Wilhelm Schwinghammer

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Wilhelm Schwinghammer (2017)

Wilhelm Schwinghammer (* 1977 in Vilsbiburg) ist ein deutscher Opernsänger (Bass).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Schwinghammer wurde in Vilsbiburg im bayerischen Landkreis Landshut geboren, aufgewachsen ist er in Taufkirchen/Vils im Landkreis Erding. Als Junge sang er bei den Regensburger Domspatzen,[1] deren Musikgymnasium er bis zum Abitur 1998 besuchte.[2] Schwinghammer studierte ab 2000 an der Universität der Künste Berlin Gesang bei Harald Stamm und war Meisterschüler von Kurt Moll und von Marjana Lipovšek. Als Student sang er u. a. in den Vokalensembles Collegium Vocale Gent (Leitung Philippe Herreweghe) und Sette Voci (Leitung Peter Kooij) mit. Unter der Leitung von René Jacobs sang Schwinghammer in Händels Oratorium Saul.[3]

2003 nahm die Hamburgische Staatsoper Schwinghammer in das Internationale Opernstudio auf.[2] 2006 wurde er in das feste Ensemble der Hamburgischen Staatsoper übernommen. Zu seinem Repertoire gehören u. a. Sarastro aus der Zauberflöte, Il Re aus Aida, Figaro in Le nozze di Figaro, der Colline aus La Bohème, Fasolt aus Rheingold, Fafner aus Siegfried, Leporello aus Don Giovanni, Sparafucile in Rigoletto und Rocco aus Fidelio. Seit 2017 arbeitet er freischaffend.[3]

2008 sang Schwinghammer zur Eröffnung der Bundesliga-Saison 08/09 in der Münchner Allianz-Arena, 2011 ebenso im Dortmunder Stadion zur Eröffnung der Saison 2011/2012 die Nationalhymne.[1]

2005 debütierte Wilhelm Schwinghammer bei den Salzburger Festspiele neben Anna Netrebko und Rolando Villazón als Dr. Grenvil in La traviata. 2012 trat er zum ersten Mal bei den Bayreuther Festspielen auf und sang König Heinrich in Lohengrin. Diese Partie übernahm er in Bayreuth auch in den Jahren 2013–2015, 2014 und 2015. 2015 gab er zudem auch Fasolt in Frank Castorfs Rheingold. 2013 sang er König Marke in der Neuinszenierung von Tristan und Isolde an der Washington National Opera. 2014 debütierte er an der Bayerischen Staatsoper in München als Titurel im Parsifal. 2016 war er als Sarastro in der Zauberflöte an der Los Angeles Opera, beim Tanglewood Festival unter Andris Nelsons in Beethovens 9. Sinfonie, als Rocco im Fidelio unter Zubin Mehta mit dem Israel Philharmonic Orchestra und als Fasolt im Rheingold an der Lyric Opera of Chicago zu erleben.

Auszeichnungen und Preise (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilhelm Schwinghammer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marcus Stäbler: Wilhelm Schwinghammer – der Bass aus Bayern. In: Hamburger Abendblatt vom 8. Oktober 2009.
  2. a b Wilhelm Schwinghammer, Bass. Opernstudiomitglied: 2003−2005. Auf der Website der Körber-Stiftung. (Abgerufen am 13. Dezember 2010.)
  3. a b Biographie auf der Website der Hamburgischen Staatsoper (Memento vom 8. Dezember 2017 im Internet Archive), Text ist dem Sängerbild hinterlegt.