Wilhelm Schmid (Philosoph)

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Wilhelm Schmid Buchmesse Leipzig 2013

Wilhelm Schmid (* 26. April 1953 in Billenhausen / Bayerisch-Schwaben) ist ein deutscher Philosoph mit dem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Lebenskunstphilosophie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Kindheit und Jugend in bäuerlicher Umgebung (seine Eltern waren Landwirte und hatten sechs Kinder[1]), einer Lehre als Schriftsetzer und vier Jahren bei der Bundeswehr holte Wilhelm Schmid am Augsburger Bayernkolleg 1980 das Abitur nach. In Augsburg schloss er sich der 1969 gegründeten Künstlergruppe "Der Kreis" an, dessen Spiritus rectus der Grafiker, Drucker und Schriftsteller Michael Tonfeld war. Von 1977 bis 1980 war er in Augsburg Vorsitzender der dortigen Jungdemokraten, der damaligen Jugendorganisation der FDP. 1980 begann er ein Studium der Philosophie und Geschichte an der Freien Universität Berlin, der Pariser Sorbonne und der Universität Tübingen, das er 1991 mit einer Doktorarbeit über Michel Foucault abschloss. In Berlin war er Mitbegründer des seither bestehenden philosophischen Gesprächskreises "Momo", www.momo-berlin.de

Er übernahm Lehraufträge an der Universität Leipzig (1990–1991), der Technischen Universität Berlin (1991–1992), der Pädagogischen Hochschule Erfurt (1993–1999) und der Universität Jena (1999–2000). In Erfurt habilitierte er sich im Jahr 1997 mit seiner Arbeit „Grundlegung zu einer Philosophie der Lebenskunst“. 2004 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Erfurt, wo er bis zur Altersgrenze unterrichtete. Gastdozent (DAAD-Kurzzeitdozenturen) an der Universität Riga/Lettland (1991–2000) und an der Staatlichen Universität Tiflis/Georgien (1997–2006). Von 1998 bis 2007 arbeitete er regelmäßig als „philosophischer Seelsorger“ am Spital Affoltern am Albis (bei Zürich). Seine Bücher erreichten bis 2018 eine Gesamtauflage von etwa 1,5 Millionen Exemplaren und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012 wurde ihm von der Meckatzer Brauerei im Allgäu der deutsche Meckatzer-Philosophiepreis für besondere Verdienste bei der Vermittlung von Philosophie verliehen.[2]
  • 2013 erhielt er den schweizerischen Preis der Dr. Margrit Egnér-Stiftung für sein bisheriges Werk zur Lebenskunst.[3]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmid lebt in Berlin, ist in zweiter Ehe verheiratet und hat vier Kinder.[4]

Philosophie der Lebenskunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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„Für sich selbst zu sorgen“, bedeutet für Wilhelm Schmid weder nur sich ökonomisch zu verhalten, d. h. seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, noch im Sinne des so genannten „Positiven Denkens“ etwa Bedrohungen zu ignorieren oder Zweifel zu unterdrücken. Die „reflektierte Lebenskunst“ bestehe stattdessen darin, sich selbst wahrzunehmen, zu orientieren und zu entwickeln, ohne beziehungslos zu werden oder sich anderweitig zu verengen; man solle sich bemühen, weder zu einem Egomanen noch zu einem „Herdentier“ zu verkommen. Schmid entwickelt sein Konzept der Lebenskunst im Anschluss an Überlegungen von Michel Foucault. Dieser hatte sich in seinem Spätwerk auf die Suche nach neuen Lebensformen begeben, welche dem Subjekt Existenzweisen jenseits etablierter Konzepte von Subjektivität ermöglichen sollten.

Das individuelle Lebensglück, die Erfahrung des eigenen Sinns und Wohlbefindens, ergibt sich laut Schmid im Wesentlichen nicht daraus, dass man vorübergehend „Glück hat“, d. h. zufällig oberflächliche Vorteile erlangt. Glücklich werde man vielmehr dadurch, dass man seine realen Möglichkeiten erkennt und unter diesen selbstbestimmt und klug wählt. Dies bezeichnet Schmid als das „aristotelische Element“ (s. Aristoteles) der Lebenskunst. Die individuelle Lebensgestaltung müsse selbstgesetzten Ansprüchen genügen, die sich im Laufe des Lebens verändern.

Nur ein bewusster Umgang mit den eigenen Gefühlen und Lüsten führt laut Schmid zu „Selbstmächtigkeit“. Dies nennt er das „epikureische Element“. Ein erfülltes Leben ist nicht von „hedonistischem Lustkonsum zu erwarten, der üblicherweise zu einer Verflachung“ des Erlebens führt. Vielmehr ist eine selbst gewählte Dosierung von Lust dem gesteigerten Empfinden und Genuss förderlich. Dazu gehört es auch, vorübergehende Schmerz- und Unlustgefühle hinzunehmen, die zum Leben gehören. Es sei wichtig, sein eigenes Maß zu finden.

Was jemand aus seinem Leben macht, ist nach Schmid eine Frage der „Selbstaneignung“. Ein beruflicher oder sozialer Status garantiere das individuelle Glück nicht. Das „gute Leben“ im Sinne Schmids bedarf einer selbst zu findenden Balance zwischen Außen und Innen, womit sich der Bogen zum antiken Epikureismus schließt. Diese Balance könne man mit einem aus der Mode gekommenen Begriff als ein Ergebnis von Weisheit bezeichnen. Wesentlich seien Selbstbefreiung von unnötigen Abhängigkeiten sowie Freundschaften, die einem helfen, die erstrebte Balance im Leben zu halten.

Mit sich selbst befreundet sein (2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schmids Buch Mit sich selbst befreundet sein von 2004 (erneuert in Selbstfreundschaft – Wie das Leben leichter wird von 2018) finden sich sieben Punkte der Selbstdefinition:

  1. Was sind meine wichtigsten Beziehungen der Liebe und der Freundschaft, über die ich mich definieren will?
  2. Was sind die wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben, die fester Bestandteil meiner selbst bleiben sollen?
  3. Was ist mein Traum, mein Glaube, mein bestimmter Weg und vielleicht mein Lebensziel, meine Idee, meine Sehnsucht, der ich im Leben folgen will?
  4. Was sind die bestimmten Werte, die ich hochhalten, aber auch selbst realisieren will, und welcher Wert soll im Zweifelsfall Vorrang haben, wenn etwa zwischen Freiheit und Bindung, Risiko und Sicherheit, Konsequenz und Nachgiebigkeit zu wählen ist?
  5. Welche Gewohnheiten will ich sorgsam pflegen, in denen sich das Leben wohnlich einrichten lässt, und welche besonderen Charakterzüge will ich stärken: Geiz oder Großzügigkeit? Ungeduld oder Duldsamkeit? Zögerlichkeit oder Entschlossenheit?
  6. Was sind meine Ängste, die einfach da sind, meine Verletzungen, die ich erfahren habe, meine Traumata, gegen die ich nicht ankomme, die ich aber in mein Selbst integrieren kann? Diese Seite des Lebens ausschließen zu wollen, liegt nahe, kostet jedoch unsinnig viel Kraft und ist letztlich ohnehin vergeblich; daher der Versuch, sie als Bestandteil des Selbst zu sehen, um alle Kraft dafür übrig zu haben, gut damit zurechtzukommen. Hilfreich ist dabei
  7. das Schöne, an dem ich mein Leben orientieren kann: Was sind die Momente, Anblicke, Arbeiten, Spiele, Lüste, Gespräche, Gedanken, zu denen ich vorbehaltlos Ja sagen kann, sodass sie sehr viel Sinn vermitteln und zu einer Quelle von Kraft werden können, mit der mühelos auch größte Schwierigkeiten zu bewältigen sind?

Glück und Unglücklichsein (2007 und 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmid unterscheidet in seinem Buch Glück (2007), das zu seinem ersten großen Bestseller wurde, drei Formen des Glücks: Wohlfühlglück, Zufallsglück, Glück der Fülle. Für völlig übertrieben hält er die Erwartungen an das Wohlfühlglück, von dem viele Ratgeber den Eindruck vermitteln, es sei die einzig mögliche Form des Glücks. Jedem Menschen sei so viel wie möglich davon zu wünschen, aber eines kann dieses Glück nicht: Permanent da sein. Unglücklicherweise erwarten das die meisten von ihm. Und sind bitter enttäuscht, wenn nichts daraus wird. Daher macht dieses Glück unglücklich. Menschen einzureden, dass sie unbedingt glücklich sein müssen: Das ist die wahre Anleitung zum Unglücklichsein.

Metaphysische Erwartungen sind laut Schmid in das Glück eingewandert und hochgeschraubt worden, wie einst die Erwartungen an Gott, von dem die Menschen sich abwandten, als er nicht mehr lieferte, was ihm zugeschrieben wurde. Eine solche Ernüchterung steht auch dem Glück bevor. Manche Glücksratgeber weichen daher auf die Zufriedenheit aus: Die sei das wahre Glück. Aber alle Erfahrung zeigt: Neuerung, Weiterentwicklung, Verbesserung, privat, gesellschaftlich, künstlerisch, technisch, wirtschaftlich, kommt selten durch Zufriedenheit zustande. Die Glücksratgeber führen die Menschen mit alternativen Fakten über das Leben in die Irre. Es geht im Leben um andere Dinge als Glück, Herausforderungen beispielsweise, die zu bewältigen sind, sowie Möglichkeiten zu erkunden und zu erproben. Ständig nach Glück zu fragen, hält Menschen nur vom Wesentlichen ab, nämlich sich um ein sinnerfülltes Leben zu bemühen, soweit es möglich ist, und das Leben mit Erfahrungen zu füllen, glücklichen und unglücklichen.

Ein großes Problem ist, dass eine weitere Form des Glücks in Vergessenheit geraten ist, die seit jeher einen guten Teil des Lebens ausmacht: Das Zufallsglück bestimmt über vieles im Leben, von dessen Anfängen an, wenn beispielsweise dieser Samenfaden auf jene Eizelle trifft. Niemand kann das Zufallsglück herstellen, niemand kann es verstehen. Es fällt womöglich grundlos so oder anders aus, es kann Schicksal und Fügung sein, aber es ist unmöglich, seine Fäden mit letzter Gewissheit bis zu einem Ursprungspunkt zurückzuverfolgen. Möglich ist nur, diese Bedingung des Lebens zu akzeptieren.

Eine vergessene Form des Glücks ist außerdem das Glück der Fülle. Es beruht darauf, die Polarität des Lebens anzuerkennen, die sich zwischen positiven und negativen Erfahrungen spannt. Erst die gesamte Weite der Erfahrungen vermittelt den starken Eindruck, wirklich zu leben und das Leben voll und ganz zu spüren. Das Leben besteht nie nur aus Lust, immer auch aus Schmerz, nie nur aus Freude, immer auch aus Ärger, nie nur aus Erfolg, immer auch aus Misserfolg, nie nur aus Fröhlichkeit, immer auch aus Traurigkeit. Die entscheidende Frage ist, ob ein Mensch damit einverstanden sein kann. Wenn ja, kann er negative Seiten des Lebens besser bewältigen, die sich nicht restlos ausschalten lassen, schon gar nicht in Beziehungen: Das Glück der Liebe, der Familie, der Freundschaft ist nie ein reines Glück, immer ein gemischtes der Fülle. Gute Beziehungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Mischung gut bewältigen zu können. Das Glück der Fülle ist umfassender und dauerhafter angelegt als alles Zufallsglück und Wohlfühlglück.

Dieses andere Glück umfasst auch das Unglücklichsein, dem Schmid 2012 ein weiteres Buch widmete. Jeder Mensch kennt es, zumindest zeitweilig, in welcher Form auch immer, als Unwohlgefühl, Unzufriedenheit, Traurigkeit, Trauer, Zweifel und manchmal auch Verzweiflung. Der Akzeptanz des Unglücklichseins steht entgegen, dass es in fortgeschrittener moderner Zeit mit Depression in Verbindung gebracht und als Krankheit betrachtet wird. Aber die wirkliche Krankheit Depression ist etwas Anderes und kommt viel seltener vor. Der Mensch, von dem sie Besitz ergreift, bleibt in sich eingeschlossen und ist auf ärztliche und therapeutische Hilfe angewiesen, seine Gedanken und Gefühle können sich nicht mehr bewegen, während sie bei einem Menschen mit depressiver Stimmung in lebhafter Bewegung sind. Ein alter Begriff dafür war und sollte wieder sein: Melancholie.

Liebe (2010 und 2011)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmids Bücher Die Liebe neu erfinden von 2010 sowie Liebe – Warum sie so schwierig ist und wie sie dennoch gelingt antworten auf die Frage, warum die Liebe in moderner Zeit so häufig zerbricht und wie sie neu zu finden sein könnte. In der modernen Epoche der Suche nach Sinn wird die Liebe für viele zur großen Sinnstifterin, allerdings mit der Gefahr, dass ihr Scheitern zu einer Sinnlosigkeit führt, die das Leben in Frage stellt. Schmids Vorschlag ist eine “atmende Liebe”, die zu einer pragmatischen Romantik in der Lage ist, wenn sie nicht nur auf Leidenschaft setzt, sondern auch den Erfordernissen des Alltags gerecht wird. Alternierend zum Zusammensein geht es auch um das Alleinseinkönnen mit sich. Um die Beziehung mit ebenso großer Stabilität wie Flexibilität auszustatten, erscheint es sinnvoll, sie auf mehreren Ebenen zu pflegen: Körperlich, seelisch, geistig und transzendent, abhängig von der Deutung der Liebe, von der die Liebenden sich leiten lassen. Die Liebe kann “atmen”, wenn sie zwischen den verschiedenen Ebenen hin- und herwandern kann. Schwierigkeiten auf einer Ebene können durch den Wechsel auf eine andere aufgefangen werden, und einer kann dem Anderen auf dessen Ebene entgegenkommen, denn eine Schwierigkeit der Liebe liegt darin, dass die Bedürfnisse der Liebenden nicht immer auf derselben Ebene angesiedelt sind. Grundlegend ist jedoch ein großes Wohlwollen füreinander, das aus der Entscheidung des Einzelnen für den jeweils Anderen hervorgeht.

Gelassenheit (2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses Buch ist Schmids größter Erfolg, es war nach seinem Erscheinen 145 Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, davon 18 Wochen auf Platz 1. Ausgehend von der Beobachtung, dass die Moderne keine gelassene Zeit ist und dass nur einzelne Menschen selbst etwas daran ändern können, entwirft er 10 Schritte, die zu mehr Gelassenheit führen können:

  1. Ein Nachdenken über die Phasen des Lebens, um den jeweiligen Herausforderungen besser entsprechen zu können.
  2. Eine Akzeptanz der Zeit des Älterwerdens, die für viele die größte Herausforderung darstellt.
  3. Die Pflege von Gewohnheiten, die es erlauben, sich auch mal zurückzuziehen und Kräfte zu sparen.
  4. Der Genuss von Lüsten, der ausnahmslos entspannend wirkt, aber nicht permanent zu haben ist.
  5. Die Stärkung der Hinnahmefähigkeit, denn nicht alles im Leben kann nach Belieben bestimmt werden.
  6. Viel Berührung, die Menschen ganz von selbst gelassener macht.
  7. Viel Beziehung, insbesondere Liebe, Freundschaft und Kollegialität, die Lebensgewissheit vermitteln.
  8. Viel Besinnung, die immer wieder darauf gerichtet ist, sich über den roten Faden des eigenen Lebens klarer zu werden.
  9. Besinnung auf die Grenze des Lebens, um sich nicht zu sehr davon beunruhigen zu lassen.
  10. Besinnung auf ein mögliches Darüber hinaus, um nicht dem modernen Glauben, dass dort nichts sei, anheimzufallen.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Die reflektierte Lebenskunst setzt an bei der Sorge des Selbst um sich, die zunächst ängstlicher Natur sein kann, unter philosophischer Anleitung jedoch zu einer klugen, vorausschauenden Sorge wird, die das Selbst nicht nur auf sich, sondern ebenso auf Andere und die Gesellschaft bezieht.“ (Grundlegung, 1998, S. 51)
  • „Die möglichst weit gehende Verfügung des Selbst über sich und sein Leben im Sinne der Selbstmächtigkeit (Autarkie), und die dafür erforderliche Arbeit des Selbst an sich zur Veränderung und Festigung seiner selbst (Askese) repräsentieren das kynische Element der reflektierten Lebenskunst und führen zum modernen Gedanken der Autonomie.“ (Grundlegung, 1998, S. 51f)

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1971–1989
  • Nachtgedanken. Gedichte und Texte. Mit Grafiken von Christian Laubmeier. Selbstverlag, Augsburg 1971.
  • Bilder Deines Lebens. Einfach ein nettes kleines Buch und nix Berühmtes. Verlag Junger Augsburger Autoren, Augsburg 1980.
  • Wolfgang. Versuche zu einem Portrait; die Welt, der Traum, der Tod. Verlag Junger Augsburger Autoren, Augsburg 1981.
  • Gespräch mit dem Leben. Bruchstücke aus der Welt der Gedanken. Verlag Junger Augsburger Autoren, Augsburg 1981.
  • Wille zum Leben! Entwurf zur Haltung. Verlag Junger Augsburger Autoren, Augsburg 1983.
  • Die Geburt der Philosophie im Garten der Lüste. Michel Foucaults Archäologie des platonischen Eros. Athenäum, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-610-09200-9. Neuauflage: Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-39715-X.
  • Wege zu Edgar Degas. Herausgegeben von W.S., Matthes & Seitz, München 1988, ISBN 3-88221-236-5.
1990–1999
  • Auf der Suche nach einer neuen Lebenskunst. Die Frage nach dem Grund und die Neubegründung der Ethik bei Foucault. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-58082-5. Neuauflage: Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-29087-8.
  • Denken und Existenz bei Michel Foucault. Herausgegeben von W.S., Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-11657-6.
  • Nach der Postmoderne. Herausgegeben von Andreas Steffens, Christine Pries und W.S., Bollmann, Düsseldorf 1992, ISBN 3-927901-21-0.
  • Was geht uns Deutschland an? Ein Essay. Edition Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-518-11882-X.
  • Philosophie der Lebenskunst. Eine Grundlegung. Suhrkamp-TB Wissenschaft 1385, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-518-28985-3.
2000–2009
  • Schönes Leben? Einführung in die Lebenskunst. In: Bibliothek der Lebenskunst. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-41207-8. Neuauflage: Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-518-45664-4. Neuausgabe 2017, ISBN 978-3-518-46796-1.
  • W.S. mit Volker Caysa: Reinhold Messners Philosophie. Sinn machen in einer Welt ohne Sinn. Edition Suhrkamp, Band 2242, Frankfurt am Main 2002. 3. Auflage 2005, ISBN 978-3-518-12242-6.
  • Mit sich selbst befreundet sein. Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst. In: Bibliothek der Lebenskunst. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 978-3-518-41656-3. Neuauflage: Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-518-45882-2.
  • Leben und Lebenskunst am Beginn des 21. Jahrhunderts. In: Heinz-Nixdorf-MuseumsForum. Fink, Paderborn, München 2005, ISBN 978-3-7705-3955-0.
  • Die Kunst der Balance. 100 Facetten der Lebenskunst. Insel-Taschenbuch 3120, Frankfurt am Main, Leipzig 2005, ISBN 978-3-458-34820-7.
  • Die Fülle des Lebens. 100 Fragmente des Glücks. Insel-Taschenbuch 3199, Frankfurt am Main, Leipzig 2006, ISBN 978-3-458-34899-3.
  • Seelsorge und Lebenskunst. In: Wege zum Menschen. Jahrgang 58, Heft 1, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006.
  • Glück. Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist. Insel, Frankfurt am Main, Leipzig 2007, ISBN 3-458-17373-0.
  • Ökologische Lebenskunst. Was jeder Einzelne für das Leben auf dem Planeten tun kann. Suhrkamp-TB 4034, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-46034-4.
Seit 2010

Gespräche (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lebenskunst: die einzige Utopie, die uns geblieben ist Gespräch mit Heiko Ernst, in: Psychologie heute 23, 7 (1996)
  • Glück ist Balance Gespräch mit Carl J. Wiget, in: Psychologie heute 27, 11 (2000)
  • Der Tod macht das Leben klarer. Gespräch mit den Spiegel-Redakteuren Mathias Schreiber und Susanne Weingarten. In: Der Spiegel 52/2008, S. 134–138.
  • «Persönlich» aus Basel Karin Frei begrüßt den Philosophen Wilhelm Schmid und die Rechtsmedizinerin Kathrin Gerlach im Basler Tabourettli: Über die Liebe, das Leben und den Tod. Schweizer Radio DRS 1, 21. November 2010. l (online)
  • Der Philosoph im Gespräch mit Ralf Caspary SWR2 Interview
  • Geld, Gesundheit, Liebe – was macht den Menschen glücklich, Herr Schmid?, Interview in der 3sat Sendung Bühler Begegnungen, 19. Mai 2008, 22.25 Uhr: Peter Voß im Gespräch mit Wilhelm Schmid.
  • Wohlfühlglück ist nichts von Dauer Interview mit Wilhelm Schmid über das Glück von Konstantin Sakkas, Der Tagesspiegel, 16. Juli 2007.
  • Zyklische Inseln, Gespräch über die Zeit mit Walter Keller, in: Du. Das Kulturmagazin, Zürich/Schweiz, 783 (Februar 2008), S. 46–53.
  • „Die Menschen werden des Glücks müde“, Gespräch mit Heiko Ernst, in: Psychologie heute 39, 10 (2012), S. 21–27.
  • Gibt es das Glück als Paar? Gespräch mit Brigitte Kronauer, in: Philosophie Magazin 3 (2013), S. 56–61.
  • Das Glück der Fülle, Gespräch mit Eva Illouz über die Tücken der Liebe, in: Spiegel-Wissen 2 (2012), S. 15–23.
  • Folge der Intensität, Gespräch mit Wolfram Eilenberger, in: Philosophie-Magazin, August/September 2015.
  • „Ich hasse das Thema Glück mittlerweile“, Gespräch mit Iris Radisch. In: Die Zeit, 23. Dezember 2015.
  • Braucht mein Leben ein Ziel? 2016, PhilCologne, YouTube.
  • „Die Wirklichkeit ist immer eng“. Über den immerwährenden Traum des Menschen vom Paradies (Gespräch, geführt von Reinhard Mawick u. Kathrin Jütte), in: Zeitzeichen. Evangelische Kommentare (August 2018), S. 38–41

Vorträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volker Caysa: Aktuelle deutschsprachige Konzeptionen einer Philosophie der Lebenskunst. In: Information Philosophie, Claudia Moser, Lörrach Dezember 2000.
  • Christoph Hübenthal: Eudaimonismus, Das Lebenskunstmodell. In: Marcus Düwell u. a. (Hrsg.): Handbuch Ethik, Metzler, Stuttgart 2002, S. 90–92 ISBN 3-476-01749-4.
  • Elke Schmitter: Den Schmerz ausloten. In: Der Spiegel, 17/2004, S. 177–179.
  • Wolfgang Kersting, Claus Langbehn (Hrsg.): Kritik der Lebenskunst. Suhrkamp-TB Wissenschaft 1815, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-518-29415-4.
  • Ferdinand Fellmann: Philosophie der Lebenskunst zur Einführung. Junius, Hamburg 2009.
  • Michael Höffner: Die "Philosophie der Lebenskunst" und das Dilemma der Freiheit, in: ders., Berufung im Spannungsfeld von Freiheit und Notwendigkeit (Studien zur systematischen und spirituellen Theologie Bd. 47). Würzburg 2009. S. 95ff.
  • Peter Lückemeier: Die innige Liebe zu jedem einzelnen Wort. Ein Besuch bei Wilhelm Schmid. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 30. August 2015, S. 11.
  • Julia Witt: Claiming the right to be unhappy – Der Glücksbegriff bei Wilhelm Schmid und Aldous Huxley. In: Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik, Jg. 38 (2016), Heft 1, S. 51–62.
  • Gerhard Ernst (Hrsg.): Philosophie als Lebenskunst. Antike Vorbilder, moderne Perspektiven, Suhrkamp TB Wissenschaft 2195, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-29795-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SZ, 12./13. Juli 2014, S. 10.
  2. Meckatzer Löwenbräu vergibt Meckatzer-Philosophie-Preis, meckatzer.de, abgerufen am 5. Februar 2015.
  3. Wilhelm Schmid erhält den Preis der Dr. Margrit Egnér-Stiftung 2013, suhrkamp.de, Meldung vom 14. November 2013.
  4. Schmid im Interview: Ein neues Liebeskonzept, welt.de, Artikel vom 9. Januar 2011.
  5. Wer ruhig ist, wird hier noch ruhiger in FAZ vom 15. Mai 2013, Seite 26