Zum Inhalt springen

Wilfried Steiner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wilfried Steiner (2021)

Wilfried Steiner (* 18. Dezember 1960 in Linz; † 17. Februar 2026 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller und Kulturmanager. Er lebte in Linz und verfasste Prosa, Lyrik und Theaterstücke.

Wilfried Steiner studierte Germanistik, Anglistik und Amerikanistik an der Universität Salzburg. 1990 promovierte er mit einer Arbeit über die Vorläufer der literarischen Moderne zum Doktor der Philosophie. Seit 1977 veröffentlichte er literarische Texte in Zeitschriften, zum Beispiel in Die Rampe, den Facetten, in Literatur und Kritik.

Von 1989 bis 1999 war er künstlerischer Leiter im Kulturzentrum ARGE Nonntal. Von 1999 bis 2025 war er Bereichsleiter für Tanz, Theater, Kleinkunst und Literatur am Linzer Posthof. Wilfried Steiner nahm an zahlreichen Literaturveranstaltungen teil, u. a. 1988 am Festival „Avantgarde“ oder 1993 am Symposium „Musik Macht Politik“.

Er wurde mehrfach ausgezeichnet, 1989 mit dem Georg-Trakl-Förderpreis, 1994 mit dem Förderpreis zum Rauriser Literaturpreis und 2016 mit dem Floriana Literaturpreis. 1993 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Für einige Bücher erhielt der Autor Stipendien, z. B. 1999 und 2001 das österreichische Staatsstipendium für Der Weg nach Xanadu, 2005 das Literaturstipendium der Berliner Akademie der Künste oder 2019 das österreichische Projektstipendium für Schöne Ungeheuer.

Steiner war Mitglied der Grazer Autorenversammlung.

Im Februar 2026 starb Wilfried Steiner nach langer schwerer Krankheit 65-jährig in seiner Heimatstadt.[1]

Herausgeberschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1989 Georg-Trakl-Förderpreis
  • 1990 Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich
  • 1990 Preis der Literaturzeitschrift Erostepost
  • 1993 Finalist beim Leonce-und-Lena-Preis
  • 1994 Förderpreis zum Rauriser Literaturpreis
  • 2016 Floriana Literaturpreis[14]
Commons: Wilfried Steiner – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Langjähriger Linzer Posthof-Manager Wilfried Steiner gestorben. In: derstandard.at. 18. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.
  2. Wilfried Steiner Sieben Jahre Glück. In: literaturhaus-salzburg.at. 29. April 1997, abgerufen am 23. Mai 2023.
  3. Der Weg nach Xanadu. In: oe1.orf.at. 8. April 2017, abgerufen am 15. April 2022.
  4. Reiseführer für Traumtänzer. In: Der Spiegel. 9/2004, 20. Februar 2004, abgerufen am 28. Dezember 2024.
  5. Bacons Finsternis. In: oe1.orf.at. 8. April 2017, abgerufen am 23. August 2021.
  6. Alexander Kluj: Gisabel und Isabel. In: derStandard.at. 20. August 2010, abgerufen am 28. Dezember 2024.
  7. Bruno Jaschke: Steiner, Wilfried: Die Anatomie der Träume. In: tagblatt-wienerzeitung.at. 21. Februar 2015, abgerufen am 23. August 2021.
  8. Kurze Geschichte eines Anarchisten. In: volksblatt.at. 24. November 2021, archiviert vom Original am 5. Dezember 2021; abgerufen am 18. Februar 2026.
  9. Elisabeth Rathenböck: Steiners flinke Feder huldigt einem Visionär. In: krone.at. 1. Januar 2022, abgerufen am 15. April 2022.
  10. Wilfried Steiner: „Schöne Ungeheuer“. In: brucknerhaus.at. 15. April 2022, abgerufen am 15. April 2022.
  11. Bruno Jaschke: Anmaßungen der Weltbeherrschung. In: wienerzeitung.at. 7. Mai 2022, abgerufen am 23. Mai 2023.
  12. Christian Schacherreiter: Ein Poet auf freier Seefahrt. In: nachrichten.at. 18. Dezember 2022, abgerufen am 23. Mai 2023.
  13. Konstantin Gremliza: Wilfried Steiner (Hg.): Zensur oder freiwillige Selbstkontrolle. In: konkret-verlage.de. Archiviert vom Original am 3. November 2003; abgerufen am 18. Februar 2026.
  14. Wilfried Steiner erhält Literaturpreis Floriana. In: derStandard.at. 16. Oktober 2016, abgerufen am 18. Februar 2026.