Wilhelm Erdmann Florian von Thielau

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Thielau-Denkmal von August Howaldt auf dem Braunschweiger Domfriedhof.
Gutshaus Niedersickte

Wilhelm Erdmann Florian von Thielau (* 19. Mai 1800 auf Gut Niedersickte; † 12. November 1865 in Braunschweig) war ein deutscher Beamter und Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thielau studierte ab 1816 an der Bergakademie in Freiberg sowie anschließend Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und trat 1820 als Bergwerksauditor in den sächsischen Staatsdienst ein. 1823 wechselte er in den herzoglich-braunschweigischen Staatsdienst. 1824 übernahm er das väterliche Gut Niedersickte und trat 1828 aus dem Staatsdienst aus. 1830 gab er die Gutsverwaltung auf und wurde 1832 Finanzrat in Braunschweig. 1835 wurde er zum Ministerialrat befördert, ab 1837 leitete er die Baudirektion. 1842 wurde er Direktor der staatlichen Berg- und Hüttenwerke. Im März 1848 wurde er zum herzoglich-braunschweigischen Finanzdirektor berufen. Im April wurde er in den Fünfzigerausschuss berufen und war ab Juni 1848 zusätzlich Gesandter des Herzogtums bei der Frankfurter Nationalversammlung.

Vom 15. Januar bis zum 20. Mai 1849 war Thielau als Nachfolger Stolles Abgeordneter für Holzminden in der Nationalversammlung, wo er zur Casino-Fraktion zählte. Nach dem Scheitern der Nationalversammlung nahm er am Gothaer Nachparlament teil.

1850 war er Abgeordneter im Erfurter Unionsparlament, im gleichen Jahr wurde Thielau Präsident der Finanz-, Steuer- und Zollverwaltung in Braunschweig und vertrat das Herzogtum beim Zollverein. Von 1852 bis zu seinem Tod war er auch Mitglied der braunschweigischen Landesversammlung.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • W. E. F. Thielau: Ueber gemeinsame materielle interessen im deutschen bundesstaate. C. Krebs-Schmitt, Frankfurt/Main um 1848.
  • W. E. F. Thielau: Gemeinschaftliche Productions-Steuer von Salz und Rübenzucker in Deutschland. Friedrich Vieweg und Sohn, Braunschweig 1851.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]