorf Cloppenburg steuerte fast 200 Bilder aus seinen Beständen bei, einende thematische Klammer waren dabei die floralen Muster. Am Ende ist es eine sehr breite Zusammenstellung verschiedenster Objekte, Bücher, Kleidung, Keramik (Geschirr, Fliesen, Figuren), Metallarbeiten, Heiligenbilder, Briefe, Schmuck, Kalenderblätter, Möbel. Die Bilder ergänzen nicht nur die schon vorhandenen Bilder zum Museum, die sich vor allem den Gebäuden und den technischen Gerätschaften widmeten, sondern sind auch für die Bebilderung von Artikeln zu Kunsthandwerk der Region um Cloppenburg von Interesse.
  • der kleinste aber nicht minder interessante Bestand wurde vom Deutschen Filminstitut zur Verfügung gestellt. 30 Filme des Filmpioniers Julius Neubronner, der im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts seine Familie und das öffentliche Leben in seiner Heimatstadt Kronberg im Taunus dokumentierte. Die kurzen Filme reichen vom Besuchs Kaiser Wilhelm II. über Autorennen, Wintersport, Umzüge des Schützenvereins, öffentliche und private Varieté-Aufführungen bis hin zu sehr privaten Aufnahmen der Familie.

Nun ist es an uns, diese Bilder nicht nur einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, sondern auch für eine vernünftige Struktur bei Wikimedia Commons zu sorgen. Positiv ist, daß der Großteil der Bilder eine gute, sinnvolle Beschreibung hat. Eine tiefere Kategorisierung etwa würde dennoch bei vielen Bildern die Auffindbarkeit und Nutzbarkeit erhöhen. MC 18.09.

Gründungsmitteilung

So sieht's aus.

Wie die Meckereien nach der diesjährigen WikiCon hier und an anderen Stellen gezeigt haben, bedürfen die positiven Auszeichnungen der Eulenakademie einer Ergänzung. Die Verleihung der Oscars wird von derjenigen der Goldenen Himbeere begleitet. So etwas wollen wir jetzt auch. Wir haben daher eine HeulenAcademy gegründet, die ab sofort Nominierungsvorschläge für verschiedene Heulen entgegennimmt.

Es kann vorgeschlagen werden, wer auf Meta- oder Diskussionsseiten den Eindruck erweckt hat, Anwärter oder Anwärterin auf eine Heule zu sein. Es gibt zunächst:

  • die MimimiHeule. Sie eignet sich besonders für Empörte, denen keine gefühlte Benachteiligung zu klein ist, um sie in größte Worte zu kleiden.
  • die HohnHeule. Sie ist für Aktive gedacht, die das Recht zu gehen tapfer ignorieren und bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit aufzeigen, für wie schlecht sie die Wikipedia und alle ihre Strukturen halten.
  • die LangeHeule. Sie ist für Aktive gedacht, die wieder und wieder rumnerven und den angemessenen Ton einfach nicht mehr finden.

Die Heulen werden für die Form von Benutzerbeiträgen vergeben, nicht für den Inhalt von Kritik und Dissens. Solche Nominierungen werden von der HeulenAcademy verworfen. Falls durch Nominierungen versucht wird, innerwikipedische Konflikte in die HeulenAcademy zu verlängern, kann sie dies mit einer AbHeule für den Vorschläger bedenken.

Ergibt sich aus der Art der Vorschläge weiterer Heulen-Bedarf, wird eine neue Vorschlagsmöglichkeit auf der Projektseite benannt. Umheulen ist dann gestattet. Vorschläge sind ab sofort von der Projektseite aus möglich. Erforderlich sind dafür (1) ein Copy-paste der Passagen, wegen denen die Heulenvergabe erfolgen soll, und (2) die zugehörigen Difflinks. Fehlt eines der beiden Elemente, wird der Vorschlag verworfen.

Aus den Vorschlägen wählt die HeulenAcademy je fünf Nominierungen aus. Sie werden mitsamt Laudatien und den Gewinnerinnen und Gewinnern der einzelnen Heulen am Vorabend der nächsten Eulenverleihung bekannt gegeben.

Das Projekt ist nicht nachhaltig gedacht. Es soll sich mangels vorschlagsfähiger Beiträge selbst abschaffen. Für die Vorbereitung der HeulenAcademy wurden Spendengelder zur Beschaffung von Alkohol eingesetzt.

Mit besten Grüßen, eure HeulenAcademy (Diskussion) 21:01, 17. Sep. 2017 (CEST)

Unkonventionelle Convention: WikiCon 2017

Wer anhand der KURIER-Lektüre bisher dachte, dass die Hauptbeschäftigung der meisten Wikipedianerinnen und Wikipedianer Admin(wieder)wahlen oder Löschdiskussionen seien, hätte nur die WikiCon besuchen müssen, um eines Besseren belehrt zu werden.

Unter neuem Logo, aber mit größtenteils altbewährten Organisatoren aus Community und Vereinen, fand vom 8. bis zum 10. September in Leipzig die 7. WikiCon, das jährliche Treffen der deutschsprachigen Wikipedianerinnen und Wikipedianer, statt. Schon in der Eingangshalle des „Kubus“, einem Gebäude des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ, wurde man – wie im Vorjahr – in einem „Forum des Freien Wissens“ empfangen. An Informationsständen der Projekte inner- und außerhalb der Wikipedia konnten sich Neulinge und Alteingesessene über die Entwicklungen rund um das Wikiversum informieren. Workshops ergänzten das Informationsbedürfnis ganz praktisch und so war immer irgendetwas los im Forum. Auch wer noch nie in der Wikipedia editiert hatte, konnte hier unter Anleitung die ersten Schritte wagen.

Die allzu enge zeitliche Nähe zur Wikimania behinderte allerdings diesmal den breiten Wissenstransfer zwischen der internationalen und der deutschsprachigen Wikimedia-Bewegung. Viele Community-Mitglieder konnten oder wollten nicht innerhalb von 30 Tagen an zwei großen internationalen Treffen teilnehmen. Darüber hinaus stand das Programm der WikiCon natürlich auch schon ein Monat zuvor fest. Über Barcamps konnten aber aktuelle Ergebnisse weitergegeben werden. Wichtige Themen wie die Strategiediskussion Wikimedia 2030 waren ohnehin auch bei der WikiCon Fixpunkte der Programmplanung gewesen. Im Gegensatz zur Wikimania konnte man sich diesmal bei der WikiCon in einem übersichtlich gedruckten Programmheft jederzeit über die interessantesten Vorträge informieren. Das war auch nötig, denn es gab sechs gleichzeitige Schienen, in denen man durch zeitversetzte Pausen nicht immer geruhsam wechseln konnte. Wer nicht bei der WikiCon sein konnte, kann sich nachträglich noch hier über die Inhalte informieren.

Breit spannten sich thematische Bögen über die WikiCon. Schon die Keynote zum Thema „Lebendiger Atlas – Natur Deutschland“ besprach Kooperationsmodelle und Bürgerbeteiligung vor dem Hintergrund von Crowd Sourcing, Open Data und Citizen Science. Nicht zufällig war das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung als Tagungsort ausgewählt worden. Freies Wissen kann auch Umweltprobleme lösen helfen. Mit dem letzten Vortrag des Wochenendes zum Thema „Wikimedia-Projekte und Offene Wissenschaft“ schloss sich für mich dieser Kreis.

Hervorzuheben ist die freundliche Atmosphäre, in der das alles stattfand (siehe auch das „Dankeschön“ in der „rechten Spalte“). Die Verleihung der Wiki-Eulen zeichnete in kaum mehr als einer Stunde einen ganzen Strauß von Fähigkeiten und Beiträgen aus, seien es Fotos, Texte oder Projekte von Wikipedianerinnen und Wikipedianern der ersten Stunde oder von Newcomers. Danach kam auch das Feiern nicht zu kurz :).

So manche neue Projektidee wurde beim gemütlichen Plausch in den Sitzecken des „Forums“ oder in langen mitternächtlichen Gesprächen geboren. Überhaupt waren sich alle einig: Mailinglisten und Diskussionsseiten können das persönliche Treffen nicht ersetzen. Angelehnt an die Worte von Leonhard Dobusch bei der WikiCon 2017 kann ich nur sagen: „Die Wikipedia ist großartig, weil ihr großartig seid.“ Danke liebe Mitkonventionalistinnen und -konventionalisten! Regio, 13.9.

Natur und Kultur in Trient

Als erstes ein dickes Lob und ein herzliches Vergelt’s Gott an unsere italienischen Wikipediafreunde, die die Exkursion nach Trient so hervorragend organisiert haben. Und perfekten Service boten, mit Abholung am Bahnhof, einem kleinen Spaziergang vorbei am Dante-Denkmal zum Hotel, wo wir vom Zimmer aus einen schönen Ausblick auf die Hauptstadt des Trentino hatten. Zehn Minuten zum Einchecken und dann subito zum Termin in die Stadtbibliothek in Trient, wo wir gleich mal einen Einblick in die italienisch-österreichisch-deutsche Staats- und Kulturgeschichte erhielten, und zusammen mit unseren italienischen Gastgebern uns zum Editathon im Konferenzraum der Bibliothek zusammenfanden. 18 Wikipedianer sortierten, kategorisierten und schrieben an Wikipedia-Artikeln über die Themen vor Ort.

Tags darauf ging’s auf 1540 Meter Höhe hinauf zum Giardino botanico alpino Viote, mit 10 ha wohl einer der größten Alpenpflanzengärten, der dem Naturwissenschaftlichen Museum von Trient (Museo delle Scienze) angegliedert ist. Einer von insgesamt 33 Alpengärten, die wir WAF-ler auf unserer enzyklopädischen To-do-Liste haben. Der wissenschaftliche Betreuer des Gartens Alessio bot uns eine beeindruckende Führung, erzählte viel von den giftigen und heilsamen Wirkungen der Pflanzen, was z. B. so alles im Rainfarn (Tanacetum vulgare) drinsteckt, der, wie wir erfuhren, erstmals im Capitulare Karls des Großen beschrieben wurde.

Dass es pünktlich zur Mittagszeit zum Regnen anfing und nimmer aufhörte, kam uns nicht ganz ungelegen. Zuerst genossen wir das vorzügliche typisch italienische Mehrgängemenü. Mit fließendem Übergang ging es dann, dem Regen sei Dank, zu dem zweiten etwas ausgiebigeren Editathon dieser Exkursion in der gemütlichen, kachelofengeheizten Stube des Refugio Viote. Das WAF-Orga-Team, in dem aus jedem der vier WM-Chapter je zwei Wikipedianer vertreten sind, setzte sich zusammen und machte Zwischenbilanz über die bisherige Entwicklung des WikiAlpenforums, besprach die Aktivitäten des WikiAlpenforums auf der WikiCon in Leipzig und beschloss das WAF-Programm für dieses und nächstes Jahr. Im Vordergrund steht die stärkere Einbindung des Alpenforums an die Stammtische in den Alpenanrainerregionen, so wie es bisher schon recht gut in Innsbruck, Zürich, Salzburg, München und Augsburg geschieht. An die Stammtischtermine wollen wir künftig wie in Zürich, Innsbruck und vorbildlich in Augsburg der Fall, kleine inhaltliche Events anhängen, davor oder danach, Besuche von Museen, Kirchen, Parks, Gärten, Ausstellungen, oder Wanderungen durch ein interessantes Stadtviertel, vielleicht auch mal ein Vortrag von interessanten Leuten am nah gelegenen WP-Community-Space oder am Stammtisch selber, wenn das Ambiente dazu geeignet ist. Der große Vorteil der Koppelung von Stammtisch mit inhaltlich geprägtem WAFtreff: Der Besuch wird dann für von Weiter Anreisende attraktiver.

Unsere WAF-Pläne für 2018 stehen nun auch weitgehend fest. Schwerpunkt ist ein Ausflug in die Schweiz, unsere Schweizer Freunde organisieren ein Exkursion in die Schweizer Alpen, die wiederum unter dem Motto „Natur und Kultur in den Alpen“ steht. Die Freunde aus dem Schwäbischen planen eine Exkursion mit dem Schwerpunkt Almwirtschaft. Unseren großen Traum von der Alpenüberquerung zu Fuß haben wir jetzt mal auf 2019 verschoben. Zunächst ist uns wichtig, dass sich die mit den Stammtischterminen verbundenen WAFtreffs gut etablieren, dies auch im Sinne eines verstärkten Gewinns für die Wikipedia.

Das eigentliche Highlight unserer Reise nach Trient fand am Sonntag statt, der Besuch des Museo Diocesano Tridentino. Wir tauchten tief ein in die Geschichte des Tridentiner Konzils und waren hingerissen von den herrlichen Gemälden und sakralen Kunstwerken des Museums der Diözese Trient. Unser Kollege TheTokl aus Innsbruck ließ es sich nicht nehmen, noch am selben Tag den Museumsartikel von der italienischen Wikipedia in die deutsche Wikipedia zu übertragen und weiter zu entwickeln – eins von inzwischen über einem Dutzend Beispielen, die zeigen, wie positiv sich die bei solchen Exkursionen geweckte Begeisterung auf unsere Wikipedia-Enzyklopädie auswirkt.

Übrigens, den Artikel über den Giardino Botanico Alpino Viote haben wir jetzt in vier Sprachversionen erstellt:

Pi, Cr, Xa, 7.9.

Galerie der WLE-Sieger aus Deutschland und der Schweiz

Viel zu schön, um sie hier nicht zu zeigen: Das sind die deutschen und Schweizer Gewinnerbilder von Wiki Loves Earth 2017:

Gnom, 4.9.

Wenn ein Admin zu dir „A********“ sagt

… dann kann das Vieles bedeuten. Vielleicht wollte er lediglich zum Ausdruck bringen, dass alle Menschen (also auch du) Extremitäten besitzen zum Handlen des menschlichen Nahrungskreislaufes. Ebenso möglich, dass er einfach einen netten Hinweis anbringen wollte, dass du einen Bock geschossen hast oder auch für dieses Enzyklopädieprojekt ungeeignet bist. Wie auch immer: Nie, wirklich NIE wollte er dich damit beleidigen. Im Folgenden ein paar Tipps, unerfreuliche Situationen dieser Couleur angemessen zu bewältigen.

EIN ADMIN HAT MICH BELEIDIGT – WAS SOLL ICH TUN ??? Das Unvorgesehene ist passiert. Auf einer Artikeldisk, einer Metaseite oder gar auf deiner Userdisk prangt eine eindeutige Übergrifflichkeit. Gezeichnet: von jemandem mit einem fetten (A) hinter dem Nick. Gut möglich auch, dass dieser User kein Admin (mehr) ist, allerdings mal einer war. Nun steht es da: „A********“, „I***“ oder – wahrscheinlicher – eine verbal kunstvolle Umschreibung, welche auf dasselbe hinausläuft. Wie auch immer: nach den einschlägigen Wikipedia-Regeln (WP:KPA) ein zu sanktionierender Verstoß. Eigentlich. Bevor du nun das Falsche tust (und lass dir sagen: in der Situation ist ALLES falsch), hier der allererste Rat:

Mach !! Es !! Nicht !! TU’ NICHTS.

Keine (!!) VM. Keine Entgegnung. Kein Weglöschen der Injurie (kann ebenfalls bereits als Aggression deinerseits gewertet werden, siehe WP:KPA). Schalte notfalls den Rechner aus, geh’ spazieren oder widme dich irgendwas anderem. Denn: DIESE Injurie kam mit Sicherheit nicht aus heiterem Himmel. Vielmehr kannst du davon ausgehen, dass der Edit des Adminkollegen aktuell bei x-Dutzenden Usern auf dem Radar steht. Und, noch wichtiger: antizipierte Reaktionen (= deine ;-). Mit anderen Worten: Dutzende Augen sind aktuell auf dich gerichtet – in der Erwartung, dass du einen Fehler machst. Deine strategische Position hingegen ist bescheiden (genauer gesagt steht sie erstmal auf Null). Möglich, dass die Attacke abgesprochen war. Wahrscheinlicher allerdings ist, dass da jemand sich einfach aus dem Grund was leistet, weil er glaubt, es sich leisten zu können. Mit anderen Worten: Während du noch überlegst, durchatmest, einatmest und versuchst, die blauen Blubber namens Adrenalinschock unter Kontrolle zu bekommen, gehen möglicherweise bereits Mails oder SMS-Kurznachrichten übers Netz. Im schlechtesten Fall läuft die Koordination, wie man dich am besten an den Haken kriegt, via einschlägigem Wikipedia-Chat. Protected and sponsored: by Wikimedia Foundation.

Klären wir als nächstes deine Optionen. Theoretisch hast du die Option, eine VM abzusetzen. In der Praxis ist davon abzuraten. Im am wenigsten ungünstigen Fall verschwendest du Energie und hast es am Ende schriftlich, dass der Admin- (oder Ex-Admin)-Kollege dir etwas Nettes sagen wollte. (Im allergünstigsten Fall – das kommt allerdings etwa so selten vor wie ein veritabler Gewinn im Lotto – wird zusätzlich eingeräumt, dass der Versuch vielleicht etwas suboptimal war.) Im schlechteren Fall erhälst du – zusätzlich zu „A********“, „I***“ etcetera – eine Sperre: weil du mit deiner Beschwerde die Läufe von Wikipedia durcheinandergebracht hast. Des weiteren hast du natürlich die Option, die dafür vorgesehenen Beschwerdewege zu gehen: auf WP:Adminnotizen, WP:Administratoren/Anfragen und ähnlichen Funktionsseiten. Wenn der betreffende User ein echter Admin war (also: kein gewesener, der natürlich weiterhin informelles Mitglied im „Club“ ist), kannst du sogar ein Adminproblem aufmachen. Allerdings: Abgesehen von dem erwartbaren Frust und der Tatsache, dass dich auch hier jederzeit eine Sperre erwischen kann, sind all diese Wege in etwa so, als wenn du von Polizisten etwa der Davidwache verprügelt wurdest und den Vorfall im Anschluss auf der Davidwache zur Anzeige bringst. Ist das – abgesehen von der Heiterkeit, die du mit Sicherheit auslösen wirst – optimal? Ich denke, du kennst die Antwort selbst.

Kommen wir zu den wirklichen Optionen. Die naheliegendste natürlich ist, mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Abraten davon lässt sich nicht wirklich. Allerdings solltest du bedenken, dass „die“ stets am längeren Hebel sitzen. Falls du keine Lust hast auf diese Form Wiki-Masochismus, bleiben letztlich nur drei Wege:

  • Wikipedia mit Paukenschlag verlassen. Vorgehensweise: Du zahlst nicht in einfacher, sondern zehnfacher Währung zurück – so hoch, dass umgehend eine dauerhafte Sperrung deines Accounts erfolgt. Nachteil: deine Artikelarbeit ist futschibutschi, passé, Vergangenheit. Darüber hinaus wird deinem Account posthum „kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit“ („kWzeM“) attestiert. Unter juristischen Aspekten ist die Sache übrigens selbst dann, wenn du _sehr_ freigebig zurückzahlst, relativ problemfrei. Klagen wären im ungünstigsten Fall zwar möglich. Da die beschriebenen Praktiken am besten im Verborgenen blühen, wird jedoch kaum jemand Interesse haben, „im RL“ irgendwas gegen dich anzustrengen.
  • Wikipedia ohne Paukenschlag verlassen. Naheliegend; was bringt es, Zeitressourcen mit Menschen zu verbringen, die offensichtlich vom Internet-Machtrausch befallen sind oder eventuell sogar an sonstwas genascht haben? Nachteil auch hier: deine Artikelarbeit ist futschibutschi, passé, Vergangenheit. Da du zwecks Accountstilllegung einen Admin bemühen musst, ist auch die Frage, was im „Abschlusszeugnis“ steht, nicht ganz ohne. Sprich: Ob da „kein Wille undsoweiter“ im Log steht oder „auf eigenen Wunsch“.
  • Du schluckst es runter und machst weiter. Nochmal zum Mitmeißeln: DU. SCHLUCKST. ES. RUNTER. Machst weiter deine Artikelarbeit, als ob nichts geschehen wäre. Unmittelbarer Vorteil: Die Attacke versandet so erst mal – keine Sperre, kein weiteres Generve. Zusätzlich verschaffst du dir bei anderen Usern so Credit – vor allem bei jenen, die ähnlich wie du Artikelarbeit machen und denen es oft ähnlich ergeht. Ansonsten hängst du dir dein neues Motto an die Pinnwand (oder klebst es dir als Notizzettel auf den Monitor): DIE RACHE IST MEIN. Sicher stehen in den ersten Wochen (vielleicht sogar Monaten) die Chancen trüb, deinem Kontrahenten einen Einlauf zu verpassen. Allerdings: Wikipedia hat mittlerweile einige recht probate Mittel und Wege, Funktionsträger, die es zu doll treiben, aus dem Verkehr zu ziehen. Die – mit Abstand – erfolgreichste: die Seite Adminwiederwahl (WW). Möglich, dass du mit dieser Technik nicht mehr so viel zu deiner Lieblingsbeschäftigung kommst – der Artikelarbeit. Andererseits hast du diesbezüglich bereits einen Grundstock, auf dessen Basis du weiter agieren kannst. Und deine Artikelarbeit, seien wir ehrlich: War es nicht sie, durch die du letzten Endes in Schwierigkeiten geraten bist?

Wie du sicherlich gemerkt hast: Einfache Lösungen für das beschriebene Problem gibt es leider nicht. Ein Teil des Problems ist sicher die bezaubernswerte Option, im Rahmen dieses Portals Enzyklopädieartikel anlegen zu können (siehe hierzu auch: Wikipedia:Sucht). Aufgegleiste Artikelbestände sowie die Option, zu diesen Beständen weitere, selbstgeschriebene Artikel hinzuzufügen, sind sicher ein Hauptgrund dafür, warum so viele die Ausgangstür nicht finden. Allerdings: Für das Abhandeln der „Warum?“-Frage ist hier nicht der Platz. Abschließend an der Stelle so die Bemerkung, dass das Beschriebene (leider) keine graue Theorie ist. Sondern – in wesentlichen, grundlegenden Zügen – mir kürzlich widerfahren ist (eingehende Fallbeschreibung: hier.)

Ansonsten wünsche ich den Mitlesenden natürlich das Beste, was ihnen diesbezüglich passieren kann: dass die beschriebene Nothilfe-Situation bei ihnen nie eintreffen möge. – Als Disclaimer an der Stelle der Hinweis, dass dieser Beitrag ordnungsgemäß als SATIRE angemeldet und mit dreifachem Durchschlag genehmigt wurde. Lesen erfolgt somit auf eigene Gefahr. rz, 31. August 2017

Miniaturenwettbewerb geht in die nächste Runde

Beim Miniaturenwettbewerb kommen Kleine ganz groß raus!

Während sein großer Bruder, der Schreibwettbewerb, in dieser Runde wohl tatsächlich „tot“ ist (oder vielleicht doch nicht, siehe unten), startet der Miniaturenwettbewerb wie in den letzten Jahren pünktlich am 1. September. Die Idee hinter dem Ganzen: mit wenigen Regeln und viel Spaß gute Artikel schreiben, die vielleicht noch nicht oder nie die Längen erreichen können, die auf dem Siegertreppchen des Schreibwettbewerbs mittlerweile üblich sind. Die Länge der Beiträge ist entsprechend auf maximal 15.000 Byte beschränkt.

Mittlerweile hat auch der kleine Schreibwettbewerb eine mehrjährige Geschichte, und seit 2015 wird er parallel und ergänzend zum Schreibwettbewerb durchgeführt. Sowohl die Siegerliste wie auch die Menge und Qualität der weiteren Beiträge können sich dabei sehr wohl sehen lassen – zuletzt gewannen punktgleich die Artikel zum BAP-Klassiker Kristallnaach, zur Barbados Railway und zum Vogelschauplan, und insgesamt nahmen 77 Beiträge vom kurzen Synlight bis zum an der Höchstgrenze kratzenden Darby Crash am Wettbewerb teil. Eine Jury gibt es nicht, die Artikel werden von allen Interessierten bewertet – dabei kann jeder angemeldete Benutzer mit Stimmberechtigung bis zu fünf Stimmen auf die Miniaturen verteilen, die ihm am besten gefallen.

Ran an die Tasten …

Und der Schreibwettbewerb? Bislang gab es nur wenig Interesse daran, den diesmaligen Schreibwettbewerb zu organisieren, Jury-Kandidaten gibt es bislang keine. Ein pünktlicher Start Anfang September mit einer gewählten Jury ist damit so gut wie ausgeschlossen. Ob er verschoben wird, modifiziert startet oder diesmal einfach mal ausfällt, wird sicher noch diskutiert werden. Als ursprünglicher Initiator sehe ich es allerdings weniger kritisch, eine Pause tut ihm vielleicht auch mal ganz gut. Vielleicht macht er auch einfach seinem kleinen Bruder Platz und gibt diesem etwas mehr Aufwind, um die magische Grenze von 100 nominierten Artikeln zu erreichen. Übrigens: Auch beim Miniaturenwettbewerb sind Preisspenden zur Motivation der Teilnehmer sehr beliebt und gern gesehen … AR, 26.8.

Eilmeldung: Während der Entstehung dieses Artikels startete die Offensive, den Schreibwettbewerb auch diesmal wieder fristgerecht starten zu können – Bis morgen können Juroren nominiert werden (oder sich selbst nominieren), bis zum 1. September soll die Wahl abgeschlossen sein. Ein Appell also an alle, die dabei sein wollen, und vielleicht an alle, die auch einmal in einer Jury zum Schreibwettbewerb sitzen möchten: Jetzt ist eure Chance! AR, 26.8.

Hat Wikipedia ein Extremismusproblem?

Heute mal schnell Nachrichten gelesen, siehe da, die Internetseite linksunten.indymedia.org wurde als „zentrale Plattform für gewaltbereiten Extremismus“ gesperrt. linksunten.indymedia.org wird übrigens Stand jetzt 35 mal in Wikipedia als Quelle benutzt.

Interessant denkt man sich und schaut schnell mal nach ob und wenn ja wie oft Indymedia, sicherlich auch ein Leuchtturm des NPOV, als Quelle benutzt wurde. Überraschung, Stand jetzt sind es 310 mal [1]. Der erste Treffer führt zur Universität Leipzig, wo der 600-Jahr-Feier entgegengeschleudert wird: „Es gibt angesichts der herrschenden Bedingungen nichts zu feiern.“ Quelle ist ein anonymer Poster der sich "die Protestierenden" nennt und auf Indymedia länglich begründet warum die Feier angesichts des Nazi-Regimes und überhaupt der diskriminierende Politik gegen Langzeitstudenten (oder so) nicht angebracht war. Den Artikel Krefeld schmückt als Quelle zu Demontrationen anlässlich eines Staatsbesuchs von G. Bush dem Älteren eine Broschüre, die seit 30 Jahren vergeblich auf einen Selbstverlag wartet und stattdessen auf Indymedia hochgeladen wurde. Im Artikel Flughafen Frankfurt am Main gibt es eine Indymedia-Quelle die als Beleg für den danebenstehenden Artikeltext zwar ein Totalausfall ist. Immerhin erfährt man aber, dass ein Wolf Wetzel, nach eigenen Angaben Reporter, von FRAPORT-Mitarbeitern - unter Verstoß gegen die Pressefreiheit - daran gehindert wurde ein Gelände zu betreten auf dem gerade Rodungsarbeiten stattfanden. Den Artikel Bundesstraße 8 schmückt eine Quelle (Indymedia) über eine Dammbesetzung von 1979 – 1981, die offenbar jahrelang nicht einmal die Bauherren zur Kenntnis nahmen. Dank der Quelle weiß ich jetzt, dass noch bis in die 1990er Jahre (!) auf einem verfallenen Gebäude der Graffiti-Spruch: "B 8 - GEBT ACHT, DASS SIE KEINER MACHT!" prangte. Den Artikel Hausbesetzung zieren mehrere Indymedi-Quellen. Beispielsweise erfahren wir, dass sich 10–15 Jugendliche (vermutlich also eher 3–4) irgend wann mal um 10:30 Uhr zu einem Solidaritätsfrühstück trafen. Fazit: Blutrünstiges habe ich mit den ersten 5 Stichproben bei Indymediaquellen nicht gefunden. Zuverlässige, unparteiische Quellen zu enzyklopädisch relevanten Sachverhalten allerdings auch nicht.

P.s. es läuft gerade ein Brainstorming ob der Schläger- und Brandstifterblog [2] [3] linksunten auf indymedia zu den anderen subprime-Quellen auf der Blacklist hinzugefügt werden soll: MediaWiki Diskussion:Spam-blacklist#linksunten.indymedia.org. Pass, 25.8.

Wikipedia spielt ... auf der SPIEL '17

SPIEL 2008 in Essen
Die Spieleautoren Alexander Pfister (rechts) und Andreas Pelikan auf den Internationalen Spieltagen SPIEL 2016 in Essen

Innerhalb der letzten Monate entstanden innerhalb des im Januar gestarteten Projektes Wikipedia spielt … mehr als 80 neue Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia zu Spielen, Spieleautoren und anderen Themen, viele weitere wurden aktualisiert und überarbeitet. Zugleich wurde das Projekt vor allem in Köln im Real Life aktiv, wo gemeinsam mit der Brettspielergruppe brettspielen.köln seit März ein gut besuchtes wöchtentliches Spielertreffen im Lokal K stattfindet, weitere Aktivitäten gibt es in München und Berlin. Vor einigen Wochen konnte das Projekt seinen ersten Meilenstein verkünden: Alle Artikel zu den verkündeten Spielen des Jahres waren bei der Preisträgerverkündung bereits vorhanden – zum ersten Mal in der Wikipedia-Geschichte.

Für Oktober 2017 ist ein weiteres Highlight geplant: Eine Teilnahme auf den Internationalen Spieletagen SPIEL '17 in Essen vom 26. bis 29. Oktober ist in Planung. Die SPIEL '17 ist die größte Fachmesse und das größte Real-Life-Treffen von Spieleverlagen, Spielern und anderen Spiele-Interessierten weltweit. Jährlich verzeichnet die Messe etwa 150.000 Besucher und die Teilnehmer- und Ausstellerzahlen sind stetig wachsend. Ein Messestand auf der SPIEL wurde uns auf Anfrage vom Betreiber der Messe kostenfrei zur Verfügung gestellt, inhaltlich wird er gemeinsam mit brettspielen.köln betreut und bespielt, und Wikimedia Deutschland (WMDE) hat eine Förderung für die Standausstattung und Teilnehmerausgaben bereits zugesagt.

Nun fehlt es eigentlich nur noch an euch: Für Wikipedianer, die an dem Besuch der Messe interessiert sind, werden Messegutscheine organisiert, die jeweils für einen Tag gültig sind. Leute, die Interesse an der Betreuung haben, können zudem via WMDE eine Reisekostenerstattung bekommen – private Kosten fallen entsprechend nicht an. Falls ihr also mal wieder so richtig spielen und mit uns auf die weltgrößte Spielemesse wollt, tragt euch sobald wie möglich auf dieser Projektseite ein. AR, 25.8.

Mein „Freund“ Harvey

Hurrikan Harvey, Infrarotaufnahme

In den letzten Tagen haben wir viel über gemeinschaftliches Arbeiten an Artikeln gelesen und diskutiert. Dieser Artikel behandelt das Problem der ausbleibenden Zusammenarbeit, nicht das negative Erlebnis, das Zietz in einem politischen Umfeld gemacht hat, in dem einzelne Benutzer ihre Vorstellungen vom Aussehen des Artikels mit Editwar und Löschungen durchsetzen, nicht Achim Raschkas positive Erfahrungen mit wahrlich interkontinentaler Zusammenarbeit, sondern das wachsende Desinteresse an der Zusammenarbeit. Ich betreue seit April 2007 Artikel zu den tropischen Wirbelstürmen und die saisonalen Überblickartikel. Über die Jahre hinweg hat die Beteiligung an den Saisonartikeln kontinuierlich abgenommen – es spiegelt sich wohl auch der allgemeine Rückgang des Interesses an der Wikipedia wider. Dennoch haben wir es bis 2014 geschafft, zumindest den Saisonartikel für den Atlantik nahezu in Echtzeit aktuell zu halten und die anderen Entstehungsgebiete im östlichen, westlichen und südlichen Pazifik, im nördlichen und südwestlichen Indik sowie in der Region um Australien wenigstens bis zum Jahresende fertigzustellen.

Der Artikel zur atlantischen Hurrikansaison 2016 schien zunächst, wie der des Jahres 2015, ein völliger Ausfall zu werden, doch dann wurde er im letzten Monat der Saison durch eine IP angelegt, gerade als Hurrikan Matthew Anfang November Haiti und die Ostküste der Vereinigten Staaten verwüstete. Benutzer:Pearli vervollständigte dankenswerterweise während der folgenden Wochen die Saison fast im Alleingang.

Ich gebe zu, daß auch ich das Interesse am Thema verloren (oder zumindest vergessen) hatte. In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, besser am Ball zu bleiben, und deswegen habe ich den Artikel zur atlantischen Hurrikansaison 2017 rechtzeitig zum Tropensturm Arlene angelegt, einerseits in der Hoffnung, mich selbst wieder mehr zur Artikelarbeit im Thema zu motivieren, andererseits um anderen Benutzern zumindest ein ordentliches Grundgerüst zur Verfügung zu stellen. Mit sieben Bearbeitungen seit April und dem inzwischen achten Sturm muß man konstatieren, daß sich keine der beiden Hoffnungen erfüllt hat.

Aktuelle Zugbahnvorhersage für Hurrikan Harvey

Ich glaube, daß dies symptomatisch ist für viele Bereiche der Wikipedia, und ich denke schon seit geraumer Zeit darüber nach, woran das liegen könnte. Ein Faktor ist sicher, daß die Zahl schwerer verwüstender Hurrikane trotz oder gerade wegen des Klimawandels – das ist nicht so sicher – in den letzten Jahren rückläufig ist und schwere Wirbelstürme zum Beispiel in Südostasien, ganz aktuell Taifun Hato über Hongkong und Macao, im deutschen Sprachraum nicht im Fokus des Interesses der Öffentlichkeit stehen, auch, weil die humanitären Folgen in Südchina in keinster Weise mit den desaströsen Auswirkungen selbst leichter Stürme in Haiti vergleichbar sind. Ein anderer Faktor ist das weitgehende Fehlen einer Fachschaft Meteorologie – das Portal:Meteorologie ist ziemlich inaktiv und wird quasi ausschließlich vom WikiProjekt Geographie mitbetreut. Eine andere Frage, die ich mir stelle, sind der Nutzen von immer anderen Aktionen, ein Marathon hier, ein Wettbewerb da, schafft das nicht alles zuviel Wikistreß und verzettelt unsere Aktivitäten?

Wie auch immer, Hurrikan Harvey zieht gerade auf Texas zu und wird wohl als Kategorie-3-Hurrikan auf die Küste treffen. Nicht nur in Texas, sondern an der gesamten Golfküste der USA dürften die kommenden Tage recht ungemütlich werden, 300 bis 600 Liter Niederschlag pro Quadratmeter werden von Freitag bis Mittwoch erwartet, in Einzelfällen auch über 850 Liter pro Quadratmeter. Um sich diese Zahlen zu verdeutlichen: in Heidelberg fallen pro Jahr etwa 600 Liter pro Quadratmeter, und diese Menge ist etwa das Dreifache dessen, was vor einigen Wochen im Harz oder in Berlin heruntergekommen ist. Mithilfe am Artikel Atlantische Hurrikansaison 2017 ist jedenfalls erwünscht, solche Artikel kann man im Alleingang kaum schaffen. Und da unterscheiden sich solche Artikel gar nicht von Artikeln zu anderen aktuellen Ereignissen. MaB 25.8.

Von Hörnchen und Fotografen

Vor einigen Tagen wurde hier im Kurier die Frage gestellt, ob Kooperation eigentlich noch zeitgemäß sei – aus meiner begrenzten Wikipedia-Enzyklopädiewelt kann ich dies definitiv bejahen und möchte dies durch eine Geschichte von Hörnchen und Fotografen untermalen:

Sonoma-Streifenhörnchen im Samuel P. Taylor State Park in Kalifornien.

Vor etwas mehr als einem Jahr konnte ich hier die (quantitative) Fertigstellung aller Artikel zu den heute lebenden Hörnchen verkünden – 280 Arten sowie etliche Gattungen und Unterfamilien waren zu diesem Zeitpunkt in der deutschsprachigen Wikipedia vorhanden, allein meine Arbeit an dieser Tiergruppe nahm bis dahin mit wechselnder Aktivität etwa 5 Jahre meiner Wikipediazeit in Anspruch. Seit diesem Meilenstein liegt das Projekt allerdings nicht auf Eis und der qualitative Ausbau dieser sehr kleinen Wissensfacette kann sicher noch Jahrzehnte andauern. So wurde beispielsweise der Artikel zum Bunthörnchen im letzten Schreibwettbewerb ausgebaut und als exzellent gekennzeichnet, und seitdem wurden zwei neue Arten wissenschaftlich beschrieben, die mittlerweile ebenfalls jeweils einen Artikel haben. Eine ganz besondere Geschichte ist jedoch der Ausbau des Artikels zum Sonoma-Streifenhörnchen:

Sonoma-Streifenhörnchen im Samuel P. Taylor State Park: Alarmruf und Öffnen der Frucht einer Schnabel-Hasel (Corylus cornuta) (56 Sekunden, 12,44 MB)

Die Geschichte begann am 27. Juni 2016 mit der Anlage des unbebilderten Artikels als Teil einer Serie von 25 Streifenhörnchenarten – eines von vielen, von anderen Arten kaum zu unterscheiden und dazu noch endemisch in einem begrenzten Gebiet im Norden Kaliforniens. Fast ein Jahr blieb der Artikel kaum beachtet, bis mich Frank Schulenburg ansprach, ob er nicht irgendwie zu meinem Hörnchenprojekt beitragen könne. Frank lebt in San Francisco und hat sich in den letzten Jahren autodidaktisch sowohl in den Bereich Biologie wie auch in die Fotografie eingearbeitet – der Artikel Westmöwe wurde von ihm sowohl inhaltlich aufgebaut wie auch bebildert und mit Filmen ausgestattet. Es lag also nahe, ihn auf die enorme Biodiversität in Kalifornien mit vielen endemischen Arten, auch Hörnchen, hinzuweisen und ihn „fotografieren zu schicken“. Er nahm das tatsächlich zum Anlass, loszuziehen, um Hörnchen zu suchen, und das Sonoma-Streifenhörnchen bot sich aufgrund der vermeintlichen Nähe zu seinem Wohnort einfach an. Am 5. Mai 2017 bekam der Artikel auf diese Weise sein erstes Bild mit zwei Hörnchen aus dem Samuel P. Taylor State Park im Marin County in Kalifornien. Bis dahin hatte Frank allerdings schon etliche Stunden Autofahrt und Suche in verschiedenen Wäldern investiert, ohne die Tiere zu finden. In der Folge fuhr Frank regelmäßig wochenends in den State Park, häufig ohne die kleinen Gesellen zu Gesicht zu bekommen. Im Frühjahr fand er sie häufiger und konnte mit Hilfe der Bestimmungsanfrage im Portal Lebewesen und Mhohner auch die beliebteste Nahrungspflanze im Park als Schnabel-Hasel identifizieren.

Verbreitungsgebiet des Sonoma-Streifenhörnchens

Von da an begann er, nicht mehr nur die Hörnchen sondern auch die Pflanzen zu suchen, denn die Hörnchen fanden sich dann häufig von allein ein und machten sich mit ihren Rufen – die er mittlerweile im Schlaf erkennt – bemerkbar. Frank begann, Videos zu drehen und drehte auch ein sehr geiles background-Video bei der Suche nach den Hörnchen. Ich baute derweil den Artikel unter anderem anhand dank des Literaturstipendiums von Wikimedia Deutschland verfügbarer Literatur aus. Ein i-Tüpfelchen bekam der Artikel noch durch die von NordNordWest in der Kartenwerkstatt gezeichnete Verbreitungskarte. Am 16. Juli 2017 wurde der Artikel als Kandidat für die exzellenten Artikel vorgeschlagen und in der Folge von einigen Mitarbeitern nachgeschliffen (Zyranivia, Stegosaurus Rex, Rax, Geaster, Cimbail, Andim, Sakra) und weitere Benutzer beteiligten sich an der Abstimmung.

Am 5. August 2017 wurde die Abstimmung von Tönjes ausgewertet – seitdem trägt der Artikel das Prädikat „exzellenter Artikel“. Frank sucht sich derweil ein neues Ziel; erste Bilder vom Langohr-Streifenhörnchen in der Sierra Nevada konnte er bereits machen, und während der Wikimania in Montréal sinnierten wir über weitere Arten in Kalifornien, allen voran den Nördlichen See-Elefanten mit Paarungsstränden nördlich von San Francisco. Für mich als Autor ist dieses Projekt mehr als nur eine kleine Freude und ich freue mich auf weitere Kooperationen. AR, 22.8.

Neues von der Kategorienfront auf Commons

Wikimedia Commons

Das Wachstum der Bildermenge auf Commons ist enorm: Momentan sind dort schon über 41 Mio. Mediendateien. Während die Anzahl Bilder exponentiell zunimmt, wächst die Anzahl der Leute, die diese Bilder einkategorisieren, höchstens noch linear.

Ein großer Teil des Wachstums in der letzten Zeit geht auf automatische Massenuploads von Flickr & Panoramio zurück. Von Panoramio sind schon über 2,3 Mio. und von Flickr mindestens eine Million Bilder importiert worden.

Anstatt, dass man diese Bilder unkategorisiert hochlädt, werden jedoch die „Tags“ (Schlagworte) dieser Plattformen als Kategorien übernommen. Normalerweise sind die Tags aber sehr grob, bei Panoramio ist es oft nur die geographische Herkunft. Das führt dazu, dass Übersichtskategorien auf Commons, insbesondere zu Ländern und Städten, überschwemmt werden. Ein Beispiel: Die Kategorie „Hamburg“ auf Commons enthält 3.000 Bilder, die allesamt von Panoramio stammen. Eigentlich gehören die Bilder in Unterkategorien von einzelnen Stadtteilen oder Gebäuden.

Wären es 30 Bilder, würde sie wohl schnell jemand einkategorisieren. Bei 3.000 Bildern wagt sich hier aber niemand mehr ran, und die Kategorie läuft über. Kategorien ohne einen Sisyphus, der sich als „Besitzer“ fühlt, verkommen – seitdem soviel importiert wird – innerhalb kürzester Zeit.

Leider sehen (Mr. Flickr) und Shizhao (Mr. Panoramio) nicht ein, dass sie mit ihren Uploads Kollateralschäden verursachen und machen einfach weiter. Bei Panoramio ist die Eile allerdings verständlich, da die Seite im November 2017 abgeschaltet werden wird, und wir die Bilder auf Zeit retten müssen.

Das hat zu einem kleinen Aufstand von Wikipedianern aus dieser Sprachversion bei Commons geführt. Gegen das „immer mehr, immer schlechter“ auf Commons scheint man aber nicht ankommen zu können.

Wer Ordnung auf Commons möchte, hilft am Besten durch das Einkategorisieren unkategorisierter Dateien sowie das Aufräumen von abstrakten Oberbegriffen / Ortskategorien mit!

Freunde von mir haben zum Beispiel bereits die Kategorien Wirtschaft, Landwirtschaft, aber auch Forschung, Jahreszeiten, Tintenfische und „Strukturen“ abgearbeitet. Hier muss man mutig sein und alle Bilder, die sich nicht der Kategorie zuordnen lassen, rausschmeißen. Das geht mit dem Gadget Cat-a-lot.

Weitere Vorschläge, wie man die Kategorien auf Commons wieder nutzbar machen kann, sind stets willkommen.--Torsten, 21. 8.

Ist das kollaborative Grundprinzip von Wikipedia noch zeitgemäß?

Ein nettes Bild zu einem eher unerfreulichen Thema: Strandpromenade in Cambrils

Die kollaborative Arbeitsweise – jede(r) darf editieren – gilt gemeinhin als das Grundprinzip von Wikipedia schlechthin. Valide Quellen, welche den Erfolg dieses Prinzips untermauern, gibt es erstaunlicherweise wenig. Gemeinhin wird für den Erfolg dieser Arbeitsweise die immens große Menge von Wikipedia-Artikeln angeführt. Meiner Ansicht jedoch ist das kollaborative Prinzip keinesfalls ein Garant für qualitativ akzeptable oder gar gute Beiträge. Entgegen der hier hochgehaltenen Theorie ist meine Meinung die, dass das Grundprinzip in vielen Fällen kontraproduktiv funktioniert. Damit die Frage nicht akademisch bleibt, hier ein Praxisbeispiel – der Eintrag zu dem Terroranschlag in Barcelona am 17. August 2017. Der Artikel selbst dürfte im aktuellen Zustand kaum ein adäquates Informationsmedium sein zur Thematik; aufgrund seiner Lücken und (unkorrigierten) Inaktualitäten müsste man Leser(innen) ehrlicherweise an tagesaktuelle Medien weiterverweisen. Die Versionsgeschichte zeigt zudem, was im Beitrag schief lief: Zwei der Hauptakteure sind weniger als „Autoren“ aufgetreten denn als summarische, wiederholt eingreifende Weglöscher größerer Textparts. Steigt man tiefer in die Artikelgenese hinab, erhärtet sich der Eindruck, dass jene beiden dem Thema gegenüber (beziehungsweise seiner Thematisierung in Wikipedia) eher eine reservierte, tendenziell ablehnende Haltung hegen als dass Interesse bestanden hätte, ein informatives Lemma aufzugleisen. Ein dritter Hauptakteur wiederum hat sich aufwandstechnisch zwar stark eingebracht – inhaltlich allerdings hauptsächlich mittels (umstrittener) Infoboxen und Tabellen-Elemente.

Kurzum: Die Bearbeitungsgenese ist geprägt von „Hüh“ und „Hott“, von „Hin“ und „Her“. Auffällig bei dem Ganzen erscheint mir vor allem eines: dass beim Angehen dieses tagesaktuellen Themas nicht einmal in Ansätzen so etwas wie eine Koordination stattfand – eine Aufgabenverteilung, wie sie in jeder Redaktion Standard wäre. Stattdessen haben einige Hauptakteure – ohne nach rechts oder links zu blicken – ihren jeweiligen Riemen durchgezogen. Die Folge: Zumindest mittelfristig ist eine substanzielle Weiterentwicklung des Lemmas zum Barcelona-Anschlag unwahrscheinlich – aus dem simplen Grund, weil angesichts der beschriebenen Arbeitssituation kaum noch jemand Lust haben dürfte, hier in den Ring zu steigen. Sicher will ich diese Erfahrung nicht verallgemeinern. Auffällig ist aber durchaus, dass zumindest bei komplexeren Thematiken zwei, drei oder vier Hauptautor(inn)en das Gros der Arbeit leisten – nicht die vielzitierte „Schwarmintelligenz“. Meiner Meinung nach ergibt sich daraus zwingend die Frage, ob strukturiertere Formen der Artikelerstellung nicht angemessener wären für Wikipedia als eine Arbeitsweise, deren Grenzen sich in den letzten Jahren zunehmend bestätigt haben. rz, 19.8.

Technische Wünsche: Speichern des Inhalts externer Links ins Internet Archive

Wenn man aus der Wikipedia heraus auf externe Webseiten verlinkt, besteht das Risiko, dass die verlinkte Seite veraltet, verschwindet oder sich ihre Adresse ändert. Darum war ein Topwunsch in der diesjährigen Umfrage Technische Wünsche, dass alle externen Seiten, die aus Artikeln in der Wikipedia heraus verlinkt werden, automatisch im Internet Archive gespeichert werden und man manuell auf die archivierte Version verlinken kann, falls die ursprüngliche Seite sich verändert hat oder nicht mehr verfügbar ist. Was viele nicht wussten: Alle Seiten, die von Wikipedia heraus verlinkt werden, werden bereits seit einigen Jahren vom Internet Archive automatisch gesammelt und archiviert. Das bedeutet, wenn man einen veralteten Link findet, kann man schon jetzt die archivierte Version auf https://archive.org/ suchen und im Artikel darauf verlinken. Das Vorgehen Schritt für Schritt:

  1. Die URL der veralteten Seite kopieren, siehe z. B. Einzelnachweis Nr. 6 auf Rotationsdiät
  2. Diese URL auf https://archive.org/ im Suchfeld eingeben
  3. Es erscheint ein Kalender. Darin auf die gewünschte Archivierungsversion klicken und die URL der archivierten Seite kopieren.
  4. Und auf Wikipedia den veralteten Link durch den Link auf die archivierte Seite ersetzen. Das kann z.B. so aussehen: Gender-Datenreport, Einzelnachweis Nr. 1

Der Wunsch aus der Umfrage Technische Wünsche 2017 ist somit erledigt. Eine automatische Ersetzung aller veralteten Links war nicht Teil des Wunsches und ginge auch über eine rein technische Frage hinaus. Übrigens gab es in der internationalen Umfrage Technische Wünsche von 2016 ein verwandtes Anliegen, das es auch in die Topliste geschafft hat. Dort geht es darum, dass schon beim Einfügen eines externen Links in der Wikipedia eine Information ans Internet Archive übergeben wird. So soll im Falle, dass dieser Link veraltet, im Artikel automatisch der passende Archivlink ersetzt werden. js (wmde), 18.8.

Sichtungsrückstand vor historischer Höchstmarke

Ungesichtete Seiten (de-wiki, 2011–2017)
Heute Mitternacht erreichte die Anzahl der ungesichteten Versionen erneut die repräsentative Grenze von 15.000 Seiten – dieser Wert ist nach der letzten „Wasserstandswarnung“ im Februar 2016 der zweithöchste seit Aufzeichnung der Statistik. In den letzten 365 Tagen ist der Rückstand durchschnittlich um ca. 8 Seiten pro Tag angestiegen, 2017 ist dieser Wert sogar mehr als doppelt so hoch. Immerhin konnte der aufgelaufene Wert im genannten Zeitraum an 46 Prozent der Tage reduziert werden. Es stehen nun verschiedene Szenarien zur Auswahl, wie sich diese Entwicklung fortsetzen kann. Ohne die Hilfe von Benutzerinnen und Benutzern mit aktiven Sichterrechten sehen wir uns bei gleichbleibender Dynamik in 2 Jahren einem Rückstand von 20.000 oder mehr Seiten gegenüber. Diese schleichende Entwicklung ist in der Form allerdings nur gegeben, weil einige wenige Benutzer monatlich mehrere Tausend Artikel sichten und damit ausufernde Rückstände verhindern. Die Statistik sagt: die Top-5-Sichter waren für 22 Prozent der Sichtungen verantwortlich – auf das Konto der aktivsten 2 Prozent (56 Sichter) gehen sogar 48 Prozent aller Sichtungen. Nun sollte diese Arbeit weniger quantitativ als qualitativ bemessen werden: die Erstsichtung eines Artikels ist deutlich aufwändiger (da inhaltlicher Natur) als die Nachsichtung formaler Korrekturen. Jedoch geht aus den Zahlen klar hervor, dass die Arbeitslast noch vergleichsweise unregelmäßig verteilt ist.

Schon wenige zusätzliche Mitarbeiter bei der Nachsichtungsaktion könnten dabei behilflich sein, den durchschnittlichen Zuwachs in eine statistische Abnahme der nachzusichtenden Seiten umzukehren, was vor dem Hintergrund des anhaltenden Aufwärtstrends ein Erfolg wäre. Zu diesem Zweck stehen auf der Projektseite viele interessante Helferlein bereit, die es den Autoren beispielsweise ermöglichen, fachbezogene Artikel nach Kategorie zu filtern und gezielt zu sichten. Die deutsche Wikipedia sollte sich neuen Negativ-Rekorden nicht schutzlos ausgeliefert fühlen: wir können den Rückstand gemeinsam aufholen, jedes noch so kleine Engagement ist wichtig und sehr willkommen. Auch unabhängig von diesem Artikel sollte in (naher) Zukunft jedoch darüber diskutiert werden, wie man die Wikipedianer neben ihrer eigentlichen Arbeit zusätzlich auch für die Nachsichtung begeistern kann. FN, 14.8.

WikiAlpenforum (WAF) on Tour

Wir sind wieder zurück. Zu acht waren wir in den Tiroler Alpen, im Kaisergebirge, haben viel erlebt und gelernt, über Geologie und Geographie, über Almbauern, wie sie leben und arbeiten, und über die Pflanzenwelt in den Alpen. Zwei hervorragende Fachleute begleiteten uns, die Biologin und WP-Neu-Autorin Dr. Sabine Rösler, und Heinz Staudacher vom Verein zum Schutz der Bergwelt. Zu jedem Hof, jeder Alm, jeder Hütte, jeder Kapelle, zu jedem Felsgestein, zu jeder Pflanze wussten sie was zu erzählen, lebendig und kurzweilig. Sechs Stunden dauerte der Aufstieg, bei wunderschönem Wetter, von 500 Meter auf 1400 Meter, zwischendurch wieder runter ins Kaiserbachtal, auf halber Höhe zur Tischofer Höhle, die schon in der Steinzeit von Menschen bewohnt war, und rauf zur Vorderkaiserfeldenhütte, wo wir nach dem Abendessen den gleich neben der Hütte gelegenen Alpenpflanzengarten besuchten. Zum Glück, denn am zweiten Tag, an dem der Garten auf dem Programm stand, regnete es ununterbrochen. Leider waren einige von uns nicht ganz so wasserdicht gekleidet, so dass wir durchnässt im Tal ankamen. Eigentlich waren wir zum Abschluss unserer Exkursion am Tiroler Stammtisch angesagt. Unser Tiroler Teilnehmer TheTokl aus Innsbruck brachte unsere italienischen Freunde zu seiner Oma nach Hause zum Trocknen und zu heißem Tee, wir anderen versuchten, uns im Hotel in Innsbruck so gut es ging trocken zu bekommen.

Warum wir das alles erzählen? Nicht weil wir viel gelernt haben, auch nicht, weil wir viel Spaß und Gaudi hatten. Sondern weil es uns gelang, das, was wir uns im WAF-Projekt vorgenommen haben, zu verwirklichen. Säule Nummer eins von WAF war von Anfang die Vernetzung von Wikipedia-Communities und Stammtischen im Alpenraum. Mit dabei waren diesmal Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus Bayern, Tirol, Vorarlberg, dem Trentino, der Schweiz sowie ein gebürtiger Bayer aus Berlin. Jeder brachte seine eigenen Themen ein. Wir tauschten uns aus über Alpenartikel, an denen wir gerade arbeiten. Pakeha vom Stammtisch Zürich recherchierte und fotografierte während der Exkursion in den Tiroler Landesmuseen. In der Bibliothek des Ferdinandeums fand er Literatur über die Geschichte des Flügelaltars von Schloss Tirol, eines der ältesten sakralen Kunstwerke im Alpenraum. Der fertige Artikel ist ein Gemeinschaftswerk von uns Alpenwikipedianern. Die zweite Säule von WAF auf dieser Exkursion war das Themenspektrum „Natur und Kultur“, das wir sehr weit fassen, wobei auch Musikinstrumentenbau, Filme über die Alpen, oder auch Alpenküche, typische Gerichte und Delikatessen in den Alpenländern eine Rolle spielen. Interessant dabei: Am Anfang stand und steht bei unseren Artikeln häufig das Bild, das thematische Foto. Nicht wie üblich der im Nachgang zu bebildernde Text. Mit den Bildern im Kopf oder am Screen textet’s sich leichter.

Die dritte Säule, die zentrale Bedeutung für uns hat, ist der intensive Kontakt mit Fachleuten und Wissenschaftlern überall dort, wo wir unterwegs sind. Und wenn diese dann wie die beiden versierten Biologen beim Wandern und Kraxeln durch das Naturschutzgebiet Kaisergebirge begeistert und begeisternd die Pflanzen mitsamt der vegetationssoziologischen Umgebung vorstellen, oder schildern, wie die Berghänge, Täler und Kuppen einst von Gletschern bedeckt waren, und wie das Geschiebe von Schnee, Eis und Geröll die alpine Gebirgslandschaft geformt hat, dann möchte man gar nicht aufhören, zuzuhören. Man sieht und erlebt Dinge, deren Beschreibung in einem Wikipedia-Artikel letztendlich nur einen Abklatsch der faszinierenden Wirklichkeit darstellt. Aber das eine ist nüchtern-sachliche Enzyklopädie, das andere ist erlebte Lebensvielfalt. Am schönsten sind dann die Abende in der Hütte, wenn jeder das Erlebte Revue passieren lässt, und ein jeder erzählt, was er an Themen für neue Wikipedia-Artikel aus der Exkursion mitnimmt.

Und noch was anderes beeindruckte uns bei den Begegnungen mit Bergsteigern, Bergwanderern, Naturliebhabern, Hüttenwirten und Almbauern: Deren Wissensdurst und auch die Neugierde, mit der sie uns über Wikipedia ausfragten, und zugleich die Unkenntnis über Wikipedia. Da war es ganz gut, dass wir die vom WMDE-Community-Team initiierten und erstellten WAF-Informationsplakate dabei hatten. Jetzt hängen sie in etlichen Hütten und Almen im Tiroler Kaisergebirge, informieren über Wikipedia und über die Wikipedianerinnen und Wikipedianer, denen die Menschen, die Natur und die Kunst in den Alpenanrainerländern ein großes Anliegen sind. PI, Cr, Pkh, 3.8.

Das Prinzip der Konsensfindung Selbstjustiz der englischsprachigen Wikipedia

Als Sprecher der englischen Sprache begann ich im Mai dieses Jahres auch mein Glück als Autor in der englischsprachigen Wikipedia. Mein Themenfeld ist fast ausschließlich auf ältere Motoren- und Kraftfahrzeugtechnik beschränkt, vorzugsweise aus Deutschland. Welch große Überraschung, dass die besten Quellen zum Thema dann natürlich auch in deutscher Sprache verfasst sind und die Autoren besagter Quellen sich technischer Maßeinheiten bedienten und den bei uns üblichen Schreibweisen für Maßeinheiten angepasst haben. Es mag vielleicht trivial wirken, aber es geht hier um das Volumen in cm3 und die Drehfrequenz mechanischer Bauteile in min−1. Das ist so selbstverständlich, dass niemand gar auf die Idee kommen würde, daran zu zweifeln. Doch nicht so in der englischsprachigen Wikipedia. Dort wird aus Gründen der Allgemeinverständlichkeit das Angeben von Kubikzentimetern und Minuten abgelehnt. Zumindest bei Kraftfahrzeugen, denn scheinbar ist der Kubikzentimeter in der Chemie ein anderer als beim Automobil. Trotz Lesefähigkeit zweifelt man daran, dass Laien dazu in der Lage wären, Minuten korrekt zu verinnerlichen. Was ein Kilopondmeter ist, was er macht und dass er zur korrekten Quellenwiedergabe essentiell ist, wird selbst von Maschinenbauingenieuren mit Masterabschluss gekonnt ignoriert. Dass man als Wikipediaautor die Quellen versteht und auch deren Angaben in den Artikel schreibt, setze ich an dieser Stelle voraus. In der englischsprachigen Wikipedia scheint das System aber ein wenig anders zu funktionieren.

Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass über Jahre hinweg historische technische Daten deutscher Fahrzeuge angegeben wurden, ohne, dass jemals ein Autor einen Kilopondmeter für Drehmoment angegeben hätte. Als Ebenfallssprecher der deutschen Sprache machte ich mich also Anfang Mai daran, einige Artikel zu schreiben. Ich gab die Daten der deutschsprachigen Quellen an und nahm auch eine Umrechnung von technischen Einheiten in wirklich allgemeinverständliche SI-Maßeinheiten vor; um Fehler zu vermeiden, die sonst wirklich leicht passieren können und auch in der deutschsprachigen Wikipedia insbesondere bei Artikeln zu amerikanischen Kraftfahrzeugen ein großes Problem sind, benutzte ich eine Vorlage zum Konvertieren von Maßeinheiten. Diese ist nicht dazu in der Lage, Kilopondmeter umzurechnen, also schlug ich diese Funktion vor. Damals ahnte ich noch nicht, dass es auf solch starken Widerstand stoßen würde. Weiter ging es damit, dass ein Benutzer die Minuten für die Drehfrequenz durch rpm und Kubikzentimeter durch cc ersetzte. Da ich dies merkwürdig fand, setzte ich dies zurück und schrieb einen entsprechenden Bearbeitungskommentar. Es führte zur Diskussion auf der Diskussionsseite. Nach und nach stellte sich heraus, dass die englischsprachigen Kollegen weder Minuten noch Kubikzentimeter oder gar anderssprachige Quellen wollen, Argumente wie die SI-Broschüre, die klar vorschreibt, dass man cc aus Gründen der Allgemeinverständlichkeit nicht schreiben darf oder deutsche Quellen wurden ignoriert. Es ging auch nicht darum, einen Konsens zu finden, sondern viel mehr meine Meinung zu ändern. Scheinbar war man sich einig, ich würde deutschen Nationalismus großschreiben, interessant daran ist, ich komme gar nicht aus Deutschland! Ich lasse mich natürlich nicht mit Pauschalaussagen und Theoriefindung abfrühstücken, beispielsweise versuchte man mir zu erläutern, dass kein deutscher Drehzahlmesser mit „1/min“ beschriftet wäre und weder Fachliteratur noch Betriebsanleitungen diese Informationen angeben würden. Beweise des Gegenteils waren nicht erwünscht. Aber ich akzeptiere Briten und Amerikaner, meinetwegen dürfen sie gerne auf Kubikzentimeter verzichten, wenn sie mich nicht belästigen.

Prinzipiell gilt, dass die Angabe aus der Quelle im Artikel stehen sollte, egal, was man davon hält, ob man denkt, dass es richtig oder falsch ist. Regelwerk der Wikipedia, dass das Zitieren der Quellen verbietet, gibt es nicht. Allerdings ist es verboten, Angaben in Artikel zu schreiben, die sich nicht mit der zitierten Quelle decken; solche Bearbeitungen rückgängig zu machen ist nicht nur erlaubt sondern auch erwünscht und notwendig. Doch scheinbar nicht in diesem Fall. (Man achte auf den den Amerikanern unbekannten Kilopondmeter.) Umso erstaunlicher ist es, dass selber Benutzer mich auf dem englischen Gegenstück der Seite Vandalismusmeldung meldete und mich des Editwarrings sowie weiteren Fehlverhaltens bezichtigte. Nun gut, ich konnte darlegen, dass seine Anschuldigung des Editwars nicht haltbar war, dennoch verlangte er eine infinite Benutzersperre. Für gewöhnlich würde bei uns ein Administrator den Fall prüfen, feststellen, dass es keinen Editwar gegeben hat und die Sache ist erledigt. Behauptet der Kläger weiter wider besseres Wissen, es hätte einen Editwar gegeben, wird er in der Regel ermahnt und aufgefordert, das zu unterlassen. Allerdings sollte das nur der Anfang werden. Letztlich hagelte es viele unschöne Worte, so wurde mir vorgeworfen, dass ich verlogen sei und nur stören würde sowie dass ich nicht dazu in der Lage wäre, irgendjemand anderen zu respektieren. Ich würde die deutschen Konventionen über andere Konventionen stellen. Man verglich mich mit Bozo dem Clown, befürwortete, dass ich öffentlich verprügelt würde und legte eine wirklich als widerlich zu bezeichnende Wortwahl an den Tag, ich solle „mit der Scheiße aufhören“ und endlich „in meinen Dickschädel reinbekommen“, dass die „verfickte englische Wikipedia“ anders sei. Der Ausdruck des öffentlichen Hasses gegen einen anderen Benutzer nur wegen des Vertretens einer anderen Meinung würde in diesem Wiki ziemlich sicher mit Benutzersperren geahndet werden, umso schockierter war ich, als die Administratoren nur tatenlos zusahen, wie andere Benutzer sich über mein öffentliches Verprügeln unterhielten. Das allerheftigste ist das Prinzip der dortigen Konsensfindung. Letztlich entschlossen sich sieben andere Benutzer trotz Lüge des Sperrwünschers, dass ich aus dem Themenfeld der Automobiltechnik verbannt werden müsse. Und ich wurde verbannt. Kein Administrator musste dem zustimmen oder diese Sperre einsetzen. Es ist einfach so möglich, dass sieben andere Benutzer einen anderen ungeliebten Benutzer aussperren können und dabei mit übler Rede davonkommen. Ob das gerechtfertigt ist, angemssen ist oder gar Sinn macht, ist egal. Erklärungen des zu Sperrenden, „Fehlverhalten“ einzustellen? Egal. Selbstjustiz? Egal! Der Wunsch nach einer Strafe war groß, allerdings meine ich mich zu entsinnen, dass Sperren als Strafen hier nicht erwünscht sind. Scheinbar ist es bei den englischen Kollegen anders. Eine äußerst bittere Erfahrung, die ich hier zum Glück nicht machen kann, da nicht einfach so sich sieben Benutzer dazu entschließen können, einen anderen Benutzer zu sperren und dieser dann auch tatsächlich gesperrt ist. Die meines Erachtens oft zu Unrecht wenig wertgeschätzte Administration der deutschsprachigen Wikipedia würde zwar die Argumente für eine Sperre beachten, allerdings nicht auf Zuruf andere Autoren infinit sperren. Hier ist das Werkzeug WP:BSV die einzige Möglichkeit, per Konsens einen anderen Benutzer zu sperren. Sicher habe ich nicht alles richtig gemacht, das will ich auch gar nicht behaupten. Aber dass man mit persönlicher Abneigung und Hass tatsächlich andere Benutzer nicht nur wegekeln sondern ganz offiziell aussperren kann, erschüttert mich. Die englischsprachige Wikipedia hat nun einen Autor, der sowohl Englisch als auch Deutsch als Muttersprache spricht, weniger. JJ, 2. 8.

Die Topwünsche aus der Umfrage „Technische Wünsche 2017“ stehen fest

Vielen Dank an alle, die bei der Umfrage dabei waren!

Am 2. Juli endete die dritte Umfrage zu den technischen Wünschen in der deutschsprachigen Wikipedia. Mit 450 Teilnehmenden und insgesamt fast 3.000 vergebenen Pro-Stimmen war die Beteiligung sehr viel höher als in den beiden vorherigen Umfragen.

Ziel war es, herauszufinden, wo der „technische Schuh“ am meisten drückt. Dabei war es besonders schön zu sehen, dass dieses Mal tatsächlich Nutzerinnen und Nutzer „quer durch den Gemüsegarten“ erreicht wurden: Es gab Wünsche von Autorinnen und Autoren, die teils seit 2002 in der Wikipedia aktiv sind, aber auch von (relativ) neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die erst seit diesem Jahr mit dabei sind.

188 Wünsche standen letztlich zur Abstimmung. Davon sind nun 10 Wünsche in die Wunschliste gewandert – die Top 9 sowie das Projekt eines ehrenamtlichen Entwicklers. Mit 85 Pro-Stimmen liegt der Wunsch „Vorschau von Einzelnachweisen“ von Benutzer: Rübenkopf auf Platz 1. Hier findet sich die Auszählung aller Stimmen. Wie angekündigt wurde ein weiterer Platz auf der Wunschliste für ein Projekt von ehrenamtlichen Entwicklerinnen und Entwicklern reserviert, um die Leute hinter Tools, Skripten und Co. mit fachlicher Beratung zu unterstützen, die für die Wikimedia-Projekte so wichtig sind. Mit 30 Pro-Stimmen in dieser Rubrik haben sich FNDE und sein Tool sec.Watch einen Platz in der Wunschliste verschafft.

Mit diesen Top 9 + 1 neuen Wünschen auf der Wunschliste wird sich das Team „Technische Wünsche“ in Zukunft beschäftigen. Dabei kann es immer noch sein, dass ein Wunsch nicht umgesetzt werden kann, weil das Projekt z.B. technisch zu aufwendig oder zu kontrovers ist. In der nächsten Zeit geht es – neben der Arbeit an Projekten aus früheren Umfragen – vor allem darum, mehr über die neuen Wünsche herauszufinden und die Vorschläge mit den Entwicklerteams der Wikimedia Foundation zu diskutieren. Hierfür wurde z.B. bereits im Vorfeld eine (inzwischen angenommene) Einreichung für die Wikimania gemacht, um Feedback von anderen Entwicklern sowie der internationalen Community einzuholen.

Die neuen Aufgaben auf der Wunschliste kommen zu alten Aufgaben hinzu: Zum Einen sind noch Projekte aus früheren Umfragen offen, zum Anderen wächst der Anteil an Wartung von Software mit der Umsetzung von neuen Projekten prozentual an: Bereits umgesetzte Projekte müssen mit Software-Änderungen standhalten und kontinuierlich weiter verbessert werden. D.h. je mehr umgesetzte Projekte, desto weniger Spielraum für Neues.

Umso wichtiger ist es, die Wunschliste als Projekt von Vielen zu denken: Als Zusatz zu den 9+1 werden daher die Plätze bis Top 50 daraufhin durchgesehen, ob sich darin kleine Aufgaben befinden, die z.B. an einem Hackathon-Wochenende umgesetzt werden könnten. Wenn dies der Fall ist, werden daraus Phabricator-Tickets gemacht und diese für Hackathons etc. für alle Interessierten empfohlen.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, wie es mit den Wünschen weitergeht, kann sich auf dem Newsletter eintragen. Und wer Ideen für technische Verbesserungen hat und sie bis zur nächsten Umfrage nicht vergessen möchte, kann sie auf dem Wunschparkplatz hinterlassen und wird dann rechtzeitig zur nächsten Umfrage erinnert.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Umfrage teilgenommen, Wünsche eingereicht, mitdiskutiert, nachgefragt, hingewiesen, angeregt und nicht zuletzt wertvolle Hinweise gegeben haben, für welche Probleme es bereits Lösungen gibt. Wer anderen für ihre Hilfe während der Umfrage danken will, kann das z.B. mithilfe dieser kleinen virtuellen Anerkennung auf deren Benutzerseite tun. bm (wmde), 1.8.

Wiki Loves Music!

Nur gestellt: Einige der Teilnehmer beim Gruppenfoto.

Schon vier Wochen ist das Projektwochenende von Wiki Loves Music in Hamburg vorbei – höchste Zeit, über die Ergebnisse zu berichten. Auf Einladung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg kamen über zwanzig Wikipedianer aus dem ganzen DACH-Raum in die Hansestadt, um sich dreieinhalb Tage lang der Verbesserung der Wikipedia-Artikel über Musikinstrumente zu widmen.

Wie es sich für eine GLAM on Tour-Station gehört, gab es ein abwechslungsreiches Programm: Ein Höhepunkt gleich am ersten Abend war für mich der Besuch eines Prüfungskonzerts der Hamburger Musikhochschule im historischen Spiegelsaal des Museums. Führungen durch die Instrumentensammlung des Museums und durch das Hamburger Komponistenquartier sorgten für eine fundierte Einordnung und lokale Anknüpfung des Themas. Bei Speis und Trank kam mittags und abends auch der gesellige Teil nicht zu kurz.

Zugpositionen der Posaune
1. Zug
2. Zug
3. Zug
4. Zug
5. Zug
6. Zug
7. Zug

Nicht zu stoppen waren die Teilnehmer wie immer bei der inhaltlichen Arbeit: Die Fotografen und Videografen fertigten Aufnahmen von Musikern und Instrumenten an und die Autoren machten sich in der Museumsbibliothek und in den benachbarten Bücherhallen daran, Artikel wie den Eintrag über die Celesta zu verbessern – oder gleich einen ganzen Schwung von Artikeln über Cembalobauer neu anzulegen. Es wird sicher noch eine ganze Weile dauern, bis alle neuen Fotos hochgeladen, kategorisiert und eingebunden sind.

Bereits im Vorfeld des Projektwochenendes hatten wir eine Reihe von Bildspenden erhalten, und zwar sowohl vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, das als erstes Museum in Deutschland seine Sammlung Online komplett unter CC0 lizenziert, als auch von Instrumentenherstellern wie Yamaha und Schiedmayer sowie vom Metropolitan Museum of Art.

Auch das Fernsehen war da und hat einen kurzen Beitrag produziert.

Die gesamten Ergebnisse des Projektwochenendes sind auf der Dokumentationsseite zu finden. Der NDR hat einen kurzen Bericht über das Projekt gesendet, der noch ein paar Tage lang in der Mediathek verfügbar ist. Zum Schluss sei allen Teilnehmern und Unterstützern ein großer Dank für das tolle Wochenende ausgesprochen. Gnom, 1.8.

„Tendenziöses“ dewiki

Diese Feststellung habe ich ja schon lange hier getätigt, aber anderen fällt das auch langsam auf: Bei Wikipedia behält Recht, wer am schnellsten und häufigsten die Beiträge verändert. Vor dieser Erfahrung kapitulieren Forchheimer Abgeordnete. Und Desweiteren: Wer den Wikipedia-Beitrag über Abgeordnete aufruft (unser Foto zeigt MdB Silke Launert, CSU) muss damit rechnen, tendenziöse Beiträge zu lesen. Tendenziös lautet auch meine Analyse und mein Urteil auf Grund meiner Erfahrungen als Mitarbeiter hier in dewiki. Me. (18.9.)
Es geht um den Artikel Silke Launert und z.B. diesen Edit aus dem Bundestag. (Mps)

WLM 2017: Vorjury-Tool

WLM Logo Deutschland (Typo).svg

Das Vorjury-Tool ist online – um rege Beteiligung wird gebeten. Ni. (15.9.)

Was heißt denn hier Standard‽

Zur Umfrage „Konzept für mathematische Formeln“
Weißt Du, was diese Einstellungen bedeuten? In dieser Umfrage kannst Du die Bedeutung erfahren, und Dich durch Beteiligung an Diskussion und Abstimmung dafür einsetzen, dass es in Zukunft ein besseres Konzept gibt. De 15.9.

Barcamp WikiDACH 2017 in Mannheim

WikiDACH.svg

Freitag, den 17. November bis Sonntag, den 19. November 2017 findet das zweite Barcamp WikiDACH im Mannheimer Schloss statt. Bei einem Barcamp kann jeder eine Session (Vortrag, Workshop) vorschlagen, und wenn sich genügend Teilnehmer interessieren, findet die Session statt.

Erwartbare Themen sind die ganzen Wiki-Projekte, Openstreetmap und Freie Lizenzen. Ein besonderer Schwerpunkt könnte auf Sprache liegen, da WikiDACH 2017 unmittelbar an den Workshop Linguistische Wikipedistik am 17. November an der Universität Mannheim anschließt. Für Freitag 17:00 Uhr ist eine gemeinsame Podiumsdiskussion geplant.

Was sind die Unterschiede zur WikiCon? WikiDACH ist ein Barcamp und darum viel flexibler und niedrigschwelliger, WikiDACH findet in Mannheim statt, was per Zug sehr gut zu erreichen ist und ... es ist in einem Schloss.

Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia Schweiz haben die Übernahme der Kosten für Reise und Unterkunft zugesagt. Es gibt eine Tagungsgebühr von 10 EUR. Die Anmeldung ist geöffnet. Kommt alle! S. W., 13. September

Keine neuen Admins erwünscht - ein Kommentar

Dem einen wird vorgeworfen, obwohl er gute Artikel schreibt, zu wenig Metaerfahrung zu haben. Der andere Kandidat ist wieder zu viel im Metabereich unterwegs und macht zu wenig Artikelarbeit und ein weiterer hatte zwar einen guten Start, hat sich aber leider einen katastrophalen Artikel geleistet, der ihm die Kandidatur zum Admin verhagelt. Nur ein alter Bekannter, der den Job schon mal gemacht hat, natürlich einer dieser Veteranen, die alles dominieren, scheint durchzukommen, alle anderen werden scheitern. Das kann nur bedeuten, dass entweder die Community keine weiteren Admins, trotz des üblichen Gejammers, will oder braucht, eine merkwürdige Art von Misstrauen gegenüber neuen Leuten hegt, oder den sogenannten „erweiterten Rechten“ oder „Knöppen“ eine irrationale besondere Bedeutung beimisst, die eigentlich gar nicht vorhanden ist, aber in ihren Köpfen herumgeistert. Die Alteingesessenen der Wikipedia werden den oft propagierten Spruch Admin ist no big deal noch kennen, und es war wirklich so: Vor 12 Jahren konnte jeder ohne weiteres Admin werden, wenn er schön brav war. Heute ist das Misstrauen gegenüber neuen oder jungen Leute so stark geworden, dass sich Kandidaturen gegenwärtig nicht lohnen, blockiert durch eine Mehrheit von konservativen Angsthasen, die offenbar nicht in der Lage sind, jemandem eine Chance zu geben. Bloß nichts ändern, nichts erneuern! Still in der Ecke hocken. Dabei wissen alle, dass ein neuer Admin, der Mist baut, ganz fix wieder von der Bildfläche verschwindet. Ein amüsanter Verdacht drängt sich auf: Die Community scheint sich geistig gerade in einer Art WP:Adenauerzeit zu befinden: „Um Himmels Willen, bloß keine Experimente!“ Ein Kommentar von Sc, 11. September 2017

Beteiligung ausdrücklich erwünscht

Die Wikimedia Foundation, speziell die Teams Community Tech und Community Engagement, wünschen sich eine möglichst große Beteiligung der deutschsprachigen Community an ihrer Arbeit im Rahmen der Community health initiative (für die ich immer noch einen passenden deutschen Namen suche). Ich habe deshalb eine Seite angelegt, die Raum für Diskussionen und Input auf Deutsch bietet, aber auch zu den internationalen Informations- und Diskussionsseiten verlinkt. Kommt und schaut sie Euch HIER an! CS (WMF), 11. September

Dankeschön

Ich möchte mich hier noch einmal herzlich bedanken beim tollen WikiCon-Orga-Team, das auch dieses Jahr eine tolle (viel zu kurze) WikiCon auf die Beine gestellt hat, und für die Community, die mich auf Treffen mit hervorgehobener Toleranz, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und guter Laune jedes Mal aufs Neue hoch erfreut und mich hinterher mit etwas Wehmut zurücklässt, aber auch aufs nächste Mal schon freuen lässt. Danke. Kenny, 10.9.

s. merci beaucoup! -jkb-

Neuautorengewinnung: Banner-Sommeraktion ausgewertet und Vorschau auf Herbst-Banner

Die Ergebnisse der Sommeraktion wurden auf dem Portal veröffentlicht. Gleichzeitig bereiten wir uns bereits intensiv auf die kommende Herbstaktion vor. Nähere Informationen zum Nutzendenweg (der Weg des Nutzenden vom Banner bis zum ersten Edit), der Botschaft und den Bannerdesigns findet ihr auf unserer Portalseite. Wir freuen uns sehr auf euer Feedback bis zum 19.09. StS (WMDE), 8.9.

GPG-Party@Wikicon

Auch wenn ich schon fast ein wenig spät dran bin: Auch dieses Jahr findet auf der WikiCon wieder eine GPG-Keysigning-Party statt – und zwar gleich am Freitag um 22 Uhr (letzte Veranstaltung). Spontane Besuche sind natürlich willkommen, aber wer jetzt schon weiß, dass er kommen will, hilft mir wahnsinnig wenn er mir vorab seine Key-ID (wenn möglich gleich mit dem Fingerprint) an gpg-wikicon-2017@dabpunkt.eu schickt. Bis Freitag :-) . --DaB.

Versenkung

WCSAGreece @ WMCEE2016 Wikipedia Scupture Unveiled @ UWC Dilijan.jpg

Für die Wikipedia-Skulptur im armenischen Dilidschan steht jetzt endlich ein Versenkungstermin im Sewansee fest. Am 29. September 2017, knapp 13 Monate nach der Enthüllung, soll der Startpunkt für die Riffbildung sein. Die ideenstiftende nichtkommerzielle Tauchschule Armdiving brauchte diese lange Zeit, um die erforderlichen behördlichen Genehmigungen zu erhalten. G. K., 5.9.

WMDE-Präsidium sucht zwei weitere Mitglieder

Das Präsidium von Wikimedia Deutschland plant, im Herbst bis zu zwei weitere Mitglieder zu kooptieren. Diese sollen Kompetenzen unter anderem in den Bereichen Finanzen oder Strategie mitbringen und so die Expertise der aktuell siebenköpfigen Gruppe erweitern. Die Möglichkeit der Kooptation war Ende 2015 geschaffen worden, damit im Präsidium alle für die Ausübung der Aufgaben benötigten Fachkompetenzen und unterschiedliche Erfahrungshintergründe vorhanden sind. Eine Ausschreibung findet sich im Vereinsblog. Wer jemanden empfehlen möchte, kann das per E-Mail an kooptation@wikimedia.de tun. Gnom, 4.9.

Wiki goes MEK! – Terminankündigung und Themenfindung

Blick in die Dauerausstellung des MEK.
Am Wochenende vom 24. bis zum 26. November 2017 ist es soweit: Wikipedianer werden sich zum „GLAM on Tour“-Event im MEK, dem Museum Europäischer Kulturen, in Berlin treffen, um gemeinsam Artikel zur Alltagskultur zu verfassen und Fotografien in der Sammlung anzufertigen. Um den zu fotografierenden Bestand einzugrenzen und die Artikelarbeit zu fokussieren, suchen wir noch ein Oberthema. Zu dessen Wahl, die bis zum 17.09. läuft, sind alle Interessierten auf der Projektseite herzlich eingeladen. Ebenso möchten wir euch bitten, euer Interesse an der Veranstaltung schon einmal auf der Teilnehmer-Seite zu bekunden. Auch wenn noch letzte Details zu klären sind, kann bereits ein erster Erfolg der Kooperation mit dem MEK und den Staatlichen Museen zu Berlin vermerkt werden: Starteten wir noch mit der Aussicht, dass die Freiheit der Fotografen aufgrund der Interessen der Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte recht eingeschränkt sein würde, haben die wunderbaren Mitarbeiterinnen der SMB in den internen Verhandlungen erwirkt, dass im Rahmen praktischer Beschränkungen die Fotografen der Wikipedia an diesem Wochenende so viel knipsen dürfen, wie sie können und wollen. In diesem Sinne hoffe ich auf eine schöne und produktive Veranstaltung, die hoffentlich in einer längerfristigen Kooperation mündet. Wie das Ergebnis bezüglich der Fotografier-Erlaubnis zeigt, es bewegt sich was, auch bei den SMB. J1990, 03.9.

Wenn Wikipedia ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre …

Wenn Wikipedia ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre, dann würden 12 Dorfbewohner Englisch sprechen. 11 Dorfbewohner würden Cebuano als Muttersprache haben. 8 weitere Dorfbewohner könnten sich auf Schwedisch unterhalten. Unsere Sprache verstünden schon immerhin fast 5 Menschen. Je 4 Menschen würden Niederländisch und Französisch sprechen. 3 Dorfbewohner würden jeweils die Russische, Italienische, Spanische, Wáray-Wáray, Polnische oder Vietnamesische Sprache benutzen. Einen zweiten Gesprächspartner hätten in diesem Dorf all diejenigen, die Japanisch, Portugiesisch und Chinesisch können. Ganze 18 Dorfbewohner sähen sich gezwungen, Selbstgespräche zu führen, in den Sprachen Ukrainisch, Persisch, Katalanisch, Arabisch, Norwegisch (Bokmal), Serbokroatisch, Finnisch, Ungarisch, Indonesisch, Koreanisch, Tschechisch, Rumänisch, Serbisch, Malaiisch, Türkisch, Baskisch, Esperanto und Bulgarisch. Die verbliebenen 14 Dorfbewohner wären polyglott und könnten schlappe 286 Sprachen und Dialekte, fast 20 Sprachen pro Person.

Nachtrag: Etwa 29 dieser Dorfbewohner wären Bots. Davon macht der Lsjbot etwa 21 Personen aus.

Denkmalmonat September

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Man sieht es an den bunten Bannern und an dem Logo mit dem stilisierten Burgtor: Der September ist unter dem Motto Wiki Loves Monuments (WLM) in der Wikipedia weltweit dem kulturellen Erbe gewidmet. Während in Deutschland der Fotowettbewerb zur Bebilderung der Denkmallisten und -artikel zum 7. Mal in gewohnter Weise stattfindet, wurde er in Österreich durch WikiDaheim abgelöst. Hier geht es nicht nur um denkmalgeschützte Bauwerke, sondern um alles, was eine Gemeinde ausmacht: Kunst im öffentlichen Raum, Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete, Infrastrukturbauten, Friedhöfe oder Kellergassen. Damit aber der Denkmalschutzgedanke nicht zu kurz kommt, werden auch in Österreich durch eine eigene Vorjury 10 der schönsten Denkmalbilder ausgewählt und an die internationale Jury von WLM gesandt, die die weltweit besten Fotos küren wird. Dazu kommen ab 1. September noch der WLM-Sonderpreis für Innenaufnahmen denkmalgeschützter Bauten und der Sonderpreis des Bundesdenkmalamts zum Tag des Denkmals in Österreich. Der weltweit größte internationale Fotowettbewerb startet wieder durch! P.S: Wer diesmal nicht mit der Kamera unterwegs sein möchte, sondern der schreibenden Zunft angehört, kann am 4. Wikipedia:Denkmal-Cup teilnehmen. Regio, 31.8.

Kleine Optimierungen am Versionsblätterer

Seit der Versionsblätterer als Standardfunktion verfügbar ist, sind einige Rückmeldungen aus der Nutzerschaft eingegangen, was an der Bedienungsweise noch verbessert werden könnte. Damit die Funktion intuitiv und klar verständlich ist, hat das Team Technische Wünsche sie jetzt einem Feinschliff unterzogen. Unter anderem ist es jetzt möglich, Versionen auch durch Klicken auf die Balken auszuwählen. Die überarbeitete Funktion wird voraussichtlich Donnerstagabend, 31. August, in allen Wikis verfügbar sein. js (wmde), 30.8.

Digital-O-Mat zur Bundestagswahl ist online (Update)

Ab sofort können die netzpolitischen Standpunkte der Parteien zu Themen wie staatlichem Hacking, digitalem Ehrenamt, freier Software oder Open Data mit dem Digital-O-Mat verglichen werden. Er wurde gemeinsam von Wikimedia Deutschland und der Koalition Freies Wissen entwickelt. Weitere Infos dazu im WMDE-Blog. li, 30.8. Nachtrag: Vieles, was seit Start an Feedback kam, wurde inzwischen im D-O-M per Update umgesetzt. Unter anderem wurden die Positionen sprachlich vereinfacht. jw, 5.9.

Meilenstein: 10.000 Artikel zu Brasilien überschritten

Ich freue mich mitteilen zu können, dass im August 2017 die Zahl von 10.000 echten Artikeln zu Brasilien überschritten wurde. Und das Dank zahlreicher Fußballer- und Bischofsbiographien, Respekt an die Autorenkollegen. Bei 500 Jahren Geschichte ist bei diesem 200-Millionen-Völkchen noch etwas Luft nach oben offen. Em, 30.8.

Konferenz zu Diversität in den Wikimedia-Projekten

Vom 3. bis zum 5. November 2017 findet im Sheraton Hotel in der Stockholmer Innenstadt die Wikimedia Diversity Conference 2017. Interessierte Community-Mitglieder sollten sich frühzeitig auf der Seite für die Teilnahme bewerben (Link auf der Einstiegsseite). An der Teilnahme Interessierte aus Deutschland können bei WMDE die Übernahme der Reise- und Unterkunftskosten über community@wikimedia.de beantragen. (vl, 29.08.)

Spannende Exkursionen zur WikiCon 2017

WikiCon 2017

In weniger als zwei Wochen findet die WikiCon 2017 in Leipzig statt. Das WikiCon-Orga-Team freut sich, neben dem regulären Konferenzprogramm die folgenden fünf Exkursionen im Rahmen der diesjährigen WikiCon anbieten zu können:

  • Bereits am Freitagnachmittag, parallel zur WMDE-Planungssession für 2018, bietet das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ einen Einblick in das Visualisierungszentrum der Umweltinformatik und die Arbeit des Umweltforschungszentrums sowie einen Rundgang durch den Wissenschaftspark an. (Link zur Veranstaltung)
  • Am Sonnabendvormittag findet eine Führung durch das Ägyptische Museum der Universität Leipzig statt. (Link zur Veranstaltung)
  • Direkt in der Nähe des Konferenzortes befindet sich die Gedenkstätte Zwangsarbeit. Dort findet am Sonnabendnachmittag ein Rundgang statt. Dieser bietet einen Überblick zum Thema während des NS-Zeit und legt einen besonderen Fokus auf die Region Leipzig. (Link zur Veranstaltung)
  • Am Sonntag um 9:30 Uhr findet eine Führung durch den Leipziger Standort der Deutschen Nationalbibliothek inkl. des Deutschen Buch- und Schriftmuseums statt. (Link zur Veranstaltung)
  • Ebenfalls am Sonntagvormittag findet eine Führung durch Sellerhausen, den Ortsteil südlich des KUBUS, statt. Diese organisierte der Bürgerverein Sellerhausen für uns. Im Rahmen dieser Exkursion ist die Besichtigung der Emmauskirche möglich. (Link zur Veranstaltung)

Alle Führungen sind für die Teilnehmenden der WikiCon kostenfrei. Exkursionen mit größerer Entfernung zum Veranstaltungsort sind durch den ÖPNV erreichbar. (Alle Teilnehmenden der WikiCon erhalten während der Vor-Ort-Anmeldung ein ÖPNV-Ticket.) Die wichtigsten Informationen zu den Veranstaltungen sind unter Wikipedia:WikiCon 2017/Programm#Exkursionen auffindbar. Dort gibt es auch Listen für Interessierte. Wir bitten darum sich zeitnah einzutragen, damit wir die Zahl der Teilnehmenden möglichst gut planen können. Natürlich ist die Teilnahme aber auch noch spontan möglich.

Auch spontane Anmeldungen für die WikiCon sind noch möglich. Dass noch ein Hotelzimmer zur Verfügung gestellt werden kann, können wir aber leider nicht mehr garantieren. (DCB für das WikiCon-Orga-Team, 27.08.)

Letzter Aufruf: Noch 4 Zimmer frei in Fürstenberg für den 6.–8. Oktober

Uhrengehäuse aus Fürstenberger Porzellan, um 1760

In wenigen Wochen findet die GLAM-Veranstaltung im Museum Schloss Fürstenberg und im Kragstuhlmuseum statt. Thema wird – wie bereits im Mai ausführlich angekündigt – das Thema Porzellan(herstellung), inkl. etlicher „Nebenschauplätze“ sein. Hier das Programm mit Fachvorträgen, Führungen und Besichtigungen. Ein paar Zimmer sind noch zu vergeben: Interessierte also bitte schnell in die Teilnehmerliste eintragen. (BS, 26.08.)

31.8.: "ALPHA" – Die Tour zur Planung 2018 auf Station in Köln!

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WMDE stellen den aktuellen Stand der Planung fürs nächste Jahr vor. Komm vorbei und diskutiere mit uns über die Vereinsziele 2018!

Im Juni und Juli haben wir in enger Abstimmung mit unserem Präsidium erste Ziele für 2018 entwickelt. Mit diesen Zielentwürfen (der "ALPHA-Version") gehen wir bis einschließlich zur WikiCon auf Tour in die lokalen Wikipedia-Räume. Dabei stellen wir den aktuellen Stand vor und holen uns Feedback von Communitys, Mitgliedern, Freunden des Vereins und allen Interessierten. In Berlin (WikiBär), Hamburg (Kontor Hamburg) und München (WikiMuc) haben wir bereits tolle Anregungen bekommen und viel gelernt. Vielen Dank an alle, die da waren und mitdiskutiert haben! Nun geht es am 31.8 ins Lokal K nach Köln! Im September wird die Planung 2018 basierend auf dem Feedback weiter detailliert und konkretisiert. Auf dieser Grundlage wird bis Anfang Oktober der Entwurf eines Wirtschaftsplans für 2018 erarbeitet und der Mitgliederversammlung des Vereins zur Verabschiedung vorgelegt. Alle Informationen zum generellen Ablauf der Planung, Informationen zu den einzelnen Tour-Stationen und die Dokumentation der Ergebnisse findet Ihr hier.

  • Datum: Donnerstag, 31. August
  • Zeit: 18 Uhr
  • Ort: Wikipedia: Lokal K, Hackländerstraße 2, 50825 Köln (Wikipedia:Lokal K/Adresse und Anfahrt, barrierefreier Zugang vorhanden)
  • Interessiert?: Dann komm vorbei! Für die Vorbereitung würde es uns helfen, wenn Du Dich vorab hier einträgst.RB, 25.8.

Vor der WikiCon ist vor der WikiCon

WikiCon

Noch sind es gut zwei Wochen bis zur WikiCon 2017 in Leipzig, die Suche nach Helfer*innen läuft und die Planungen befinden sich in ihren letzten Zügen, da gilt es schon an die nächste WikiCon zu denken.

Es hat sich bewährt, dass sich ein Team möglichst frühzeitig findet, um genügend Zeit für eine gemeinsame Vorbereitung zu haben. Dazu müsst und sollt ihr kein ausgearbeitetes Konzept vorlegen, sondern den Wunsch und Willen äußern, die Veranstaltung in einer Gruppe zu organisieren. Auch für 2018 werden die Chapter wieder ein festes Team an Ansprechpartnerinnen oder -partnern als Unterstützung für Eventmanagement und -konzeption zur Verfügung stellen. So könnt Ihr euch ungestört auf die Inhalte und das Programm konzentrieren. Alle Informationen gibt es im Aufruf zu Interessensbekundungen. Interesse kann hier bekundet werden. (DCB, 24.08.)

Wiki Science Competition, WLM-Flyer und Wikipedia-Broschüre

2017 findet erneut der internationale Bilderwettbewerb Wiki Science Competition statt. In fünf verschiedenen Kategorien (People in Science, Microscopy Images, Non-photographic media, Image Sets, General Category) werden Aufnahmen und Bilder gesucht, die im November hochgeladen und von einer Jury begutachtet werden sollen.

Wenn jemand Lust auf die Organisation und Durchführung dieses Wettbewerbs in Deutschland hat, unterstützt und hilft Wikimedia Deutschland sehr gerne. Das Team Ideenförderung ist wie üblich unter community@wikimedia.de zu erreichen!

Für den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments Deutschland sind nun Flyer gedruckt und können auch in Verbindung mit der aktualisierten Wikipedia-Broschüre unter community@wikimedia.de angefragt werden. JS, 16.8.

Was für ein Sommer!

Erst ist es zu nass und man wartet, dass es zu regnen aufhört. Dann ist es zu heiß und man wartet auf kühleres Wetter. Und dann ist 20. August und man wartet, was das Zeug hält. Wenn man mitmacht. Beim Wartungsbausteinwettbewerb im Sommer 2017. Tragt euch ein und helft mit, damit die zahlreichen Artikelbaustellen in der Wikipedia ein bisschen weniger werden. Zwei Wochen lang, vom 20. August bis zum 3. September, könnt ihr euch Artikel mit Mängelbausteinen aussuchen, die ihr verbessern und ergänzen wollt, und dabei Punkte für die WBW-Tabelle sammeln. Egal ob alleine oder im Team, ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen bei einem der traditionsreichsten Wettbewerbe in der WP. Probiert es einfach mal aus und meldet euch hier an. Jeder Beitrag ist willkommen, denn bei allem Wettstreit um Pokale und Medaillen: Gewinner sollen letztendlich die Wikipedia und ihre Leser sein. Schwerpunkt sind diesmal die Themen Deutschland, Afrika und Naturwissenschaften. HvW, 14.8.

WikiCon 2017: Anmeldeschluss und Suche nach helfenden Händen

WikiCon 2017

Das WikiCon-Orga-Team ist erfreut, dass sich bis jetzt bereits mehr als 200 Teilnehmer*innen zur WikiCon 2017 in Leipzig angemeldet haben. Wer dies noch nicht getan hat, hat noch bis zum Sonntag, den 20. August, für die Anmeldung inkl. Hotelbuchung durch Wikimedia Zeit. Auch danach ist es natürlich noch möglich sich zur WikiCon anzumelden, eine Übernachtungsgelegenheit können wir dann aber nicht mehr garantieren. Die Anmeldung erfolgt über anmeldung.wikicon.org, wichtige Fragen werden unter Wikipedia:WikiCon 2017/FAQ beantwortet.

Derweil läuft auch noch die Suche nach helfenden Händen zur Durchführung der Veranstaltung. Alle Interessierten sind hiermit eingeladen, die Veranstaltung zu unterstützen. (Es gibt, wie immer, viel zu tun.) Die Tabellen zum Eintragen gibt es auf der Seite Wikipedia:WikiCon 2017/Helferkoordination. (DCB für das WikiCon-Orga-Team; 13.08.)

Wikimania 2017

Heute beginnt die Wikimania 2017 - die jährlich veranstaltete Weltkonferenz der Wikipedianer - in Montreal. Neben vielen anderen deutschsprachigen Wikipedianern ist auch Christian Vater von der Universität Heidelberg vor Ort. Im kurzen Interview mit dem Inforadio rbb beschreibt Christian seinen Eindruck als Wissenschaftler von unserem Projekt: in manchen Bereichen sehr zuverlässig, aber dauerhaft nicht zitierbar. q, 9.8. / Einige Live-Streams auf YouTube - BG - 77.22.252.42 18:59, 11. Aug. 2017 (CEST)

Wikipedianer sind hartnäckig!

Einundzwanzigste Version

Es hat 21 (in Worten: einundzwanzig) Bildversionen benötigt, um ein Foto vernünftig hier darstellen zu können! Nachdem Mauerquadrant, Nightflyer, Tsungam, Speravir, De728631 und der SteinsplitterBot gescheitert waren, hat Smial das Rätsel gelöst. Zum Nachlesen: Mal was kniffeliges.

Ich kenne kein anderes Foto, an dem so oft herumgedoktert wurde.

In Artikeln gilt ja die Schwarmintelligenz als normal, aber man sollte das bei Bildern auch mal erwähnen. Wer problematische Fotos findet, kann sich an die Fotowerkstatt wenden. nf, 4.8.

Extrablatt: Der Kurier berichtet von der Wikimania

Wikimania Montreal logo path.svg

Das Fieber steigt: Die Wikimania steht vor der Tür. Wie schon in früheren Jahren berichtet auch dieses Jahr das Extrablatt des Kuriers wieder exklusiv von der großen Wiki-Konferenz.

Reportagen, Kommentare und Hintergrundberichte ab sofort (fast) live und (manchmal sogar) in Farbe. Nur auf:
Wikipedia:Kurier/Wikimania 2017
MB, 4.8.

Welcher Social-Media-Typ bist Du?

Die Kollegen von extra 3 haben diverse soziale Netzwerke einem kleinen Usability-Test unterzogen, dabei aber aus unerfindlichen Gründen Wikipedia ausgelassen. Dabei findet der geneigte User doch hier am ehesten von allem etwas: Hater-, Laber-, Action- und Kuschelecken, hin und wieder gesponserte Beiträge und - erschreckend viele - (Namens-)Räume, in denen es ihm wie bei Google+ ergeht. UR, 4.8.

Commons Video-Views Tool entwickelt

Zu Beginn unserer Kampagnen-Aktionen für mehr Ehrenamtliche in den Wikimedia-Projekte war es uns von Wikimedia Deutschland (WMDE) nicht so einfach möglich, die Viewzahlen von Videos auf Commons zu messen. Da auch in anderen Bereichen des Movements nach Möglichkeiten gesucht wurde, die Wirksamkeit von Videos messen zu können, haben wir nun ein Commons Video-View-Tool entwickelt. Bei Eingabe eines Videopfades können dort die täglichen Abrufzahlen abgelesen werden. Es funktioniert übrigens auch bei Audiodateien. Näheres dazu findet ihr auf dem WMDE-Portal zu neuen Ehrenamtlichen. StS (WMDE), 4.8.