Wilhelm Beermann

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Wilhelm Beermann (* 30. Januar 1936 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Manager der Energiewirtschaft aus Wattenscheid. Er war bis 2001 der erste Vorstandsvorsitzende der RAG Deutsche Steinkohle AG und gleichzeitig stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der damaligen RAG Aktiengesellschaft, Essen.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Ausbildung bei der Rheinelbe Bergbau AG in Gelsenkirchen arbeitete Beermann von 1954 bis 1969 in der dortigen Hauptabteilung Sozialwesen. Nach der Gründung der Ruhrkohle AG war er bei der Bergbau AG Westfalen von 1969 bis 1978 Abteilungsleiter Soziale Fragen und in Personalunion Leiter der Abteilung Werkszeitschrift – Information/Pressesprecher.

Im Jahre 1978 wurde er zum Hauptbereichsleiter Wohnungswirtschaft ernannt, bevor er 1984 als Arbeitsdirektor in den Vorstand der Bergbau AG Niederrhein berufen wurde. 1986 verließ Beermann die Steinkohle und folgte dem Ruf der RWE AG und wechselte in den Vorstand der Rheinische Braunkohlenwerke AG. 1990 wechselte er zurück zur Steinkohle und wurde als Arbeitsdirektor in den Vorstand der Ruhrkohle AG, Essen berufen. 1997 wurde er zugleich stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft, Essen, Vizepräsident des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus, Essen[2] sowie Vizepräsident der Wirtschaftsvereinigung Bergbau. 1998 wurde er ab der Gründung der Deutsche Steinkohle AG, Herne ihr erster Vorstandsvorsitzender und damit oberster Chef des gesamten deutschen Steinkohlenbergbaus. Alle Positionen füllte er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Jahre 2001 aus.

Zugleich ist und war Beermann in Aufsichtsräten tätig. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Daldrup & Söhne AG[3] führte er das Unternehmen 2007 an die Frankfurter Börse. Bis heute führt er ebenfalls als Vorsitzender den Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft (MIBRAG) mbH[4] in Zeitz an.

Für seine Verdienste für den deutschen Bergbau wurde Beermann im Jahr 2000 zum Ehrensenator der Technischen Fachhochschule Georg Agricola,[5] Bochum ernannt und erhielt 2001 die Ehrendoktorwürde Ing. E. h. der RWTH Aachen. Weiteren Ausdruck finden Beermanns Verdienste in zahlreichen Ehrungen. So ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Komtur vom Orden des heiligen Gregorius.

Beermann ist Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Aus Anlass seines 70. Geburtstages im Jahr 2006 ernannte ihn der Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten.[6] Beermann ist Träger des Ehrenrings der Stadt Bochum.[7] Anlässlich seines 80. Geburtstag überreichte Bischof Franz-Josef Overbeck dem engagierten Wattenscheider Katholiken das Ehrenzeichen des Bistums Essen als Anerkennung für seinen vielfältigen Einsatz zum Wohle der Kirche.[8]

Am 17. Juni 2018 verlieh das Ruhrbistum dem langjährigen Bergbau-Manager und engagierten Wattenscheider Katholiken den Heinrich-Brauns-Preis und würdigt damit Beermanns „persönliches, an den Zielen der Katholischen Soziallehre orientiertes, christliches Glaubenszeugnis“, das sich mit der Geschichte des Bergbaus und der Entwicklung des Ruhrgebiets verbinde, heißt es in der Begründung der Jury. Bei einem Festakt in der Akademie „Die Wolfsburg“ nannte Bischof Franz-Josef Overbeck Beermann eine „verlässliche katholische Stimme, die zeigt: die Kirche spielt mit“. Beermanns Beispiel mache deutlich, dass Christen nicht für sich selbst glaubten, „sondern um sich einzumischen und die Gesellschaft mitzugestalten“.[9]

Neben seinen beruflichen Tätigkeiten ist Beermann seit 2006 Vorsitzender des Verbandes Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, der seit 2008 als Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum firmiert.[10] und seit 2001 Vorsitzender des Aufsichtsrats des Krankenhausverbundes Katholisches Klinikum Bochum. Nach der notariell beurkundeten Fusion des Katholischen Klinikums Bochum mit dem Marien-Hospital Wattenscheid im Jahr 2014 hat sich der Aufsichtsrat des Katholisches Klinikums Bochum neu konstituiert und bestätigte Beermann im Amt des Vorsitzenden.[11]

Als Aufsichtsratsvorsitzender führte Beermann den Fußballverein SG Wattenscheid 09[12] 2006 letztmals in den bezahlten Fußball. Zwischen 1987 und 2001 war Beermann Landesschatzmeister der CDA und Mitglied der Finanzkommission der CDU NRW.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung zum 75. Geburtstag (Memento des Originals vom 25. Februar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.presseportal.de
  2. Vorstand des GvSt
  3. Pressemitteilung vom 21. Dezember 2009
  4. Aufsichtsrat der MIBRAG mbH
  5. Senat der Technischen fachhochschule georg Agricola
  6. Ernennung zum Ehrenpräsidenten des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlebergbaus@1@2Vorlage:Toter Link/www.presseportal.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Verleihung des Ehrenrings der Stadt Bochum
  8. Ehrenzeichen des Bistums Essen
  9. a b Bistum ehrt Wilhelm Beermann mit dem Heinrich-Brauns-Preis In: bistum-essen.de, 17. Juni 2018, abgerufen am 24. Juni 2018.
  10. Verband Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
  11. Aufsichtsrat des Katholischen Klinikums Bochum neu konstituiert – Dr. Beermann im Amt des Vorsitzenden bestätigt
  12. Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrates der SG Wattenscheid 09 (Memento des Originals vom 25. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sgwattenscheid09.de
  13. Ministerialblatt (MBl. NRW.). Ausgabe 2017 Nr. 4 vom 3.2.2017 Seite 59 bis 70. Abgerufen am 5. Februar 2017.
  14. Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen: Verleihung des Landesverdienstordens am 18. Januar 2017. Abgerufen am 5. Februar 2017.