Wilkowo (Milejewo)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilkowo
Wilkowo führt kein Wappen
Wilkowo (Polen)
Wilkowo
Wilkowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Milejewo
Geographische Lage: 54° 9′ N, 19° 32′ OKoordinaten: 54° 9′ 26″ N, 19° 31′ 58″ O
Einwohner: 90
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: S 22: ElblągGrzechotki/Russland
DW 509: ElblągMłynaryOrneta
Komorowo Żuławskie/DK 7Przezmark → Wilkowo
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig



Wilkowo (deutsch Wolfsdorf Höhe) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es liegt im Powiat Elbląski (Elbinger Kreis) und gehört zur Landgemeinde Milejewo (Trunz).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt in der historischen Region Westpreußen, etwa neun Kilometer östlich von Elbing im Südosten der Elbinger Höhe, auch Trunzer Berge genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bis 1945 Wolfsdorf Höhe[1] (vor 1785 auch Wolfsdorf auf der Höhe, vor 1905 Wolfsdorfhöhe) genannte Ort wurde in den Jahren 1296 bis 1299 gegründet.

Zwischen 1874 und 1945 gehörte er zum Amtsbezirk Pomehrendorf[2] (heute polnisch: Pomorska Wieś) im Landkreis Elbing im Regierungsbezirk Danzig (ab 1920 Regierungsbezirk Marienwerder, 1922 bis 1939 Regierungsbezirk Westpreußen, 1939 bis 1945 Regierungsbezirk Danzig) in der preußischen Provinz Westpreußen (1922 bis 1939 Provinz Ostpreußen, 1939 bis 1945 Reichsgau Danzig-Westpreußen).

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Wolfsdorf Höhe im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Im Sommer 1945 wurde die Region von der sowjetischen Besatzungsmacht unter polnische Verwaltung gestellt. Die Polen führten für Wolfsdorf Höhe die Ortsbezeichnung Wilkowo ein. Soweit die Dorfbewohner nicht geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Wolfsdorf Höhe vertrieben.

Heute ist Wilkowo eine Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Milejewo (Trunz) im Powiat Elbląski in der Woiwodschaft Ermland-Masuren (1975 bis 1998 Woiwodschaft Elbląg).

Bevölkerungsentwicklung bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Anmerkungen
1816 221 [3]
1852 262 [4]
1864 272 am 3. Dezember[5]
1910 310 [6]
1933 279 [7]
1939 286 [7]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945 war Wolfsdorf Höhe in das evangelische Kirchspiel Pomehrendorf (heute polnisch: Pomorska Wieś) eingepfarrt und gehörte zum Kirchenkreis Elbing in der Kirchenprovinz Westpreußen (1922 bis 1945 Kirchenprovinz Ostpreußen) der Kirche der Altpreußischen Union.

Heute ist Wilkowo der katholischen Pfarrei in Pomorska Wieś (Pomehrendorf) zugeordnet. Sie liegt im Dekanat Elbląg Południe (Elbing-Süd) im Bistum Elbląg der Katholischen Kirche in Polen. Hier lebende evangelische Kirchenglieder gehören jetzt zur Pfarrei Elbląg (Elbing) in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort treffen die Schnellstraße S 22 von Elbląsk nach Grzechotki (Rehfeld) zur Weiterfahrt nach Russland sowie die DW 509 von Elbląg über Młynary (Mühlhausen) nach Orneta (Wormditt) aufeinander, außerdem endet hier eine Nebenstraße, die Wilkowo mit der Landesstraße 7 bei Komorowo Żuławskie (Kämmersdorf) sowie Przezmark (Preußisch Mark) verbindet.

Eine Bahnanbindung existiert nicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Wolfsdorf Höhe
  2. Rolf Jehke, Amtsbezirk Pomehrendorf
  3. Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 185, Ziffer 3606.
  4. Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 689.
  5. Preußisches Finanzministerium: Ergebnisse der Grund- und Gewerbesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Danzig. Danzig 1867. Siehe: 4. Kreis Elbing, S. 18.
  6. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Elbing
  7. a b http://www.verwaltungsgeschichte.de/elbing.html#ew33elbnwolfsdo