Wilhelm von Hahnke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilhelm von Hahnke

Wilhelm Gustav Karl Bernhard von Hahnke (* 1. Oktober 1833 in Berlin; † 8. Februar 1912) war ein preußischer Generalfeldmarschall.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hahnke entstammte einer alten Offiziersfamilie. Er war der Sohn des späteren preußischen Obersten Wilhelm von Hahnke († 1861) und dessen Ehefrau Angelique, geborene von der Lancken († 1873).

Nach seiner Erziehung im Kadettenkorps wurde Hahnke am 26. April 1851 als Sekondeleutnant dem Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 der Preußischen Armee überwiesen. Vom 19. Februar 1854 bis 18. Januar 1858 fungierte er als Bataillonsadjutant, war anschließend Regimentsadjutant und wurde in dieser Stellung am 31. Mai 1859 zum Premierleutnant befördert. Daran schloss sich vom 7. Juni 1860 bis zum 22. September 1863 eine Verwendung als Adjutant der 2. Garde-Infanterie-Brigade an. Unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann folgte am 22. September 1863 seine Ernennung zum Kompaniechef im Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3.

Hahnke kämpfte 1864 mit seiner Kompanie während des Krieges gegen Dänemark bei Fredericia und nahm an der Belagerung sowie der Erstürmung der Düppeler Schanzen. Seine Leistungen wurde dabei durch die Verleihung des Roten Adlerordens IV. Klasse mit Schwertern und des Kronenordens III. Klasse mit Schwertern gewürdigt.

Während des Krieges gegen Österreich war Hahnke 1866 Mitglied des Generalstabs der 2. Armee beim Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen in Böhmen. Bis zum Deutsch-Französischen Krieg war Hahnke Flügeladjutant des Herzogs Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha.

Im Deutsch-Französischen Krieg nahm er als Major im Generalstab wiederum im Hauptquartier des Kronprinzen von Preußen teil. 1872 wurde er zum Chef des Generalstabs des III. Armee-Korps ernannt, 1875 Oberstleutnant, 1878 Oberst und 1881 schließlich Generalmajor und Kommandeur der 1. Garde-Infanterie-Brigade und gleichzeitig Stadtkommandant von Potsdam.

1886 wurde er zum Generalleutnant und Kommandeur der 1. Garde-Division befördert und 1888 zum Chef des Militärkabinetts ernannt. Diese Position hatte er bis 1901 inne. Danach fungierte er bis 1909 als Oberbefehlshaber in den Marken und Gouverneur von Berlin. 1890 wurde Hahnke zum General der Infanterie befördert.

Am 1. Januar 1905 wurde er zum Generalfeldmarschall befördert und war dann Generaladjutant Kaiser Wilhelms II.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete 1865 in Berlin Josephine von Bülow (1842–1911), eine Tochter des preußischen Geheimen Legationsrats Friedrich von Bülow (1789–1853). Das Paar hatte sieben Söhne und zwei Töchter, darunter:

  • Wilhelm (1867–1931), preußischer Generalmajor ∞ Elisabeth von Schlieffen (* 1869), Tochter des Generalfeldmarschalls Alfred von Schlieffen.
  • Adolf (* 3. Juli 1873; † 6. Juli 1936), Jurist

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1907. S. 48.