Wilhelm Götte

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Wilhelm Julius Götte (* 12. November 1807 in Braunschweig; † 11. Dezember 1839 in Leipzig) war ein deutscher Philologe, Philosoph und Journalist, der zum Freundeskreis von Robert Schumann gehörte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Götte war der Sohn eines Bierbrauers. Nach dem Besuch des Braunschweiger Martineums studierte er von 1826 bis 1828 Philosophie an der Universität Leipzig und war in dieser Zeit Mitglied der Leipziger Burschenschaft.

Dort lernte er 1828 Robert Schumann kennen und gehörte bald zu dessen engstem Freundeskreis. Am 13. Juli 1828 notierte Schumann in seinem Tagebuch: „Götte ist ein ungeheurer Mensch u. ich liebe ihn wie selten einen“.[1] Im August desselben Jahres charakterisierte er Götte mit den Worten: „Götte ist ein wahrer Vulcan, aus dem weiter nichts als Hephäste u. Lavaströme steigen, welche zertrümmern u. verheeren; aber wenn die Lava ausgebrannt ist, so steht sie still u. crystallisirt sich u. wird ein schöner Spiegel seiner Seele u. zur festen Masse, auf welcher wir kühn fortschreiten können.“[2]

1828 setzte Götte sein Studium an der Universität Göttingen fort, wo er 1830 zum Dr. phil. promoviert wurde.

Nach Aufenthalten in Braunschweig und Berlin, wo er vergeblich nach einer Anstellung suchte, wurde er 1837 Mitredakteur bei der im Leipziger Verlag Brockhaus erscheinenden Leipziger Allgemeinen Zeitung, dem Vorläufer der Deutschen Allgemeinen Zeitung. Im selben Jahr erneuerte er seine Bekanntschaft mit Robert Schumann.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Schumann, Jugendbriefe, hrsg. von Clara Schumann, Leipzig 1886, S. 35–38 (Brief Schumanns an Wilhelm Götte, Schneeberg (Erzgebirge), 2. Oktober 1828) (Digitalisat)
  • Arnulf Baumann, Die burschenschaftlichen Verhältnisse in Leipzig von 1826–1828 nach der Darstellung Wilhelm Göttes von 1836, in: Darstellungen und Quellen zur Geschichte der Deutschen Einheitsbewegung im Neunzehnten und Zwanzigsten Jahrhundert, Band 9 (1974), S. 119–173.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Schumann, Tagebücher, Band 1, hrsg. von Georg Eismann, Leipzig 1971, S. 92.
  2. Robert Schumann, Tagebücher, Band 1, hrsg. von Georg Eismann, Leipzig 1971, S. 111.
  3. Robert Schumann: Tagebücher, Band 2, hrsg. von Gerd Nauhaus, Leipzig 1987, S. 36.