Wilhelminischer Stil

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Der Neubau des wilhelminischen Neuen Marstalls gegenüber dem historischen Berliner Stadtschloss, 1900

Der wilhelminische Stil[1] war ein „[s]taatsoffizieller baul[icher] Repräsentationsstil der [architektonischen] Gründerzeit“ während der Regierungszeiten der deutschen Kaiser Wilhelm I., Friedrich III. (auch Friedrich Wilhelm) und Wilhelm II. (1871–1918), also vom Ende des Deutsch-Französischen Kriegs bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.

Diese Spielart historistischer Herrschaftsarchitektur orientierte sich zu Beginn an der italienisch geprägten Neorenaissance, wurde ab 1885 jedoch wesentlich stärker vom Neobarock beeinflusst. Beispielhaft sind öffentliche Berliner Monumentalbauten wie das Kaiser-Friedrich-Museum (Bode-Museum, 1897–1904), der Berliner Dom (Bauzeit 1894–1905), das Reichstagsgebäude[2] (Bauzeit 1884–1894), der Neue Marstall (Bauzeit 1897–1901) und die Staatsbibliothek zu Berlin (Bauzeit 1903–1914).

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zur Groß-/Kleinschreibung siehe wilhelminisch. In: Sabine Krome (Hrsg.): Wahrig, ein Wort - eine Schreibung: die Wahrig-Hausorthografie von A bis Z. 2006.
  2. Baustil: Historismus (zum Stichwort „Wilhelminischer Stil“).