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Wikimedia:Woche 20/2018 (17.05.) | Wikimedia:Archiv
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Linke Spalte[Quelltext bearbeiten]

Ich übersetze mal[Quelltext bearbeiten]

ISO 639 Icon en.svg Ich übersetze von englisch nach deutsch. ISO 639 Icon de.svg

Die Wikipedia:Übersetzungen haben eine interessante Entwicklung durchgemacht. In den anderen Sprachversionen finden sich viele tausend fertig geschriebene Artikel zu fast allen Themen. Das Werkzeug zur Inhalteübersetzung hat den Prozess der Übersetzung stark vereinfacht. Der Import eines Artikels aus einer anderen Sprachversion samt Versionsgeschichte kann mit ein paar Klicks angestoßen werden. Bislang wurden bereits über 319.000 Artikel damit übersetzt, davon über 2.700 ins Deutsche.

Es gibt jedoch durchaus Argumente gegen Übersetzungen, insbesondere, wenn sie nicht fachgerecht durchgeführt werden. Es lauern zahlreiche Übersetzungsfallen, die sich dem Laien oft gar nicht erschließen. Man sehe sich nur die Liste falscher Freunde an. Mit dem gegenwärtigen Stand der Technik genügen automatische Übersetzungsprogramme einem enzyklopädischen Anspruch nicht, da sie (noch) zu oft in die Übersetzungsfallen tappen. Zudem gibt es in historischen Texten oder Texten, die sich mit Kultur befassen, in unterschiedlichen Kulturkreisen oft unterschiedliche Auffassungen und Werte. Kritiker sehen deshalb in einer einseitigen Übersetzung etwa aus der englischen Wikipedia die Gefahr des Kulturverlusts.

Die Übersetzung eines guten Artikels aus einer anderen Sprachversion kann jedoch ein guter Ausgangspunkt für einen guten Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia sein. Autorinnen und Autoren, die sich eine Übersetzung zutrauen, können sich die Wikipedia:Übersetzungswünsche ansehen, haben gern auch Drei Wünsche frei, beteiligen sich an einem Wikipedia:Wettbewerb, wie dem Asien-Marathon oder unterstützen die Frauen in Rot.

Um sich als an Übersetzungen interessiert zu zeigen und um Gleichgesinnte zu finden, kann man seit kurzem seine Benutzerseite um den Babel-Baustein Vorlage:Übersetzer erweitern. Der Baustein sortiert die Benutzerseite automatisch in die passende Unterkategorie der Kategorie:Wikipedia:Übersetzer ein. 19.05. S.W.

Einladung zur Mitarbeit[Quelltext bearbeiten]

Nach einer gelungenen Zusammenarbeit im letzten Juni im Rahmen des Schweizer Archivtags wird die Kooperation zwischen der Eisenbibliothek und Wikimedia CH jetzt intensiviert.

Das Archiv im ehemaligen Kloster Paradies bei Schaffhausen bietet für den Sommer 2018 zwei Plätze für je zwei Wochen versierten Wikipedianern an, die bereit sind, sowohl in Richtung der Kultureinrichtung als auch in Richtung unseres Freiwilligenprojektes Wikimedia zu denken. Gefragt sind vor allem Engagement, das Umfeld der Bibliothek und des dahinter stehenden Wirtschaftsunternehmens kritisch auf Vollständigkeit und Kohärenz zu prüfen und beides gegebenenfalls zu verbessern.

Die Eisenbibliothek wurde 1948 als Stiftung der Georg Fischer AG gegründet. Seitdem sammelt sie Literatur zur Geschichte von Eisen und Stahl von den Anfängen bis in die Gegenwart. Der Sammelschwerpunkt ist sehr breit angelegt und umfasst den ganzen Produktionszyklus vom Abbau von Roherz bis hin zur Verarbeitung der Metalle zu Endprodukten, beispielsweise durch Giessen. Dieser thematische Kern wird ergänzt durch benachbarte Themenbereiche wie Chemie, Geologie und Kunststoffe sowie durch Bestände aus der Technik-, Wirtschafts-, Industrie- und Wissenschaftsgeschichte (weitere Informationen unter http://www.eisenbibliothek.ch).

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Eindrücke vom Wirkungsort mit Innen- und Aussenansicht. Die Arbeitsräume liegen im 1. OG.

Seit 2015 bietet die Eisenbibliothek jährlich in ihrem sogenannten Scholar-in-Residence-Programm (siehe http://www.eisenbibliothek.ch/content/gf/ironlibrary/de/ironlibrary/sir.html) drei Studierenden die fachspezifische Arbeit in ihrem Haus an. Zusätzlich möchte sie ein weiteres Programm aufstellen und hat aufgrund der guten Erfahrungen zu Wikimedia CH die Vorstellung, etwas ähnliches in Sachen Wikipedia zu tun. Dazu lädt die Eisenbibliothek in Zukunft Wikipedianerinnen und Wikipedianer sowie andere in der Wikimedia-Community Aktive ein, sich intensiv mit ihren Beständen auseinanderzusetzen. Das Hauptziel ist die Erstellung frei lizenzierter Inhalte auf Basis der Bestände der Eisenbibliothek und des Konzernarchivs der Georg Fischer AG.

Der Spezialisierung der Eisenbibliothek entsprechend werden Bewerbungen bevorzugt, die in der Wikipedia oder den Schwesterprojekten Artikel oder andere Inhalte zu den o.g. Sammelschwerpunkten bereits gearbeitet haben und beabsichtigen, diese dort neu anlegen, erweitern, übersetzen oder bebildern möchten. Das Erstellen von Wikimedia-Inhalten zur Geschichte des Unternehmens Georg Fischer ist ebenfalls ausdrücklich erwünscht, da in der Eisenbibliothek auch die Bestände des Konzernarchivs der Georg Fischer AG benutzt werden können. Ferner ist wünschenswert, wenn unsere Wikipedianer die Funktionsweise von Wikipedia den Archivmitarbeitenden vermitteln möchten.

Details sollen in Vorgesprächen ermittelt werden. Es ist keine Bewerbung im herkömmlichen Sinne notwendig. Es reicht aus, per Mail das Interesse zu bekunden. Auch der Termin wird individuell vereinbart. Kost, Logis und Anfahrt sind frei. Die Eisenbibliothek freut sich auf eure Ideen. Lantus (WMCH) 17.5.

Im Zeichen des Löwen[Quelltext bearbeiten]

Ein zur Veranstaltung maßgeschneidertes Doodle von Google, Vernies trafen Wikipedier, Trekkies wurden nicht gesehen und Punk blitzte nur kurze Zeit in Form eines dampfgetriebenen USB-Sticks auf.

Vom 4. bis 6. Mai 2018 trafen in Braunschweig bei Wiki Loves Jules Verne ein Dutzend Wikipedier auf ein Dutzend Experten für Jules Verne (1829-1905) und Phantastische Bibliotheken.

Gerloffsche Villa, der Tagungsort

Der Tagungsort war ideal gewählt, das altehrwürdige Magniviertel in Laufnähe: Eine ansprechende Villa – von der Rückseite ein fünfstöckiger Wolkenkratzer. Im Foyer schwebte der Braunschweiger Löwe über den Teilnehmer/innen (Letztere erreichten in etwa die Zahl der Heldinnen in Vernes 100 Romanen). Der Löwe aus Fürstenberger Porzellan konnte den US-Filmlöwen synchronisieren, aber er konnte auch Miauen wie ein Stubentiger. Soweit zum Cat-C. – weiteren Content gab es in Fülle: Vortrag folgte auf Vortrag, nur unterbrochen durch die Pausen, bei denen die V & W feststellten, dass sie mit ihren Ansichten gar nicht so weit auseinander lagen.

Die Themen der Tage konnten abends vertieft werden, es gab Kurz-Tutorials oder private Schätze kamen auf den Tisch; die Gespräche beim letzten Bier endeten erst nach Mitternacht. Slots für Edits waren nicht eingeplant und so wird es bis Ende Juni dauern, bis die wichtigsten neuen Artikel geschrieben sind.

Braunschweig zeigte sich bei der Führung mit bestem Wetter und wer noch einige Stunden länger blieb, um etwa Commons-Lücken zu füllen, sah Cat-Content an allen Orten. Aber die Stadt huldigte einem anderen technischen Vordenker: Heinrich Büssing (1843-1929) – der mit dem Burglöwen auf den LKWs. – Und wo war die Ente Gêrtrût? Diese taucht bei Verne weder auf noch unter. — rhb, 16. Mai 2018

Wikipedia spielt weiter![Quelltext bearbeiten]

Vor etwa 1,5 Jahren startete der Autor dieser Zeilen das Projekt(chen) Wikipedia spielt ..., das sich dem Rückstand der Artikel im Bereich der Brett- und Kartenspiele im Vergleich zu anderen Bereichen der Kultur widmen sollte. Im Mittelpunkt der Arbeit 2017 bis 2018 stand die konzentrierte Artikel- und Redaktionsarbeit im Bereich der Spiele sowie die Vernetzung mit Real-Life-Aktivitäten in Form von Spieletreffen mit Aktiven der Brettspielszene in Köln und darüber hinaus. Der 200. Artikel im Projekt, der Start von Open-Air-Aktivitäten in Köln sowie die für morgen erwartete Bekanntgabe der diesjährigen Spiel-des-Jahres-Anwärter sind ein paar gute Gründe für eine Wasserstandsmeldung aus dieser Nische.

Mark Simonitch auf der SPIEL '17
Das Spiel Majesty, Präsentation auf der SPIEL '17
Münzen aus dem Spiel Century: Die Gewürzstraße

Bis heute läuft diese Vernetzung in die reale Spielerwelt sehr erfolgreich, und gemeinsam mit der lokalen Spielerszene im Umfeld der facebook-Gruppe brettspieleN.koeln wurden mehrere Aktivitäten realisiert. Den Kern bildet dabei ein wöchentlich stattfindendes Spieletreffen im Wikipediatreffpunkt Lokal K; jeden Dienstag treffen sich dort seit März 2017 etwa 20 bis 25 Brettspielbegeisterte und packen ein Spiel nach dem anderen auf den Tisch. Gemeinsam mit der Gruppe und mit Unterstützung von Wikimedia Deutschland konnten wir zudem 2017 einen Stand auf der weltgrößten Spielermesse, den Internationalen Spieltagen in Essen, organisieren und so die Vernetzung in der Spielerszene weiter vorantreiben. Als Besucher war der Autor dieser Zeilen zudem anwesend auf der Nürnberger Spielwarenmesse sowie erst gestern auf der Role Play Convention in Köln. Seit wenigen Wochen gibt es in Köln ein alle 14 Tage stattfindendes Open-Air-Spieletreffen, und wir sind Bestandteil der gerade gestarteten Ausstellung Bretter, die die Welt bedeuten im Kölner Stadtmuseum, daneben bestehen Verbindungen zu anderen Spielertreffen etwa in Jülich und Erftstadt sowie zu Verlagen, Spieleentwicklern, Händlern, Bloggern und Youtubern aus der Szene.

Doch damit nicht genug, auch auf der Artikelebene kann das Projekt einiges vorweisen. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche neue Spieleartikel angelegt, vor allem im Bereich aktueller Spiele, Kinderspiele sowie im Rahmen verschiedener Spielepreise ausgezeichneter Spiele der letzten Jahrzehnte. Gerade heute wurde mit dem zum preisgekrönten Kinderspiel Kraken-Alarm angelegten Artikel der 200. Artikel im Projekt angelegt (vollständige Liste), und durch Neuanlagen der letzten Wochen wie denen zu Die Quacksalber von Quedlinburg, Azul, Memoarrr!, Bunny Kingdom, Verflucht!, Majesty und anderen besteht eine gute Chance, zu den für morgen angekündigten Verkündungen der Empfehlungs- und Nominierungslisten zum Spiel des Jahres, zum Kinderspiel des Jahres und zum Kennerspiel des Jahres bereits einige blaue Links vorweisen zu können. Doch wie bei allen Baustellen und in allen Projekten gibt es auch weiterhin reichlich zu tun, um die Lücken der letzten Jahre zu schließen und mit den neuen Entwicklungen Schritt zu halten. Gerade letzte Woche bekam ich von einer unserer Kölner Händlerinnen mehrere Jahrgänge der Zeitschriften Spielbox, Pöppel-Revue, Spielmittel, Fairplay und anderer Zeitschriften geschenkt - Materialien, die bis in die frühen 1980er-Jahre zurückreichen. AR, 13. Mai 2018

Hands on: Wikidata war in Köln[Quelltext bearbeiten]

Wikidata in Köln

Am letzten Wochenende fand wie geplant ein Wikidata-Workshop im Lokal K in Köln statt – 14 Leute trafen sich bei bestem Wetter außerhalb, um unter der Leitung von Matti und Lucas in die Feinheiten der freien Datenbank eingeführt und vor allem auch weitergeführt zu werden. Das Publikum war dabei in Sachen Wikidata-Erfahrung bunt gemischt und bestand sowohl aus Leuten, die noch nie etwas gemacht haben, wie auch aus regelmäßig Beitragenden. Um alle Anwesenden mitzunehmen, startete der Workshop am Samstag auch sehr banal: Was ist Wikidata, was kann man damit machen? Wie sind die Einträge aufgebaut, wie trägt man selbst Datensätze ein? Welche Projekte kann man in Wikidata neben dem simplen Eintragen von Interwiki-Links machen und wie startet man am besten? Und vor allem: Wie bekommt man die Ergebnisse danach auch wieder angezeigt?

Motiviert durch ein paar Beispiele von mehr oder weniger einfachen Abfragen wie etwa einer Karte von Straßen in Berlin mit Geschlecht der Person, nach der sie benannt sind, einem Zeitstrahl der Gemälde von Lovis Corinth oder einer Abfrage der Schulen, Universitäten und Kindergärten in der Umgebung des Lokal K als kombinierte Abfrage für Wikidata und OpenStreetMap konnten die Teilnehmer selber Hand anlegen und wurden von Lucas in die Grundlagen der SPARQL-Abfragen eingeführt. Dabei brachte eigentlich auch jeder sein eigenes Projekt mit und diese reichten von der Liste der Minerale über verschiedene Themen im Kunstbereich, Sportlereinträgen und der zoologischen Taxonomie der Skorpione bis zur Numismatik (Katalog nach Welter), der Stolpersteinlisten und der Kunstwerke im öffentlichen Raum. Der Autor dieser Zeilen konzentrierte sich dabei weiter auf das Werk von Lovis Corinth und war am Ende des Tages bspw. in der Lage, eine Abfrage der Gemälde des Künstlers mit Koordinaten der Aufbewahrungsorte und daraus auch eine eigene Karte zu generieren. Aufbauend auf den Abfragen gab es dann auch eine Umsetzung für den Listeriabot, der automatisiert Listen für eine Abfrage anlegt und aktuell hält.

Das Porträt Anton (BC4) von 1880 gehört zu den Frühwerken Corinths; nun ist es als Q52718226 auch im Bestand von Wikidata erfasst.

Der zweite Tag stand dann ganz im Sinne der Datenpflege und Einarbeitung, kombiniert mit der Vorstellung verschiedener Tools, die für die vereinfachte Bearbeitung entwickelt wurden. Den Schwerpunkt bildete dabei das Tool QuickStatements2, das wie der Listeriabot und vieles weitere von Magnus Manske entwickelt wurde. Wieder beispielhaft an Lovis Corinth erstellten wir eine Google-Spreadsheet-Tabelle mit einem Datensatz, der in Wikidata eingespielt werden sollte. Dabei handelte es sich um die Gemälde BC1 bis BC30 entsprechend dem Werkkatalog Lovis Corinth: Die Gemälde, das von dessen Frau Charlotte Berend-Corinth 1958 erarbeitet und von Béatrice Hernand 1992 überarbeitet wurde. Durch die Nutzung von QuickStatements konnten die Datensätze „in einem Rutsch“ eingepflegt werden, wobei durch eine vorher durchgeführte Abfrage Dubletten verhindert wurden. Weitere vorgestellte Tools waren der Reasonator als Anzeige-Tool, Mix 'n' Match und VIP-Bezeichnungen (zum Ausfüllen mehrerer Sprachbezeichnungen). Etwas tiefer ging es nochmal bei PetScan und vor allem an einem Beispiel aus der Mineralogie zur automatischen Ergänzung von Datensätzen (ist ein Mineral), das von Ra'ike erarbeitet wurde.

Bis zum Sonntagmittag war dann wahrscheinlich auch bei dem letzten Teilnehmer ein Status des „Memory overflow“ erreicht und alle Teilnehmer bastelten an ihren eigenen Themengebieten herum. Einhellig einig waren sich am Ende aber wohl alle Teilnehmer, dass jeder neue Aspekte und Möglichkeiten für die Arbeit in Wikidata mitnehmen konnte und diese nun bei den jeweiligen Baustellen auch einsetzen wird. Auch an der Idee, einen potenziellen Folgeworkshop mit weiteren Vertiefungen oder direkt an einem konkreten Projekt zu veranstalten, wurde gefeilt. Von unserer Seite: Danke an Matti und Lucas für ein tolles und intensives Wochenende. AR, 10. Mai 2018

Anmerkung: Anfragen für gleichartige oder ähnliche Workshops dürfen jederzeit gerne an die Vortragenden gerichtet werden. MB, 17. Mai 2018

Neues für Wikipedians?[Quelltext bearbeiten]

Aus der Feder bzw. Tastatur des Literaturwissenschaftlers Jens Loescher gibt es in der heutigen Ausgabe des Tagesspiegels einen „Die neuen Gelehrten des Netzes“ überschriebenen Artikel mit dem Untertitel: „Partizipatives und demokratisches Forschen: Wie das Internet die Wissenskultur verändert.“ Loescher sieht Google weiter scannen, Wikipedia boomen und Open Access sich vorankämpfen, während die Geisteswissenschaften als „Torhüter des Wissens“ stillschweigend ausgedient hätten: „Es fehlt an Überblicksdarstellungen oder Fallstudien, die Eigenschaften digitalen Wissens benennen, sie historisieren und auf dieser Basis Gewinne und Verluste identifizieren.“

Partizipative Wissensarbeit, heißt es im Hinblick auf Wikipedia, erfolge über „eine (fast) barrierefreie Software“. Wikipedias kognitive Wertschöpfung finde dezentral, partikular und akkumulativ statt. „Vielen Wikipedians ist ihre Arbeit am Wissen gar nicht bewusst. Sie sehen die Klicks und Edits als Teil eines Computerspiels. Das ist der Gegenentwurf zum klassischen Experten der Wissensgesellschaft, der über explizites und kohärentes Wissen verfügt.“

In einer anderen neueren Wortmeldung zum Forschungsfeld Digital Humanities nimmt Loescher ebenfalls das vermeintliche „Schmuddelkind“ Wikipedia ins Visier und betont, dass Wikipedia eben keine Gelehrtenenzyklopädie sei, „sondern eine von den Massen verfasste, redigierte, erweiterte und prinzipiell unabgeschlossene Wissensbasis“, auf inkrementellem Vorgehen basierend, „eine Weiterführung von Diderots und d’Alemberts Aufklärungsprojekt. Die Versionsgeschichte eines beliebigen Eintrags lehrt durchaus Respekt vor dem offenen Format und dem langen Atem der crowd.“

„Die Stärke der Wikipedia ist auch ihre Schwäche“, heißt es dort weiter, denn das gesamte Weltwissen inkrementell abzubilden, erfordere eine Klassifikation der Inhalte. „In schönem Rekurs auf die antiken und scholastischen Anfänge der Wissensorganisation wird dies neudigital Ontologie genannt. Disziplinen wie die Biologie, die seit jeher klassifikatorisch arbeiten, haben mit dem Transfer ihrer Bestände in Wissensbasen kein Problem. Es liegt auf der Hand, dass dies mit geisteswissenschaftlichen und kulturellen Inhalten anders bestellt ist. Verzichtet man, wie Wikipedia, auf eine Ontologie, dann wächst das Wissen ungeordnet und – noch schlimmer – unverknüpft. Das ‚Erdferkel‘ wird nicht den ‚Röhrenzähnern‘ untergeordnet und diese nicht den ‚Höheren Säugetieren‘, sondern sie existieren gleichberechtigt und isoliert nebeneinander. Sind ‚Erdferkel‘ in Mode, wächst die Zahl der Einträge, und es entsteht der Eindruck, dass ‚Erdferkel‘ „über“ den ‚Röhrenzähnern‘ stehen.“

In seinem Beitrag von heute geht es Loescher nicht zuletzt darum, das Verhältnis von digitaler Wissenskultur und analoger Buchkultur zu beleuchten. Die Verknüpfung einzelner Internet-Dokumente durch Hyperlinks, Metadaten und Tags führe zu einer prinzipiell unabgeschlossenen Lektüre. „Niemand liest das Netz. Anders beim Buch: Es ist autonom rezipierbar, ja, es muss als zusammenhängendes Argument und Narrativ ‚abgeschritten‘ werden.“ Im Netz fehle „der Sog des kohärenten Narrativs“.

Loescher fordert die diversen sozialwissenschaftlichen Disziplinen auf, „unsere Sorge über verändertes Informationsverhalten der Digital Natives“ nicht der Kulturkritik zu überlassen. Das Problem bestehe darin, dass viele Wissenschaftler nicht über den Tellerrand der eigenen Disziplin hinausblickten. „Da der Umbau des Schiffes jetzt und auf hoher See erfolgt, können wir nicht warten, bis die Digital Natives Texte produzieren, statt sie zu verlinken.“[1]

Bleibt – mal abgesehen davon, wie mehr oder minder treffend „Wikipedians“ im Vorstehenden gezeichnet wurden – für den Zeitung lesenden Wikipedianer die Frage, was unsererseits getan werden kann, damit die Quellen der „analogen Bildung“ für Zeitgenossen und Künftige auch in der Digitalen Revolution nicht versiegen. Schön wär’s jedenfalls, wenn die von Seiten der Wissenschaft geforderten „Überblicksdarstellungen oder Fallstudien“ zu den laufenden Prozessen zustande kämen und für fundierte Orientierungsmöglichkeiten sorgten. Barnos, 9. Mai 2018

Erinnern: Srbauer[Quelltext bearbeiten]

Wenn man schon länger an etwas mitarbeitet, das von vielen Menschen sehr unterschiedlicher Art mitgestaltet wird, passiert es leider im Laufe der Zeit, dass man auch Menschen verliert. Manche gehen aus freien Stücken, andere beschreiten nicht selten viel zu früh den Weg der Natur, auf dem wir alle gehen. Doch gerade die, die sich in anderen Projekten eingebracht haben, sind nie ganz weg. Was sie hier beigetragen haben, blieb und hat nicht selten noch Bestand. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, zu seinem zehnten Todestag an ihn zu erinnern. Aber das Leben kommt manchmal dazwischen. Und schon ist wieder gut ein halbes Jahr vergangen. Aber es macht am Ende auch nicht viel aus, ob es an seinem Todestag passiert oder sechs Monate und vier Tage danach. Wichtig ist am Ende nur Eines: Es ist es wirklich wert, sich an Stefan Bauer zu erinnern. Und denen, die ihn nicht kannten und nicht kennen lernen konnten, einmal näher zu bringen.

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Stefan Bauer, Benutzer:Srbauer, begann hier mit seinem ersten angemeldeten Edit am 28. November 2003. Zu Hause war er in den Naturwissenschaften, Physik, Meteorologie, Astronomie, zu denen er hier in den frühen Jahren Substantielles beitrug. Doch sein Herz schlug für den Wintersport. Mit einigen Anderen, darunter auch mir, gründete er das Portal:Wintersport. Dabei war er auch eine der treibenden Kräfte und sehr aktiv bei all den vielen Kleinigkeiten, die da eben so anfallen. Wirklich unvergessen ist seine große Hilfsbereitschaft und Offenheit, mit denen er bei allen Problemen zur Stelle war. Nicht zuletzt seiner integrativen Kraft war es zu verdanken, dass dieser Bereich in seinen ersten Jahren überaus konstruktiv und produktiv war. Zudem wuchs hier stetig die Qualität. Es ist kein Wunder, dass er der erste Träger des Wintersport-Ordens wurde, wenngleich auch leider nur noch posthum.

Dass auch immer der Blick die Perspektive prägt, zeigt etwa, dass andere Autoren in anderen Bereichen Srbauer anders gesehen haben. Nicht menschlich anders, aber bei der Arbeit. So würdigte Achim ihn auf der damaligen Kondolenzliste mit danke für das gemeinsame Harren der Nobelpreise und viele tolle gemeinsame Artikelprojekte seit dem Beginn meiner Wikizeit 2003. So waren es auch nicht nur die Naturwissenschaften und der Wintersportbereich, in denen sich Srbauer umtrieb. Er war Erstautor bei so unterschiedlichen Artikeln wie Nana Mouskouri, Susanne Uhlen, Wencke Myhre, Innerer Aufbau der Erde, Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, Lake Pontchartrain oder Izz ad-Din al-Qassam. Alles in allem waren es fast 300 von ihm begonnene Artikel und mehr als 50.000 Edits. Zudem war er einige Zeit lang bis zu seinem Tod als Admin aktiv und dabei sehr umsichtig gewesen. Ein Vorbild für mich, wie bei allem, was er hier anpackte.

Sehr überraschend kam dann die Nachricht, dass Srbauer am 2. November 2007 verstorben war. Im Alter von gerade einmal 43 Jahren, als er etwa so alt war, wie ich heute. Nachdem er fast vier Jahre in der Wikipedia mitgearbeitet hatte. Wie wir von seiner Familie erfahren hatten, war diese seine Mitarbeit in der Wikipedia sehr wichtig für ihn geworden. Einer der vielen Aspekte seiner sehr positiven und humanen Persönlichkeit, zu der auf der anderen Seite etwa auch die aktive Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr gehörte. Auch wenn ich Stefan nie persönlich kennenlernen durfte, ist er für mich ein Freund und bis heute präsent. Für mich persönlich war er der erste von mittlerweile leider schon mehreren Verlusten an Freunden in diesem Projekt. Und wenn ich daran denke, überkommt mich nach wie vor Trauer. Damals waren es die ersten Tränen, die ich wegen Wikipedia vergossen hatte.

Und ich komme nicht umhin, mich zu fragen, wie würde Wikipedia heute mit ihm aussehen? Wahrscheinlich wären wir noch weiter und noch besser. MC, 8.5.

E-Mail des Teams Ideenförderung zur DSGVO vom 3. Mai[Quelltext bearbeiten]

Ein großer Teil der hier Lesenden hat gestern eine E-Mail von uns bekommen. Für alle anderen ist der folgende Text nicht relevant.

Bezüglich der E-Mail: Die Formulierungen und das Gesamtformat entsprechen nicht dem Kommunikationsstil, den ihr von uns gewohnt seid und auch nicht unserem Selbstverständnis, wie wir euch ansprechen wollen: nämlich respektvoll und so transparent wie möglich. Wir bitten dafür an dieser Stelle ausdrücklich und persönlich um Entschuldigung.

Das Team Ideenförderung setzt gerade, wie alle europäischen Organisationen, die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) um. Diese Umsetzung muss zusätzlich zu unserer üblichen Arbeit geschehen. Dazu überprüfen wir unsere Prozesse der Förderung von Freiwilligenvorhaben, welche personenbezogenen Daten enthalten. Jede Förderung durch uns enthält in der Regel persönliche Daten von Euch, z. B. euren Namen bei der Anmeldung für eine von uns unterstützte Veranstaltung und das von uns gekaufte Ticket oder Buch, was bei Euch im Regal steht. Diese Daten nutzen wir, um am Ende des Jahres unsere Fördertätigkeit auszuwerten, aber auch, um in der Förderung individuell beraten und diese durchführen zu können. Wir möchten daher sogenannte personenbezogene Daten gern weiterhin nutzen dürfen. Dafür benötigen wir laut DSGVO euer Einverständnis zur Speicherung und Verarbeitung. Selbstverständlich könnt ihr uns die Einverständniserklärung verweigern. In diesem Fall löschen oder anonymisieren wir Eure Daten, sind aber leider auch gezwungen, z. B. Bücherstipendien oder geliehene Technik zurückzurufen. Bei sämtlichen neuen Förderanfragen (sei es nun die Anfrage zur Übernahme von Reisekosten, die Bereitstellung von Technik, Literaturstipendien oder Unterstützung im Rahmen eines unserer anderen Förderprogramme) fragen wir die Zustimmung zu einer eben solchen Datennutzung künftig vorher ab, damit ihr unsere Dienste für euch nutzen könnt.

Dies ist der Hintergrund der Aktion. Wir werden allen, die diese Mail erhalten haben, eine weitere E-Mail mit obenstehender Information und Entschuldigung schicken. Trotz der unglücklichen Erstankündigung sind wir auf eure Mitarbeit angewiesen und bitten euch darum, euer Einverständnis zu geben, um euch weiterhin unseren Service anbieten zu können. In der neuen E-Mail wird der Link zum entsprechenden Formular und eine weiterführende Erklärung enthalten sein.

Im Zuge dieses Prozesses stellen sich einige vermutlich die Frage, wie wir grundsätzlich mit Daten umgehen: Wir erheben nur die Daten, die für die Förderung zwingend nötig sind. Um so transparent wie möglich zu sein, werden wir eine Erklärung zum Datenschutz bei der Ideenförderung noch in diesem Quartal veröffentlichen und im Kurier darauf hinweisen.

Falls ihr nach wie vor unsicher seid, Fragen habt oder Kritik loswerden wollt, könnt ihr euch an community@wikimedia.de wenden. vk (wmde) und vl(wmde), 4.5.

Ein Schatz handkolorierter Bilder – 13'000 Aufnahmen von Leo Wehrli aus dem Bildarchiv der ETH-Bibliothek auf Wikimedia Commons[Quelltext bearbeiten]

ETH-BIB-Arrucas, Kirche von Südwest, Gran Canaria-Dia 247-07396

Seit Mitte 2016 trägt die ETH-Bibliothek Zürich mit regelmässigen Massenuploads digitalisierter Bestände aus ihrem umfangreichen Bildarchiv zum Ausbau von Wikimedia Commons bei. Mit dem kürzlich hochgeladenen Bildbestand Leo Wehrli Commons:Category: ETH-BIB Leo Wehrli wurde die Marke von 50‘000 Bildern überschritten.

Bevor sich der Geologe Leo Wehrli (1870–1954) nach seinen Studienjahren in Zürich und Berlin in der Schweiz als Gymnasiallehrer niederliess, arbeitete er von 1896 bis 1898 in Argentinien. Als Landesgeologe im Dienste der argentinischen Regierung arbeitete er bei der argentinisch-chilenischen Grenzbereinigung mit. Dazu mussten im Andengebiet Gipfellinien bestimmt und Wasserscheidefragen geklärt werden. Bereits auf diesen Anden-Expeditionen setzte Wehrli gezielt seine Kamera ein. Neben vielen geologischen entstanden auch ethnografische Aufnahmen.

Auch bei seinen weiteren Exkursionen und Reisen in der Schweiz und im Ausland hatte Leo Wehrli die Kamera stets dabei. Die über die Jahre aufgebaute Diasammlung nutzte er vor allem zur Illustration seiner zahlreichen und äusserst beliebten geologischen Vorträge und Vorlesungen an der Volkshochschule. Zu diesem Zweck kolorierte seine Frau, Margaretha Wehrli-Frey, einen Teil der Schwarz-Weiss-Glasplattendias von Hand. Über 13‘000 Aufnahmen von Leo Wehrli stehen nun auf Wikimedia Commons zur Verfügung. Herzlichen Dank an alle, die durch ihre Kategorisierung zur besseren Auffindbarkeit beitragen. Und natürlich freuen wir uns über die Nutzung der Bilder in Wikipedia und darüber hinaus. ETH-Bibliothek, 02.05.

Urteil zu Abmahnpraxis in der Schweiz[Quelltext bearbeiten]

Der Rechtsanwalt Martin Steiger (auch ein aktiver Beobachter der Wikipedia-Interna hier) schreibt in seinem jüngsten Blogbeitrag über ein Urteil zur Abmahnpraxis in der Schweiz. Der Kläger (ein deutschsprachiger Wikipedianer und Commons-Fotograf) habe eine vernichtende Niederlage beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt kassiert. Zwei Begründungen, die durchaus bemerkenswert sind und auf eine ganze Reihe von Bildern mit schweizerischen Motiven auf Commons zutreffen:

  1. Das Bild (ein komplexes Panorama-Bild mit Stitching gefertigt) geniesst nach schweizerischem Recht keinen Schutz. Gemäss Gericht muss "nicht das abgebildete Motiv […] originell sein und individuellen Charakter aufweisen, sondern das Werk; es geht um die statistische Einmaligkeit der Bildgestaltung". Deshalb sind "lediglich handwerklich gekonnte Fotografien […] nicht geschützt".
  2. Nach Beurteilung des Gerichts sei kein monetärer Schaden entstanden, weil der Kläger ja ohnehin durch die freie Lizenz keine Absicht hatte, ein Entgelt zu kriegen. Und wenn kein Schaden entstanden sei, könne man auch rechtlich keinen Schadensersatz fordern.

Wörtlich aus dem Urteil: "Hätte die Beklagte die Fotografie des Klägers gar nicht verwendet, wäre dem Kläger keine Lizenzgebühr zugekommen. Hätte die Beklagte die Fotografie unter Nennung des Namens und der Webseite des Klägers verwendet, wäre ihm ebenfalls keine Lizenzgebühr zugekommen. Der Kläger beabsichtigt gar nicht, seine Bilder gegen Entgelt anderen zur Verwendung zur Verfügung zu stellen. Von daher ist nicht schlüssig, inwiefern ihm ein Schaden in Form von entgangenem Gewinn entstanden sein soll."

Der Blogeintrag im Ganzen: https://steigerlegal.ch/2018/04/29/wikipedia-abmahnungen-panoramabild/ MLR, 30.4.

Gimp 2.10 erschienen[Quelltext bearbeiten]

The GIMP icon - gnome.svg

Heute erschien nach langer Wartezeit Gimp 2.10 (Download). GIMP ist ein frei lizenziertes, Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm, das es für alle gängigen Betriebssysteme kostenlos zum Download gibt. Viele Wikipedianer verwenden es und die neue Version stellt praktisch eine Rundum-Erneuerung dar – Grund genug die für Wikipedianer wichtigsten Neuerungen hier vorzustellen und Wikipedianern, die Gimp noch nicht verwenden, darauf hinzuweisen.

Beim Start von Gimp 2.10 fallen einem als erstes das veränderte Design und die neuen Icons auf. Wem das nicht gefällt oder wer sich nicht umstellen will, findet in den Einstellungen verschiedene Themes und Icon-Sets zur Auswahl – einschließlich der alten. Wenn man bereits in den Einstellungen ist, sollte man sich unter dem Punkt „Systemressourcen“ zwei Einstellungen ansehen:

  1. „Zahl der zu verwendenden Threads“ – stellt man hier einen Wert größer 1 – idealerweise die Zahl der Kerne des Prozessors des eigenen Rechners – ein, so nutzt Gimp mehr als nur einen Prozessorkern und ist somit bei vielen Operationen schneller. Diese Option ist nach wie vor als unstabil gekennzeichnet, sie kann also dazu führen, dass das Programm häufiger abstürzt, auf den meisten Rechnern läuft es jedoch einwandfrei.
  2. „OpenCL verwenden“ – Hat man einen Rechner mit einer halbwegs brauchbaren Grafikkarte, sollte man diese Option aktivieren, da Gimp damit schneller und flüssiger läuft.
Splitview: Vorschau mit Funktion „Ansicht teilen“ am Beispiel der Kontrastveränderung mit dem Kurvenwerkzeug.

Fängt man an, ein Bild zu bearbeiten, so fällt schnell eine der größten und praktischsten Neuerungen auf: Bei nahezu allen Bildbearbeitungen steht nun eine Live-Vorschau im vollen Fenster zur Verfügung. Wo man zum Beispiel früher beim Schärfen von Bildern nur ein kleines quadratisches Vorschaufenster hatte, sieht man heute die Vorschau unmittelbar im Hauptfenster. Besonders praktisch dabei: Es gibt endlich eine Möglichkeit, die Ansicht zum Splitview zu teilen, sodass man Vorher- und Nachher-Ansicht im direkten Vergleich nebeneinander sieht. Mit einem Klick auf die Trennlinie kann man diese verschieben oder um 90° drehen.

Ebenfalls sehr auffällig sind die neuen Schieberegler, mit denen man einen numerischen Wert einstellen kann. Diese verhalten sich nun anders, je nachdem, ob man sie in der oberen oder unteren Hälfte anklickt. An dieses Verhalten gewöhnt man sich im Nu und kann dann damit schnell und sicher arbeiten.

Eine besonders häufig genannte und bei professionellen Nutzer lange ersehnte Funktion ist die Unterstützung höherer Farbtiefen. Höhere Farbtiefe von 16 oder gar 32 Bit pro Farbkanal verringert die Größe der Rechenfehler bei Bildbearbeitungen und ermöglicht feinere Farbübergänge. Dies ist vor allem relevant, wenn man komplexe Bearbeitungen mit sehr vielen Schritten macht. Der Nachteil ist, dass die Bilder größer sind und Gimp doppelt so viel Speicher braucht und merkbar langsamer wird. Wer aber einen schnellen Rechner hat und auch noch das letzte bisschen aus einem Foto herausholen will, sollte auf 16 Bit Farbtiefe umstellen.

Für mehr Wikipedianer interessant dürfte das neue All-in-one-Transformationswerkzeug sein. Damit kann man mit einem Arbeitsschritt ein Bild gleichzeitig drehen, scheren und kippen. Die Funktion „Liquid Rescale“ ist zwar äußerst cool, ihr Einsatz bei Bildern für die Wikipedia ist aber in der Regel wohl eher unerwünscht.

Wer viel mit Ebenen arbeitet, darf sich auf zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen in der Handhabung freuen – wobei die Vielzahl der neuen Funktionen hier am Anfang etwas überfordern kann. Von den zahlreichen neuen Funktionen und Filtern finde ich das Werkzeug „Farbtemperatur“ besonders praktisch – damit lässt sich ein misslungener Weißabgleich einfach korrigieren.

Allgemein muss ich sagen, ist die Version 2.10 von Gimp eine große Verbesserung – die hier vorgestellten Neuerungen stellen nur eine sehr kleine Auswahl dar. Wie die Wikipedia wird auch Gimp von Freiwilligen entwickelt; dass es 6 Jahre dauerte, bis diese Version erscheinen konnte, liegt daran, dass die Entwicklung von Grafikbearbeitungsprogrammen komplex ist und Gimp im Moment nur wenige Mitarbeiter hat. Wer die Entwicklung unterstützen will, kann zwei der Hauptentwickler via Patreon finanziell unterstützen, so dass diese Vollzeit daran arbeiten können.

Hinweise: Dieser Artikel wurde im Vorhinein auf Basis der Vorabversionen RC1 und RC2 geschrieben, kleine Änderungen in der finalen Version sind denkbar. -- M.

Happy birthday, Wartungsbausteinwettbewerb! Wanted: Geschenke[Quelltext bearbeiten]

10 Jahre Wartungsbausteinwettbewerb

Es ist soweit: Der Wartungsbausteinwettbewerb wird tatsächlich schon 10 Jahre alt. Ein Datum für den Jubiläumswettbewerb steht auch fest: 13. bis 27. Mai 2018. Was jetzt noch fehlt, sind ein paar attraktive Preise. Die Chapter sind angefragt, aber ein paar Privatspenden für den schönen Anlass wären schön. Wer Ideen hat, sollte eine Nachricht auf der Diskussionsseite des Wettbewerbs hinterlassen.

Wer den Wettbewerb nicht kennt: Es geht darum, innerhalb der 15 Wettbewerbstage möglichst viele Artikel zu verbessern - Einzelnachweise ergänzen, defekte Weblinks reparieren, lückenhafte Artikel ausbauen, und und und... Besonderer Dank geht an die Wikipedianer, die sich die viele Arbeit als Schiedsrichter machen, denn ohne sie würde der Wettbewerb nicht laufen. Das Schöne an diesem Wettbewerb ist: Egal, welchen Platz man am Ende belegt, jeder Teilnehmer hat sich am Ende um die Qualität in der Wikipedia verdient gemacht. Ich war im März diesen Jahres zum ersten Mal als Teilnehmerin dabei und bin seitdem vom Wartungsvirus infiziert. Schön war auch die entspannte Atmosphäre im Wettbewerb, denn viele machen "nur so" mit, ohne einen Podestplatz anzustreben (aus "Spaß an der Freud", wie wir Kölner sagen würden). Wobei mir gerade auffällt, der Artikel Kölsch hat einen Wartungsbaustein...

Ein paar Zahlen für die Statistik-Fans: In den vergangenen Jahren wurden im Wettbewerb 4493 Artikel mit Belegen versehen, 4428 überarbeitungswürdige Artikel verbessert und 2768 lückenhafte Artikel ausgebaut. 1402 Artikel, die lediglich eine Liste waren, wurden zu "echten" Artikeln, und 2124 sonstige mangelhafte Artikel wurden bearbeitet. Der Wettbewerb im Frühling 2015 hält noch den Rekord mit 3846 verbesserten Artikeln; beim letzten Wettbewerb im Winter 2018 wurden 885 Artikel verbessert.

Können wir das Ergebnis vom Frühjahr 2015 noch übertreffen? Zum Jubiläumswettbewerb wären viele Teilnehmer eine tolle Sache. Anlässlich des Jubiläums sind auch ein paar Besonderheiten in Planung: Es gibt voraussichtlich Extra-Punkte für die Überarbeitung von mehr als 10 Jahre alten Wartungsartikeln, und für Vielseitigkeit gibt's auch einen Bonus. In meinem Kalender ist der Wettbewerb schon fest eingeplant, und ich hoffe, es machen möglichst viele von Euch mit. - E.S., 25.4.2018

Wikiversum Weltcafé vom 21. April 2018 in Bremen[Quelltext bearbeiten]

Das Wikiversum Weltcafé kommt in die Stadt – der Arbeitskreis „Offene Archive“ des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. machte am 21. April 2018 Station in Bremen und veranstaltete in Kooperation mit dem Staatsarchiv Bremen und dem Verein Wikimedia Deutschland (WMDE) ein »Wikiversum Weltcafé«. Als Veranstaltungsort diente das Bremer Staatsarchiv in Bremen-Ostertor.

Da wirken wir doch gerne unterstützend mit, soweit Bedarf besteht, und nehmen gerne teil, soweit freie Plätze verfügbar, bekundete im Vorfeld – auf Anfrage von WMDE und Einladung des Bremer Staatsarchivs – die lokale Wikipedia-Community von Bremen „und Umzu“. Eine rasch gebastelte Bremer Projektseite für den „local support“ informierte die regionale Community und sammelte Interessierte, zugleich wurden mit WMDE sowohl Art und Umfang der Mitwirkung als auch die Übernahme von etwaigen Reisekosten und andere „Orga-Belange“ abgeklärt. Außerdem warteten die Bremer Wikipedianer mit einem fakultativen „Abendprogramm“ auf: Eine Stadtführung durch die Bremer Altstadt mit Vorstellung der Bremer QRpedia-Projekte sowie ein gemeinsamer Stammtisch bei norddeutsch-bremischer Küche im Bremer Stammtisch­lokal „Friesenhof“.

Das Wikiversum Weltcafé ist in der Stadt – das interaktive Veranstaltungs­format »Wikiversum Weltcafé« (→ Info-Flyer) bot den teilnehmenden Archivarinnen und Archivaren „einen Einstieg in die Welt der Wikimedia-Projekte und in die Thematik freier Lizenzen“. Vorgestellt wurden insbesondere die freie Enzyklopädie Wikipedia sowie Wikisource, Wikimedia Commons, Wikidata und Open GLAM. „Allen gemein ist, dass jede und jeder darin mitarbeiten kann“, hieß es in den Veranstaltungs­ankündigungen von VdA und Bremer Staatsarchiv, und weiter: „Aber wie funktioniert die Arbeit in den Projekten genau? Wie steht es um die Vernetzung mit Kultureinrichtungen (wie z. B. Archiven)? Und welche Rolle spielen freie Lizenzen?“

Wikiversum Weltcafé – hier bei einem der Kurzvorträge im Lesesaal des Archivs

Knapp 20 Archivarinnen und Archivare aus ganz Deutschland informierten sich bei der ganztägigen Veranstaltung nicht nur über die aufgezeigten Fragen, sondern über das „ganze Wikiversum“ sowie über „Chancen und Risiken“ des Freien Wissens. Eingangs nahmen der VdA-Arbeitskreis, die Amtsleitung des Bremer Staatsarchivs und die WMDE-Vertreter die Gelegenheit wahr, den Teilnehmenden ihre Institution und dessen Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche vorzustellen. Projektmanager Holger Plickert vom WMDE-Team Bildung, Wissenschaft und Kultur und Werkstudent Sandro Halank vom WMDE-Team Ideenförderung stellten die Wikimedia Foundation und Wikimedia Deutschland ins rechte Licht und gaben zudem eine Einführung in das Wikiversum. Eine teilnehmende Archivarin, nebenher beim Chaos Computer Club (CCC) engagiert, steuerte zum Vormittags­programm einen Kurzvortrag zum Thema „Hacken“ bei.

Nach der Mittagspause gaben vier ehrenamtlich tätige Wikipedianer/-medianer aus Nah und Fern als Referenten sachkundige Einführungen in verschiedene Wikimedia-Projekte: Zur freien Enzyklopädie Wikipedia zunächst in großer Runde, danach in getrennten Räumen bei teils wechselnden Gruppen auch zu Wikimedia Commons, Wikidata und Wikisource. Rund ein Dutzend Community­mitglieder aus Bremen und Umzu beteiligten sich rege an den Diskussionen und brachten zusätzliche Sachkunde sowie regionale Bezüge ein. Vernetzungen wurden geknüpft und mögliche gemeinsame Projekte angedacht. Bei strahlendem Sonnenschein klang der inhaltsreiche Aktionstag in der historischen Bremer Innenstadt bei einer sachkundigen Stadtführung und einem lebhaften Stammtisch aus.

Das Wikiversum Weltcafé war in der Stadt – doch was bleibt, oder was kommt?

  • „Wie steht es denn nun um die Vernetzung von Wikimedia-Projekten mit Kultureinrichtungen respektive Archiven?“ –– Es gibt sowohl eine Reihe von erfolgreichen Gemeinschafts­projekten mit Kultur­einrichtungen als auch Ansätze und Pläne für die Zukunft. Ob noch weitere Archive dazustoßen, wird man/frau sehen. Die staatlichen und nicht­staatlichen Archive in Deutschland stehen ja, wie heute zu hören war, landauf, landab vor gewaltigen Aufgaben, sowohl die Erschließung der Bestände und deren Digitalsierung als auch die (weitere) Öffnung der Archive erfordern Zeit, Geld und personelle Ressourcen …
  • „Bei diesem Wikiversum Weltcafé war ja die regionale Wikikpedia-Community sowohl personell als auch teilweise inhaltlich stark beteiligt, ist das immer so?“ –– Nun, Wikipedia und das übrige Wikiversum sind allesamt Freiwilligen­projekte, die nicht flächendeckend über Deutschland verteilt sind, sondern sich eher auf Ballungsräume konzentrieren. Für »uns, die Bremer Wikipedianer« ist das Staatsarchiv Bremen einer »unserer wichtigsten Kooperations­partner« und wir wissen die Einladung und die uns ermöglichte Mitwirkung jedenfalls sehr zu schätzen und haben uns gerne aktiv eingebracht.
Holger Plickert von WMDE
  • „Der Projektmanager Holger Plickert von WMDE, der in den letzten Monaten mit der langjährig als WMDE-Kuratorin für Kultur­partner­schaften tätigen Barbara Fischer zusammengearbeitet hat (redaktioneller Hinweis: über ihren kürzlichen Abschied berichtete der Kurier), stellte sich nun auch in Bremen vor. Wie steht es denn um die Zukunft der Veranstaltungs­reihe Wikiversum Weltcafé unter seiner Regie?“ –– Da fragen Sie ihn am besten selbst. Aus Sicht des wikipedianischen Fußvolks denken »wir«, dass er das Veranstaltungs­format sowohl in bewährter Weise fortführen als auch mit eigenen Ideen ausbauen wird.
    Und, wenn Sie »uns« noch ein Schlußwort gestatten, als aktive Wikipedianer­Innen hoffen und wünschen wir uns, dass sowohl die Wikimedia Foundation in den USA als auch hierzulande der Förderverein Wikimedia Deutschland stets verantwortungsvoll mit den hauptsächlich durch die freie Enzyklopädie Wikipedia generierten Spenden­einnahmen umgehen sowie diese sinnvoll zur Förderung des Freien Wissens – unter Einbeziehung der Freiwilligen – einsetzen mögen, wofür das Wikiversum Weltcafé unseres Erachtens ein gutes und konstruktives Beispiel ist.

(25.04., Jo. | Bemerkung: Die drei Schlußfragen und -antworten sind die sinngemäße Wiedergabe eines Gesprächs, das eine teilnehmende Archivarin gegen Ende der Veranstaltung mit dem Berichterstatter und teils einem weiteren Bremer Wikipedianer geführt hat.)

Nachtrag: Das nächste Wikiversum Weltcafé findet am 9. Juni 2018 im KIT-Archiv in Karlsruhe statt (siehe Veranstaltungs­ankündigung von Joachim Kemper vom VdA-Arbeitskreis „Offene Archive“ im Weblog Archivalia vom 14. April 2018). Also, Wikipedianer aus Karlsruhe „und Umzu“ und vom Karlsruher Wikipedia-Stammtisch: Kümmert euch, mischt euch ein, bringt euch ein ... ;-)

Vielzüngige Mithelfer[Quelltext bearbeiten]

Gerade habe ich Hans Magnus Enzensbergers brandneues Buch Überlebenskünstler – 99 literarische Vignetten aus dem 20. Jahrhundert ausgelesen. Eine sehr angenehm zu lesende, zutiefst ungerechte Auslese von drei- bis fünfseitigen biografischen Kurzessays über Dichter, die die Katastrophen des 20. Jahrhunderts überlebt haben. Viele kannte er (und verzichtet natürlich nie darauf, das gebührend zu erwähnen), nicht alle mochte er, seine höchst subjektiven Urteile sind fast immer amüsant und manchmal auch erhellend. Nachdem ich ein paar schöne Stunden damit verschmökert und immer wieder mal gestaunt hatte, wen ich alles nicht kenne, kam ich vor zehn Minuten auf der letzten Seite an. Was ich dort gefunden habe, möchte ich der Wikipedia nicht vorenthalten:

„Dank an die halb, ganz oder gar nicht gelesenen Bücher; an die Paris Review, die seit mehr als einem halben Jahrhundert auf ihrem eigenen Olymp ihre Lieblingsautoren ausgefragt hat; und an die vielen ungenannten und vielzüngigen Mithelfer der Wikipedia. Ihre polyglotten Versionen verdienen es, miteinander abgeglichen zu werden; denn sie bilden, absichtlich oder unfreiwillig, die Vorlieben und die Grenzen ihrer eigenen Kultur ab.“

Dank auch, stellvertretend für die ungenannten und vielzüngigen Mithelfer, an Enzensberger für diese Laudatio. Mpr, 23. April 2018

Kein ganz gewöhnlicher Sonntag[Quelltext bearbeiten]

Und es begab sich, dass die Wikimedia-Organisatoren sich wie fast jedes Jahr seit längerer Zeit im Frühjahr in Berlin trafen. Mittlerweile ist eine Sache zur lieb gewonnenen Tradition geworden: DerHexer macht eine Stadtführung durch Berlin. Ich kann nicht ansatzweise abschätzen, bei wie vielen Gelegenheiten er das mittlerweile schon getan hat und auch nicht wie viele Personen dabei seine Begleiter waren. Nicht einmal, wie viele Nationen dabei vertreten waren. Auf jeden Fall sind diese Führungen einer der Gründe, warum DerHexer so gut international vernetzt ist. Dabei ist er einerseits gnadenlos sowohl sich als auch seinen armen „Opfern“ gegenüber. Andererseits machen manche der Teilnehmer die Tour mittlerweile jedes Jahr mit, also muß es schon ein Erlebnis sein.

WikiBär von außen

Dieses Jahr haben wir uns in der Berliner Wiki-Community gedacht, da setzen wir noch eins drauf. Seit etwa einem Jahr bespielen wir nun das WikiBär und ich wage zu behaupten, daß es ein wichtiger Ort des Socialising der regionalen Community geworden ist. Und ich wage zudem zu behaupten, daß diese Treffpunkte und Treffen eines der mittlerweile wichtigen und belebenden Elemente des Wiki-Lebens geworden sind. Natürlich fällt immer wieder auch Arbeit an und diese machen wir, so weit und so gut es halt geht, natürlich selbst. Es war also schon länger geplant, dieses Wochenende wieder mal einen „Subbotnik“ (ja, ich weiß, aber es war halt am Sonntag) einzulegen. Während ein Gutteil von uns (DCB, Ghilt, Kenny McFly und ich) putzte und scheuerte, fegte, wienerte, abwusch etc., strich SDKmac derweil in unserem Fotoraum die Decke schwarz.

der obere Bereich vor der Schlacht am Buffet

Während wir also im „Bär“ beschäftigt waren, führte DerHexer zusammen mit MB-one die Berlinbesucher-Gruppe durch die Stadt. Am Ende sollte das WikiBär der krönende Abschluß des Abends werden. Nach dem Putzen, mittlerweile waren auch Wsulfurhluyr samt Schwester angekommen, die bei den weiteren Vorbereitungen mit großem Fleiß mithalfen, wurde gekocht, geschält, geschnibbelt und gedeckt. Immerhin erwarteten wir doch vielleicht bis zu 30 internationale Gäste. Etwa so viele hatten sich angemeldet, aber man weiß ja nie, ob am Ende auch wirklich alle die Tour mitmachen. Tja. Und dann, als die Gruppe endlich erschöpft ankam, waren wir am Ende … – gut 60 Personen. Also knapp das Doppelte der geplanten Zahl. Und damit hatten wir auch das Maximale erreicht, was unser kleines, eintoilettiges „Bärchen“ mitmacht. Nichtsdestotrotz haben wir am Ende alle Leute satt bekommen. Alle haben einen Platz gehabt, alle konnten sich unterhalten und man konnte das Gefühl haben, endlich mal befreit über Dinge zu reden, die sie selbst wirklich interessieren, statt an feste Pläne gebunden zu sein. Für uns Berliner war das alles natürlich die ganze Zeit viel Arbeit. Wie etwa reagieren, wenn 60 Leute da sind, aber nur 30 Teller vorhanden sind? Die meisten von uns kamen gegen 22:00 Uhr das erste Mal etwas zur Ruhe. Aber das ist guter Streß!

Mehr als einmal kam die Rückfrage, ob das wirklich der Raum der lokalen Community sei, und nicht doch ein Büro von WMDE. Und nicht selten klang das Bedauern durch, daß man solche Möglichkeiten in den Heimatländern nicht habe. Hier ist nicht der Ort, über die WMF und deren gezieltes Kleinhalten der nationalen Communities zu lamentieren, aber offenkundig war schon, daß viele der Teilnehmer der Meinung waren, daß solche lokalen Stützpunkte auch ihren Communities durchaus weiterhelfen würden. Was auf alle Fälle immer wieder durchkam, war der Dank an die Berliner Community und die Freude doch mehr oder weniger überraschend für viele der Teilnehmer, einen so gelungenen Abend zu verbringen. Und ich denke, ich kann wirklich sagen, daß die „WikiBärler“ die deutsche und auch die deutschsprachige Wiki-Gemeinschaft würdig vertreten haben. Und dabei hatten wir selbst auch noch so viel Freude. Und einmal mehr vielen Dank an alle von euch, die so viel Arbeit in das Gelingen des Abends aber auch sonst in das Wikibär gesteckt haben. Ihr seid wirklich toll und ich bin ehrlich dankbar, daß ich einer von euch sein kann. MC, 23. April 2018

WikiCon 2018 vom 5. bis 7. Oktober in St. Gallen[Quelltext bearbeiten]

WikiCon 2018!
Stiftskirche St. Gallen

Wir müssen zugeben – es hat lange gedauert, die optimale Location für die WikiCon 2018 zu finden. Wir sind zwar früh mit voller Energie gestartet, aber die Ausarbeitung der Details und die Vertragsverhandlungen haben sich hingezogen. Aber jetzt können wir zufrieden und mit bester Überzeugung bekanntgeben:

Die WikiCon 2018 wird vom 5. bis 7. Oktober in St. Gallen in der Ostschweiz stattfinden. Wir werden in der Kantonsschule am Burggraben zu Gast sein. Dieses Gymnasium bietet uns geeignete Räumlichkeiten an guter Lage und in interessanter Umgebung. Wir sind im Zentrum der Hauptstadt des Kantons St. Gallen, in unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt und dem UNESCO-Welterbe Stiftskirche und Stiftsbibliothek.

Mit der Wahl der Kantonsschule treten wir in die Fussstapfen diverser früherer WikiCons in Bildungseinrichtungen, beginnend mit der allerersten, die noch unter dem Namen Skillshare in der Wilhelm-Raabe-Schule in Lüneburg stattfand. Das Gymnasium bietet reichlich Platz und vielfältige Räumlichkeiten für eine grössere Besucherzahl. Das Bildungsinstitut ist bereits über 150 Jahre alt und zählt zum nationalen Kulturgut der Schweiz.

In den vergangenen Monaten hatten wir noch mehrere andere Veranstaltungsorte in der ganzen Schweiz ins Auge gefasst und begutachtet. So hätte es in Fiesch im Kanton Wallis geeignete Räumlichkeiten gegeben (mit eigener Bahnhaltestelle), und die alpine Umgebung hätte alle Schweiz-Klischees bestens bedient ;-) Aber die periphere Lage und unsere Vorstellung von einer in der Öffentlichkeit stärker präsenten WikiCon haben uns von diesem Ort absehen lassen. Auch der Wunsch, die WikiCon etwas näher an Deutschland und Österreich durchzuführen, hat zu dieser Entscheidung beigetragen. In Winterthur im Kanton Zürich haben wir gleich zwei vielversprechende Locations unter die Lupe genommen. Beide konnten wir aber letztlich aus diversen Gründen, unter anderem Preis- und Kapazitätsfragen, nicht berücksichtigen. Bei einem Kongresszentrum mit Industriecharme des frühen 20. Jahrhunderts in Baden im Kanton Aargau war der preisliche Aspekt für uns ebenfalls ausschlaggebend, diese Idee nicht weiter zu verfolgen. Auch weitere Örtlichkeiten in St. Gallen und anderswo waren zu «luxuriös» und nicht recht dem Geist einer WikiCon entsprechend.

Unter Wikipedia:WikiCon 2018 werden detaillierte Informationen folgen. Ihr könnt dort gerne auch eure Fragen stellen. Wie üblich kann man unter Wikipedia:WikiCon 2018/Anmeldung schon mal unverbindlich die Absicht kundtun, teilzunehmen – die offizielle und verbindliche Anmeldung über das Onlineformular wird rechtzeitig eingerichtet. Für das Orgateam: Gestumblindi, 18.4.

Und es geht doch vorwärts[Quelltext bearbeiten]

WLE Austria Logo (transparent).svg

Wiki Loves Earth ist nach Wiki Loves Monuments der zweite große Fotowettbewerb des Jahres unserer Community. Der Kurier berichtete einige Male über die Schwierigkeiten, den Wettbewerb in diesem Jahr überhaupt zu starten: Wollen wir, oder wollen wir nicht? und nach kaum einer Reaktion: Breaking News: WLE 2018 (Der Fotowettbewerb Wiki Loves Earth 2018 fällt in diesem Jahr in Deutschland aus).

Diese Negativmeldung hat doch einige Wikipedianer aufgerüttelt. Es fand sich eine Orga zusammen, die den Wettbewerb zum Laufen brachte. Nachdem die Hauptprobleme (Juryort und -datum) geklärt waren, konnte sich jeder Benutzer um einen Juryplatz bewerben.

Erfreulich: Es gibt zehn Kandidaten für acht Plätze: Erfreulich? In einigen Diskussionsbeiträgen wird diese Wahl als unnötig angesehen, aber so lautet der von WMDE genehmigte Förderbescheid nun einmal.

Also: Ab Mitternacht vom 18. April 2018, 00:00 Uhr bis zum 1. Mai 2018, 24:00 Uhr kann jeder, der die Bedingungen (übernommen von Wiki Loves Monuments 2015) erfüllt, seine Favoriten wählen.

Noch ein also: Bitte beteiligt euch an der Wahl, es war schwer genug, diesen Wettbewerb überhaupt zu starten. Und da auch sehr viele Noch-Nicht-Wikipedianer jedes Jahr teilnehmen, halte ich diesen Fotowettbewerb für sehr wichtg.

Hier geht es zur Wahl. Nf, 17. April 2018

Wikipedia im Reich der Mitte, das soziale Kapital und der Grosskonzern[Quelltext bearbeiten]

Gottlieb-Duttweiler-Statue in Rüschlikon

Adele und Amelia schwammen einst auf den Weltmeeren, Gottlieb Duttweiler, von den Schweizern liebevoll Dutti genannt, erst mal nur im Zürichsee, dafür aber mit Strohhut. War der Versuch, eine Reederei unter Schweizer Flagge zu betreiben auch nicht sehr erfolgreich (Adele und Amelia wurden nach 14 Jahren 1966 verkauft), waren Duttis Aktivitäten in der Schweiz meist vom Glück bestimmt. Migros ist heute ein Großkonzern, während Adele (auch Amelia?) 1980 im fernen China abgewrackt wurden. Die Schiffe sind vergessen, doch Dutti ist in der Migros-Welt immer noch irgendwie präsent.

Wikipedia besuchte diese Welt vom 12. bis zum 15. April und stöberte nicht nur in deren Archiv. China kommt vielleicht später mal dran. Aus nichtschweizer Sicht ist Migros ein Phänomen, das schwer verständlich ist. Kann man sich Aldi oder Lidl als Genossenschaftsbund oder Mäzen im Kulturbereich und als Sponsor für Volksbildung vorstellen? Natürlich ist jeder Konzern auch kritisch zu betrachten und in einer Enzyklopädie möglichst ausgewogen und distanziert zu beschreiben. Und so versuchte ein gutes Dutzend Wikipedianer und Wikipedianerinnen aus der Schweiz und Deutschland dem Phänomen auf die Pelle zu rücken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zahlreiche Fotos entstanden, migrosspezifische Wikipediaartikel wurden neu verfasst, überarbeitet und bebildert, und die Teilnehmer dieser GLAM-on-Tour-Station kamen in Zürich in den Genuss einer perfekten Organisation durch den Verein Wikimedia CH, der in Zusammenarbeit mit dem Migros-Kulturprozent Vorträge, Besichtigungen und öffentliche Podiumsdiskussionen über Archive von Industrieunternehmen, deren Zugänglichkeit für die Forschung und natürlich Wikipedia veranstaltete.

Auch das auf Gegenwartskunst spezialisierte Migros-Museum mit seinen die Sinne herausfordernden Raum-und Klanginstallationen wurde ausgiebig besichtigt. Ist der Hochhauskomplex am Zürcher Limmatplatz in seiner Siebzigerjahre-Tristesse äußerlich eher deprimierend, bietet doch sein Inneres viele Möglichkeiten zum Shopping, für Veranstaltungen und Schreibarbeit. Der Besuch in der Denkfabrik Gottlieb-Duttweiler-Institut in Rüschlikon war aber das visuell Eindrucksvollste für die Schreiberlinge. Die Noblesse einer zurückhaltenden modernen Architektur (Architekt bisher nicht bekannt) mit hellen Seminarräumen, drumherum ein grüner Volkspark, machte gute Laune. Und die auf einem kleinen Hügel stehende lebensgroße Bronzeskulptur, die den Gründer in jovialer Geste darstellt, der aber etwas zwischen jungen Lärchen versteckt ist, passte absolut ins Ambiente. Spielende Kinder und ein unvermeidlicher, immer wieder beeindruckender Ausblick auf ein schneebedecktes alpines Bergpanorama, das im Vordergrund natürlich auch immer den Zürichsee bereithält, lässt kurz an den charismatischen Schweizer Schwimmer in einer Zeit des Aufbruchs denken, dem zwar vieles, aber doch nicht alles gelang. Sc, 16. April 2018

Kleine Helferlein: Taxoboxen in Wikipedia und WikiData[Quelltext bearbeiten]

Taxoboxen gehören, gemeinsam mit den Paläoboxen, zu den ältesten Infoboxen der Wikipedia und stellen seit vielen Jahren einen Standard dar, der in allen Artikeln zu Tieren, Pflanzen und anderen Organismen sowohl in der deutschsprachigen Wikipedia wie auch in den meisten anderen Sprachversionen zu finden ist. Die Box zeigt in allen Artikeln die taxonomische Zuordnung der Organismen und wird von Wikipedianern seit ihrer Einführung in den Anfangstagen der Wikipedia pedantisch gepflegt. In der deutschsprachigen Wikipedia existieren beispielsweise Taxonomielisten zu verschiedenen Organismengruppen, die mehr oder weniger regelmäßig auf die jeweils aktuelle Taxonomie abgestimmt und via des von Cactus26 gesteuerten Taxobots bei allen Artikeln abgeglichen werden. Die von aka regelmäßig gemeinsam mit anderen erstellte Wartungsliste Artikel ohne Taxobox zeigt Artikel auf, in denen die Box fehlt oder das Fehlen nicht mit einer entsprechenden Vorlage begründet ist. Die ebenfalls von aka erstellte Wartungsliste abweichende deutsche Rangnamen zeigt Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Bezeichnungen innerhalb der Taxoboxen auf. Beide Wartungslisten sind erfreulicherweise nach einem Botlauf in der Regel relativ leer und werden rasch abgearbeitet.

Altai-Pfeifhase
Ochotona alpina, алтайская пищуха..jpg

Altai-Pfeifhase (Ochotona alpina)

Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
Art: Altai-Pfeifhase
Wissenschaftlicher Name
Ochotona alpina
(Pallas, 1773)

Schaut man sich die Box genauer an, stellt man fest, dass sie eigentlich nur wenige Daten enthält, die teilweise aufeinander aufbauen. Neben dem Namen des Taxons und einem entsprechenden Bild zeigt sie im Wesentlichen die verschachtelte Einordnung in die Taxonomie anhand wissenschaftlicher und deutscher Benennung (festgelegt über sechs Ebenen) sowie die Bezeichnung des wissenschaftlichen Erstbeschreibers und des Erstbeschreibungsjahres (letzteres nicht bei Pflanzen). Vor allem bei den Tierarten kommt als zusätzlicher Marker eine Klammer hinzu, die bei vielen Taxa um den Beschreiber und das Jahr reicht. Diese Klammer weist auf eine Umkombination hin und wird dann genutzt, wenn die Art nach der wissenschaftlichen Erstbeschreibung in späteren Bearbeitungen einer anderen oder neuen Gattung zugeordnet wurde. Gerade diese Klammer stellt allerdings eines der Hauptprobleme in der Wikipedia dar: Sie wird häufig vergessen (auch in den genutzten Quellen) oder gerade von Laien fälschlich gesetzt, weil die Bedeutung nicht bekannt ist. Eine automatisierte Kontrolle ist nahezu unmöglich, daher fanden in der Vergangenheit immer mal wieder ad-hoc-Aktionen statt, in denen ganze Artengruppen korrigiert wurden (zuletzt durch Toxoplasma II., danke dafür).

Darstellung einer Taxobox in Wikidata

In Wikidata sieht die Situation deutlich anders aus. Hier werden nicht nur Items für aktuell als gültig anerkannte Taxa angelegt, sondern eigentlich grundsätzlich für jedes wissenschaftliche Taxon, das irgendwann einmal Bestand hatte. Es gibt also entsprechend zumindest theoretisch Einträge sowohl für die aktuell gültige Bezeichnung einer Art (so man von einer solchen sprechen kann) sowie von allen heute als Synonym eingeordneten Taxa, die dann entsprechend untereinander verlinkt werden. Um dies zu ordnen, existieren Bezeichner (properties) wie „taxonomische Synonyme“ und „Erstkombination“ (für die Bezeichnung, die ein Erstbeschreiber gewählt hat) zu den einzelnen Einträgen. Der einzige mir bekannte Benutzer, der darüber einigermaßen den Überblick behält, ist wohl Succu, dessen SuccuBot unermüdlich durch den Wald von aktuell fast 2,5 Millionen Einträgen forstet.

SPARQL-Abfrage zur Korrektur der Umklassifizierungen

Der Autor dieser Zeilen leistet einen geringen Beitrag, den Wald zu ergänzen und zu erweitern, indem er die meistens fehlenden Erstbeschreiber, Erstbeschreibungsjahre und Umkombinationen einträgt und gelegentlich Taxonomielisten als Futter für den Succubot erstellt. Eine große Hilfe dabei ist mir das von FelixReimann zur Verfügung gestellte Skript „Taxobox“, das mir unter jedem Taxon-Item eine automatisch generierte Taxobox zum Abgleich erstellt (an einigen Stellen hat der Benutzer wohl Magie verknüpft). Mein neuestes Spielzeug ist eine von Lucas Werkmeister aus dem Wikidata-Team von WMDE in SPARQL generierte Wartungsliste, die mir alle Tierarten ausspuckt, deren Erstbeschreibungsjahr älter ist als das der übergeordneten Gattung und bei denen der Qualifier „Umkombination“ fehlt. Bei diesen Einträgen handelt es sich entsprechend entweder um fehlerhafte Einträge oder um solche, bei denen die Umkombination = Klammer noch fehlt. Langfristig würde ich mir wünschen, dass eine solche Arbeit auf Wikidata auch in die Wikipedia zurückfließen kann und als Wartungsinstanz aufwändige Arbeiten unterstützen kann.

Als Autor dieser Zeilen hoffe ich, die Hintergründe eines seit langem als normal angesehenen Tools unserer Artikel und Autorenarbeit mal wieder ins Bewusstsein rufen zu können und vor allem, auch darzustellen, was eigentlich alles so hinter einer simplen Taxobox passiert und wie viele Leute da eigentlich an der Wartung und Pflege im alltäglichen Wikipedia-Geschäft mit herumwerkeln. Achim Raschka, 12.4.

Der unverhoffte Blick in das Original (Kleine Freuden Teil 26)[Quelltext bearbeiten]

Zur Mitmach-Reihe Kleine Freuden im Kurier siehe den Kurzartikel in Ausgabe 11/2015. Auch Dein Beitrag ist willkommen!
Der originale Atlas Blaeu aus dem 17. Jahrhundert in der Prädikanten-Bibliothek zu Isny

Vor wenigen Monaten recherchierte ich für meinen neuen Artikel Atlas Blaeu-Van der Hem aus einem Themenbereich, der mir bis dahin ziemlich fremd war. Dabei erfuhr ich unter anderem, dass der in Amsterdam entstandene mehrbändige Atlas Blaeu im 17. Jahrhundert das teuerste Buch auf dem Markt war. Der Atlas bildete für den wohlhabenden Kaufmann van der Hem den Grundstock seiner umfangreichen wertvollen Kartensammlung, von der mein neuer Artikel handeln sollte. Dies zur Vorgeschichte.

Am vergangenen Wochenende nahm ich an einem Wikipedia-Projekt in Isny im Allgäu teil. Dabei stand eine Führung durch die Prädikantenbibliothek in der Nikolaikirche auf dem Programm. Staunend standen wir in einem kleinen Raum mit hunderten bibliophiler Kostbarkeiten dicht an dicht in den Regalen – ohne Glaskasten, elektronische Klimasteuerung oder ähnliche Schutzmaßnahmen.
Als unser Führer gegen Ende der Veranstaltung sagte: „Und wenn Sie möchten, zeige ich Ihnen jetzt noch den Amsterdamer Atlas!“, traute ich kaum meinen Ohren. Und wahrhaftig: Er zog ein Original-Exemplar des Atlas Blaeu hervor, schlug ihn für uns auf und blätterte mit behandschuhten Fingern vorsichtig die Seiten um. Da lag es vor mir: plötzlich und gänzlich unerwartet, das großartige Kartensammelwerk, von dem ich bisher nur gelesen und in meinem Artikel geschrieben hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Atlas jemals im Original zu Gesicht bekommen würde – die Freude war entsprechend groß! Maimaid, 12.4.

Wikipedia ist kein Beleg … oder etwa doch?[Quelltext bearbeiten]

Ein nicht ganz bierernstes, aber ritterliches Plädoyer für die Einhaltung der von uns selbst gestellten Belegkriterien

Es begab sich zu einer Zeit, als ein edler Ritter Herolde ausschickte, um mutige Mitstreiter bei einer arbeitsintensiven Queste zu finden, die zum Ziel hatte, offensichtliche Missstände zu beseitigen. Erfreulicherweise folgten viele und fleißige Helfer diesem Ruf – etwas, das heutzutage in der de-WP nicht mehr selbstverständlich ist. Doch zum Verdruss des Autors dieses Textes wurden die vielen fleißigen Helfer schlecht oder möglicherweise gar nicht darin unterwiesen, wie sie den zahlreichen Übeln zu begegnen haben. Leider sind wohl viele von ihnen dem Irrglauben verfallen, dass der Inhalt eines Wikipedia-Artikels als Beleg für die Änderung eines anderen Wikipedia-Artikels ausreicht. Höret her, ihr fleißigen Helfer! Dem ist nicht so! Bitte haltet ein mit Änderungen, die sich ausschließlich auf den Inhalt von (anderen) WP-Artikeln gründen. Es ist ein sehr hehres Ansinnen, Artikel einer Sprachversion derart zu bearbeiten, dass sie inhaltlich konsistent sind, doch bedarf es nach den gemeinschaftlich erarbeiteten Richtlinien mehr als „Ich hab’ da mal in ’nem anderen WP-Artikel was gelesen und glaube, das ist richtig, deshalb ändere ich das jetzt hier, damit das gleich ist“. Ritter, Damen, Edelleute! Wie zur Hölle kommt ihr auf diese abwegige Idee? Es gilt für alles und jeden: Wikipedia ist keine Quelle. Auch wenn Ihr euch gern abschätzig darüber äußert, bitte haltet euch daran! Ihr findet einen Widerspruch, habt aber keine zuverlässige Informationsquellen, um den Widerspruch aufzulösen? Dann ist ein Hinweis auf den Diskussionsseiten der entsprechenden Artikel oder (wenn’s denn auffälliger sein soll) die Vorlage:Widerspruch das Mittel der Wahl. Aber erspart es doch bitte einem ollen Ritter wie mir, Begründungen wie „[…] anhand des Artikels korrigiert“ oder ohne jegliche Belegangabe „dat korr“ lesen zu müssen. Das können wir (schon lange) um Einiges besser! SirG, 11.4.

Schwarzach und die Blauen[Quelltext bearbeiten]

Blick auf Schwarzach in Vorarlberg.

Es ist eine schöne Posse aus dem aktuellen Landtagswahlkampf in Salzburg: Auf der Website des Ortsverbands der FPÖ (Archivlink) in Schwarzach im Pongau ist seit mindestens 2016 ein Foto zu sehen, das leider nicht die erwähnte Marktgemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau zeigt, sondern die etwa 300 Kilometer entfernt liegende Gemeinde Schwarzach in Vorarlberg im Bezirk Bregenz. Das fragliche Foto stammt von dem hochverdienten Commons-Fotografen Böhringer, dem wir zahllose ausgezeichnete Fotos aus dem Alpenraum verdanken und dessen Nennung der offenbar ortsunkundige FPÖ-Webmaster gleich ebenfalls vergessen hat.

Entdeckt hat den doppelten Lapsus der uns ebenfalls wohlbekannte Administrator (und überzeugte Vorarlberger) Plani, der sich insbesondere um Artikel über die Politik seiner Heimat bemüht. Sein Tweet zum Thema sorgte für viel Heiterkeit auf Twitter und die Geschichte wurde mittlerweile auch von den Medien aufgegriffen: Während Die Presse augenzwinkernd meint, so etwas könne ja schon einmal passieren, zitiert der ORF einen sauertöpfischen FPÖ-Sprecher, es gebe „dringendere Probleme“. Einen besonderen Beigeschmack gewinnt die Angelegenheit dadurch, dass sich die FPÖ selbst als „Heimatpartei“ bezeichnet – und sich offenbar in ihrer eigenen Heimat nicht so recht auskennt, wie Der Standard hervorhebt.

Anlass für die Verwechslung war wohl, dass wir vom „richtigen“ Schwarzach (dem im Pongau) leider noch kein schönes Panoramafoto haben. Höchste Zeit für eine kleine Fotoexkursion, sobald es wieder etwas grüner ist, oder? Bis dahin lohnt vielleicht ein Blick auf Dutzende weitere Artikel zum Thema Schwarzach. Gnom, 11.4.

Pompeji und der ganze Rest (Große Freuden Teil 1)[Quelltext bearbeiten]

Seit einiger Zeit gibt es die Mitmach-Reihe Kleine Freuden im Kurier. Manchmal ist die Freude aber gar nicht so klein. Also versuche ich mal, meiner großen Freude Ausdruck zu verleihen.

DerHexer begutachtet das Innenleben von Castel del Monte.

Heute ist einer der doch seltenen Tage, wo einer meiner maßgeblich gestalteten Artikel der Artikel des Tages auf der Hauptseite ist. Pompeji. Mein Beitrag für den Schreibwettbewerb im Frühjahr 2006 war damit zum zweiten Mal Artikel des Tages. Pompeji begleitet mich schon lange. Das erste Buch, das ich mir nach der Wende in West-Berlin kaufte, war Michael Grants Führer zu Pompeji und Herculaneum. Schon im ersten Semester meines Studiums hatte ich ein Proseminar bei Alfred Schäfer zu Pompeji. Zum Macellum von Pompeji hielt ich mein erstes Referat an der Uni, und zugehörig schrieb ich meine erste Hausarbeit. Später war diese Hausarbeit eine von nur zweien, die ich zu einem Wikipedia-Artikel umgearbeitet hatte. Um den Hauptartikel zu Pompeji entstanden damals noch diverse weitere, vor allem die modernen Erforscher, aber auch die antiken Bewohner hatten es mir angetan. Später bin ich dann in andere Bereiche der Archäologie gewandert. Und es blieb dabei – gesehen hatte ich Pompeji noch nicht. Italien südlich von Rom blieb mir unbekannt. Andere Regionen der Mittelmeerwelt habe ich mittlerweile bereist, darunter gemeinsam mit Jonathan Groß und DerHexer vor fast genau 10 Jahren mit einer Studiengruppe Jonathans weite Teile Griechenlands. Aber kein Pompeji.

Der Reiseleiter Michael Meier-Brügger (der links ;) – und er ist wirklich so freundlich wie er aussieht).

Nun war es aber so, dass sich im März dieses Jahres die Möglichkeit ergab, wieder gemeinsam mit dem Hexer an einer Studienreise teilzunehmen. Organisiert von niemand geringerem als dem weltweit renommierten Indogermanisten Michael Meier-Brügger und seiner Frau gab es die Rundreise NeapelBariTraniCannaeCastel del MonteAltamuraMateraLecceOtrantoTarentMetapontPolicoro/HerakleaSybarisCrotoneLocri/Lokroi Epizephyrioi – Reggio CalabriaElea/Veleia – Paestum/Poseidonia – PompeiHerculaneumPhlegräische Felder (Baiae, Cumae (Grotte der Sibylle), Pozzuoli/Puteoli) – Ischia und wieder Neapel. Genau. Pompeji. Und Herculaneum.

DerHexer in gewohnter Pose mit seinem liebsten Motiv, wenn gerade kein Laokoon in der Nähe war.

Die Zusammensetzung der Gruppe war nicht ganz so, wie ich es zunächst erwartet hatte. Es war keine Studiengruppe, ich mit über 40 war der Drittjüngste, der Hexer war die Nummer zwei. Ebenfalls Teil der sehr gemischten Gruppe waren der Philosophiehistoriker Wilhelm Schmidt-Biggemann und des Hexers liebster Lehrer Norbert Blößner. Nach den zwei Wochen verstehe ich auch sehr gut, warum er ihn so sehr schätzt. Alles in allem war es eine sehr interessierte Gruppe. Relativ schnell gehörten der Hexer und ich zu den zentralen Gestalten der Bus-Bespaßung. Immerhin waren manchmal längere Strecken zu überbrücken, die zum Teil mit Referaten, kleinen Lesungen oder auch (antiken) Rätseln gefüllt wurden. DerHexer hielt einen dreistündigen Einführungsvortrag zu Wikipedia (und nur sehr wenige der Teilnehmer sind dabei eingeschlafen, ey, isch schwör'!), ich wurde eingespannt, um eine Einführung in die griechische Vasenmalerei zu geben. Und wie sich hinterher raus stellte, wurde wirklich zugehört. Beim folgenden Museumsbesuch kamen ohne Übertreibung fünf Reiseteilnehmer, um mir von den Fischtellern zu erzählen, die sie in der Sammlung gesehen hatten. Und später im Bus noch zwei weitere. Das Interesse war wirklich sehr groß. Überhaupt bin ich ganz schnell zum Fachmann für alle archäologischen Sachfragen erklärt worden, womit ich nur noch langsam durch die Museen kam *gg*. Aber das war OK. Auch DerHexer als Altphilologe wurde kurzentschlossen zum archäologischen Fachmann erklärt. Zudem erkannte man uns ohnehin schon immer von weitem – wir waren da, wo die Kameras immer klickten ;). Commons kann sich also schon einmal auf tausende neue Bilder freuen.

Der Autor finally reached Pompeji – und auch wenn er so aussieht, noch regnet es nicht.

Ja. Und am 20. März waren wir dann endlich in Pompeji. War ich endlich in Pompeji. Der Höhepunkt der Reise. Der Höhepunkt (bis dahin, ab jetzt gibt es neue Ziele zu erreichen) eines archäologisch geprägten Lebens. Am Abend zuvor haben der Hexer und ich noch für alle Interessierten eine einstündige Einführung in die Geschichte und Entdeckungsgeschichte Pompejis sowie die Wandmalereien gegeben. Alle kamen. Und die Stunde war am Ende wie so oft auch stark überzogen. Leider hatten wir in Pompeji selbst nur drei Stunden Zeit, um vom Südosten (Amphitheater) in den Nordwesten (Mysterienvilla) zu kommen. Zu allem Überfluss begann es auch noch nach gut der ersten Stunde mit einem nervenden Dauerregen. Dennoch ließen wir uns nicht groß davon beeindrucken. DerHexer hat gefühlt jedes Fresko fotografiert.

DerHexer und sein Laokoon.

Und es war wunderschön zu sehen, wie sehr er sich freuen kann. Zuerst, als das Haus des Menander nicht wie von ihm befürchtet verschlossen war und wenig später, als er auch noch das von ihm gesuchte Fresko mit der Laokoon-Darstellung gefunden hatte (ein exzellenter Artikel aus seiner Feder). Zwei Tage später kannte die Freude dann gar keine Grenzen mehr, als er im Archäologischen Nationalmuseum Neapel auch noch die zweite Wandbilddarstellung aus der Casa di Laocoonte zu diesem Thema fand. Nicht weniger als dreimal fand er dann auch noch ein Publikum für eine 15-minütige Einführung in die Laokoon-Thematik *gg*. Wir hetzten also bei Regen durch die Ruinen und dennoch ist der Eindruck, den die Reste dieser Stadt hinterlässt, überwältigend. Am Ende mussten wir fast rennen. Somit habe ich leider kaum noch Zeit für „mein“ Macellum und den Rest des Forum und gar keine Zeit mehr für die Nekropole gehabt. Aber somit bleibt noch etwas für einen zweiten Besuch. Und der lässt hoffentlich nicht noch einmal fast 30 Jahre auf sich warten.

Jens Holzhausen vor dem Nestorbecher auf Ischia.

Da er lieber zur Admincon fuhr, verließ uns (und vor allem mich!) DerHexer schon zwei Tage eher. Somit verpasste er den Ausflug nach Ischia zum berühmten Nestorbecher (natürlich neue, bessere Bilder gemacht, auch dank des freundlichen Aufsehers, der extra die Jalousie herunter ließ, um die Spiegelungen zu verringern). Extra dafür kamen Jens Holzhausen (der einen einführenden Vortrag hielt, in dem er die Theorie vertrat, die Inschrift sei als Werbung zu verstehen, dem Michael Meier-Brügger und vor allem ich auf das heftigste widersprachen ;)), der zur Inschrift auf dem Becher forscht und zwei seiner Lehrerkolleginnen zur Gruppe hinzu. Eine davon war die Leiterin der Lehrerfortbildung in Bayern, die mir erklärte, daß sie ihren Schülern durchaus nahe legt, Wikipedia als erste Einführung zu nutzen. So wie wir das auch sagen. Als Startort ist Wikipedia gut, das letzte Ziel sollte sie möglichst nicht sein. Überhaupt wurden DerHexer und ich ob unserer Wikipedia-Arbeit und Wikipedia selbst überaus positiv gewürdigt. Michael Meier-Brügger hat kaum einen Tag vergehen lassen, ohne aus Wikipedia zu zitieren. Seine Frau hat sich einmal im Scherz entschuldigt, nicht aus einem Wikipedia-Artikel, sondern der Originalquelle vorzulesen. Ich kann gar nicht sagen, wie oft die Worte „was sagt Wikipedia dazu“ gefallen ist. „Da draußen“ nimmt man uns durchaus ernst und respektiert das, was wir hier tun, sehr. MC, 6.4.

State of the Union[Quelltext bearbeiten]

Kapitol, Ostseite

Zum Zustand der Union spricht einmal jährlich der amerikanische Präsident, und etwa einmal im Jahr wirft auch das WikiProjekt Vereinigte Staaten einen Blick auf den Zustand des Projektes. Und da fällt vor allem auf, daß mit Benutzer:Scooter im vergangenen Jahr eine der Stützen des Projekts administrativ vergrault wurde und mit Benutzerin:Angelika Lindner eine weitere sehr aktive Benutzerin ihre Aktivität stark zurückgefahren hatte. Und klar fehlen auch die gelegentlich streitbaren, aber immer kompetenten Bearbeitungen des Benutzers, der hier einst als Janneman aktiv war.

Auffällig – geradezu ungewöhnlich – sind übrigens die drei roten Orte Dedham, Newfields und Reading im Artikel zur kürzlich verstorbenen Anita Shreve, hat man doch seit Jahren das Gefühl, daß der Grad der Fertigstellung in den Neuenglandstaaten besonders hoch sei. Der direkte Vergleich zur englischen Wikipedia fällt allerdings noch immer schwer, unter anderem weil die einander zugeordneten Kategorien nicht wirklich zueinander passen und es mühselig ist, der Wikidata-Community die grundlegenden konzeptionellen Unterschiede zwischen bspw. Kategorie:Ort in Massachusetts und Category:Cities in Massachusetts begreiflich zu machen. Tatsächlich müßte die deutsche Kategorie mit der englischen Category:Populated places in Massachusetts verbunden sein, die ihrerseits wiederum zu viel Schrott enthält – etwa Category:Fictional populated places in Massachusetts‎ (fiktive Orte gehören nicht zu realen Orten), Category:National Register of Historic Places in Massachusetts by populated place‎ (Baudenkmäler und historische Stätten sind keine Orte) oder Category:Metropolitan areas of Massachusetts‎ (Statistikgebiete sind keine Orte) –, um mit der hiesigen Ortskategorie verbunden zu werden.

Laut englischer Wikipedia gibt es 295 Towns und 56 Citys in Massachusetts, unsere 2004 erstellte Liste der Städte in Massachusetts wirft noch immer beide zusammen und führt 71 Städte, und die hochredundante Liste der Städte in Massachusetts nach Einwohnerzahl führt nur die 24 Städte, die 2008 mehr als 50.000 Einwohner hatten. Solche Schrottlisten hatten wir einst in fast allen Bundesstaaten, vor allem weil die frühen Listenanleger das Konzept Town/City nicht verstanden haben. In vielen Bundesstaaten haben wir diese Fehler aus der Anfangszeit bereinigt, und es steht zu hoffen, daß auch die Massachusetts-Listen bald in eine sinnvolle Form überführt werden. Wie auch immer, unsere Ortskategorie führt 142 Artikel, einschließlich solcher zu Census-designated places und Unincorporated areas (was endlich mal einen Artikel braucht, weil es definitiv kein gemeindefreies Gebiet ist, wohin Unincorporated Area nach wie vor weiterleitet). Von den 351 Towns und Citys in Massachusetts fehlen hierzupedia also noch mindestens 209 oder mindestens 60 Prozent. Besser vergleichbar ist übrigens der Bundesstaat New York, wo wir 99 Town-Artikel angelegt haben, geben tut es fast zehnmal so viele, rund 10,5 % davon haben also einen Artikel.

Für das WikiProjekt Vereinigte Staaten kommen aufgrund der vorstehend beschriebenen schlechten Vergleichbarkeit zur Einschätzung des Fortschritts verschiedene andere Indikatoren infrage. Vollständig angelegt sind bislang nur die Bundesstaaten und County, und daran wird sich vermutlich noch einige Jahre wenig ändern, auch weil es derzeit nicht danach ausschaut, daß ein aktiver Benutzer einen Bundesstaat systematisch bearbeitet. Einer dieser Indikatoren ist die Zahl der „neuen“ Artikel, die früher von MerlBot und nun von TaxonBota bei der automatischen Pflege der Unterseite Wikipedia:WikiProjekt Vereinigte Staaten/Neue Artikel ermittelt wird. Sie schwankt zwischen 500 und 1000 neuen Artikeln innerhalb der letzten 30 Tage, die während der Schulferien eher niedriger als außerhalb und in der kalten Jahreszeit eher höher als im Sommer und Herbst liegt. Etwas langfristigere Indikatoren sind die Zahlen der „Missing Topics“, also der roten Links in einem bestimmten Themengebiet. Auf Benutzer:Sebmol/Gebraucht werden alle in Artikeln unterhalb von Kategorie:Politik (Vereinigte Staaten) verwendeten Rotlinks geführt, und auf Benutzer:Matthiasb/Gebraucht stehen alle Artikel, die unterhalb von Kategorie:Ort in den Vereinigten Staaten benötigt werden. In den Versionsgeschichten sind dabei folgende Zahlen dokumentiert, wobei nur einmal oder zweimal verlinkte Artikel nicht berücksichtigt wurden:

2016 30. März 2017 1. April 2018
Ortsartikel 5510 (13. Sept.) 7273 9885
Politik-Artikel 5515 (13. Sept.)
5383 (28. Dez.)
5640 4492

Ungeschickterweise hatte ich bei der Aktualisierung am 13. September 2016 auf Sebmols Unterseite die Zahl der vom Tool angegebenen fehlenden Artikel nicht im Editkommentar festgehalten, und nachträglich läßt sich die Zahl leider nicht ermitteln. Der Zuwachs zum 30. März 2017 im Bereich der Politik-Artikel läßt sich erklären mit den zum 3. Januar 2017 neu gewählten Abgeordneten im Senat und im Repräsentantenhaus. Diese wurden dann in den Folgemonaten wieder kontinuierlich bearbeitet, und zwischenzeitlich haben auch alle seit 2017 neu amtierenden Kongressabgeordneten einen Artikel. Dies spiegelt auch der Rückgang zum 1. April 2018 wider. Die Zahl der 4492 fehlenden Artikel enthält übrigens viele Artikellinks zu bundesstaatlichen Parlamenten und zu den Gouverneurswahlen sowie Links auf Ortsartikel, etwa den Geburtsorten der Abgeordneten, die bereits einen Artikel haben. Man kann erwarten, daß die kommenden Zwischenwahlen vorübergehend zu einem erneuten Anstieg führen. Man erkennt daran allerdings auch, daß der Subbereich Politiker in den Vereinigten Staaten nicht mehr der aktivste Subbereich des WikiProjektes Vereinigte Staaten ist. Auf Bundesebene sind alle Parlamentarier angelegt, und es fehlt an Benutzern, die sich aktiv mit den Politikern auf der Ebene der Bundesstaaten befassen.

Der Bereich der Ortsartikel selbst zeigt eine andere Entwicklung, die auf den ersten Blick paradox anmutet. Je mehr Artikel wir schreiben, desto mehr Artikel fehlen uns. Das erklärt sich dadurch, daß ein neuer Ortsartikel unter Umständen auf Dutzende von noch nicht geschriebene Artikel verweist, angefangen von der Landstraße, die durch den Ort führt, und beim Bach, an dem der Ort liegt, noch nicht aufgehört. Hinzu kommen da geborene Personen, die zwar an sich eigentlich alle relevant sind, aber wegen des langsamen Fortschritts in hierzulande wenig populären Sportarten (Baseball, Football etc.) wohl noch auf Jahre hinaus keine Artikel erhalten. Wie sich solche Artikelzahlen skalieren können, dazu werde ich in einigen Monaten anhand eines Countys in Pennsylvania eine gesonderte Betrachtung vorlegen.

Im Subbereich Wikipedia:WikiProjekt National Register of Historic Places hingegen liegen recht genaue Informationen über die mögliche Gesamtzahl von Artikeln vor. So kann man für fast alle 3144 Countys oder countyähnliche Einheiten Listen mit den NRHP-Einträgen anlegen (nur eine Handvoll Countys verfügt über keine einzige ins NRHP eingetragene Stätte oder Objekt). Die Listen sind für einige Bundesstaaten, z.B. Minnesota, bereits „vollständig“. Allerdings wurden viele davon seit ihrer Anlage noch nicht aktualisiert. Insgesamt haben wir etwa 1046 solcher Listen (wobei einige County-Listen aufgrund der Zahl der Einträge geteilt sind). Listen der National Historic Landmarks (NHLs) gibt es für 42 der 50 Bundesstaaten (zuzüglich Washington, D.C.)., von den insgesamt 2596 NHLs haben 608 (oder 23,4 %) einen Artikel. Die Gesamtzahl der ins NRHP eingetragenen Stätten, Objekte, Gebäude und Konstruktionen liegt bei etwa 87.500 (wöchentlich kommen etwa 20 neue Einträge dazu); 1556 davon (weniger als vier Prozent) haben einen Artikel. (Vorstehende Zahlen sind ohne Gewähr, soweit mit Taschenrechner errechnet, weil Categorycount immer noch nicht wieder funzt, und sie vernachlässigen die US-Außengebiete sowie Mikronesien und Palau.) Das Erfreuliche in diesem Subbereich ist, daß es hier einige recht aktive Benutzer gibt, und der Initiator des WikiProjektes National Register of Historic Places hofft, in einem Jahr Vollständigkeit bei den NHL-Listen der Bundesstaaten verkünden zu können; bei den NRHP-Listen der Countys wird das noch einige Jahre länger dauern.

Wie ist also der Zustand des WikiProjektes Vereinigte Staaten? Nicht einheitlich, auch nicht zum Jubeln, aber die Aktiven im WikiProjekt schlagen sich recht gut. Daß das Weiße Haus derzeit von einem geistigen Einzeller geführt wird, hat sich auf die Aktivität jedenfalls (noch) nicht niedergeschlagen. MaB, 2.4.

Letzter Aufruf für Wiki Loves Jules Verne![Quelltext bearbeiten]

Jules Verne, ca. 1878

Für das Wochenende 4. bis 6. Mai sind für kurzentschlossene Fans von Jules Verne, Science-Fiction & wissenschaftlichen Abenteuerromanen noch einige Zimmer in Braunschweig frei. Das Veranstaltungsprogramm umfasst Vorträge von zehn Experten aus ganz Deutschland zu unterschiedlichen Aspekten dieser Themenbereiche. Für all jene, die dennoch vielleicht etwas „Inspiration“ benötigen, ist hier eine Liste mit Desiderata zu finden. Wie immer bei solchen Veranstaltungen sind also Autoren, Fotografen, Literatur- und Kunst-Interessierte, Engagierte, Begeisterte und Helfer gesucht. Wer nun ebenfalls dabei sein möchte, trage sich bitte noch schnell in diese Teilnehmerliste ein. I still have the greatest enthusiasm for the mission … BS, 02.04.

Triff die Männer in Blau![Quelltext bearbeiten]

So wie auf dem Tiroler Stammtisch im Juli 2017 sieht es mittlerweile auf vielen Wikipedia-Treffen aus: Autorinnen in der Überzahl

Die Frauen holen ordentlich auf. Dank des erfolgreichen Projektes Frauen in Rot bekamen in den letzten zwei Jahren zahlreiche relevante Frauen einen Wikipedia-Artikel spendiert. Der GenderGap bei den Artikeln der deutschsprachigen Wikipedia wird damit immer kleiner, worüber wir uns ausdrücklich freuen. Und gleichzeitig gibt es doch auch noch so viele Männer, die Herausragendes geleistet haben, über die es in der Wikipedia aber noch keine Informationen zu finden gibt.

Gleichzeitig beklagen immer mehr männliche Autoren, dass sie sich auf vielen Wikipedia-Treffen und -Stammtischen einfach nicht mehr wohlfühlen. Seit gezielt um mehr Frauen als Autorinnen in der Wikipedia geworben wird, sind wir dort oft in der Minderheit. Viele Männer trauen sich deshalb nicht mehr, dort bestimmte Themen anzusprechen und zu diskutieren. Sei es, weil man Angst hat, sein Gegenüber mit typischen Männerthemen zu langweilen, weil man befürchtet, unbeabsichtigt in ein Gender-Fettnäpfchen zu treten oder weil soviel weibliche Überzahl auf uns Männer einfach per se einschüchternd wirkt. Auch für uns Männer sollte es deshalb in der Wikipedia einen geschützten Raum geben, in dem wir unter uns und in ungezwungener Atmosphäre Artikelarbeit leisten können!

Triff die Männer in Blau

Im Herbst des letzten Jahres haben sich deshalb 5 fleißige Wikipedia-Autoren zusammengefunden, um gemeinsam ein neues Wikipedia-Projekt ins Leben zu rufen. Unter dem Namen "Blue Man-Group" wollen wir gemeinsam etwas für die Förderung der Wikipedia-Männer tun: für die männlichen Wikipedia-Autoren und die relevanten Männer. Deshalb haben wir das Projekt Die Blaumänner ins Leben gerufen.

Nach mehreren vorbereitenden Treffen mit den Verantwortlichen der WikimediaFoundation in Berlin, freuen wir uns nun, Euch das Projekt mit dem ersten Edit-a-thon "Die Blaumacher" in Berlin vorstellen zu dürfen. Wir haben von der Wikimedia Foundation die Zusage für eine großzügige finanzielle Unterstützung bekommen, so dass wir diese Treffen zunächst für ein Jahr an jedem ersten Samstagnachmittag im Monat in Berlin organisieren können. Bereits jetzt planen wir die Organisation solcher Treffen auch für die weiteren Wikipedia-Lokale in Deutschland und hoffen, etwa Mitte des Jahres mit dem ersten Münchner Blaumacher-Edit-a-thon loslegen zu können.

Aus der Diskussion um den letzten Edit-a-thon "Frauen in Rot", in der kritisiert wurde, dass unter den dort verfassten Artikeln einige thematisch nicht dem feministischen Ziel des Projektes entsprachen, haben wir gelernt. Wir möchten unseren Treffen deshalb jeweils ein thematisches Arbeitsmotto geben, unter dem wir dann gemeinsam Artikel verfassen möchten. Bei der Wahl unserer ersten Mottos haben wir uns Gedanken gemacht, in welchen Bereichen besondere Männer Besonderes geleistet haben. Natürlich wollen wir auch Freude bei der Artikelarbeit haben und haben deshalb Bereiche ausgewählt, von denen wir glauben, dass sie männliche Autoren besonders interessieren. Die ersten 6 Treffen stehen unter den folgenden Mottos:

  • Höher – Große Ingenieure des 20. Jahrhunderts
  • Schneller – Rennfahrer, die Geschichte machten
  • Weiter – Sportler, die die Welt begeisterten
  • Retten, bergen, schützen – Berühmte Feuerwehrmänner, Katastrophenschützer und Helfer in der Not
  • Im Einsatz für das Vaterland – Generäle, Offiziere und andere Militärs
  • Auch Männer brauchen Rechte – Vordenker und Pioniere für die Belange und Interessen der Männer

Weitere Themenvorschläge sind natürlich jederzeit herzlich willkommen!

Bewusst möchten wir diese Real-Life-Treffen nicht als reine Arbeitstreffens verstehen. Sie sollen in erster Linie der Vernetzung männlicher Autoren in der Wikipdia dienen und deshalb mehr den Anstrich eines lockeren Herrenstammtischs haben. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir für die ersten 6 Treffen die Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei als Sponsor gewinnen konnten, die uns mit reichlich Flüssigbrot versorgen wird.

Bewusst möchten wir weibliche Autoren nicht von der Mitarbeit an unserem Projekt ausschließen. Wir glauben, dass auch Frauen gute Artikel über Männer schreiben können! Wir laden hiermit also auch ausdrücklich Autorinnen zu unserem Treffen am nächsten Samstag ab 14.00 Uhr in Berlin (Ortsangabe entfernt) ein.

Wir bitten Euch aber schon jetzt, zu akzeptieren, dass es sich zu allererst um ein Projekt von Männern für Männer handelt. Wir möchten hier also nachher keine Diskussion darüber lesen, dass auf unserem Treffen zu viel Bier geflossen ist oder zu viele zotige Witze gemacht wurden. Schließlich möchten wir gemeinsam möglichst viele Artikel über relevante Männer verfassen – und da gehört der Spaß nun mal dazu! Im Namen der Blue Man-Group MiB, 1.4.

Mach’s gut, und danke für alles[Quelltext bearbeiten]

Barbara 2017 beim „Prepare Your Data“-Workshop in Berlin

Anfang dieses Monats trafen sich einige engagierte Wikipedianer im Alamannenmuseum Ellwangen, um sich dort über das weitere Vorgehen im Bereich der GLAM-Aktivitäten zu beraten. Es war ein für Wikipedia-Verhältnisse nicht nur sehr harmonisches, sondern auch ergiebiges Treffen in einem wunderbaren Ambiente, erstklassig unterstützt vom Museumsdirektor Andreas Gut und den ehrenamtlichen Unterstützern des Museums. Alles hätte so schön sein können. Doch dann platzte beim Abendessen am Sonnabend die Bombe. Barbara Fischer verläßt zum Ende des Monats Wikimedia Deutschland.

Barbara ist studierte Historikerin und Semiotikerin. Nach dem Studium wurde sie freischaffende Kulturmanagerin. Sechs Jahre hat sie für und mit uns bei Wikimedia Deutschland als „Kuratorin für Kulturpartnerschaften“ gewirkt. Und wahrscheinlich wird der Verlust, den wir nun erleiden, erst nach und nach für uns alle greifbar. Im Laufe der Jahre vernetzte sich Barbara so sehr im Bereich der Kulturinstitutionen einerseits und des Freien Wissens andererseits, dass man sie hier sicher, ohne despektierlich zu klingen, als eine der „dicksten Spinnen“ im Netz ansehen kann. Auf ihre Initiative gingen etwa Reihen wie GLAM on Tour zurück. Ihr wohl wichtigstes „Baby“ war der Kultur-Hackaton Coding da Vinci, über den sie einer großen Zahl von Institutionen aufzeigen konnte, wie sinnvoll es ist, Daten, Sammlungen, Wissen frei für alle zur Verfügung zu stellen, statt in den Archiven und internen Datenbanken versauern zu lassen. Ihr größtes Verdienst ist in meinen Augen aber, dass sie es schaffte, mehr Struktur in die GLAM-Arbeit zu bringen. Wir ziehen heute viel mehr an einem Strang als vorher. Und meist auch in dieselbe Richtung.

Für die Aktiven hatte sie immer ein offenes Ohr, und ich habe sie nie anders erlebt, als dabei, möglichst Wege für uns frei zu machen. Wir werden sicher noch lange von ihrer Gabe profitieren, zwischen Institutionen und den Ansprüchen der Community zu vermitteln. An dieser Stelle ist nicht der Punkt, auch kritisch auf einige Dinge einzugehen, die neben anderen zu Barbaras Abschied führten, auch wenn zu gegebener Zeit noch darüber zu reden sein wird. Hier bleibt mir nur noch einmal im Namen aller GLAM-Aktiver und von uns allen für sechs Jahre intensiven Einsatzes und kollegialer Zusammenarbeit zu danken, die oft über das normale Maß einer Lohnarbeit hinaus ging. Barbara, wir werden dich sehr sehr vermissen. Wahrscheinlich mehr, als wir es uns bislang selbst vorstellen. MC, 01.04.

Rechte Spalte[Quelltext bearbeiten]

Halbzeit bei Wikipedia:Wiki Loves Earth 2018 in Deutschland[Quelltext bearbeiten]

WLE Austria Logo (transparent).svg

Trotz Anfangsschwierigkeiten beim Start läuft der Fotowettbewerb sehr gut. Bisher gibt es 11.547 neue Fotos für die Wikipedia und damit für jeden auf der Welt.

Das können doch noch viel mehr werden!
Es gibt sogar ein Bundesland ohne ein einziges Foto. Schämt ihr euch, oder gibt es nichts, was abbildbar ist?

Auch ist die Vorjury mittlerweile freigegeben. Jeder kann dort durch einfachstes Anklicken Fotos innerhalb des Wettbewerbes bewerten. Die am höchsten bewerteten Fotos kommen in die Jury und werden dort von den gewählten Juroren ausgewählt.

Keine Panik bei der bisherigen Einsendung von 11.547 Bildern, niemand muss alles bewerten. Und auch 6.942 Fotos wurden zwar hochgeladen, aber freiwillig aus dem Wettbewerb entfernt (Bilder der gewählten Juroren sind natürlich gerne gesehen, dürfen aber nicht teilnehmen …). nf, 16.5.

Neue Tutorialseiten - Abstimmen![Quelltext bearbeiten]

Uncle Sam (pointing finger).jpg

Im letzten Jahr gab es eine Studie zu unseren Einstiegsseiten der deutschsprachigen Wikipedia, WP:Tutorial. Diese Seiten stammen zum größten Teil noch aus dem Jahr 2004, während sich in der sonstigen Wikipedia einiges verändert hat. Auch wurde auf der WikiCon darüber gesprochen, im November gab es auch noch ein Treffen im WikiBär zur Neugestaltung der Tutorialseiten und auf der Tutorial-Disk gab es erste Ansätze zur Umgestaltung. Dankenswerterweise haben PerfektesChaos und Martin Kraft zwei Vorschläge eingereicht, über die es nun unser aller Meinung einzuholen gilt. Nach einigen anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten (insbesondere bei der kürzlich beendeten Umfrage) haben wir uns dann doch noch auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Nun gibt es zur Entscheidung, welcher Entwurf künftig verwendet werden soll, eine Abstimmung auf der Seite WP:Tutorial/Abstimmung, die zwei Wochen läuft. Kommt vorbei und gebt bitte zahlreich Eure Stimme ab! ghi

Tippspiel zur Tourist Trophy[Quelltext bearbeiten]

Lightweight TT podium 2012.jpg

Der Autor dieser Zeilen hofft erstmal, dass diese Ankündigung des Kuriers auch würdig genug ist. Schon wie im letzten Jahr geht auch 2018 ein Tippspiel zum weltweit ältesten Motorradrennen – der Isle of Man Tourist Trophy – hier in der Wikipedia an den Start. Fans, die Prognosen zum Sieger der einzelnen Rennklassen abgeben wollen, sind gerne gesehen. Und wenn sich dabei auch noch der ein oder andere Artikel oder eine Verbesserung rund um die Themen Straßenrennen oder Fahrer im Artikelnamensraum ergibt, ist das umso besser. Elmie 14. Mai 2018

Jubiläumswettbewerb gestartet: Mitstreiter gesucht[Quelltext bearbeiten]

Die Wettbewerbsvorbereitung (der Kurier berichtete) ist abgeschlossen, der Startschuss gefallen: Ab heute läuft für rund zwei Wochen die Jubiläumsausgabe des Wartungsbausteinwettbewerbs. Lasst uns zusammen das 10-jährige Bestehen feiern und helft im Team oder als Einzelkämpfer mit, Wartungsbausteine in Wikipedia-Artikeln wegzuarbeiten und damit die Qualität zu verbessern. Es müssen keine Hochleistungen erbracht werden, denn jeder einzelne erledigte Baustein zählt! Und für alle gibt es auch etwas zu gewinnen ... Also: Schaut vorbei und macht mit. Fragen könnt ihr einfach auf der Diskussionsseite stellen. Toni, 14.5.

WikiCon-Handbuch erschienen[Quelltext bearbeiten]

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Gruppenfoto der Teilnehmenden der WikiCon 2016

Was bedeutet es, eine WikiCon zu organisieren? Wie können viele Wikipedianer erreicht werden? Welche Programmformate sind denkbar?

Die jährliche Konferenz der deutschsprachigen Wikipedia-Communitys und ihrer Schwesterprojekte entwickelt sich weiter. Mehr Projektaktive und Interessierte nehmen teil. Damit wird auch die Organisation des Events umfangreicher.

Das WikiCon-Handbuch gibt den jährlich wechselnden Teams praktische Tipps zu den Aufgabenfeldern. Angefangen bei der Zusammenarbeit im Team, über die Programmzusammenstellung bis hin zur Evaluation der Konferenz. Gestaltungsspielräume bei der Konzeption werden ebenso dargelegt, wie die Bespielung einer Ausstellungsfläche (Forum des Freien Wissens) und Unterstützungsmöglichkeiten durch Wikimedia-Chapter.

Das Nachschlagwerk richtet sich an Freiwillige, die eine WikiCon organisieren möchten oder darüber nachdenken, Verantwortung im Team der Organisierenden zu übernehmen. Der Autor hat sich zum Ziel gesetzt, die Erfahrungen der jährlich wechselnden Teams zu dokumentieren, weiterzugeben und so die Einarbeitung in das Projekt zu erleichtern. Wn 11.05.

Internationaler Museumstag von WMCH unterstützt[Quelltext bearbeiten]

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Der Internationale Museumstag 2018 findet in der Schweiz mit der Unterstützung von Wikimedia CH statt. Er gehört zu den grossen Ereignissen im GLAM-Jahreslauf. Am 13. Mai öffnen dazu im Rahmen des Kulturerbejahres 2018, das unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset steht, 162 Schweizer Museen ihre Türen. Zum 40. Jahrestag der Veranstaltung 2017 waren in 156 Ländern über 36'000 Museen beteiligt.

Aber halt: Von den über 1100 Museen in der Schweiz ist nicht einmal jedes zweite mit einem eigenen Artikel bedacht. Die wenigsten der Artikel besitzen mehr als eine Sprachversion, und das in der vielsprachigen Eidgenossenschaft! Hierzu findet sich eine kleine Analyse auf der Projektseite des Museumstags 2018. Dies gilt es zu verbessern. Der Tag sollte für Wikipedianer ein Anlass sein, die Artikel der über 150 dieses Jahr teilnehmenden Kultureinrichtungen kritisch zu prüfen und zu verbessern. Vielleicht gibt ein Besuch Anregung dazu. Hier die Liste aller teilnehmenden Häuser (alle Felder leer lassen).

Auch in anderen Projekten wie beispielsweise Wikidata herrscht grosser Handlungsbedarf: Viele Museen haben dort zwar ihren "Pflichteintrag", doch nur mit minimalen Angaben. Einige der Häuser besitzen dort nicht einmal die Geokoordinate, sodass sie auf der Interaktiven Karte nicht angezeigt werden, schlichtweg also fehlen. Dies sind – beispielhaft für den westlichsten und den östlichsten Kanton Genf und Graubünden: Q21619148, Q2945154, Q3330835, Q27889488, Q31841048 und Q46499343. Die 24 Kantone dazwischen dürften ebenso unvollständig sein (nicht geprüft).

Um die Präsenz der Museen in Wikipedia zu erhöhen, sind in erster Linie die Autoren gefragt, die mit einer neuen Übersetzung oder gar einer Neuanlage einen wesentlichen Beitrag dazu liefern können. Doch auch die Kultureinrichtungen selbst können dazu beitragen, ihre Wahrnehmbarkeit zu erhöhen, indem sie gemeinsam mit WMCH Veranstaltungen durchführen. Wir haben mit einem intensiven Dialog begonnen in Form von Schulungen der Institutsmitarbeitenden und Edit-a-thons für freiwillige Autoren, das zu einem erhöhten gegenseitigen Austausch beitragen wird.Lantus (WMCH), 10.5.

Große Geburtstagsfeier: macht mit![Quelltext bearbeiten]

10 Jahre WBW

E. S. hatte es schon angekündigt: Der wahnsinnig wichtige, Wunder wirkende, wunderbare Wartungsbaustein-Wegmach-Wettbewerb feiert 10. Geburtstag. Es war 2008 im Mai, als 29 Enthusiasten erstmals antraten, um in einem Wettbewerb um Punkte Artikel mit Mängeln auszubessern und von Markierungsbausteinen zu befreien. Seitdem ist viel passiert, in der Wikipedia und im WBW, aber noch immer sind vierteljährlich viele begeistert dabei, wenn es gilt, die Qualität der Artikel zu verbessern.

Das Jubiläum muss natürlich gebührend gefeiert werden. Als Besonderheit belohnen wir besonders das Abarbeiten von Bausteinen, die noch älter sind als der WBW. Und weil der Wettbewerb für eine Vielzahl von Verbesserungen steht, gibt es diesmal auch einen Vielseitigkeitsbonus. Und das Beste: die Chapter aus Österreich, der Schweiz und Deutschland haben ihre Asservatenkammern geöffnet und ein paar Goodies als Preise spendiert. Und ein besonderer Dank an den Piper Verlag und den WBW-Champion Gripweed, die noch ein paar Sachpreise obendrauf gelegt haben. Es gibt also richtig was zu gewinnen!

Weitere Informationen findet ihr auf der Hauptseite und der aktuellen Diskussionsseite. Macht mit, in der Einzelkämpferwertung oder im Team, und meldet euch jetzt auf der Wettbewerbsseite an. Beginn ist am Sonntag, den 13., danach werden zwei Wochen lang bis einschließlich 27. Mai Punkte gesammelt. Lasst die Tradition weiterleben! HvW 07.05.

Verbesserungen der Beta-Funktion „Erweiterte Suchoberfläche“[Quelltext bearbeiten]

Seit 5 Monaten ist die „Erweiterte Suchoberfläche“ in der deutschsprachigen Wikipedia als Beta-Funktion verfügbar. Damit können Möglichkeiten der Suche, die bislang nur wenig bekannt waren, einfach genutzt werden. Die erweiterte Suchoberfläche hat in den vergangenen Wochen etliche Verbesserungen erhalten: So wurden insbesondere die Namensraumauswahl verbessert und zahlreiche Bugs behoben. Seit heute Abend enthält das Suchformular nun die Möglichkeit, in Kategorien, einschließlich Unterkategorien, zu suchen. Dies wird durch das neue Suchschlüsselwort ‘deepcategory:’ ermöglicht. Im Gegensatz zu entsprechenden älteren Lösungen (wie ‘deepcat’) muss dieses nicht erst aktiviert werden. Deepcategory wurde vom Discovery-Team der Wikimedia Foundation entwickelt, die Erweiterte Suchoberfläche wird vom Team Technische Wünsche von Wikimedia Deutschland entwickelt. Beide Erweiterungen werden noch weiterentwickelt und können noch Fehler enthalten. Feedback kann hier gegeben werden. Ab nächster Woche wird die erweiterte Suche voraussichtlich auf allen Sprachversionen als Beta-Funktion zur Verfügung stehen. PS: Wer bezüglich des Projekts Technische Wünsche auf dem laufendem gehalten werden will, kann sich hier eintragen. MFS (WMDE), 3.5.

Asien-Marathon[Quelltext bearbeiten]

Asia (orthographic projection).svg

Der Asien-Marathon geht in die fünfte Runde. Thema sind diesmal die Kaukasusländer Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Bis zum 31. Mai können im Rahmen dieses Wettbewerbs Artikel über Themen aus diesen Staaten erstellt oder erweitert werden. Grundsätzliche Qualitätsstandards sind einzuhalten, und eine Mindestzahl an Bytes muss bei den Neuanlagen und Änderungen erreicht werden. Wer macht mit? bjs, 3.5.

Kandidieren für das Schiedsgericht[Quelltext bearbeiten]

Das wolltest Du doch schon immer, oder? Oder mal wieder? Natürlich wird auch dieses Halbjahr wieder nach Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Schiedsgerichtswahl gesucht. Es stehen sieben Plätze zur Abstimmung. In der Woche vor der Wahl, also ab dem 1. Mai 2018, kann eine Kandidatur auf der Wahlseite eingereicht werden. Die Arbeit im Schiedsgericht ist abwechlungsreich und verantwortungsvoll, der Umgang mit den Kollegen herzlich und kooperativ, und man lernt immer wieder interessante Wikipedianer näher kennen - sowohl die Kollegen, als auch die Konfliktbeteiligten. So bietet sich bei der Arbeit im Schiedsgericht neben dem Umgang mit den Kollegen auch die Möglichkeit, Konflikte bis ins kleinste Detail zu beleuchten und zu besprechen, wie es in der deutschsprachigen Wikipedia einzigartig ist. Auch können dabei verschiedene Ansätze zur Konfliktlösung weiterentwickelt werden. Wer also Interesse an der Ausübung einer spannenden Tätigkeit im Dienste der Community hat, sei hiermit herzlich eingeladen, sich ab dem 1. Mai im Rahmen der anstehenden Wahlen für das Schiedsgericht zu bewerben. Ghi, 2.5.

Sieger des 28. Schreibwettbewerbs[Quelltext bearbeiten]

Enterobacter cloacae

Von Darmbakterien über Schnittstellen von Mathematik und Geschichte bis hin zu Schulfächern: Beim 28. Schreibwettbewerb waren die unterschiedlichsten Artikel mit dabei – alle interessant. Mit der Würdigung "Profunder und hochwertiger Artikel über eine Gattung von Darmbakterien, der alle Aspekte mit Fachkunde beleuchtet und zugleich den Bezug zu aktuellen Themen der Antibiotika-Resistenzen (Krankenhauskeime) und der industriellen Nutzung herstellt" zeichnete die Jury den Artikel Enterobacter der Benutzerin:A doubt für den 1. Platz aus. Alle prämierten Artikel könnt ihr unter Wikipedia:Schreibwettbewerb#Preisträger anschauen. Für die Jury, --Phzh (Diskussion) 13:49, 29. Apr. 2018 (CEST)

Es sind noch Plätze frei …[Quelltext bearbeiten]

… beim Wikidata-Workshop im Lokal K am kommenden Wochenende vom Samstag, 5. Mai, bis Sonntag, 6. Mai 2018. Als Schwerpunkte kristallisieren sich Projekte zur Taxonomie der Tiere, zur Numismatik und Erfassung von Münzen, zu Straßen und Straßenbenennungen und zu Künstlern und Kunstwerken heraus. Im Zentrum stehen die Aufarbeitung von Daten in Wikidata und vor allem die zielgerichtete Abfrage über SPARQL, damit man mit diesen Daten auch arbeiten kann. Fahrtkosten können auf Antrag von WMDE übernommen werden, wir freuen uns auf eure Teilnahme.AR, 29.4.

SW-Publikumspreis: Stimmen dringend benötigt![Quelltext bearbeiten]

Vermutlich liegt es an der deutlich gestiegenen Zahl nominierter Artikel, dass die Abstimmung zum Publikumspreis des 28. Schreibwettbewerbs bisher ein denkbar knappes Rennen darstellt – so knapp, dass sich derzeit fünf Artikel den Preis teilen müssten. Die Jury wird sich am Ende dieser Woche treffen und die Ergebnisse verkünden, sodass ich hier nochmals dringendst um Stimmen für den Publikumspreis bitten möchte. Drei nicht gehäufelte und von den Sektionen unabhängige Stimmen an Spezial:E-Mail/Hephaion. Danke! ɦeph, 24.4.

VolksKulTour[Quelltext bearbeiten]

Jagdschlitten detail ÖMV.jpg

Wikipedianische KulTouren – das kurze Gegenstück zu „GLAM on Tour“ – gibt es nun auch in Österreich. Im Wiener Volkskundemuseum startet am Samstag, 28. April 2018 die erste Tour. In Museen waren wir schon oft, auch gemeinsam, aber diesmal erleben wir eine Sonderführung durch die Ausstellung „40 Jahre Wiener Frauenhäuser“ und besichtigen das barocke Palais Schönborn abseits des Museumsbetriebes. Anmeldungen hier. Regio, 23.4.

An alle aktiven Sichter und Admins: Vorschlag für eine Softwareänderung beim kommentarlosen Zurücksetzen[Quelltext bearbeiten]

ein Teil der vorgeschlagenen Lösung

Ich möchte einer Person für ihre Bearbeitung danken, aber ich klicke daneben und setze aus Versehen ihren Edit kommentarlos zurück. Dieses Problem zu lösen war ein Topwunsch aus der Umfrage Technische Wünsche 2017.

Feedback erbeten

In einer Feedbackrunde stellt das Team Technische Wünsche nun einen Vorschlag für eine technische Lösung vor, die solche unangenehmen Situationen künftig vermeiden soll. Alle, die kommentarlos zurücksetzen können, sind eingeladen, den Vorschlag bis zum 4. Mai zu kommentieren.
PS: Wer künftig direkt auf der eigenen Diskussionsseite über neue Feedbackrunden informiert werden möchte, kann sich hier eintragen. js (wmde), 19.04.

Karl Rawer verstorben[Quelltext bearbeiten]

Unser ältester Mitstreiter und einer der "Großen" bei uns, Karl Rawer alias Kmarawer, ist vorgestern, zwei Tage vor seinem heutigen 105. Geburtstag, verstorben. Mach's gut, Karl! (Kondolenzliste) el, 19.04.

Neue Ehrenamtliche: Dankesbanner-Aktion ausgewertet und Vorschau auf die Frühjahrsaktion 2018[Quelltext bearbeiten]

Die Ergebnisse der Dankesbanner-Aktion 2018 wurden veröffentlicht. Gleichzeitig bereiten wir uns bereits intensiv auf die kommende Frühjahrsaktion vor. Nähere Informationen zur Botschaft, den Bannerdesigns und weiteren Details findet ihr auf unserer Portalseite. Wir freuen uns sehr auf euer Feedback bis zum 24.04.! MH (WMDE), 18.4.

Portale adé?[Quelltext bearbeiten]

Verfrühtes Sommerloch: In der Village pump der englischsprachigen Wikipedia wird derzeit angeregt ein Vorschlag diskutiert, den Portalnamensraum abzuschaffen und alle dort existierenden Portale ersatzlos zu löschen. Momentan zeichnet sich sogar eine Mehrheit von Befürwortern eines solchen Schritts ab. Man könne ja seine Energie sinnvoller investieren, so der Tenor. Auch sei es zu anstrengend, unerwünschte politische Einflussnahme abzuwehren. Da fragt man sich doch: Hat die en-WP ihren Zenit als unbestritten dominierende Plattform überschritten und bricht unter ihrer eigenen Last zusammen? Oder glaubt man, künftig ohne diese Anlaufpunkte für Autoren und Leser auszukommen? Es bleibt spannend. Pr, 14.4.

Wikidata in Köln[Quelltext bearbeiten]

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Im Rahmen der wöchentlichen Treffen im Kölner Community-Treffpunkt Lokal K steht neben der Erarbeitung von Texten für die Wikipedia und der Objektfotografie auch regelmäßig die Arbeit an Inhalten der Datenbank Wikidata im Mittelpunkt. Schwerpunkte sind dabei abhängig von den jeweiligen Personen und reichen von generellen Arbeiten über spezifische Arbeiten an Werkverzeichnissen im Kunstbereich (Gemälde von Georges Kars und Lovis Corinth), im Filmbereich sowie im Bereich der zoologischen Taxonomie bis hin zu Straßenverzeichnissen (in Zusammenarbeit mit Open Streetmap). Dabei kommt es immer mal wieder zu ersten Schritten der Datenabfrage, für die im Lokal allerdings nur begrenzte Expertise vorliegt.

Über einen Wochenend-Workshop am 5. und 6. Mai 2018 möchten wir diese Wissenslücke schließen und haben Experten aus dem Wikidata-Team nach Köln einladen, die interessierte Mitarbeiter der Wikipedia- und OSM-Community unterstützen wollen. Geplant ist ein Zwei-Tage-Workshop mit reichlich Hands on zu

  • Wikidata – Grundsätzliches und Datenpflege
  • Automatisierte Datenpflege und Tools (Mix’n match, quickstatements, andere Zaubertricks)
  • Bots als Helferlein (für scriptkiddies)
  • Datenabfrage via SPARQL und andere Optionen

Interessenten können sich gern auf Wikipedia:Lokal K/Wikidata-Workshop anmelden, bei Bedarf übernimmt Wikimedia Deutschland auch die Reisekosten und die Hotelbuchung. AR, 10.4.

Ausschreibung Wikipedian-in-Residence bei IACA[Quelltext bearbeiten]

Die International Anti-Corruption Academy (IACA) mit Sitz in Laxenburg/Niederösterreich schreibt die Stelle eines Communications Assistant aus, die vorläufig auf zwei Monate befristet ist. Zum Anforderungsprofil gehören an erster Stelle gute Kenntnisse von Wikipedia-Regeln und -Praktiken sowie bevorzugt Erfahrung mit dem Bearbeiten der Wikipedia und/oder ihrer Schwesterprojekte. Bewerbungsfrist ist der 13. Mai 2018. Der vollständige Ausschreibungstext (in englischer Sprache) ist hier zu finden. RL (WMAT), 9.4.

Seitenvorschaubilder (Page Previews)[Quelltext bearbeiten]

Nachdem die letzten A/B-Tests sehr positive Ergebnisse zeigten, und das Software-Feature bereits seit August 2017 in den meisten Wikipedia-Sprachversionen aktiv ist, planen wir, Seitenvorschaubilder (Page Previews) nun in der ersten Aprilhälfte 2018 auch in der deutschsprachigen Wikipedia zu aktivieren. Das beinhaltet, dass die Funktion für Nicht-Angemeldete standardmäßig live geschaltet wird. Für Angemeldete ändert sich dadurch nichts. Um herauszufinden, welches Verhalten für eingeloggte Benutzerinnen und Benutzer gewünscht ist, wird hier aktuell um Feedback gebeten. ov (wmf), 5.4.

Update: Die Seitenvorschaubilder sind seit dem 12. April für nicht angemeldete Benutzer verfügbar.

The 2nd Celtic Knot: Wikipedia Language Conference[Quelltext bearbeiten]

Celtic Knot Wiki Conference - logo.png

Die National Library of Wales und Wikimedia UK veranstalten am 5. und 6. Juli die zweite Celtic Knot: Wikipedia Language Conference, in der es um „Celtic & Indigenous Languages“ in der Wikipedia und darüber hinaus geht. Bis zum 13. April können noch Programmbeiträge eingereicht werden. H., 5.4.

Fotoworkshop für Jugendliche im Juni – interessiert?[Quelltext bearbeiten]

Heute richtet sich der Kurier an junge Fotointeressierte,

als Beitrag zum Europäischen Jahr des Kulturerbes Sharing Heritage veranstaltet WMDE – unter anderen Workshops zum Denkmalschutz – einen Workshop, der sich explizit an junge Menschen richtet (unter 25 Jahren). In diesem Workshop kannst du mit anderen interessierten jungen Wikipedianern und denen, die es noch werden wollen, von professionellen Referenten lernen, wie du super Fotos von denkmalgeschützten Objekten machen kannst und diese auch gleich für den Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments in Deutschland (WLM) einsetzen kannst. Bring einfach dein eigenes Equipment mit: Von der kleinen Digi-Knipse über das Smartphone bis hin zur Spiegelreflexkamera, mit allen können gute Fotos für Wikimedia Commons gemacht werden.

Dir hat das Spaß gemacht und du willst mit anderen zusammen ebenfalls auf Fototour gehen? Dafür besprechen wir zum Schluss des Workshops gemeinsam miteinander, wie solch eine Veranstaltung auch bei dir um die Ecke einfach organisiert werden kann.

Wenn das was für dich ist oder du Freunde im Umkreis hast, für die die Veranstaltung spannend sein könnten, trage dich gerne auf der Projektseite ein. Wir freuen uns! StS (WMDE), 4. April

Wikimedia Deutschland tütet Partnerschaft mit Panini ein[Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich das Sammelalbum zur Fußball-WM 2018 schon drei Tage nach Erscheinen von Album und Wikipedia-Artikel unter fußballbegeisterten Wikipedianern als absoluter Bestseller erwiesen hat, verkündete Abraham Taherivand, geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland, am heutigen Ostermorgen eine weitere Sensation:
Im Rahmen einer, wie er betonte, „ungezwungenen, aber höchstverbindlichen Partnerschaft“ wird der renommierte Klebebildproduzent Panini zur WikiCon in der Ostschweiz im Herbst ein Sammelalbum für insgesamt 294 Sticker zum Who is Who der de-WP herausbringen. Gleichzeitig erklärte sich die italienische Unternehmensgruppe zu einer, wie es aus überdurchschnittlich gut unterrichteten Kreisen heißt, „nicht ganz geringfügigen“ Spende an das Freiwilligenprojekt bereit. Zur konkreten Höhe wollte man sich nicht äußern, jedoch ließ Tim Moritz Hector, Vorsitzender des Präsidiums, schelmisch durchblicken, die Arbeitsplätze beim Förderverein seien damit „bis ins Jahr 2019 gesichert“.

Was den Preis der Stickersets angeht, konnte Panini dem WMDE-Präsidium erheblich entgegenkommen. Nachdem Präsidiumsbeisitzer Harald Krichel in einer empathischen Rede am gestrigen Karsamstag betont hatte, ein WP-Album sollten sich auch „Geringverdienende“ leisten können, „zumal Freies Wissen nicht zuletzt Freies Wissen über die Schaffenden desselben“ heiße, und Panini zunächst angeboten hatte, den Preis gegenüber den WM-Stickersets um 20 % zu senken, handelte man in einem bis in die frühen Ostersonntagstunden gehenden Ringen schließlich aus, zum bekannten Preis von im Grunde bereits für Aufstocker erschwinglichen 90 ct pro Set sieben (in Zahlen: 7!) statt bislang fünf Bilder feilzubieten.
„Das ist ein Mehrinhalt von rund 40 %“ frohlockte Schatzmeister Sebastian Moleski in der morgendlichen Gala, was den Sammlerspaß erheblich versüßen dürfte.

Volksnah zeigte sich Panini-Pressesprecherin Christine Fröhler in Anspielung auf das kommende Communitytreffen am Morgen in Schweizer Tracht. Man sei sehr bedacht darauf, auch konkrete Ideen der WP-Schaffenden einzubeziehen. So fand auch ein Vorschlag des Ex-Präsidialen Jens Best Berücksichtigung, nach der jeder zu sammelnde A-Wikipedianer eine selbstverfasste (WP-)politische Botschaft einbringen könne, die dann unter seinem Konterfei auf dem Sticker prangere. Man kam indes überein, die Inhalte dieser Statements bis zum Erstverkaufstag der Stickertüten am 23.05.2018 streng geheim zu halten.

Derweil hat bereits eine Gruppe von Jugend forscht angekündigt, eine großangelegte soziologische Studie über die sich entwickelnden Tauschwerte einzelner Bilder durchzuführen, in der nicht zuletzt die Frage beantwortet werden solle:
„Sind die Wissensschaffenden wirklich alle gleich viel wert?“
Diese Frage dürfte gerade zu Ostern, wo kein Ei dem anderen gleicht, mehr als interessieren.

Über Details werden wir in Kürze berichten! lp, 32.03.

Frauen in Rot[Quelltext bearbeiten]

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war das Motto für einen Edith-a-thon, den idealistische Wikipedia-KollegInnen im März 2018 organisiert haben und der zu einem eindrucksvollen Ergebnis führte. Die Farbe Rot bezieht sich dabei auf interne Links der Wikipedia zu Lemmata über enzyklopädisch relevante Frauen der Zeitgeschichte, die noch keinen Artikel haben. So entstanden über 60 neue Artikel, die in den meisten Fällen ein hohes enzyklopädisches Niveau haben. Da aber Wikipedia immer auch ein „offenes Projekt“ sein möchte (jeder kann irgendwie mitmachen), besteht stets die Gefahr, dass so weniger gehaltvolle Texte zwecks Provokation, Störung oder aus anderen sachfremden persönlichen Motiven beigesteuert werden. In diesem Fall waren es knapp 20 Texte, durchwegs dürftige Maschinenübersetzungen von extra dafür eingerichteten Einzweckaccounts oder Sockenpuppen zu vorwiegend amerikanischen Pornodarstellerinnen, natürlich alle mit minderwertigen Fotos. Diese Texte entsprechen zwar im (zu prüfenden) Einzelfall den Relevanzkriterien der Redaktion Pornografie, sind jedoch qualitativ nicht der Rede wert. Das Ziel der Veranstalter, ein Stück weit zum Verringern des Gender Gap auch in den Artikeln beizutragen, ist nach wie vor ein sehr wichtiges! Zukünftige Edith-a-thons sollten daher thematische Vorgaben entwickeln, gern auch zur Pornografie, doch dann auf einem enzyklopädischen und sprachlichen Niveau, das sich sehen lassen kann. Sc, 1. April 2018

Publikums- u. Reviewpreis des 28. Schreibwettbewerbs[Quelltext bearbeiten]

Wie jedes halbe Jahr haben auch die Autorinnen und Autoren des 28. Schreibwettbewerbs unsere Enzyklopädie mit einer Reihe von herausragenden Artikeln beglückt. Die Nominierungsfrist ist seit wenigen Stunden abgelaufen, sodass nun die Leserschaft im Rahmen des Publikumspreises die Wahl hat, welcher Beitrag ganz besonders gefällt. Dabei sollte auch dieses Jahr für jeden etwas interessantes zu finden sein, so darf man sein Wissen über Spargelgewächse mehren, sich zu Krabbencocktails weiterbilden, sich an den Schnittstellen von Veganismus und Punk bewegen sowie etwas über Goethes Ansichten zu Kindstötungen erfahren. Die Stimmabgabe (drei, nicht gehäufelt) erfolgt wie immer per E-Mail. Darüber hinaus sind die Autoren aufgerufen, sich am Reviewpreis zu beteiligen. ɦ, 1.4.

  1. Jens Loescher: Die neuen Gelehrten des Netzes. Partizipatives und demokratisches Forschen: Wie das Internet die Wissenskultur verändert. In: Der Tagesspiegel, 9. Mai 2018, S. 20.