Wilhelm-Ostwald-Gymnasium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Wilhelm-Ostwald-Gymnasium
Schulform Gymnasium
Gründung 1985
Adresse

Willi-Bredel-Straße 15
04279 Leipzig

Ort Leipzig
Land Sachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 18′ 2″ N, 12° 24′ 4″ OKoordinaten: 51° 18′ 2″ N, 12° 24′ 4″ O
Schüler 515 (2012/13)
Lehrkräfte etwa 58 (2016/17)
Leitung Steffen Jost
Website www.ostwaldgymnasium.de
Wilhelm-Ostwald-Gymnasium

Das Wilhelm-Ostwald-Gymnasium (kurz: WOG; eigentlich: Wilhelm-Ostwald-Schule, Gymnasium der Stadt Leipzig) im Leipziger Stadtteil Lößnig bietet im mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil eine vertiefte Ausbildung an. An der Schule befindet sich das derzeit einzige deutsche TSA-Chapter.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 wurden an der damaligen EOS Humboldt zwei Spezialklassen (Klassenstufe 9) mit insgesamt 37 Schülern gegründet. Zwei Jahre später zog die Schule in ein Schulgebäude der ehemaligen 55. POS „Bertolt Brecht“ in Lößnig im Leipziger Süden. Die Leitung der nunmehr sieben Klassen übernahm Volker Petruschke.

Im Jahr 1989 bekam die Schule ihren heutigen Namen. Unter Anwesenheit der Wilhelm Ostwald-Enkelin Gretel Brauer wurde die offizielle Namensurkunde übergeben und die Büste enthüllt, die bis heute im Foyer der Schule zu finden ist.

Im Jahre 1992 wurde Brigitte Heink Schulleiterin. Die Schule bekam den Status eines Gymnasiums. Ein angrenzendes Schulgebäude der ehemaligen 53. POS „Johannes R. Becher“ wurde in die Nutzung des Gymnasiums mit einbezogen. Im Jahr 1994 wurde das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil vom Sächsischen Staatsministeriums für Kultus in Dresden bestätigt.

Arbeitsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule besitzt einen großen Schülerchor. Im Sportbereich gibt es regelmäßige Sport-AGs. Schüler nehmen an Sportwettbewerben wie „Jugend trainiert für Olympia“ oder dem jährlichen Schülermarathon statt, bei dem die Schule mehrmals den ersten Platz erringen konnte.

Seit mehreren Jahren wird ab Klasse 9 eine bilinguale Chemie-AG angeboten.

Außerdem hat die Schule einen eigenen Schulclub, in dem sich die Schüler in den Pausen und nach dem Unterricht aufhalten können. Um den Schulclub zu organisieren können Schüler im gleichnamigen Ganztagsangebot den Schulclub mitgestalten.

Aufnahmeprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wilhelm-Ostwald-Büste im Foyer der Schule

Aufgrund des vertieften Unterrichts in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern findet ein Eignungstest statt, an dem alle Schüler mit Empfehlung fürs Gymnasium teilnehmen können. Maximal 96 (üblicherweise jedoch 72) Schüler eines jeden Jahrgangs können aufgrund begrenzter Kapazitäten aufgenommen werden.

Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule besteht aus zwei Schulgebäuden, einer Turnhalle und einem Sportplatz.

Jeder Jahrgang der Sekundarstufe I besteht aus drei Klassen (Ausnahme: die 5. Klassenstufe des Schuljahres 2009/2010 besteht aus 4 Klassen) mit normalerweise maximal 24 Schülern. Im Jahre 2007 gab es eine 5. Klasse mit 27 Schülern, was jedoch die einzige Ausnahme blieb.

Seit 2000 beherbergt die Schule das größte aktive europäische TSA-Chapter. Jedes Jahr fliegt eine Mannschaft, bestehend aus etwa acht Schülern und zwei Lehrern in die USA, um an der National Conference teilzunehmen und die Forschungs- und Arbeitsergebnisse des vergangenen Jahres zu präsentieren.

Sekundarstufe II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als an anderen sächsischen Schulen belegen die Schüler verpflichtet drei Leistungskurse statt der üblichen zwei. Des Weiteren muss Mathematik als Leistungskurs angewählt werden. Im Abitur muss mindestens Mathematik als Leistungskursprüfung abgelegt werden.

Um die Schüler auf das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten vorzubereiten, besteht die Pflicht eine wissenschaftlich-praktische Arbeit zu verfassen, die als Besondere Lernleistung (BeLL) ins Abitur eingebracht werden kann.

Ab dem Schuljahr 2008/2009 kann man auf Grundlage einer Entscheidung des Bildungsministeriums in Sachsen keinen Biologieleistungskurs mehr absolvieren. Als eines der wenigen Gymnasien hat das WOG aber eine Ausnahmeregelung erhalten, so dass Biologie weiterhin mit fünf Wochenstunden unterrichtet wird.

Sanierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Juni 2007 wurde die Sanierung des Gymnasiums beschlossen. Die Arbeiten wurden 2009 bis 2011 durchgeführt und betrafen das gesamt Schulgelände, zwei Schulgebäude, die Turnhalle und die Außenanlagen.[1] Laut Bürgermeister Thomas Fabian befanden sich „beide Schulgebäude und die Sporthalle in der Willi-Bredel-Straße [...] im unsanierten Originalzustand von 1972. Mängel im Brandschutz, Wärmeschutz, Schallschutz, Sonnenschutz sowie eine veraltete Haustechnik machen eine grundlegende Sanierung notwendig“. Seit dem 1. November 2011 ist die Sanierung abgeschlossen und die 8.-10. Klassen sind wieder in Lößnig.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Jugendjournalisten-Preis für die Schülerzeitschrift „Kopfsalat“
  • 2001: 3. Preis Siemens Award für MINT-EC-Schulen
  • 2002: 4. Preis Siemens Award für MINT-EC-Schulen
  • 2007: 1. Preis „Schule des Jahres“ im Bereich „Individuelle Förderung“ der Studentenzeitschrift Unicum.
  • 2011: Karg-Preis der Karg-Stiftung für Hochbegabungsförderung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.lizzy-online.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=8676