Wildendürnbach

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Wildendürnbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Wildendürnbach
Wildendürnbach (Österreich)
Wildendürnbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 53,65 km²
Koordinaten: 48° 45′ N, 16° 30′ OKoordinaten: 48° 45′ 23″ N, 16° 30′ 4″ O
Höhe: 203 m ü. A.
Einwohner: 1.564 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 2164
Vorwahl: 02523
Gemeindekennziffer: 3 16 53
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wildendürnbach 344
2164 Wildendürnbach
Website: www.wildenduernbach.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Harrach (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
16
3
16 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Wildendürnbach im Bezirk Mistelbach
AltlichtenwarthAsparn an der ZayaBernhardsthalBockfließDrasenhofenFalkensteinFallbachGaubitschGaweinstalGnadendorfGroßengersdorfGroßebersdorfGroßharrasGroßkrutHausbrunnHerrnbaumgartenHochleithenKreuttalKreuzstettenLaa an der ThayaLadendorfMistelbachNeudorf im WeinviertelNiederleisOttenthalPillichsdorfPoysdorfRabensburgSchrattenbergStaatzStronsdorfUlrichskirchen-SchleinbachUnterstinkenbrunnWildendürnbachWilfersdorf (Niederösterreich)Wolkersdorf im WeinviertelNiederösterreichLage der Gemeinde Wildendürnbach im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Wildendürnbach ist eine Gemeinde mit 1564 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im nördlichen Weinviertel an der tschechischen Grenze. Sie liegt etwa 10 km östlich von Laa an der Thaya und 25 km nördlich der Bezirkshauptstadt Mistelbach (Niederösterreich).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wildendürnbach liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 53,65 km², 11,92 % der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Alt-Prerau (18)
  • Neuruppersdorf (459)
  • Pottenhofen (253)
  • Wildendürnbach (834)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altprerau, Mitterhof, Neuruppersdorf, Pottenhofen und Wildendürnbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1267 als Durrenpach urkundlich erwähnt.[2]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurden Wildendürnbach und seine Katastralgemeinden Schauplatz heftiger und wechselvoller Kämpfe zwischen Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee. Wildendürnbach selbst war am 20. April 1945 Ziel von Luftangriffen, wobei 50 Gehöfte durch Bomben getroffen und davon mehrere gänzlich zerstört wurden. Zwischen 22. April und 8. Mai kam es zu Infanteriekämpfen, wobei die deutschen Truppen am 21. April den Ort räumten; und die Sowjetarmee am 22. April vormittags einzog. In Neuruppersdorf wurden zwei Zivilisten bei einem Luftangriff getötet. In Pottenhofen dauerten die Kämpfe über eine Woche an, wobei ebenso mehrere Zivilpersonen ums Leben kamen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem starken Rückgang der Bevölkerungszahl von 1939 bis 1991 bleibt diese seit der Jahrtausendwende nahezu konstant.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wildendürnbach
Pfarrkirche hl. Petrus

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • UFC Wildendürnbach: Der UFC Wildendürnbach wurde 1970 gegründet. Er tritt mit den Farben Blau/Weiß auf. Im Jahr 1996 begannen die Planungen für einen neuen Sportplatz mit automatischer Bewässerungsanlage. Der Spatenstich erfolgte im Frühjahr 1998, die Eröffnung im August 2000 mit einem Testspiel gegen den SK Rapid Wien. In der Saison 2011/2012 stieg der Verein aus der 1. Klasse Nordwest in die 2. Klasse Pulkautal ab. Der erfolgreichste Spieler der Vereinsgeschichte ist Christian Bruckner, der in 450 Meisterschaftseinsätzen 430 Tore erzielte. Obmann ist Johannes Kölbl, dem für seine Verdienste um den Fußball im Jahr 2017 das silberne Ehrenzeichen des niederösterreichischen Fußballverbandes verliehen wurde.[7]
  • USC Neuruppersdorf: Der USC Neuruppersdorf ist der jüngere Verein und wurde 1984 gegründet, er trug seine Heimspiele im Waldstadion aus, das im Wald auf dem Burgstallberg im nordöstlichen Teil der Ortschaft liegt. Die Vereinsfarben sind Rot/Weiß. Gespielt wurde in der 3. Klasse Region Mistelbach. Der größte Erfolg war der Meistertitel 2011. Ab der Saison 2018/19 wurde der aktive Spielbetrieb eingestellt, der Verein bleibt jedoch weiterhin bestehen.
  • UTC Wildendürnbach: Der Tennisverein „UTC Wildendürnbach“ trägt seine Spiele neben dem Wildendürnbacher Teich aus. Die Anlage verfügt über zwei Plätze und wurde im April 2011 saniert. Der UTC Wildendürnbach nimmt jährlich an den Grenzlandmeisterschaften teil.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es 40 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten; die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe lag nach der Erhebung 1999 bei 174. Die Zahl von 697 Erwerbstätigen am Wohnort nach der Volkszählung 2001 entspricht einer Erwerbsquote von 43,73 %.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister
  • seit ? Herbert Harrach (ÖVP)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wildendürnbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Gemeinde Geschichte. Abgerufen am 18. November 2019 (österreichisches Deutsch).
  3. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Wildendürnbach, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 18. November 2019.
  5. Galgenberg ist erste „Kellergasse des Jahres“. In: noe.orf.at. 23. Juli 2013, abgerufen am 13. September 2017.
  6. Pfarre – Kirche Wildendürnbach. In: wildenduernbach.at. Abgerufen am 18. April 2019.
  7. Silbernes Ehrenzeichen für Johannes Kölbl! In: wildenduernbach.gv.at. 2017, abgerufen am 30. Oktober 2018.
  8. Schule und Bildung. In: wildenduernbach.gv.at. Abgerufen am 20. November 2019.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Wildendürnbach. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 18. Januar 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Wildendürnbach. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 18. Januar 2020.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Wildendürnbach. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 18. Januar 2020.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Wildendürnbach. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 18. Januar 2020.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Wildendürnbach. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 18. Januar 2020.