Wilhelm König (Archäologe)

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Wilhelm König (* in Wien) war ein österreichischer Maler,[1] technischer Assistent archäologischer Unternehmungen[2] und Direktor des Irakischen Nationalmuseums in Bagdad.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

König kam 1930 als Mitglied der Deutschen Warkaexpedition[3] zur Grabung in Uruk im Irak. Ab 1931 war er zuerst Assistent des deutschen Leiters der Bagdader Antiquitätenbehörde,[1][2] dann wurde er zum Direktor des Irakischen Nationalmuseums[3] ernannt. Bei Ausgrabungen einer parthischen Siedlung entdeckte er 1936 an der Stelle des Hügels Khujut Rabuah nahe Bagdad (dem antiken Ktesiphon) die sogenannte Bagdad-Batterie[4]. Im Februar 1939 kehrte er aufgrund einer Blutvergiftung nach Wien zurück und veröffentlichte das Buch Im verlorenen Paradies. Neun Jahre Irak.[5]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

König soll ein Verwandter Walter Andraes gewesen sein, der als Bauhistoriker in Assur im Irak ausgegraben hat und in den 1930er bis 1950er Jahren das Vorderasiatische Museum Berlin als Direktor geleitet hat.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gipsabgüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Vorderasiatischen Museum in Berlin ausgestellten Gipsabgüsse, die das Museum von Objekten aus dem Irak-Museum hat, wurden von König hergestellt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein galvanisches Element aus der Partherzeit? In: Forschungen und Fortschritte. Band 14, 1936, S. 8–9.
  • Im verlorenen Paradies. Neun Jahre Irak. Rohrer, Baden bei Wien u. a. 1940 (Buchbesprechung von Käte Fück: König: Im verlorenen Paradies. Neun Jahre Irak. In: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. Band 95 [Neue Folge Band 20], Nr. 3/4, 1941, S. 441 f. [Digitalisat]).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Library of Congress Authority: König, Wilhelm, lccn.loc.gov.
  2. a b Walter Andrae: Babylon: Die versunkene Weltstadt und ihr Ausgräber Robert Koldewey, (Hrsg.) Walter de Gruyter & Co., 1952, Berlin, S. 237, [1].
  3. a b Buchbesprechung von Käte Fück: König: Im verlorenen Paradies. Neun Jahre Irak. In: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. Band 95 (Neue Folge Band 20), Nr. 3/4, 1941, S. 441 f. (Digitalisat)
  4. Ein galvanisches Element aus der Partherzeit? In: Forschungen und Fortschritte. Band 14, 1936, S. 8–9.
  5. Im verlorenen Paradies. Neun Jahre Irak. Rohrer, Baden bei Wien u. a. 1940.