Wilhelm Tomaschek

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Wilhelm Tomaschek

Wilhelm Tomaschek (tschech. Vilém Tomášek) (* 26. Mai 1841 in Olmütz; † 9. September 1901 in Wien) war ein tschechisch-österreichischer Geograf und Orientalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er unterrichtete ab 1877 als außerordentlicher Professor für Geografie an der Universität Graz. 1881 wurde er zum Ordinarius ernannt. Im akademischen Jahr 1884/1885 fungierte er als Dekan der philosophischen Fakultät. 1885 wechselte er an die Universität Wien.

Tomaschek war seit 1882 korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Wien, seit 1899 wirkliches Mitglied. 1883 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Russische Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg aufgenommen.[1]

Zu seinen Ehren wurde 1933 die Tomaschekstraße im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf benannt.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zentralasiatische Studien, 1877
  • Zur historischen Topographie von Persien, 1883–1885
  • Zur historischen Topographie von Kleinasien im Mittelalter, 1891
  • Die Alten Thraker. Eine ethnologische Untersuchung, 1893–1894

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albrecht Penck: Wilhelm Tomaschek. In: Almanach der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Band 52 (1902), S. 291–295
  • Albrecht Penck: Zur Erinnerung an Wilhelm Tomaschek. Gedächtnisrede, gesprochen anläßlich der vom Verein der Geographen am 17. Dezember 1901 veranstalteten Trauerfeier. In: Bericht über das 27. und 28. Vereinsjahr 1900/01 und 1901/02, erstattet vom Verein der Geographen an der Universität Wien. Wien 1903, S. 1–19 (mit Bild und einem Schriftenverzeichnis von Adolf E. Forster)
  • Wilhelm Wolkenhauer: Wilhelm Tomaschek. In: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. 6. Band (1901), Berlin 1904, S. 327–328

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724. Vilém oder Wilhelm Tomaschek. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 26. Oktober 2015 (russisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Wilhelm Tomaschek – Quellen und Volltexte