Wilhelm Kettler

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Herzog Wilhelm Kettler. Zu anderen Personen siehe Wilhelm von Kettler; zum Fürstbischof von Münster siehe Wilhelm Ketteler.
Wilhelm Kettler

Wilhelm Kettler (* 20. Juli 1574 in Mitau; † 17. August 1640 in Kucklow) war Herzog von Kurland von 1585 bis zu seiner Absetzung 1616. Er entstammte dem westfälischen Adelsgeschlecht Ketteler.

Leben[Bearbeiten]

Kettler wurde als Sohn des Herzogs Gotthard Kettler und dessen Frau Anna geboren.[1] Seit 1609 war er mit Sophie von Preußen (1582–1610), Tochter von Albrecht Friedrich von Preußen und dessen Frau Marie Eleonore von Jülich-Kleve-Berg, verheiratet.[2] Nach dem Tode seines Vaters wurde er nach Teilung des Erbes Herzog von Kurland. Er wurde wegen Unstimmigkeiten mit dem Landadel 1616 abgesetzt und später von seinem Bruder Friedrich Kettler abgelöst.[3] Er hielt sich danach am Hof der Herzöge von Pommern in Stettin auf und erhielt von Herzog Bogislaw XIV. 1628 die erledigte Dompropstei Kucklow, die zum Domkapitel Kammin gehörte. Dort starb er 1640.

Sein ältester Sohn Jakob Kettler wurde ab 1638 Mitregent Friedrichs und beerbte ihn nach dessen Tod 1642. Im Wintersemester 1590/91 schrieb er sich zum Studium an der Universität Rostock ein.[4] Wilhelm von Kettler unternahm zahlreiche weite Reisen, überliefert ist eine Reise nach Heldburg und Coburg zur Hochzeit Johann Casimir (Sachsen-Coburg) mit Prinzessin Margarethe von Braunschweig-Lüneburg im September 1599.[5] Das Herzogtum gab eine eigene Währung heraus, berühmt ist der sogenannte Dreigröscher mit dem Porträt des Wilhelm von Kettler.[6]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Friedrich von Kettler: Stammtafeln der Familie Kettler (Ketteler). Starke, Görlitz 1900, OCLC 247977607.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wilhelm von Kettler, Herzog zu Kurland und Semgallen. In: geni.com. geni_family_tree, abgerufen am 24. August 2015.
  2. Wilhelm Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen, * 1574. In: geneall.net. Abgerufen am 24. August 2015.
  3. Die alt-livländischen Gebiete im Rahmen der polnisch-litauischen Republik. auf zapiskihistoryczne.pl (PDF, S. 33.)
  4. Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Guilhelmus in Livonia, Curlandia et Semgalliae dux im Rostocker Matrikelportal
  5. Das fürstliche Beilager Herzog Johann Casimirs auf Schloss Heldburg und in Coburg. siehe: Norbert Klaus Fuchs: Das Heldburger Land–ein historischer Reiseführer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2013, ISBN 978-3-86777-349-2.
  6. Europäische Münzen und Medaillen – Polen – Kurland, Herzogtum. In: sixbid.com. Sixbid AG, abgerufen am 24. August 2015.
Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich Herzog von Kurland
1595–1616
Verwaltung durch die Ritterschaft