Wilhelmsthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wilhelmsthal
Wilhelmsthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wilhelmsthal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 19′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kronach
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 42,92 km2
Einwohner: 3658 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96352
Vorwahl: 09260
Kfz-Kennzeichen: KC, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 76 189
Gemeindegliederung: 40 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wöhrleite 1
96352 Wilhelmsthal
Website: www.wilhelmsthal.net
Bürgermeisterin: Susanne Grebner (SPD)
Lage der Gemeinde Wilhelmsthal im Landkreis Kronach
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Über dieses Bild
Wilhelmsthal
Katholische Kirche St. Josef am Südhang des Eichsberg
Katholische Kirche St. Josef

Wilhelmsthal ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Wilhelmsthal liegt im Naturpark Frankenwald. Durch das Gemeindegebiet fließen die Grümpel und die Kremnitz. Diese Bäche bilden beim Zusammentreffen in der Nähe der Fehnenschneidmühle (südlich von Wilhelmsthal) den Fluss Kronach.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelmsthal hat 40 amtlich benannte Gemeindeteile.[2]

  • Bärengrund
  • Bug
  • Effelter
  • Effeltermühle
  • Eibenberg
  • Eichelberg
  • Eichenbühl
  • Eichenleithen
  • Fehnenschneidmühle
  • Felsmühle
  • Finkenflug
  • Geschwend
  • Gifting
  • Gries
  • Grümpel
  • Grümpel
  • Hesselbach
  • Hühnerleithe
  • Kämmerlein
  • Kotschersgrund
  • Kugelmühle
  • Lahm
  • Ludwigsland
  • Neuenbach
  • Obergrümpelmühle
  • Redwitzerhöh
  • Remschlitz
  • Roßlach
  • Roßlach
  • Sattelmühle
  • Schäferei
  • Schafhut
  • Steinberg
  • Steingraben
  • Tiefenbach
  • Trebes
  • Trebesberg
  • Untergrümpelmühle
  • Wilhelmsthal
  • Winterleithen

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 1978 bestand die Gemeinde aus dem Pfarrdorf Wilhelmsthal und dem in den 1950er Jahren eingegliederten Dorf Neuenbach, das zuvor zu Hesselbach gehörte. Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Effelter, Hesselbach, Lahm und Steinberg sowie Schäferei der aufgelösten Gemeinde Neufang eingegliedert.[3] Steinberg wurde Sitz der neuen Gemeindeverwaltung. In die aufgelöste Gemeinde Steinberg waren zuvor Eibenberg am 1. Januar 1975, Gifting am 1. Januar 1977 und das Dorf Roßlach am 1. Januar 1978 eingemeindet worden.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich stand eine mittelalterliche Burg auf einem Hügelsporn an der Oberkante des Hangs über dem Grümpeltal. Wilhelm Gottfried von Marschall gründete 1730 Wilhelmsthal, das seinen Namen trägt, als er Ländereien am Südhang des Eichsberges an alle, die sich darum bemühen, veräußerte. 1744 wurde der Ort nach Lahm eingepfarrt. 1862 wurde die Landgemeinde Wilhelmsthal in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Kronach eingegliedert. Sie hatte im Jahr 1871 767 Einwohner, von denen 764 Katholiken waren, und 92 Wohngebäude.[5]

1987 hatte die Gemeinde 4369 Einwohner.[6] 30 Jahre später war die Zahl auf 3658 gesunken.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelmsthal hat 16 Gemeinderatssitze, dazu kommt noch ein weiterer für den amtierenden Bürgermeister. Bürgermeisterin ist seit 2014 Susanne Grebner. Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

2014[7]
CSU 8
SPD 5
UWG 3

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Geteilt von Blau und Silber; oben ein schreitender goldener Löwe, unten nebeneinander zwei rote Schafscheren“.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche St. Josef wurde 1904/1905 im neugotischen Stil gebaut und am 19. September 1905 geweiht. Eine Pfarrei entstand 1906. Von 1999 bis 2003 erfolgte eine Generalsanierung und Neugestaltung der Ausstattung. Das Gotteshaus ist ein Saalbau, der von einem Satteldach überspannt wird, mit einem Chorseitenturm und einem Sakristeianbau. Die Kirche hat einen gewölbten Chor, der wie das Langhaus umlaufend mit Streben besetzt ist. Eine neue Orgel mit 20 Registern auf zwei Manualen und Pedal stellte 2004 Metzler Orgelbau aus Dietikon auf.

In der Liste der Baudenkmäler im Ortsteil Wilhelmsthal sind insgesamt fünf Baudenkmäler aufgeführt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelmsthal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 690 und 691.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 689 und 690.
  5. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1065, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 312 (Digitalisat).
  7. Wahlergebnisse 2014, wilhelmsthal.net, abgerufen am 23. Juli 2015 (PDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilhelmsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien