Wildermieming

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Wildermieming
Wappen Österreichkarte
Wappen von Wildermieming
Wildermieming (Österreich)
Wildermieming
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 31,24 km²
Koordinaten: 47° 19′ N, 11° 0′ OKoordinaten: 47° 19′ 6″ N, 11° 0′ 23″ O
Höhe: 872 m ü. A.
Einwohner: 972 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 6413
Vorwahl: 05264
Gemeindekennziffer: 7 03 68
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Wildermieming 36
6413 Wildermieming
Website: www.wildermieming.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Klaus Stocker
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

6 Frischer Wind, 4 Gemeinsam-aktiv für Wildermieming, 1 Wildermieming kann mehr - Fair für Alle - Unabhängig

Lage von Wildermieming im Bezirk Innsbruck-Land
AbsamAldransAmpassAxamsBaumkirchenBirgitzEllbögenFlaurlingFritzensFulpmesGnadenwaldGötzensGries am BrennerGries im SellrainGrinzensGschnitzHall in TirolHattingInzingKematenInnsbruckKolsassKolsassbergLansLeutaschMatrei am BrennerMiedersMilsMühlbachlMuttersNattersNavisNeustift im StubaitalOberhofen im InntalObernberg am BrennerOberperfussPatschPettnauPfaffenhofenPfonsPolling in TirolRanggenReith bei SeefeldRinnRumSt. Sigmund im SellrainScharnitzSchmirnSchönberg im StubaitalSeefeldSellrainSistransSteinach am BrennerTelfes im StubaiTelfsThaurTrinsTulfesUnterperfussValsVölsVoldersWattenbergWattensWildermiemingZirlTirolLage der Gemeinde Wildermieming im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf Wildermieming
Blick auf Wildermieming
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wildermieming ist eine Gemeinde im Bezirk Innsbruck-Land in Tirol in Österreich mit 972 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Telfs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wildermieming liegt rund 40 Kilometer westlich von Innsbruck am östlichen Mieminger Plateau. Der Ort stellt die Verbindung von Telfs über das Plateau zum Fernpass her.

Das Gemeindegebiet steigt vom Mieminger Plateau im Süden von 850 Meter Seehöhe zur Mieminger Kette auf 2700 Meter an, fällt dann zur Leutascher Ache auf 1400 Meter ab um im Norden zum Wettersteingebirge an der bayrischen Grenze wieder 2500 Meter zu erreichen. Von den insgesamt über dreißig Quadratkilometer ist mehr als die Hälfte bewaldet, acht Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 37 Prozent sind alpines Gebiet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem gehören Teile des Gaistals, das schon hinter der Mieminger Kette liegt, zum Gemeindegebiet.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wildermieming-Dorf
  • Wildermieming-Siedlung
  • Affenhausen

Der Name Affenhausen leitet sich von der Heiligen Afra, der Schutzpatronin der Fuhrleute ab.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garmisch-Partenkirchen (D) Leutasch
Nachbargemeinden
Mieming (IM) Telfs

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wildermieming wurde erstmals in den Jahren 1163–1167 in einer Traditionsnotiz des Klosters Wessobrunn als Wilramingin erwähnt.[2] Der Ortsname birgt den altbairischen Personennamen Wiliram in sich, der mit dem -ing-Suffix verbunden wurde. Er lässt sich als ‚Siedlung des Wiliram‘ deuten. Im Laufe der Zeit kam es zu einigen Umformungen. Zuerst wurde zu ‚wild‘ und dann zum Namen der Nachbarsiedlung ‚Mieming‘ dissimiliert, sodass es letztlich Wildermieming ergab.[3]

1833 wurde Wildermieming von der Gemeinde Mieming abgetrennt. Ursprünglich Teil des Gerichtsbezirks Silz wurde Wildermieming 1925 dem Bezirk Innsbruck-Land bzw. dem Gerichtsbezirk Telfs angeschlossen. 1938 gelangte die Gemeinde zurück an den Bezirk Imst (bis auf den Ortsteil Tillfuß, der zur Gemeinde Leutasch gelangte und somit bei Innsbruck-Land blieb), 1947, wiedervereinigt mit Tillfuß, wiederum zum Bezirk Innsbruck-Land.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche hl. Nikolaus

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wildermieming

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 29 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden elf im Haupt-, vierzehn im Nebenerwerb und vier von juristischen Personen geführt. Diese vier bewirtschafteten beinahe drei Viertel der Flächen. Im Produktionssektor waren 53 der 69 Erwerbstätigen im Bereich Warenherstellung beschäftigt. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Beherbergung und Gastronomie und soziale und öffentliche Dienste.[4][5][6]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 29 31 19 16
Produktion 10 8 69 82
Dienstleistung 52 22 86 66

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Berufspendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 437 Erwerbstätige in Wildermieming. Davon arbeiteten 94 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.[7]

Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde zählt jährlich rund 40.000 Übernachtungen. Dabei gibt es zwei Saisonen, wobei die Sommersaison länger ist.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Gemeinderat werden elf Mandatare gewählt:

Partei 2016[9] 2010
Prozent Stimmen Mandatare Prozent Stimmen Mandatare
Frischer Wind 52,91 336 6 50,34 298 6
Gemeinsam-aktiv für Wildermieming 32,91 209 4
Wildermieming kann mehr - Fair für Alle - Unabhängig 14,70 90 1
Bürgermeisterliste 25,34 150 3
Für Wildermieming 12,16 72 1
Sozialdemokraten und Parteifreie 12,16 72 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[10] Klaus Stocker wurde zum Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1966 folgendes Wappen verliehen: In Grün ein goldener Latschenzweig mit drei Früchten, aus dem unteren Schildrand wachsend.[11]

Mit dem goldenen Legföhrenzweig wird die Bedeutung dieser Pflanze als Schutz für den Ort Wildermieming vor Muren gewürdigt.[12]

Das „Bergdoktorhaus“, Filmkulisse der gleichnamigen TV-Serie

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntheit erlangte Wildermieming durch die TV-Serie Der Bergdoktor als fiktiver Ort „Sonnenstein“ mit dem Bergdoktorhaus als Kulisse.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wildermieming – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Wildermieming, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. Februar 2021.
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 159, Nr. 585.
  3. Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 232 ff.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Wildermieming, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. Februar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Wildermieming, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. Februar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Wildermieming, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. Februar 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Wildermieming, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. Februar 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Wildermieming, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 19. Februar 2021.
  9. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 19. Februar 2021.
  10. [1] tirol Unser Land
  11. Tiroler Wappen: Wildermieming. Fischnaler Wappenkartei, abgerufen am 19. Februar 2021.
  12. Das Dorf, Wappen. Gemeinde Wildermieming, abgerufen am 19. Februar 2021.