Wikipedia:Wikimedia Deutschland/ZDFCheck/FAQ

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Vortrag zur re:publica 2013 mit anschließender Q&A
so funktioniert der #ZDFCheck
Drei Fragen an ZDF-Online-Chef Eckart Gaddum

Zur Bundestagswahl: Faktencheck mit ZDF und Phoenix
Wikimedia Deutschland unterstützt den Online-Faktencheck der Sender ZDF und Phoenix zur Bundestagswahl. Wikipedianer werden über WMDE angesprochen, sich aktiv am Faktencheck zu beteiligen. Dafür hat WMDE mit Tim Moritz Hector einen Wikipedian in Residence als Botschafter zwischen dem Vorhaben der Sender und der Community angestellt. Das Projekt ist ein erster Schritt hin zu freien Inhalten von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Bis jemals eine CC-BY SA lizenzierte Tagesschau über die Bildschirme flimmern wird, werden voraussichtlich noch viele Initiativen nötig sein; kein Grund jedoch, nicht schon im Kleinen anzufangen. Das dem Faktencheck zugrunde liegende Arbeitsprinzip übernimmt die erprobten Redaktionsanweisungen aus einem allseits bekannten Enzyklopädieprojekt: Jeder kann mitmachen, Aussagen sind neutral und belegt und die Versionsgeschichte ist stets nachvollziehbar. Die für diese Webseite des ZDF erstellten Inhalte werden unter einer freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, jede(r) kann damit diese Inhalte weiternutzen. Klar ist auch, die ZDF-Faktencheck-Oberfläche wird kein genuines Wiki sein.

Wikimedia Deutschland ist insbesondere für jede Art von Rückmeldung, Kritik, Verbesserungsvorschlägen dankbar und hat die nach der Veröffentlichung des Projekts entstandene Diskussion im Wikipedia-Kurier und an anderen Orten verfolgt und sich nach besten Kräften eingebracht. Auch die über die Umfrage eingehenden Einschätzungen sind für Wikimedia Deutschland wichtig, WMDE erhofft sich weitere intensive Beteiligung, sowohl am Projekt selbst als auch an der kritischen Begleitung.


Im Folgenden stellen und beantworten Wikipedia-User und WMDE Fragen von den Diskussionsseiten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der ZDF-Faktencheck?[Bearbeiten]

Der ZDF-Faktencheck ist eine Online-Plattform, auf der Journalisten gemeinsam mit der Netzcommunity im Vorfeld der Bundestagswahl Behauptungen von Politikern auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Es geht um Tatsachenbehauptungen in aktuellen Aussagen von Politikern und anderen Personen des öffentlichen Lebens, die öffentlich gemacht werden und nicht sofort auf ihre Faktizität hin überprüfbar sind. Erst durch eine fundierte Recherche kann geklärt werden, ob die jeweilige Aussage stimmt oder mit allen Abstufungen nicht wahr ist. Diese Auswahl, die Recherche, die Bewertung und die anschließende Berichterstattung des Ergebnisses soll Inhalt des ZDF-Faktenchecks sein. Ergebnisse des ZDF-Faktenchecks sollen in die TV-Berichterstattung des Senders einfließen. Damit soll auch die besondere partizipative, den Wikipedia-Prinzipien folgende Arbeitsweise des ZDF-Faktenchecks dem ZDF-Fernsehpublikum nahe gebracht werden.

Die ZDFcheck-Redaktion wählt die Politikeraussagen aus, die unter Mithilfe der Ehrenamtlichen „gecheckt“ werden sollen. Sie wählt außerdem aus, welche Beiträge der Ehrenamtlichen in das ZDF-Format am Ende einfließen, und sie bestimmt auch, was das Ergebnis eines solchen „Faktenchecks“ ist. Die Redaktion behalte sich dies vor, weil es sich letztlich um ein journalistisches Format handele, das nur Elemente des Crowdsourcing einbeziehe, selbst aber kein vollständig journalistisches Crowdsourcing-Projekt sei. Die Nachrichten fließen gelegentlich in die Abendausgaben des heute-Journals ein und es ist darüber hinaus eine Sendung des ZDFinfo-Kanals in Vorbereitung, die nächste Woche ein eigenes Format für den Faktencheck aufsetzen will.

Wie profitiert die Wikipedia vom ZDF-Faktencheck?[Bearbeiten]

Die Berichterstattung über den ZDF-Faktencheck sowohl in ZDF-Sendungen als auch vermutlich darüber hinaus soll die interaktive Arbeitsweise der Wikimedia-Projekte einem breiteren Publikum bekannt machen. Aus diesem sollen neue Autoren für die Wikipedia gewonnen werden.

Die auf der Plattform erstellten Inhalte können frei nachgenutzt werden. Sie finden sich in der Commons-Kategorie ZDFcheck. Die angewendete Lizenz ist die Creative Commons Namensnennung (CC BY) Lizenz. http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/), die zwingend die Nennung des Urhebers erfordert. Es obliegt dem einzelnen Wikipedia-Bearbeiter, ob, wo und in welchem Umfang er oder sie diese Inhalte verwenden mag.

Es wird erwartet, dass auch andere Mitwirkende am ZDF-Faktencheck durch das Format angeregt werden, direkt an der Wikipedia mitzuarbeiten.

Die für die Bearbeitung eines Wikipedia-Artikels notwendigen Recherche-Arbeiten sowie die Suche nach entsprechenden Belegen soll durch die Arbeit von ZDF-Faktenchecks unterstützt werden, wo immer sich Schnittmengen zwischen den Themen des ZDF-Faktenchecks und entsprechenden Wikipedia-Artikeln ergeben. Dabei verbleibt es die autonome Entscheidung der Wikipedia-Bearbeiter, ob sie die Inhalte des Faktenchecks übernehmen wollen.

Kommen durch den ZDF-Faktencheck neue Autoren zur Wikipedia?[Bearbeiten]

Das wünscht sich Wikimedia Deutschland und unterstützt daher die Online-Plattform des ZDF. Das ZDF macht weitgefächert in die Netzcommunity hinein Werbung für die Partizipation an der Plattform. Dort lernen alle die Wikipedia-Arbeitsweise kennen. Der Wikipedian in Residence wird zusätzlich darauf verweisen, wie die Ergebnisse in die Wikipedia einfließen können, und erklären, dass auch in der Wikipedia Rechercheure und Bearbeiter willkommen sind. Der ZDF-Faktencheck ist eine Plattform, auf der neue Wikipedia-Autoren geworben werden können.

Was hat der ZDF-Faktencheck mit der Wikipedia zu tun? / Ist der ZDF Faktencheck ein Wikipedia-Projekt / ein Wikimedia-Projekt?[Bearbeiten]

Der ZDF-Faktencheck ist weder ein Wikpedia- noch ein Wikimedia-Projekt. Er ist eine Online-Plattform des ZDFs. Die Arbeitsweise des ZDF-Faktenchecks übernimmt jedoch hier Arbeitsweisen, wie sie in der Wikipedia erfolgreich eingesetzt werden:

  • Die Benutzer arbeiten gemeinsam und stets nachvollziehbar an einer Fragestellung.
  • Wie in der Wikipedia werden Beiträge enzyklopädisch geschrieben: neutral und belegt.

Die ZDF Redaktion hat sich für eine Übernahme dieser Arbeitsweise entschieden, weil dies nachweislich für eine hohe inhaltliche Qualität der Ergebnisse bei gleichzeitiger hoher Partizipationsmöglichkeit steht. Aus der Anerkennung der Wikipedia-Prinzipien heraus erfolgt die Freigabe der im ZDF-Faktencheck erstellten Inhalte unter einer Creative Commons Namensnennung (CC BY) Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/

Deshalb befürwortet Wikimedia Deutschland den ZDF-Faktencheck und wirbt in der Wikipedia-Community für eine aktive Beteiligung.

Wie und wo wirbt WMDE für den ZDF-Faktencheck "in der Wikipedia-Community"?[Bearbeiten]

Es gibt die zentrale Seite Wikipedia:Wikimedia Deutschland/ZDFcheck, die als Angebot zum Austausch gedacht ist, sowie das FAQ; im Übrigen spielt sich das Geschehen auf der Seite http://zdfcheck.de ab.

Warum befürwortet Wikimedia Deutschland den ZDF-Faktencheck?[Bearbeiten]

Die Zusammenarbeit mit dem ZDF-Faktencheck soll nach Ansicht von WMDE ein erster Meilenstein in dem Bemühen sein, Inhalte, die in öffentlich rechtlichen Sendeanstalten produziert werden, generell unter eine Freie Lizenz zu stellen. Das ZDF-Publikum lerne über den ZDF-Faktencheck die Arbeitsweise der Wikipedia kennen:

  • technisch durch die Möglichkeiten der Partizipation, die eine breite Beteiligung der Netzcommunity ermöglicht
  • inhaltlich, indem die Beiträge wie in der Wikipedia enzyklopädisch geschrieben werden sollen: neutral und belegt.

Ergebnisse des ZDF-Faktenchecks sollen frei nachgenutzt werden, sowohl unmittelbar die recherchierten Beiträge auch anderer Nicht-Wikipedianer, als auch mittelbar in der Form von aufgearbeiteten Inhalten wie Infografiken und Filmbeiträgen. Alle Inhalte stünden unter einer Creative Commons Namensnennung (CC BY) Lizenz. http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/

Wer kann beim ZDF-Faktencheck mitmachen?[Bearbeiten]

  • Ganz allgemein die Netzcommunity
  • Die Facebook-Freunde von ZDF.de (65.539 „Gefällt mir“-Angaben und 2.241 sprechen darüber)
  • Die 146.001 Follower des @ZDF-Twitter-Accounts
  • Jede(r), der/die auf das Angebot aufmerksam wird, und sich registriert
  • Wikipedianer sind explizit eingeladen, sich am Faktencheck zu beteiligen, weil sie gut recherchieren können; sie können außerdem bei Tim Moritz Hector auf der Benutzerdiskussionsseite einen gesonderten Zugang bekommen.

Welche Partizipationsmöglichkeiten gibt es?[Bearbeiten]

Die Netzcommunity ist insgesamt eingeladen, öffentliche Aussagen von Politikern zum Faktencheck vorzuschlagen. Sie nimmt an der Debatte über die zu prüfenden Aussagen aktiv teil. Das ZDF verweist zur Art und Weise bei der Überprüfung auf die hiesigen Regeln zu den notwendigen Belegen und die Neutralitätspflicht. Im Gegensatz zu dieser Art und Weise der inhaltlichen Arbeit und damit im Gegensatz zur vorstehend wiedergebenen Selbstdarstellung des Projektes durch WMDE unterscheidet sich die Art der Partizipation in einigen grundlegenden Merkmalen von derjenigen in der Wikipedia:

  • Die zu überprüfenden Themen werden von der Redaktion ausgewählt und in den Faktencheck eingestellt.
  • Teilnehmer aus der Netzcommunity müssen einen Account hier, bei heute.de, google+, twitter oder facebook haben; eine Mitarbeit als IP ist nicht möglich.
  • Beiträge werden erst nach Überprüfung durch die Redaktion des Faktenchecks veröffentlicht, diese behält sich vor, Beiträge nicht zu veröffentlichen.
  • Die Entscheidung, ob die Diskussion über die aufgeworfene Fragestellung beendet ist und die Zusammenfassung des Ergebnisses erfolgt ausschließlich durch die ZDF-Redaktion.

In der Pilotphase (Mai & Juni) des Faktenchecks soll das Format gegebenenfalls noch optimiert werden. Die Diskussion hierzu wird mit der Netzcommunity geführt.

Was ist eigentlich die „Wikipedia-Arbeitsweise“, und wo kann man das erfahren?[Bearbeiten]

Siehe WD:Wikimedia Deutschland/ZDFCheck/FAQ#Wikipedia-Arbeitsweise. Es gibt keine "Wikipedia-Arbeitsweise", wie WMDE behauptet. Es gibt allenfalls eine "Arbeitsweise", die für den ZDF-Check geplant ist. Diese wäre aber in der Wikipedia unüblich, etwas schärfer ausgelegt: unzulässig.--Mautpreller (Diskussion) 13:09, 9. Mai 2013 (CEST)

Bewerten Wikipedianer im ZDF-Faktencheck die Aussagen von Politikern?[Bearbeiten]

Nein. Die abschließende und zusammenfassende Bewertung der im ZDF-Faktencheck überprüften Aussagen obliegt weder Wikipedianern noch anderen Teilnehmern aus der Netzcommunity. Sie liegt in der alleinigen Verantwortung im Sinne des Presserechts der öffentlich rechtlichen Sendeanstalt ZDF bzw. ihrer angestellten Redakteure.

Wie verträgt sich der ZDF-Faktencheck mit den Grundprinzipien der Wikipedia?[Bearbeiten]

Wie unterstützt Wikimedia Deutschland den ZDF-Faktencheck?[Bearbeiten]

Wikimedia Deutschland berät das ZDF bei der Gestaltung des ZDF-Faktenchecks Wikimedia Deutschland wirbt in der Wikimedia-Community für die Beteiligung am ZDF-Faktencheck. Sie tut dies durch entsprechende WMDE-Blogbeiträge und z.B. durch die Einrichtung dieser Q&A Seite im Wikipedia-Namensraum. Diese Arbeit übernimmt zum Teil ein Wikipedian in Residence im Auftrag von Wikimedia Deutschland. Wer immer sich an dem ZDF-Faktencheck beteiligt, tut dies eigenverantwortlich als individueller Netzbürger. Wikimedia Deutschland berät das ZDF bei der Lizenzierung der im ZDF-Faktencheck entstehenden Inhalte.

Warum braucht es für den ZDF-Faktencheck einen Wikipedian in Residence?[Bearbeiten]

In der Wikipedie Community ist die Kooperation mit dem ZDF nicht sonderlich gut gelitten, die überwiegende Mehrheit der sich Äußernden lehnt eine solche Kooperation ab. Aber das ZDF zahlt Wikimedia Deutschland eine kurzfristige (etwa 5-6 Monate andauende) 0,7-Zeitleiharbeitsstelle, einen so genannten Wikipedian in Residence. Dieser Wikipedian in Residence hat eine Botschafterfunktion. Er vermittelt im interkulturellen Dialog zwischen einer Institution und den Wikimedia-Projekten. Im ZDF-Faktencheck bedeutet dies, dass er sowohl den hauptamtlichen Redakteuren als auch den übrigen Beteiligten aus der Netzcommunity die Wikipedia-Arbeitsweise nahebringt. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass die im ZDF-Faktencheck entstehenden Inhalte unter Creative Commons Namensnennung (CC BY) Lizenz. http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/ für die Nachnutzung durch Wikimedia-Projekte verfügbar sind. Er lädt Wikipedianer ein, sich am ZDF-Faktencheck zu beteiligen und trägt Bedenken, Kritik und Anregungen aus der Wikimedia-Community insbesondere in der Pilotphase im ZDF-Faktencheck-Team vor. Da diese Aufgaben nicht in dem erforderlichen Umfang durch den festen Mitarbeiterstab von Wikimedia Deutschland zu bewältigen sind, ist die befristete Einstellung eines Wikipedian in Residence sinnvoll.

Wie sind die vertraglichen Vereinbarungen zwischen ZDF und WMDE?[Bearbeiten]

Sind die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Wikimedia Deutschland und dem ZDF im Wortlaut veröffentlicht worden?[Bearbeiten]

Nein. Der Grund hierfür ist nicht bekanntgegeben worden.

Wer trägt die Vergütung des Wikipedian in Residence?[Bearbeiten]

Wikimedia Deutschland stellt nach eigenen Angaben dem ZDF sämtliche Kosten in Rechnung, die durch das Arbeitsverhältnis mit dem Wikipedian in Residence entstehen.

Entstehen bei Wikimedia Deutschland neben den Personalkosten weitere Kosten? Falls ja, werden dafür Spendengelder eingesetzt?[Bearbeiten]

Die im Rahmen der Maßnahme "ZDFcheck" anfallenden Kosten für den Wikipedianer in Residence, einschließlich des administrativen Overhead bei WMDE für seine Beschäftigung, gehen nach Darstellung von WMDE zu Lasten des ZDF. Indirekte Kosten, insbesondere Arbeitszeit und Sachkosten für die Akquise und Begleitung des Projekts durch WMDE, scheinen zumindest zum Teil zu Lasten von WMDE zu gehen (Auskunt der zuständigen Abteilungsleiterin bei WMDE). Da der größte Teil der Einnahmen von WMDE aus Spendengeldern besteht, werden die indirekten Kosten letzlich zum Teil auch aus diesen beglichen.

Werden die oben genannten Beratungsleistungen der WMDE für das ZDF dem ZDF in Rechnung gestellt ?[Bearbeiten]

Zu dieser Frage ist bisher keine Stellungnahme von WMDE/ZDF erfolgt.

Wurde der Abschluß einer Vereinbarung zwischen WMDE und dem ZDF im Präsidium von WMDE beschlossen?[Bearbeiten]

Den Sitzungsprotokollen nach zu schließen, nein. Das ist aber auch nicht notwendig. Das Präsidium ist nach Angabe von Benutzer:Stepro in der Kurier-Diskussion nicht vorab von der Vereinbarung informiert worden, sondern hat, wie alle anderen Wikipedianer auch, davon erst aus dem Kurier bzw. aus dem WMDE-Blog erfahren.

Werden durch die Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland Arbeitsplätze im ZDF vernichtet?[Bearbeiten]

Wikimedia Deutschland und ZDF sagen: „Nein“. Die Freiwilligen unterstützen die redaktionelle Arbeit der angestellten Redakteure. Der ZDF-Faktencheck findet auch dann im vollen Umfang statt, wenn Freiwillige der Netzcommunity sich auf das Vorschlagen und Kommentieren beschränken sollten.

Wird die Wikipedia / Wikipedia-Community verkauft?[Bearbeiten]

Nach Meinung von Wikimedia Deutschland werden weder die Wikipedia als Marke noch die Wikipedia Community verkauft. Tatsächlich greife das ZDF die Arbeitsweise der Wikipedia auf, weil sie gute Ergebnisse verspreche. Das ZDF lade besonders diejenigen zur Mitwirkung am ZDF-Faktencheck ein, die diese Arbeitsweise besonders gut beherrschen: die Wikipedianer. Über diese Arbeitsweise sprechen sowohl das ZDF als Wikimedia Deutschland öffentlich. Die Arbeit des digitalen Ehrenamtes in der Wikipedia werde damit gewürdigt. Der ZDF-Faktencheck verwende auch dann die Wikipedia-Arbeitsweise und führe den ZDF-Faktencheck auch dann in dieser Form durch, wenn sich kein Wikipedianer an dem Format beteiligen sollte.

Der ZDF-Faktencheck und auch ZDF-Sendungen, die Ergebnisse des ZDF Faktenchecks aufgreifen, dürfen die Wort-Bildmarke “Wikipedia” nicht verwenden. Das ZDF mache keine Werbung mit der Marke Wikipedia. Die Zusammenarbeit geschehe mit Wikimedia Deutschland, die auch die Wikipedia fördere.

Schmückt sich das ZDF mit der Wikipedia?[Bearbeiten]

Ja. Durch die Übernahme der Grundprinzipien der Wikipedia-Arbeitsweise (Wikipedia:Belege und Wikipedia:Neutraler_Standpunkt) sowie der Verweis auf einen angemessenen Umgangston (Wikipedia:Wikiquette) und die explizite Einladung an die Autoren der Wikipedia-Community sich am ZDF-Faktencheck zu beteiligen, kann sie auch unwidersprochen darüber sprechen. In diesem Kontext verwendet das ZDF natürlich die Vokabel “Wikipedia”. Da Wikimedia Deutschland das Partizipationsangebot des ZDF-Faktenchecks gut findet, wirbt sie für die Teilnahme an dem Format.[1]

Kann die Zusammenarbeit zwischen Wikimedia Deutschland und dem ZDF beendet werden?[Bearbeiten]

Ja. In der im Mai und Juni laufenden Pilotphase des ZDF-Faktenchecks können beide Seiten zu dem Schluss kommen, dass die Fortsetzung der Zusammenarbeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll ist. Sollte sich zum Beispiel keine hinreichende Akzeptanz der Wikipedia-Community für den ZDF-Faktencheck finden, würde die Zusammenarbeit beendet werden.

Was geschieht in diesem Fall mit dem Wikipedian in Residence?[Bearbeiten]

Der Vertrag wird in diesem Falle gekündigt.

Wann geht es los?[Bearbeiten]

Auf der re.publica 13 wurde die Online-Plattform am 6. Mai 2013 der dort versammelten Netzcommunity präsentiert. Am 13. Mai 2013 begann die Pilotphase. In dieser bis Ende Juni laufenden Phase sollen technische Schwierigkeiten ausgelotet und behoben werden und die Bereitschaft der Netzcommunity, sich am Projekt zu beteiligen, getestet werden. Im August startet der ZDF-Faktencheck parallel zur heißen Wahlkampfphase zur Bundestagswahl.

Wurde die Wikipedia-Community zum Projekt befragt, und wenn ja, wann? Wenn nein, warum nicht ?[Bearbeiten]

Nein. Die Wikipedia-Community wurde erst informiert, nachdem der Verein WMDE den Vertrag mit dem ZDF bereits abgeschlossen hatte.
Die Wikipedia-Community wie die Öffentlichkeit überhaupt wurde über die Vorbereitungen des Projektes durch einen Blog-Beitrag am 24. April informiert. Projektbeginn ist der 13. Mai.
Am 30. April veröffentlichte WMDE eine Pressemitteilung über die vereinbarte Kooperation.

Warum wurde die Community nicht vor Abschluss der Kooperatonsvereinbarung mit dem ZDF zu dem Vorhaben befragt?

Wie reagiert die Wikipedia-Gemeinschaft darauf, dass sie vor vollendete Tatsachen gestellt wurde?[Bearbeiten]

Meistensteils empört. Mit Stand vom 7. Mai, 13:00 lehnten in einer entsprechenden Umfrage 68 Benutzer das Vorhaben rundheraus ab, nur 21 haben sich bislang dafür ausgesprochen.

Das Projekt beginnt offiziell am 13. Mai mit einer Pilotphase. Stand 7. Mai 2013 der Umfrage: Die vollständige Darstellung schaut so aus:

Unter Ich lehne diese Umfrage ab, weil ... haben sich derzeit 12 Personen gelistet.

Unter Ich habe mir noch keine abschließende Meinung gebildet, gebe aber folgendes zu bedenken ... haben sich derzeit 8 Personen gelistet.

Unter Das Projekt ist abzulehnen, weil ... haben sich derzeit 68 Personen gelistet.

Unter Das Projekt ist gut, weil ... haben sich derzeit 21 Personen gelistet.

Unter Mir egal haben sich derzeit 10 Personen gelistet.

Insgesamt haben sich demnach bislang 119 Personen an der Umfrage beteiligt. Die Umfrage ist noch bis zum 15. Mai geöffnet. Da am 13. Mai der ZDFCheck online geht, besteht so die Gelegenheit, noch unmittelbar in Anschaung des Projektes, sich eine Meinung zum Faktencheck und der Befürwortung durch WMDE zu machen.

Ist die Unabhängigkeit und Staatsferne der Wikipedia gefährdet?[Bearbeiten]

In der Umfrage wurde bemängelt, dass der Verein WMDE sich ausgerechnet für eine Kooperation mit einem deutschen Sender entschieden habe, der für seine Anfälligkeit für gezielte politische Einflussnahme berüchtigt sei, wie etwa der Fall Nikolaus Brender zeige. Mithin drängte sich manchen Beobachtern der Eindruck auf, dass Wikipedia hier als Feigenblatt herhalten solle. Eine Beeinflussung der Inhalte der Wikipedia durch das ZDF findet jedoch in keiner Weise statt.

Wie reagieren die Verantwortlichen vom ZDF auf Kritik von denen, die für sie arbeiten sollen?[Bearbeiten]

Mit zwei Tweets [2] und [3], die manche Benutzer an dieser Stelle als Herablassung gedeutet hatten. Bzw. mit einer als verzerrt gedeuteten Darstellung der Umfrage auf der re:publica im Sinne Die Wikipedianer sind gegen einen Faktencheck, was ja nicht der Fall ist. (siehe [4])

Wer ist bei WMDE für das Projekt verantwortlich?[Bearbeiten]

Verantwortlich für das Gesamtprojekt ist Barbara Fischer, Kuratorin für Kulturpartnerschaften.

Werden die unter einer freien Lizenz veröffentlichten Ergebnisse das Label "ZDFcheck" tragen und zielt damit dieses Vorhaben maßgeblich auch auf Werbung für das ZDF ?[Bearbeiten]

Nein, das kann und soll nicht sein. Die Ergebnisse werden aber lizenzkonform den Urheber nennen. Eine erste Transferrunde von Dateien startet voraussichtlich in der Woche nach Pfingsten.

Wie kannn man sich für den ZDF-Faktencheck anmelden?[Bearbeiten]

Es gibt zwei Möglichkeiten, um als Wikipedianer auf der Plattform zdfcheck.de in Erscheinung zu treten:

  • Variante 1: Du schreibst eine WikiMail an Tim Moritz Hector mit einem gewünschten Benutzernamen es wird ein Konto bei ZDFheute angelegt. In einer E-Mail wirst du dann über das Passwort informiert, das du umgehend ändern solltest. Der neu angelegte ZDFheute-Account verlinkt auf deine Benutzerseite hier in der Wikipedia.
  • Variante 2: Du meldest dich mit deinem existierenden SocialMedia-Accouunt an (z. B. Facebook, Twitter oder auch ein ZDFheute-Account). Anschließend schreibst du, mit einer dem Account zugehörigen E-Mail-Adresse, an tim-moritz.hector(at)wikimedia.de und außerdem per Wiki-Mail von deinem Benutzerkonto eine kurze Nachricht, dass du die beiden Konten miteinander verbunden haben möchtest. Dein Social-Media-Konto erhält dann die Zuordnung zur Benutzergruppe "Wikipedianer".

Da die Verknüpfung der beiden Konten händisch läuft, habt bitte etwas Geduld bei der Bearbeitung.

Werden Hinweise zum ZDF-Faktencheck sofort veröffentlich?[Bearbeiten]

Nein, sie werden vor Veröffentlichung erst redaktionell geprüft. Dies steht im Gegensatz zum zentralen und grundlegenden Wikiprinzip, dass jeder mitmachen kann und seinen Beitrag unmittelbar nach Betätigung des Speicher-Buttons veröffentlicht wird.

Kann ich auch Hinweise auf Fakten geben, die gecheckt werden sollen?[Bearbeiten]

Ja! Wenn du eine Politikeraussage in den Medien findest, von der du denkst, dass ein Check angebracht und durchführbar wäre, sende das Zitat (mit Kontext) an zdfcheck(at)zdf.de oder informiere Tim auf seiner Benutzerdiskussionsseite oder per Wikimail.