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Die Echten Fischernetzspinnen (Segestria) bilden eine zahlenmäßig kleine Gattung innerhalb der Familie der Fischernetzspinnen (Segestriidae). Ihre 23 Arten waren ursprünglich nahezu ausschließlich in der Holarktis verbreitet, die Mächtige Fischernetzspinne (S. florentina) wurde jedoch auch in Südamerika und auf St. Helena eingeschleppt. In Europa kommen sieben Arten und eine Unterart der Gattung vor. Drei der Arten, die Bayerische (S. bavarica), die Mächtige und die Gewöhnliche Fischernetzspinne (S. senoculata), sind in Mitteleuropa vorkommend. Die Vertreter der Gattung sind kleine bis mittelgroße Spinnen und zeichnen sich wie für die Familie üblich vor allem durch ihren zylindrischen Habitus sowie die drei vorderen nach vorne gerichteten Beinpaare aus, ein Anpassungsmerkmal an ihre Lebensweise. Auch anderweitig entspricht die Biologie der Echten Fischernetzspinnen anderen Fischernetzspinnen. So sind sie nachtaktiv sowie allgemein versteckt lebend und legen charakteristische Netze zwecks des Beuteerwerbs an, die aus einer der Spinne als Aufenthaltsort dienenden Wohnröhre und mehreren davon radiär ausgehenden Spinnfäden bestehen.
Das Trøndelag Teater in Trondheim ist Norwegens größtes Regionaltheater. Die Theatergesellschaft wurde 1937 von Henry Gleditsch gegründet und ist seit 1973 im öffentlichen Eigentum. Auf fünf Bühnen mit maximal 1154 Sitzplätzen wurden 2024 insgesamt 429 Vorstellungen gegeben, die von 81.796 Zuschauern besucht wurden. Das Ensemble umfasst 34 Schauspieler. Insgesamt beschäftigt die Theatergesellschaft Personal im Umfang von 140 Vollzeitäquivalenten. Der älteste Teil des Theatergebäudes wurde bereits 1816 errichtet. Die seit 1969 denkmalgeschützte Gamle Scene (Alte Bühne) ist daher das älteste erhaltene Theatergebäude und zugleich das älteste noch immer bespielte Theater in Norwegen. Bis 1937 wurde die Bühne fast immer nur von Amateurgruppen oder auswärtigen Tournee-Ensembles genutzt. 1997 wurde die Gamle Scene (320 Plätze) in einen Neubau integriert, der weitere Bühnen hinzufügte: Hauptbühne (524 Plätze), Studiobühne (150 Plätze), Theaterkeller (60 Plätze), Theatercafé (100 Plätze).
Ostfriesische Mäßigkeits-Zeitung. Titelblatt der Erstausgabe von 1842
Die Geschichte des Alkoholkonsums in Ostfriesland ist über Jahrhunderte hinweg von zeitgenössischen Berichten über übermäßigen Konsum geprägt. Im 18. und 19. Jahrhundert führte die weite Verbreitung des Branntweins, die von Beobachtern als „Branntweinpest“ bezeichnet wurde, zur Entstehung zahlreicher Brennereien und zugleich zu ersten Abstinenzbewegungen. Parallel dazu entwickelte sich die ausgeprägte ostfriesische Teekultur, die als kulturelles Gegenmodell gilt und bis heute ein charakteristisches Merkmal der Region darstellt. Trotzdem liegen die Fälle von Alkoholmissbrauch auch gegenwärtig (Stand: 2023) in den Landkreisen Aurich (+31 %), Wittmund (+19 %) sowie der Kreisfreien Stadt Emden (+60 %) weit über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt. Lediglich im Landkreis Leer liegen sie etwas darunter.
Porträt von Léon Saunier, Wirkungszeitraum 1836–1877 als Buchhändler und Verleger
Léon Saunier (vollständiger Name: Jean Charles Erneste Léon Saunier; * 25. April 1814 in Berlin; † 26. Juli 1877 in Stettin) war ein deutscher Buchhändler und Verleger. 1836 kaufte Saunier eine eigene Buchhandlung in Stettin und gründete 1849 und 1856 Zweiggeschäfte in Elbing und Danzig. 1844 nahm er die Verlagstätigkeit auf. Sein Verlag entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum größten Verlag in Pommern. Léon Sauniers Buchhandlung beförderte in den 1840er-Jahren die Kultur in Stettin und hatte darüber hinaus Einfluss auf das wirtschaftliche und geistige Leben der Region Pommern. Saunier war ab 1845 Stadtverordneter und ab 1863 Stadtverordnetenvorsteher in Stettin. Darüber hinaus vertrat er die Stadt im Kommunallandtag von Alt-, Vor- und Hinterpommern sowie im Provinziallandtag der Provinz Pommern und gehörte später auch dem Provinzialausschuss an. In seiner Tätigkeit als Stadtverordneter erwarb er sich besondere Verdienste um die Stadterweiterung Stettins.