Wilhelm-Albrecht Achilles

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Wilhelm-Albrecht Achilles (* 27. November 1952 in Braunschweig) ist ein deutscher Jurist und Richter am Bundesgerichtshof.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss seiner juristischen Ausbildung war Achilles zunächst als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Göttingen tätig. Dort verfasste er eine Dissertation zur Aufsicht über die kirchlichen Stiftungen der evangelischen Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland, mit der er zum Dr. iur. promoviert wurde. 1982 trat er in den höheren Justizdienst des Landes Niedersachsen ein, wo er nach unterschiedlichen Verwendungen 1985 zum Richter am Landgericht Braunschweig ernannt wurde. 1993 wurde Achilles zum Richter und 2004 zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Braunschweig befördert. Dabei hatte er zunächst den Vorsitz in einem Senat für Familiensachen und sodann im 2. Zivilsenat inne, der insbesondere für den gewerblichen Rechtsschutz zuständig ist; darüber hinaus saß er dem Senat für Landwirtschaftssachen vor.[1]

Im November 2007 erfolgte schließlich die Ernennung zum Richter am Bundesgerichtshof, wo er dem für das Kauf-, Leasing- und Wohnraummietrecht zuständigen VIII. Zivilsenat zugewiesen wurde.[2] Im ersten Halbjahr 2009 gehörte er darüber hinaus dem Xa-Zivilsenat an.

Achilles ist mit einer Sonderschul-Lehrerin verheiratet, der gemeinsame Sohn war während des Ingenieur-Studiums als Moderator bei Radio SAW tätig.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Aufsicht über die kirchlichen Stiftungen der evangelischen Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland. Mohr, Tübingen 1986. ISBN 3-16-645045-9.
  • Kommentar zum GmbH-Gesetz (zusammen mit Jürgen Ensthaler und Burkhard Schmidt). Luchterhand, München 2005. ISBN 3-472-03383-5,
  • Kommentar zum UN-Kaufrechtsübereinkommen (CISG). Luchterhand, Neuwied/Kriftel 2000. ISBN 3-472-04010-6.

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des OLG Braunschweig vom 5. November 2004
  2. Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs Nr. 162/07 vom 2. November 2007

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]