Wilhelm-Orden

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Ordenszeichen
Verleihungsurkunde

Der Wilhelm-Orden wurde am 18. Januar 1896 durch Wilhelm II. in Erinnerung an dessen Großvater, den ersten Deutschen Kaiser des „Zweiten Reiches“ Wilhelm I., gestiftet.

Ordensdekoration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Orden, der lediglich aus einer Klasse gebildet ist, besteht aus einer ca. 222 Gramm schweren goldenen Kette, in deren Gliedern der Schriftzug WILHELMUS : I : REX steht. Daran hängt ein hochovaler Lorbeerkranz, in dessen Zentrum ein Medaillon angebracht ist. Dieses zeigt das nach links gewandete Brustbild Wilhelm I. mit der Umschrift WILHELM KOENIG VON PREUSSEN.

Der Entwurf stammte von den Medailleuren Emil Weigand und Otto Schultz.

Verleihungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Orden zählt zu den am seltensten verliehenen Auszeichnungen des Preußischen Königreiches. Insgesamt lassen sich nur 66 Verleihungen nachweisen. Am Stiftungstag erhielt ihn u.a. Otto von Bismarck. Die letzte Verleihung erfolgte am 28. August 1913 an die Erbprinzessin Elisabeth Auguste Charlotte von Sachsen-Meiningen (1860–1919). Weitere bekannte Träger waren:

  • Paul Berthold (1855–1917), preußischer Landrat
  • Friedrich von Bodelschwingh der Ältere (1831–1910), evangelischer Pastor und Theologe
  • Tonio Bödiker (1843–1907), preußischer Spitzenbeamter (Geheimer Oberregierungsrat) und erster Präsident des Reichsversicherungsamtes
  • Helene Donner (1819–1909), Hamburger Stifterin und Wohltäterin
  • Sophie Henschel (1841–1915), Fabrikantin und Mäzenin
  • Theodor Lohmann (1831–1905), Verwaltungsjurist und Sozialreformer
  • James Simon (1851–1932), Unternehmer, Förderer der Berliner Museen, Gründer und Finanzier zahlreicher wohltätiger Einrichtungen
  • Heinrich von Stephan (1831–1897), Generalpostdirektor des Deutschen Reichs, Organisator des deutschen Postwesens und Mitbegründer des Weltpostvereins
  • Egmont Websky (1827–1905), Textilfabrikant und Reichstagsabgeordneter

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Öffentlichkeit, vor allem bei Internet-Versteigerungen, wird auch die zehntausendfach verliehene Centenarmedaille zum Gedenken an den 100. Geburtstag Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1897 irrtümlich „Wilhelmsorden“ genannt.

Auch in Hessen-Kassel gab es einen Wilhelmsorden, aber dieser war älter und nach dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilhelm-Orden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien