Wilhelm von Ledebur

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Wilhelm Benjamin Johann Gerhard Karl Freiherr von Ledebur (* 5. Juli 1859 auf Schloss Crollage, heute Preußisch Oldendorf; † 24. Mai 1930 Schloss Crollage, heute Preußisch Oldendorf) war ein deutscher Politiker und Regierungsbeamter.

Von 1895 bis 1917 war Wilhelm von Ledebur Landrat des Kreises Lübbecke in Westfalen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm von Ledebur wurde 1859 als Mitglied einer Familie aus dem westfälischen Uradel auf dem Schloss Crollage geboren. Er legte 1879 das Zeugnis der Reife am Gymnasium in Gütersloh ab und leistete danach als Einjährig-Freiwilliger seinen Wehrdienst bei der preußischen Armee, er war Premier-Leutnant der Reserve des 1. Westfälischen Husaren-Regiments Nr. 8. Danach studierte er in Straßburg und Berlin Rechts- und Staatswissenschaften. Von 1883 bis 1894 war er an verschiedenen Gerichten und Bezirksregierungen im preußischen Staatsdienst tätig, zuletzt bei der Regierung in Minden. Am 1. Oktober 1894 wurde er mit der Verwaltung des Landratsamtes in Lübbecke beauftragt. Am 28. Februar 1895 schlug ihn der Kreistag des Kreises Lübbecke einstimmig zur Ernennung zum Landrat vor, die Ernennung erfolgte am 10. April 1895. Am 28. Oktober 1917 reichte Wilhelm von Ledebur "wegen Zuspitzung der innerpolitischen Lage" bei der Bezirksregierung ein Abschiedsgesuch ein, am 25. Dezember 1917 wurde er aus dem Staatsdienst entlassen.

Wilhelm von Ledebur war evangelisch und verheiratet.

Weitere Ämter und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Lübbecke, Vorsitzender der Landwirtschaftskammer der Provinz Westfalen, Mitglied des Landesökonomiekollegiums, Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Westfalen, Mitglied des Provinzialausschusses, Vorsitzender des Konservativen Vereins in Lübbecke, Aufsichtsratsmitglied der Wittlager Kreisbahn, Mitglied des Wasserstraßenbeirats in Hannover, Mitglied der Bezirks-Eisenbahnräte in Hannover und Münster.

Träger der Landwehrdienstauszeichnung II. Klasse und des Eisernen Kreuzes II. Klasse, Preußischer Kronenorden III. Klasse, Roter Adlerorden III. Klasse mit Schleife, Rechtsritter des Johanniterordens.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, C.A.Starke Verlag, Gesamtreihe Band 88, 1986, Seite 294