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Wikipedia:Wiki Loves Monuments 2025/Deutschland/Preisträger

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Plätze 1 bis 10

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1. Platz: Martin Kraft mit Festhalle in Frankfurt am Main
Bewertung der Jury: „Auf dem Frankfurter Messegelände liegt die von 1907 bis 1909 erbaute und in ihrer nachfolgenden wechselvollen Geschichte mehrmals stark zerstörte Festhalle mit ihrer rund 40 m hohen Kuppel, unter der bis zu 22.500 Menschen Platz finden. Die Halle war zu ihrer Entstehungszeit der größte Kuppelbau Europas, der zum Vorbild vieler späterer Bauten wurde. Ihr Architekt Friedrich von Thiersch versuchte in seinem damaligen Entwurf, den Prunk des Neubarocks umzusetzen, um ein der Messestadt würdiges Repräsentationsbauwerk zu erschaffen. Dem Fotografen Martin Kraft glückt es mit seiner 2023 entstandenen Aufnahme durch die Verwendung eines Weitwinkelobjektives mit einer Brennweite von 14 mm, die majestätische Architektur und die filigrane Bauweise der nur aus Stahl und Glas bestehenden Kuppel gekonnt einzufangen. Mit der Aufnahme gelingt eine interessante Melange zwischen dem durch die Glaselemente der Kuppel brechenden natürlichen Tageslicht und dem Kunstlicht, welches die nicht direkt vom Tageslicht erreichbaren Bereiche unter den Rängen erhellt. Die Aufnahme stellt die Strukturen der an konsequent gewichtssparende Konstruktionselemente des Flugzeugbaues erinnernden Stahlverstrebungen der Kuppel und die feinen Linien zwischen den robusten Bodenbelagselementen, in denen sich Tages- und Kunstlicht widerspiegeln, in ein optisches Gleichgewicht. Kaum ein abgebildeter Bereich bleibt dem Betrachter durch Über- oder Unterbelichtung verborgen. Diese Arbeit „Martin Kraft: Festhalle Frankfurt“ wurde durch die Jury zum diesjährigen Siegerbild gekürt.“
2. Platz: Matthias Süßen mit Flugfeld des Flughafens Berlin-Tempelhof
Bewertung der Jury: „Der ehemalige Flughafen Berlin-Tempelhof war zwei Jahre lang das größte Gebäude der Welt. Die Architektur des Bauwerks fasziniert heute noch, trotz seiner Geschichte im Nationalsozialismus, durch seine monumentalen Dimensionen und die aus der Formensprache der 1920er stammenden Ideen der Moderne. Matthias Süßen ist es gelungen, genau diese Ambivalenz mit der Aufnahme des Terminalgebäudes einzufangen. Der Blick gleitet entlang der geschwungenen Linien bis zum Radarturm. Er erfasst die Weitläufigkeit des Gebäudes und Geländes und sowohl die Schlichtheit als auch geschwungene Eleganz der halbkreisförmigen Konstruktion, welche das ursprünglich ovale Flugfeld teilumfasst. Eine besondere Bedeutung kam dem Flughafen Tempelhof während der Luftbrücke Berlin in der frühen Nachkriegszeit – bei der Versorgung durch die Westalliierten – zu.“
3. Platz: Dietmar Rabich mit Greetsieler Zwillingsmühlen in Krummhörn-Greetsiel im Landkreis Aurich
Bewertung der Jury: „Die Zwillingsmühlen im ostfriesischen Greetsiel sind nicht nur das Wahrzeichen des Ortes, sondern auch ein extrem viel fotografiertes Motiv. Die im Bildvordergrund stehende Mühle II (sogenannte Vereinsmühle oder Grüne Mühle) steht als Einzeldenkmal unter Denkmalschutz. Die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende ältere Mühle I (Schoof'sche Mühle, Rote Mühle) tritt gestalterisch leicht hinter ihren Zwilling zurück, behält aber eine solche Präsenz, dass sie nicht nur als Beiwerk wirkt, sondern den Blick vom Einzeldenkmal zum Mühlenensemble lenkt, das als Gruppe baulicher Anlagen geschützt ist. Dietmar Rabich ist es nicht nur gelungen, eine äußerst überzeugende Bildgestaltung vorzulegen, sondern diese ebenfalls technisch perfekt umzusetzen. Die Jury hat insbesondere die konsequente Linienführung im Bild überzeugt, die beginnend mit den Wolken über die Mühlenflügel und -köpfe bis zum nur teilweise zu erkennenden Siel reicht. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass trotz der Zentralität der Mühle(n), die Darstellung der sie umgebenden ostfriesischen Kulturlandschaft nicht verloren gegangen ist, ohne jedoch in eine Postkartenidylle abzugleiten. Als interessantes Detail ist zudem die am rechten Bildrand noch gerade ersichtliche moderne Windkraftanlage zu erwähnen, die als eine Kontinuitätslinie der Nutzung der Windenergie in Ostfriesland verstanden werden muss und zugleich gestalterisch eine Fortsetzung der von der Bildmitte bis an den rechten Rand reichenden gedachten Verbindungslinie zwischen den Mühlen darstellt. Mit den Mitteln des Fotografen wird hier gleichsam gezeigt, dass mit dem Ende der Hochphase der Nutzung traditioneller Windmühlen sich nach einem Hiatus am Horizont bereits die moderne Windenergie abzuzeichnen begann.“
4. Platz: GZagatta mit Kokerei Zollverein in Essen
Bewertung der Jury: „Die Kokerei Zollverein ist neben der angrenzenden Zeche Zollverein in Essen als UNESCO-Welterbe und Baudenkmal eingetragen. Gezeigt ist die Maschinenseite der Koksofenbatterie, auf der die Drückmaschine (auch „Drücklok“ genannt) fährt. Die Drückmaschine hat die Aufgabe, die unter Luftabschluss gegarte Kokskohle zur Weiterverarbeitung auszudrücken. Die Stilllegung erfolgte 1993, entsprechend ist der Gang vor den Öfen, auch Meistergang genannt, mit Wasser vollgelaufen. Linker Hand schließt sich die Kohlenwertstoffanlage, auch „weiße Seite“ genannt, an. Seit über 25 Jahren ist das Gelände frei zugänglich. Das Foto des Fotografen GZagatta hat die Jury überzeugt, da es ein zentrales und auch oft fotografiertes Element des Kokereigeländes in einer überraschenden Ansicht zeigt. Durch den niedrigen Aufnahmestandpunkt der Kamera knapp über der Wasseroberfläche entsteht eine perfekte Spiegelung der Anlagenteile.“
5. Platz: Reinhold Möller mit U-Bahnhof Wittenbergplatz in Berlin-Schöneberg
Bewertung der Jury: „Die Textzeile „Die letzte U-Bahn geht später und du bist immer noch da“ aus einem Lied von Element of Crime erinnert an stille und melancholische Momente in der Großstadt. Das Foto des U-Bahnhofs am Wittenbergplatz fängt genau diesen Übergang zwischen dem Alltag und seinen Geschichten ein. Es stellt den U-Bahnhof im Dämmerlicht eines Dezemberabends dar. Der Fotograf Reinhold Möller zeigt, was ein U-Bahnhof alles sein kann – ein Ort des Ankommens, ein Ort des Verlassens und auch ein Ort des Wartens und vielleicht des Hoffens. Ihm gelingt es, die ruhig und beständig wirkende Fassade des Bahnhofs durch die festlich anmutende Beleuchtung in Szene zu setzen. Reinhold Möller beweist uns mit diesem Bild, dass auch in der Hektik der Großstadt Momente der Ruhe und des Innehaltens zu finden sind, man muss sich nur wie er die Zeit nehmen, diese zu suchen.“
6. Platz: Martin Kraft mit Mietshäuser Bismarckstraße 18 und 18a in Görlitz im Landkreis Görlitz
Bewertung der Jury: „Gleich oder doch nicht gleich? Die Frage der Identität beschäftigte den Fotografen Martin Kraft bei seiner Motivwahl. Er fotografierte die Giebelpartien zweier nebeneinander liegender Wohn- und Geschäftshäuser in der Görlitzer Bismarckstraße, einer einst prächtigen Einkaufsstraße. In ihrer Bauzeit (1902/1903) glichen sich die Bauten wohl noch wie ein Ei dem anderen. Auf eindrückliche Weise führt uns der Fotograf buchstäblich die Licht- und Schattenseite einer Restaurierung vor und regt den Betrachter an, sich die über und über dekorierten Häuser, deren Architekt sich aus der üppig gefüllten Kiste der Baustile bediente, genauer zu betrachten. Der Teil des linken Hauses hat fast dieselben Dekorationselemente (Renaissancegiebel, Jugendstilbäume, Wappen und mehr) wie der rechte Teil, doch erscheint der linke, original sandsteinfarben geschlämmte Teil viel plastischer. Der Fotograf wählte einen hellen, aber nicht zu sonnigen Tag, an dem durch die optimale Beleuchtung der Hausteile besonders auffällt, dass bei der mit weißer Farbe überzogenen Fassade der Bauschmuck im Weiß fast versinkt. Er zeigt uns auch, dass links das „Fenster in die Geschichte“ viel weiter geöffnet ist als bei dem etwas überrestaurierten Haus. Was R. Wünsch wohl verkauft hat? War er der Bauherr? Wie kommt es, dass zwei Häuser sich so gleichen?“
7. Platz: T meltzer mit Großer Saal des Konzerthauses Berlin
Bewertung der Jury: „Das Berliner Konzerthaus, am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte gelegen, entworfen und gebaut von Karl Friedrich Schinkel im Stil des Klassizismus, wurde 1821 eröffnet. Der Große Saal, der hier auf dem Bild des Fotografen T meltzer großartig dargestellt wird, verfügt über kunstvolle Malereien, Stuck und Golddekor, 14 Kronleuchter und 38 Büsten berühmter Komponisten, die von den Wänden herabblicken. Für rund 1700 Besucher ist hier Platz auf den wunderbaren, roten Sesseln, die von T meltzer hier detailreich und bildstrukturierend dargestellt werden. Der Fotograf zeigt uns den Großen Saal in seiner überwältigenden und faszinierenden Pracht mit der Deckenkonstruktion und den Kronleuchtern.“
8. Platz: Tournasol7 mit Haus Finkenherd 1 in Quedlinburg im Landkreis Harz
Bewertung der Jury: „Das Bild stellt von einem gut gewählten Standpunkt den im Mittelalter geprägten Gassenverlauf der Altstadt Quedlinburgs durch Nutzen eines Ultraweitwinkelobjektivs dar. Der Schlossberg steht schon voll im Sonnenlicht, während die Gassen im Vordergrund noch spärlich beleuchtet sind. Dem Fotografen Tournasol7 ist es gelungen, diese Lichtsituation ausgewogen einzufangen. Der Aufnahmestandort liegt an der Abzweigung der Gasse Finkenherd nach rechts von der links im Bild verlaufenden Gasse Gildschaft. Der Blick ist Richtung Süden auf den Schlossberg gerichtet. An dieser Gabelung ist ein Nebengebäude von Finkenherd 1 prominent in Szene gesetzt. Im Hintergrund sind die Türme der Stiftskirche St. Servatius gut zu erkennen und erlauben es, das Bild ins UNESCO-Weltkulturerbe Quedlinburg zu verorten. Das Bild vermittelt einen Eindruck der Elemente, die zur Aufnahme in die Welterbeliste geführt haben: der hohe Bestand an Fachwerkhäusern, gekrönt von der Bebauung des Schlossbergs.“
9. Platz: Stephan van Helden mit Gottesackerkirche St. Burkard in Königsberg in Bayern im Landkreis Haßberge
Bewertung der Jury: „Die evangelisch-lutherische Gottesackerkirche im unterfränkischen Königsberg stammt in ihren Anfängen aus dem 15. Jahrhundert und erfuhr in der Spätrenaissance eine umfassende Renovierung, die das heutige Erscheinungsbild prägt. Der Fotograf Stephan van Helden erfasst mit seiner Aufnahme den komplexen Innenraum in klassischer Zentralperspektive und schafft es, trotz der anspruchsvollen Lichtsituation ein perfekt ausgeleuchtetes Gesamtbild zu vermitteln. Von den sanften Lichtreflexen in den Bodenplatten und Holzeinbauten bis zu den zahlreichen Grabsteinen in den unterschiedlichsten Positionen sind alle Details gut zu erfassen, so dass das Auge ohne Störung den Raum zu erkunden vermag. Die in dieser Aufnahme nicht berücksichtigte prominente Holzdeckenmalerei, die den Saalbau bei traditioneller Betrachtung dominiert, ist durch die Wahl des Ausschnitts am Übergang zum Chor erkennbar und erlaubt Betrachtenden, den baulichen Zusammenhang herzustellen. Insgesamt eine sehr harmonische und informative Abbildung dieses historisch hochinteressanten Sakralbaus.“
10. Platz: Ubahnverleih mit Energiezentrale des Flughafens Berlin-Tegel
Bewertung der Jury: „Die Fotografie zeigt die Südansicht der Energiezentrale des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel und wurde im September 2022 aufgenommen. Die Fotografin Ubahnverleih wählte ihren Standpunkt so, dass sie die Frontalperspektive nutzen konnte, um einen Teil des Gebäudekomplexes aufnehmen zu können. Ohne einen klaren perspektivischen Fluchtpunkt wirkt die Fläche mit ihren einzelnen Blöcken sehr abgeschlossen und durch den hohen Metallzaun nahezu wehrhaft. Auf der rechten Seite des Gebäudes wurde bewusst der Abschluss der Gebäudeseite in das Foto einbezogen, ohne aber die Tiefe des Gebäudes offenzulegen. Tiefe erhält die Fotografie allein durch die Einbeziehung des gepflasterten Weges und die Straßenlaternen im Vordergrund. Die stark gesättigten komplementären Farben Blau und Gelb-Orange unterstreichen die Außergewöhnlichkeit des Gebäudes. Das Blau des Himmels spiegelt sich teilweise in den eher kleinen, abgerundeten Fenstern, die sich mit den großen rechteckigen Flächen abwechseln. Das Gebäude scheint sich gegen jegliches Eindringen abzuschotten. Die Fotografie wirkt durch die Wahl des ungewöhnlichen, sehr technisch und funktional anmutenden Gebäudes und durch die klare Farbgestaltung zeitlos und ungewöhnlich. Funktion und Ausmaß des Gebäudes bleiben im Verborgenen. Dadurch wird die durch die Farbgebung erzeugte dystopische Stimmung unterstützt, die Fotografie wirkt gleichzeitig real und nicht real. Ein außergewöhnliches Bild, das einen zweiten Blick lohnt.“

Plätze 11 bis 30

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Plätze 31 bis 50

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Plätze 51 bis 75

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Plätze 76 bis 100

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Bauernhöfe finden sich überall in Deutschland, in den Denkmallisten sind sie zahlreich aufgeführt. Der Sonderpreis soll die Vielfalt dieser Bauwerke und ihrer Nutzung würdigen. Die Einreichungen zeigen Gebäude und Nebengebäude von den Alpen bis zur Nordsee.