Wildfrüchte

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Wildfrüchte (oder Wildobst) sind die Früchte von Obstarten, die vom Menschen nur wenig züchterisch bearbeitet wurden. Der Übergang zum Kulturobst ist oft fließend. Wild- und Kulturfrüchte können deshalb nicht immer genau voneinander unterschieden werden.

Wildfrüchte werden durchaus erwerbsmäßig angebaut, wenn auch in weit geringerem Maße als im Intensivobstbau. Es existieren auch vereinzelt Sortenauslesen. Generell ist zu beachten, dass bisweilen nur einzelne Arten einer Gattung essbare bzw. in der Küche verwertbare Früchte hervorbringen, wohingegen andere ungenießbar oder giftig sein können. Hier einige Beispiele:

Früchte der Berberitze (Berberis vulgaris)
Haselnüsse (Corylus)
  • Birkengewächse (Betulaceae)
  • Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae)
Reife Holunderfrüchte (Sambucus nigra)
Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) – Zweige mit Laubblättern und reifen Früchten.
  • Ginkgogewächse (Ginkgoaceae)
Früchte der Moosbeere (Vaccinium macrocarpon)
  • Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)
Sanddornbeeren (Hippophae rhamnoides)
  • Pimpernussgewächse (Staphyleaceae)
Hagebutte der Hundsrose (Rosa canina)
Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis) mit Früchten
Speierling (Sorbus domestica) – Blätter und Früchte
Schlehe (Prunus spinosa)

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wildobstbäume wurden 2010 in Österreich zum Baum des Jahres gekürt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste Wildobstarten 1999. Landbuch-Verlag, Hannover 1999, ISSN 1430-9378
  • Jeanne Dericks-Tan, Gabriele Vollbrecht: Auf den Spuren der Wildfrüchte in Europa. Abadi Verlag, 2000, ISBN 3-00-021129-2.
  • Roger Phillips: Das Kosmosbuch der Wildfrüchte - Ein großer Kosmos-Naturführer. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart 1984, ISBN 3-440-05251-6.
  • Robert Zander: Handwörterbuch der Pflanzennamen. Ulmer Verlag, 2008, ISBN 978-3-8001-5408-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]