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Wikipedia:Wiki Loves Earth 2025/Deutschland/Preisträger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Detailaufnahmen

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Plätze 1 bis 10

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1. Platz: Sven Damerow mit Wiedehopfe (Upupa epops) bei der Futterübergabe im Landschaftsschutzgebiet Mittlere Elbe-Steckby
Bewertung der Jury: „Auf dem Foto sehen wir zwei Wiedehopfe im Landschaftsschutzgebiet Mittlere Elbe-Steckby in Sachsen-Anhalt bei der Futterübergabe – vermenschlicht ausgedrückt ein Moment voller Zuwendung. Die charakteristischen Federhauben und kontrastreichen Flügelzeichnungen machen die Szene unverwechselbar. Vorangegangen ist diesem Augenblick die erfolgreiche Balz des Männchens. Nun versucht es, mit dieser Futterübergabe das Weibchen zu beeindrucken. Anschließend wird das Wiedehopfpärchen eine monogame Brutsaisonehe führen. Der Fotograf Sven Damerow hat für uns diesen Augenblick festgehalten. Das Foto zeigt mehr als nur Vogelverhalten, es ist ein Sinnbild für Fürsorge, Verbundenheit und das Zusammenspiel von Instinkt und Eleganz. Die Futterübergabe wird hier zu einem Augenblick der Nähe, der nicht nur biologische Notwendigkeit ist, sondern auch die Schönheit des Lebens widerspiegelt. Sven Damerow würdigt mit diesem Foto nicht nur den Wiedehopf. Er erinnert uns daran, wie wichtig es ist, solche Momente und die Lebensräume, in denen sie möglich sind, zu bewahren.“
2. Platz: Ursula Jaeger mit Waldkiefer mit weiblichen Blütenknospen im FFH-Gebiet Heideflächen und Lohwälder nördlich von München
Bewertung der Jury: „Die Waldkiefer kennen wir alle. Aber was will uns da Ursula Jaeger zeigen? Sie zeigt uns das obere Ende eines Kurztriebes. Kurze Zeit im Frühjahr stehen dort weibliche Blütenknospen zusammen. Diese orangefarbenen Strukturen mit zurückgekrümmten Knospenschuppen schützen so früh im Jahr noch die weiblichen Blütenzapfen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu sehen sind. Die Waldkiefer ist einhäusig getrenntgeschlechtlich, es gibt also weibliche und männliche Blüten; die männlichen Blüten zeigt uns Ursula Jaeger auf einem anderen Foto. Ihre Blüten müssen ja nicht auffällig sein, sie brauchen als windbestäubte Art keine Insekten anzulocken. Und so hat diese unauffällige Struktur noch kaum jemand beachtet und in diesem Stadium sind sie noch viel unauffälliger als zur Blütezeit. Danke Ursula Jaeger fürs Zeigen dieses kleinen unscheinbaren Objektes.“
3. Platz: Johannes Robalotoff mit Ein weibliches Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima) im Naturpark Rhein-Taunus
Bewertung der Jury: „Mit diesem eindrucksvollen Bild eines Grünen Heupferds (Tettigonia viridissima) gelingt es dem Fotografen, die stille Poesie der Natur einzufangen. Im satten Grün des Insekts, das sich harmonisch in die Umgebung des Naturparks Rhein-Taunus einfügt, spiegelt sich die ganze Vielfalt und Lebendigkeit unserer heimischen Landschaft wider. Besonders hervorzuheben ist die Komposition des Bildes: Die Heuschrecke wirkt zugleich filigran und kraftvoll, beinahe wie eine Botschafterin der Wiesen und Felder. Ihr graziler Körper, die feinen Antennen und die klare Farbigkeit treten gestochen scharf hervor – und lenken den Blick des Betrachters auf Details, die im Alltag allzu leicht übersehen werden. Dieses Foto ist nicht nur eine Momentaufnahme der Schönheit, sondern auch ein Appell zum Hinsehen: Es macht uns bewusst, wie wertvoll selbst die kleinen Lebewesen für das große Ganze sind. Gerade in Zeiten des Artenrückgangs erinnert uns dieses Bild daran, wie wichtig es ist, wertvolle Lebensräume wie den Naturpark Rhein-Taunus zu schützen und zu bewahren.“
4. Platz: Johannes Robalotoff mit Blüten des Echten Tausendgüldenkrautes (Centaurium erythraea) im Naturpark Rhein-Taunus
Bewertung der Jury: „Johannes Robalotoff zeigt uns einen Blütenstand des Echten Tausendgüldenkrautes. Es ist in Deutschland nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Es wird als Heilpflanze genutzt. Welch tolle Farben! Ist die Natur ein Künstler? Wenn ein Könner das Objekt ins rechte Licht gesetzt hat, beantwortet sich die Frage jedenfalls positiv. Per Focus Stacking bekommen wir durch Johannes Robalotoff genaue Einblicke in die zwittrigen, radiärsymmetrischen und fünfzähligen Blüten aus verschieden Ansichten und Blütenstadien. Die fünf kräftig rosafarbenen Kronblätter erfreuen uns. Die fünf gelben Staubblätter ragen aus der Kronröhre heraus. Nachdem der Pollen entlassen ist, sind die Staubbeutel korkenzieherartig gedreht. Der Griffel endet in einer zweilappigen, gelben Narbe. Wieder lässt uns Johannes Robalotoff viel dazulernen.“
5. Platz: Johannes Robalotoff mit Eine weibliche Schwebefliege der Gattung Sphaerophoria im Naturpark Rhein-Taunus
Bewertung der Jury: „Diese weibliche Schwebefliege der Gattung Sphaerophoria wurde von Johannes Robalotoff im August 2024 auf einem vertrockneten Blütenstand fotografiert. Die Schwebefliege ist ein gutes Beispiel für Mimikry: Die schwarz-gelbe Farbe imitiert Wespen. Sie besitzen jedoch keine Stacheln und ernähren sich von Nektar und Pollen. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag bei der Bestäubung. Das Foto zeigt in beeindruckender Qualität das Aussehen dieser Art bis hin zu den feinen Härchen. Anhand des Fotos lässt sich der Aufbau dieser Tiere sehr gut illustrieren. Aufgenommen wurde das Foto im Naturpark Rhein-Taunus in der Nähe von Glashütten im Taunus.“
6. Platz: Sven Damerow mit Ein Wegerich-Scheckenfalter im Naturschutzgebiet Wittenberge-Rühstädter Elbniederung
Bewertung der Jury: „Sven Damerow gelingt mit seinem Bild eine außergewöhnlich präzise Makroaufnahme des Wegerich-Scheckenfalters (Melitaea cinxia) auf einer Sporenähre des Schachtelhalms. Durch exaktes Foto-Stacking entsteht eine beeindruckende Tiefenschärfe, die feinste Details wie die einzelnen Flügelschuppen, Härchen, Antennen und Facettenaugen perfekt sichtbar macht. Die klare Struktur und die Farbkorrespondenz zwischen Falter und Pflanze verleihen der Aufnahme eine hohe ästhetische Qualität, die die charakteristische Färbung des Falters zusätzlich betonen.“
7. Platz: Johannes Robalotoff mit Eine Graue Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa) im Naturpark Rhein-Taunus
Bewertung der Jury: „Johannes Robalotoff irritiert uns, zwingt uns, noch einmal hinzusehen. Denn erst beim zweiten Blick hebt sich auf dem ganz in Braun und Grau gehaltenen Foto ein symmetrischer Insektenkörper vom Untergrund ab. In dem Moment, in dem wir erfasst haben, dass es eine gewöhnliche Wanze ist, was wir da sehen, wollen wir uns vielleicht abwenden, weil wir denken, Wanzen hätten wir schon oft genug gesehen. Aber wir müssen unbedingt noch einmal genau hinschauen, denn so haben wir diese Baumwanze, die wohl nur wenige unter uns als Rhaphigaster nebulosa hätten identifizieren können, mit unseren eigenen Augen ganz sicher noch nie gesehen. Wir können sie so auch gar nicht sehen: Denn erst dank der besonderen fotografischen Technik tritt jedes Körperteil klar hervor, mit jeweils eigener Musterung, farblich variierend, wie gestanzt, mit Bordüren an den Seiten und auf dem gefächerten Hinterteil, mit feinsten Härchen an den Fühlern, Härchen und Krallen an den Beinchen. Wir sind froh, dass dieses Insekt seine Facettenaugen und seine rotglühenden Einzelaugen nicht auf uns fokussiert und dass es den Saugrüssel lediglich in den Zweig unter ihm bohrt. Und – dass es in Wirklichkeit ziemlich winzig ist. Ein bestechend scharfes Foto von einem bestechend gut getarnten Wunderwerk der Natur befand die Auswahl-Jury.“
8. Platz: T meltzer mit Ein Uhu im Flug im Naturpark Harz (Niedersachsen)
Bewertung der Jury: „Im Naturpark Harz in Niedersachsen ist T meltzer vor drei Jahren dieser Uhu (Bubo bubo) begegnet. Der Vogel fliegt von links kommend durch das Bild. Beeindruckend rot leuchten die Augen der Eule. Das Foto hat im Angesicht der hohen Fluggeschwindigkeiten dieser Art eine beeindruckende Schärfe. Uhus leben in reich strukturierten Landschaften, wobei sie ihre Nistplätze in Felsen und Steilhängen oder verlassenen Nestern anderer großer Vogelarten haben. Der Uhu ist nach Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und Anhang I der Vogelschutzrichtlinie geschützt. Aufgrund vergangener Anstrengungen zum Erhalt der Art gilt sie in Deutschland akutell als ungefährdet.“
9. Platz: Ursula Jaeger mit Kugelige Teufelskralle im Naturpark Nagelfluhkette im Allgäu
Bewertung der Jury: „Ursala Jaeger zeigt uns Phyteuma orbiculare, die Kugelige Teufelskralle. Dieser fast kugelige Blütenstand enthält viele blaue zygomorphe Blüten in unterschiedlichen Blühstadien. Man muss schon eine Weile in dieses Foto eintauchen und dann ist zu sehen, dass die Blüten ausgeprägt protandrisch sind – zuerst männlich, später weiblich, ohne Überlappung der Geschlechter. Es geht darum, nur Fremdbestäubung zuzulassen. Die Kugelige Teufelskralle gilt in Deutschland als gefährdet, da ein starker Rückgang festzustellen ist. Fotografiert wurde im Naturpark Nagelfluhkette im Allgäu und das Bild wurde mit Hilfe von Focus Stacking bearbeitet. Dabei wurden viele Merkmale deutlich erkennbar wie die Staubbeutel oder die Haare auf den grünen Hüllblättern. Eine kleine Naturschönheit wurde in ein gutes Licht gerückt.“
10. Platz: H1Josch Neu! mit Ein Fichtenkreuzschnabel auf dem Armeleuteberg
Bewertung der Jury: „Mit klarer Linienführung und präziser Fokussierung zeigt dieses Werk einen Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra) in seinem natürlichen Lebensraum auf dem Armeleuteberg im Harz. Der Vogel, im Winterlicht festgehalten, vermittelt eine ruhige, fast meditative Stimmung. Die Perspektive hebt den charakteristischen, überkreuzten Schnabel besonders hervor – ein faszinierendes Detail, das diese Art unter den Singvögeln so einzigartig macht. Mit diesem Porträt öffnet der Fotograf H1Josch unser Auge für einen dieser stillen, aber besonderen Bewohner unserer Wälder. Der markante Schnabel tritt in klarer, fast schon grafischer Gestaltung in Erscheinung und lässt uns staunen über die wunderbare Anpassung der Natur. Das Bild erinnert uns daran, dass auch die verborgensten Details des Lebens Geschichten erzählen – Geschichten von Evolution, Lebensraum und der kostbaren Vielfalt unserer Umwelt.“

Plätze 11 bis 30

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Plätze 31 bis 50

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Landschaftsaufnahmen

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Plätze 1 bis 10

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1. Platz: Jan Czeczotka mit Geotop Buckelwiesen südöstlich von Klais, im Hintergrund der Schwarzkopf (1592 m) und die Nördliche Karwendelkette
Bewertung der Jury: „Diese geomorphologische Besonderheit des alpinen Bereiches wurde teilweise durch Einebnung zerstört, um eine bessere Weidenutzung zu ermöglichen. Es ist also ein Restbestand, der von Jan Czeczotka so eindrucksvoll uns vorgestellt wird. Diese Bereiche des Alpenraumes sind auch besonders artenreich; um sie zu erhalten, ebnet man sie nicht mehr ein, düngt sie nicht und bewirtschaftet nur extensiv. Die Buckelwiesen entwickelten sich auf kalkreichen, eiszeitlichen Moränen- und Schotter-Ablagerungen Ende der letzten Eiszeit nach dem Abschmelzen der großen Gletscher. Durch in den Mulden verstärkt versickerndes Regen- und Schneeschmelz-Wasser greift dort die Verwitterung tiefer ein und der aus dem Untergrund gelöste Kalk wird abgeführt, die Mulden sinken immer weiter ein und das Relief verstärkt sich. Durch diese Verwitterung bildete sich eine Buckelflur aus vielen kleinen 50 bis 100 Zentimeter hohen Hügeln und Vertiefungen. In diesem auf kleinstem Raum mit hoher Strukturvielfalt befindet sich ein Mosaik von trockenen und feuchten Lebensräumen und damit die Möglichkeit einer hohen Artenvielfalt. Jan Czeczotka schenkt der Wikipedia eine kleine Serie von Fotos in unterschiedlichen Jahreszeiten. Dass wir in die Bilder so tief hineinschauen können, dafür braucht man das besondere Gespür für den richtigen Standort und den Bildausschnitt.“
2. Platz: Stephan Sprinz mit Sandrippel im Sonnenuntergang auf Norderney
Bewertung der Jury: „Sandrippel im Sonnenuntergang. Das Foto zeigt, wie die Flut im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zur Abendämmerung einsetzt und die Sandrippel überspült. Damit Sandrippel entstehen, braucht es sowohl Schwerkraft und Dichteunterschied als auch eine ausreichend schnelle Strömung und Viskosität des Fluids. Mit diesen Worten könnte man trocken und nüchtern beschreiben, was Stephan Sprinz fotografiert hat. Weniger nüchtern lässt sich das Foto so beschreiben: Stille Poesie gezeichnet vom Atem des Meeres. Jede Linie im Sand erzählt von Bewegung, von Rhythmus und von der Kraft, die das Meer auf unsere Küsten ausübt. Im warmen Licht des Sonnenuntergangs verwandeln sich die kleinen Wellen in ein Kunstwerk aus Schatten und Glanz. Stephan Sprinz gelingt es, mit seinem Foto die Vergänglichkeit einzufangen, die hier zu einem Symbol der Beständigkeit im Wandel wird.“
3. Platz: Wayaway.photography Neu! mit Göpelschachtanlage im Museum Technisches Denkmal Lehesten im Naturschutzgebiet Staatsbruch Lehesten
Bewertung der Jury: „Wayaway.photography zieht unseren Blick hinein in eine Winterlandschaft: Von dünnem Schnee bedeckt stehen altmodische Industriegebäude, halb von Bäumen umgeben, über einer senkrecht abfallenden Schieferwand, die auf eine blauschwarze, gefrorene Wasserfläche trifft. Darüber spannt sich ein Winterhimmel mit zerrissenen, noch die letzte Morgenröte spiegelnden Wolken. Wird hier die Arbeit wieder aufgenommen, wenn der Schnee schmilzt und das Eis wieder zu Wasser geworden ist? Sicher nicht. Was wir sehen, ist der Staatsbruch Lehesten. Bis zum Jahr 1999 und bereits seit dem 13. Jahrhundert wurde hier Tonschiefer abgebaut. Der besonders gut spaltbare Tonstein wurde zu Schiefertafeln und -platten verarbeitet. Nach der Betriebsstilllegung füllte sich der Schieferbruch mit Grundwasser und viele der Bergbaueinrichtungen verschwanden in einem 40 Meter tiefen See. Nur der ziegelrote Schornstein der ehemaligen Dampfmaschinenanlagen ragt noch aus dem Wasser und hält den Blick fest. Im Jahr 2006 gehörte der Staatsbruch Lehesten zu den 77 bedeutendsten Geotopen in Deutschland, die die Auszeichnung Nationaler Geotop erhielten. Wichtigster Bestandteil ist die handgeschrämte, zwischen 30 und 40 Meter hohe senkrechte, oder, wie es in der Fachsprache heißt, „seigere“ Rückwand des Tagebaubereichs „Kießlich“ unterhalb des Göpels. Die Göpelanlage selbst, rechts im Bild, stammt aus dem Jahr 1840 und wurde schon 1973 als Technisches Denkmal unter Schutz gestellt. Das gesamte Areal des Schieferparks ist seit 2001 Naturschutzgebiet.“
4. Platz: Jan Czeczotka mit Geotop und Naturdenkmal Schleierfälle und Höhle im Kalktuff an der Ammer südöstlich von Wildsteig
Bewertung der Jury: „Im Ammertal werden die Steilhänge durch Gesteine der tertiären Unteren Süßwassermolasse gebildet, die von würmzeitlichen Moränen überlagert werden. Das kalkreiche Grundwasser staut sich auf den Molasseschichten und stürzt als feiner Wasserschleier über die moosbewachsene Hangkante ins Tal. Die Moose entziehen dem Wasser Kohlendioxid und bilden Kalktuffe, die sich als Kalktuffnasen und -terrassen absetzen. Unterhalb der Kalktuffnasen entstehen in der Folge Primärhöhlen. Dem Fotografen Jan Czeczotka ist es in hervorragender Weise gelungen, das harmonische Zusammenspiel der feinen Wasserschleier, der Moose und Kalktuffbildungen eindrucksvoll zu dokumentieren.“
5. Platz: Markusmachtphotos Neu! mit Buchen im Biosphärenreservat Rhön
Bewertung der Jury: „Markusmachtphotos lädt mit seinem Bild zum Innehalten ein. Mit starkem Weitwinkel richtet er den Blick in einem Buchenwald senkrecht nach oben und eröffnet so eine ungewohnte Perspektive. Im Mittelpunkt steht ein dunkler Stamm, dessen letzte orange-roten Blätter an den vergangenen Herbst erinnern. Umrahmt wird er von kahlen, im Nebel verschwindenden und farblich entsättigten Bäumen. Ihre Linien laufen auf den Stamm zu und lassen die Szene in eine stille, entrückte Atmosphäre tauchen. Aus der Verbindung von technischer Präzision und poetischer Dichte entsteht ein Bild, das die Magie des Waldes zwischen Herbst und Winter eindrucksvoll erfahrbar macht.“
6. Platz: Ursula Jaeger mit Geotop Wildflusslandschaft Isartal zwischen Wallgau und Sylvensteinsee, Vorderriß mit Rißbach
Bewertung der Jury: „Ursula Jaeger zeigt uns den einzigen Alpenwildfluss in Deutschland. Die Isar durfte zwischen Wallgau und dem Sylvensteinspeicher ihren ursprünglichen Charakter bewahren. Der Rißbach, der bei Vorderriß in die Isar mündet, ist nur bei Starkregen an der Oberfläche zu sehen. Auch auf dem ausgetrockneten Flussbett kann man die unterschiedlichen, sich ständig wechselnden Verläufe des Fließgewässers erkennen. Veränderung ist das Hauptmerkmal eines Wildflusses. Es gibt einen Prall- und einen Gleithang, es lagern sich Sedimente auf der gesamten unverbauten Fläche ab. Es bilden sich durch die Hochwasser Schotterbänke, Flussarme und Flussinseln mit unterschiedlichem Bewuchs. Um dies dem Betrachter nah zu bringen, wählt Ursula Jaeger den genau richtigen Standort und den passenden Bildausschnitt; so gelingt ihr dieser lehrreiche Einblick in diese urwüchsige Landschaft.“
7. Platz: Jan Czeczotka mit Geotop Buckelwiesen und Dolinen am Geißschädel nordöstlich von Klais
Bewertung der Jury: „Der Höhenrücken zwischen Mittenwald, Klais und Krün liegt auf Grundmoränen und darunter liegenden Schotter- und See-Ablagerungen der letzten Eiszeit. Auf diesem kalkreichen Untergrund entwickelte sich durch Verwitterung eine zusammenhängende Buckelflur aus unzähligen einzelnen Hügeln von 50 bis 100 Zentimeter Höhe. Die wellige Oberfläche war für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung hinderlich, deshalb wurden ab 1920 große Teile der Buckelwiesen eingeebnet. Vor allem in Gräben und an steileren Hängen blieben aber noch größere Bereiche erhalten. Besonders eindrucksvoll ist das Nebeneinander eingeebneter und erhaltener Buckelwiesen. Die Restbestände stellen nicht nur eine landschaftliche Besonderheit dar, sondern sind auch sehr artenreich. Um diese Kostbarkeit zu erhalten, werden die Wiesen heute nicht mehr eingeebnet, nicht gedüngt und nur extensiv bewirtschaftet. Im Geotop „Buckelwiesen und Dolinen am Geißschädel nordöstlich von Klais“ kommen neben Buckeln auch Dolinen vor. Die kesselförmigen Eintiefungen – die Dolinen – entstehen durch Wasser- und Kohlensäureverwitterung in relativ leicht löslichen Gesteinen der Alpen. Hierbei wird das Gestein von der Geländeoberfläche her aufgelöst. Jan Czeczotka zeigt gekonnt die beiden geologischen Phänomene in der umgebenden Landschaft an der Pforte zum Wettersteingebirge.“
8. Platz: Stephan van Helden mit Baumgruppe am Bildstock südlich von Prappach
Bewertung der Jury: „Zwei Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) stehen neben einer Straße an einem Feld im Naturpark Haßberge. Das Naturdenkmal wird durch den darunter stehenden Bildstock um ein Kulturdenkmal erweitert. Solche frei stehenden Bäume sind ein wichtiges ästhetisches Element in der Kulturlandschaft. Aber nicht nur das: Solche Bäume sind zudem wichtiger Lebensraum für Insekten, Vögel und teilweise sogar Fledermäuse, die in Höhlen in alten Bäumen wohnen. Das Bild zeigt auch, dass es sich bei schützenswerten Elementen in der Landschaft nicht immer nur um heimische Arten handelt. Die Rosskastanie kommt ursprünglich vom Balkan und wird seit dem 16. Jahrhundert gezielt als Zierbaum angepflanzt. Dieses Foto von Stephan van Helden wurde an einem Frühlingstag mit wolkenlosem Himmel aufgenommen.“
9. Platz: Reinhold Möller mit Das Wiesenttal zwischen Kirchehrenbach und Pretzfeld
Bewertung der Jury: „Die Wiesent ist der Hauptfluss der Fränkischen Schweiz. Zwischen Forchheim und Ebermannstadt verläuft sie am Fuß des bedeutenden Geotops Walberla. Reinhold Möller lenkt in seinem Orthofoto den Blick auf die Wiesenlandschaft am Fluss. Die menschlich geprägte Kulturlandschaft mit den geografischen Mustern der Mahd wird durch den naturnahen mäandrierenden Gewässerverlauf mit seinen Ufergehölzen bestimmt und gegliedert. Der Fluss ist Teil des Naturparks und Landschaftsschutzgebiets „Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst“ und selbst im Natura-2000-Netzwerk geschützt. Durch die hohe technische Qualität und den gelungenen Bildaufbau stellt der Fotograf das Zusammenspiel zwischen Natur- und Kulturlandschaft hervorragend dar.“
10. Platz: Stephan Sprinz mit Polarlicht auf Norderney
Bewertung der Jury: „Norderney liegt genau in der Mitte der ostfriesischen Inseln. Diese Inseln in der Nordsee sind Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Dieser wiederum ist zusammen mit weiteren Schutzgebieten in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark Teil des UNESCO-Welterbes Wattenmeer. Zu sehen sind die Dünen am Übergang zum Strand im Norden der Insel. An diesem Augustabend ist aber nicht nur die Natur auf der Erde spannend. Auch in der hohen Atmosphäre spielen sich besondere Ereignisse ab: In einem Sonnensturm wurden geladene Teilchen in Richtung der Erde geschleudert. Sie reagieren in einer Höhe von 120 bis 250 Kilometern mit dem dort vorhandenen Sauerstoff und bringen ihn in Abhängigkeit von Luftdruck und Energie in verschiedenen Farben zum Leuchten. Bei einem der stärksten Sonnenstürme der letzten Jahrzehnte konnte Stephan Sprinz dieses Phänomen nun sehr schön in Kombination mit einer schützenswerten Landschaft dokumentieren.“

Plätze 11 bis 30

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Plätze 31 bis 50

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Sonderpreise

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Geodiversität

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Geodiversität ist das abiotische Äquivalent der Biodiversität und beschreibt die Vielfalt der geologischen, geomorphologischen, pedologischen und hydrologischen Merkmale und Prozesse. Zusammen mit der Biodiversität bildet die Geodiversität die natürliche Vielfalt des Planeten Erde. Die UNESCO hat im Jahr 2021 den 6. Oktober zum Tag der Geodiversität ausgerufen, um das Bewusstsein für die immense Bedeutung geologischer Vielfalt zu schärfen und den Beitrag der Geowissenschaften zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft aufzuzeigen. Wir haben dies aufgegriffen und in diesem Jahr Sonderpreise in der Kategorie Geodiversität vergeben.

Folgende Bilder zum Thema Geodiversität erhalten Sonderpreise:

Wer auf der Schmalen Heide wandert, wird im Landesinneren auf 2,5 Kilometern Länge und bis zu 300 Metern Breite auf ein Geröllfeld treffen, das zu über 90 Prozent aus Feuersteinen besteht. Und der Besucher – oder auch der Fotograf – fragt sich unwillkürlich: Wer hat die vielen Steine hier aufgeschichtet und warum? Die Antwort verblüfft: Es war eine Sturmflut der Ostsee vor 3000 bis 4000 Jahren. Die Feuersteine, die vom Kliff in Jasmund stammen, wurden hier zu zwei Meter mächtigen Strandwällen aufgeschüttet. Diese alten Feuersteinwälle bilden heute die Lebensgrundlage für Wacholder, Kiefern und Stieleichen, Hundsrosen, Heidekraut und Blaubeeren. In den Steinfeldern gibt es einige interessante, spezialisierte Tierarten. Dazu gehören z. B. die Kreuzotter und die noch seltenere Glattnatter, die zu den akut vom Aussterben bedrohten Tierarten in Mecklenburg-Vorpommern zählt.

Auf einem der schönsten Wanderwege in der Umgebung des Bodensee, entlang des Aachtobels kommt der Wanderer an beeindruckenden Felswänden vorbei. Die heute beschauliche Linzer Aach hat sich hier seit Ende der Würmkaltzeit in die über 120 Meter mächtigen, weichen Gesteine der tertiären Oberer Meeresmolasse, die vor etwa 20 Millionen Jahren entstanden, eingeschnitten. Spektakuläre Sedimentstrukturen werden sichtbar: Feinsandsteine wechseln sich mit Schluffsteinen und Tonsteinen ab, deutliche Rinnenstrukturen mit Parallel-, Kreuz- und gekappten Schichten zeugen von der intensiven Dynamik des Sedimentationsgeschehens zur Zeit der Ablagerung der Schichtenfolge.

Das letzte Foto zeigt uns in hervorragender Weise die Ambivalenz zwischen dem Erhalt der Geodiversität und den menschlichen Aktivitäten. Der Tagebau in Elbingerode legt seit 1973 hochreine Kalksteine frei und gestattet uns einen Einblick in die Lagune eines mitteldevonischen Atollriffes. In dem Fall sind es bergbauliche Aktivitäten, die uns einen – wenn auch nur kurzen – Einblick in die Entwicklungsgeschichte eines 385 Millionen Jahre alten Riffs ermöglichen.

Sonderbewertung Wiedehopf

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Upupa epops, der Wiedehopf, ist unverkennbar und gilt in Mitteleuropa als allgemein bekannt. In freier Natur können ihn nur wenige Menschen beobachten. Sven Damerow hat dies für uns getan. Er ist langjährigen Wiki-Loves-Earth-Freunden als Fotograf von Schmetterlingen und vor allem Libellen bekannt. Sven Damerow hat in diesem Jahr eine beeindruckende Serie von hochwertigen Fotos vom Balz- und Paarungsverhalten des Wiedehopfs eingereicht. Dafür möchte ihn die Jury von Wiki Loves Earth mit einem Sonderpreis ehren.