Willard Van Orman Quine

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Passbild Quine 1975

Willard Van Orman Quine (* 25. Juni 1908 in Akron, Ohio; † 25. Dezember 2000 in Boston, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Philosoph und Logiker. Quine gilt als bedeutender Vertreter der Analytischen Philosophie und des philosophischen Naturalismus sowie des Holismus. Im Bereich der systematischen theoretischen Philosophie gehört er zu den bedeutendsten englischsprachigen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Mit ihm verschob sich das Zentrum der analytischen Bewegung von England und dem europäischen Kontinent in die USA. Sein Werk berührt alle Kerndisziplinen der theoretischen Philosophie wie Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie, Logik und Ontologie.

Quine gehörte zu den wichtigsten Kritikern der Philosophie des Wiener Kreises. Er bemühte sich, den logischen Empirismus von seinen dogmatischen Elementen zu befreien und ihn mit Argumenten aus der Tradition des amerikanischen Pragmatismus anzureichern. Sein sprachphilosophischer und wissenschaftstheoretischer Holismus ist in der analytischen Philosophie bis heute Gegenstand kontroverser Diskussionen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quine war der Sohn eines Ingenieurs und einer Lehrerin. „Quine“ war der Familienname seines Vaters, „Von Orman“ der seiner Mutter, deren Vorfahren aus den Niederlanden stammten. Bereits in seiner Jugend entwickelte er ein lebhaftes Interesse für Etymologie, Geografie und Definitionsfragen, das zeitlebens anhielt, wobei sein Interesse für Philosophie zu Schulzeiten noch schwach ausgeprägt war.

1926 begann Quine ein Studium am Oberlin College (Ohio) und belegte Kurse in Geologie, Psychologie, Französisch, Deutsch und Mathematik. Allmählich konzentrierten sich seine Interessen auf Mathematik und Logik. 1930 schloss er sein Studium mit einer mathematischen Arbeit mit summa cum laude ab und erwarb den B.A. Er heiratete im selben Jahr und wechselte an die Universität Harvard, die er zeitlebens nicht mehr verließ. Dort hörte er von 1930 bis 1932 Vorlesungen bei Clarence Irving Lewis, dem Logiker Henry Maurice Sheffer und Alfred North Whitehead. Bereits im Jahr 1930 erschien seine erste Veröffentlichung, die Rezension eines mathematischen Fachbuches. 1931 schloss er seine Studien mit dem M.A. und promovierte schon 1932 mit der Arbeit The Logic of Sequences: A Generalization of Principia Mathematica über Whiteheads und Russells Principia Mathematica, wobei Whitehead selbst als Mentor fungierte.

Nachdem Quine 1932 Herbert Feigl während dessen USA-Aufenthaltes in Harvard kennengelernt und so näheren Einblick in den Wiener Kreis erhalten hatte, reiste er als Sheldon Traveling Fellow 1932 bis 1933 nach Europa. In Wien traf er mit Vertretern des Wiener Kreis wie Kurt Gödel und Moritz Schlick zusammen. In Prag hörte er bei Rudolf Carnap, in Warschau bei den Logikern Stanisław Leśniewski, Jan Łukasiewicz und Alfred Tarski. Zu Carnap, mit dessen Philosophie des logischen Empirismus er sich später immer wieder kritisch auseinandersetzte, entwickelte sich eine lang anhaltende Freundschaft. [1]

Nach seiner Rückkehr nach Harvard war Quine von 1933 bis 1936 Mitglied der Junior Fellows in der Harvard Society of Fellows und konnte sich für drei Jahre seinen Forschungen widmen. Im Jahre 1940 wurde er in Harvard Assistenz-Professor.

Bis zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg arbeitete Quine vornehmlich über Logik und Mengenlehre. Es entstanden die Bücher A System of Logistic (1934), Mathematical Logic (1940) und Elementary Logic (1941). Während des Zweiten Weltkriegs musste er von 1942 bis 1945 bei der U.S. Marine als Kryptologe dienen. Seine Aufgabe bestand darin, verschlüsselte Signale deutscher U-Boote zu entschlüsseln. In dieser Zeit befasste er sich intensiv mit dem Begriff der Analytizität, also der Frage, ob Wahrheit in der Logik und der Mathematik auf Konventionen beruht.

Ab 1948 hatte Quine eine Stelle als Full Professor in Harvard inne. Im selben Jahr heiratete er zum zweiten Mal. Aus der Ehe gingen, wie aus seiner ersten, zwei Kinder hervor. Ein Jahr später wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Im Jahre 1951 erschien sein berühmter Aufsatz Two Dogmas of Empiricism, in dem er eine kritische Bilanz des logischen Empirismus zog. Mit ihm festigte er sein Ansehen in der philosophischen Welt. 1953 veröffentlichte er einen ersten Sammelband mit Aufsätzen, From a Logical Point of View[2] und nahm noch im selben Jahr eine einjährige Gastprofessur in Oxford wahr. Dort erfolgte eine intensivere Auseinandersetzung mit der Sprachphilosophie im Gespräch mit Strawson, Austin und Grice.

Während der gesamten 1950er-Jahre arbeitete Quine an einem Buch, das 1960 unter dem Titel Word and Object erschien. Es gilt als sein Hauptwerk und begründete seinen Weltruhm in der analytischen Philosophie. In den folgenden Jahrzehnten vertiefte und präzisierte er seine dort dargelegte Philosophie und verteidigte sie gegen Einwände, ohne dabei grundlegende Revisionen vorzunehmen. Er absolvierte Vortragsreisen in alle Welt und nahm an zahlreichen Konferenzen über sein Werk teil.

Um 1950 veröffentlichte Quine auch einige Aufsätze zur Frage der Universalien, in der er eine konzeptualistische Position einnahm.

1956 wurde er als Nachfolger von Clarence Irving Lewis auf den Edgar-Pierce-Lehrstuhl für Philosophie der Harvard University berufen. Ein zweiter einjähriger Gastaufenthalt fand 1973/74 statt. Im Jahr 1978 erfolgte seine Emeritierung in Harvard. 1980 hielt Quine an der Stanford University die Immanuel Kant Lectures, in denen er seine Philosophie auf aktuellem Stand zusammenfasste. 1990 hielt er die Tarski Lectures in Berkeley.

Nach seiner Emeritierung 1978 wurde Quine vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1996 mit dem Kyoto-Preis. Zu seinen Schülern gehören Michael Dummett, Wolfgang Stegmüller, Donald Davidson, Jaakko Hintikka, Daniel Dennett, Burton Dreben, Dagfinn Føllesdal, Gilbert Harman und David Lewis.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quines zu Lebzeiten veröffentlichtes Werk umfasst 21 Bücher und mehr als 200 Aufsätze. Von den Büchern gehören neun in den Bereich der Logik. Zum größeren Teil handelt es sich dabei um Lehrbücher und Überblicksdarstellungen, die Quine als Grundlage für seine eigenen Lehrveranstaltungen verfasst hat. [3]

Im Jahre 1950 erschien Methods of Logic (dt.: Grundzüge der Logik), das als Studien- und Lehrbuch zu den Grundlagen der modernen Logik konzipiert war. Quine entwickelt darin in der Tradition Freges, Russells und Whiteheads die formalen Systeme der Aussagen-, Quantoren- und Prädikatenlogik und reflektiert auf Grundlagenprobleme innerhalb der Logik und Mathematik.

Die im Jahre 1953 erschienene Aufsatzsammlung 'From a Logical Point of View (dt.: Von einem logischen Standpunkt) enthält einige der bedeutendsten Arbeiten Quines zur Ontologie und Sprachphilosophie. Das größtes Aufsehen erregte dabei der Aufsatz Two Dogmas of Empiricism (1951, dt.: Zwei Dogmen des Empirismus), der als die Gründungsurkunde einer immanenten Kritik des Logischen Empirismus gelten kann und eine Neuentwicklung innerhalb der Analytischen Philosophie anstieß. Quine greift darin zwei Überzeugungen an, die zur damaligen Zeit breite Anerkennung fanden: den erkenntnistheoretischen Reduktionismus und die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen.

In seinem im Jahre 1960 erschienenen Hauptwerk Word and Object (dt.: Wort und Gegenstand) untersucht Quine eines der Grundprobleme der Philosophie des logischen Empirismus, die Verbindung unserer Sprache mit der Welt. Er thematisiert darin all die Schwierigkeiten, denen eine konsequent empiristische Position ausgesetzt ist. Ausgehend von der Situation, in der wir eine Sprache erlernen, weist Quine darauf hin, dass die Sprache vor allem eine soziale Kunstfertigkeit ist und nur über die Beobachtung des Verhaltens ihrer Sprecher erlernt werden kann. Er ersetzt die Bedeutungstheorie Carnaps, die zwischen „Extensionen“ und „Intensionen“ von Termen, Prädikaten und Sätzen unterschieden hatte, durch den Begriff der „Reizbedeutung“. Auf der Grundlage eines behavioristischen Selbstverständnisses versteht Quine unser Sprachverhalten als Reaktion auf Reizungen unseres Wahrnehmungsapparates.

Die Beiträge des Bandes Ontological Relativity and Other Essays (1969, dt.: Ontologische Relativität und andere Schriften) stehen in engem Zusammenhang mit den in Word and Object diskutierten Fragen. Der Titelaufsatz Ontological Relativity ging aus den 1969 von Quine gehaltenen John-Dewey-Lectures hervor. Im Anschluss an die naturalistische Sprachphilosophie Deweys richtet sich Quine hier zum einen gegen den „semantischen Platonismus“, den er mit der Position Freges identifiziert, und zum anderen gegen den „semantischen Mentalismus“, der von der Schule der „kalifornische Semantik“ vertreten wurde.

Der Band The Roots of Reference (1974, dt.: Die Wurzeln der Referenz) ging aus den Ende 1971 von Quine gehaltenen Paul-Carus-Vorlesungen hervor. Er skizziert darin zunächst seine behavioristische Theorie des Lernens und der Wahrnehmung. Auf dieser Basis entwickelt er dann seine naturalistischen Theorie, die gegen die mentalistischen Auffassungen seiner Vorgänger gerichtet ist.

Der Band The Ways of Paradox and Other Essays (1976 [1966], dt.: Arten der Paradoxie und andere Aufsätze) enthält 29 Aufsätze aus der Zeit zwischen 1935 und 1974, die sich sprachphilosophischen, logischen, erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen sowie ontologischen Themen widmen.

Die meisten der 24 Beiträge der Sammlung Theories and Things (1981, dt.: Theorien und Dinge) entstanden im Laufe der 1970er und 1980er Jahre. Es handelt sich dabei meist um philosophiegeschichtliche Abhandlungen, in denen sich Quine mit den Positionen John Langshaw Austins, Lewis Carrolls, Donald Davidsons, Kurt Gödels, Nelson Goodmans, Bertrand Russells und John Jamieson Carswell Smarts auseinandersetzt.

Aus Quines letzter Lebens-Dekade sind die Bände Pursuit of Truth (1990) und From Stimulus to Science (1995) hervorzuheben.

Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich der Erkenntnistheorie entwickelt Quine einen szientistischen Naturalismus. Die Außenwelt betrachtet er als real, in ihr finden permanent mikrophysikalische Umverteilungen statt. Das erkennende Subjekt ist für ihn Gegenstand der empirischen Wissenschaften. Wahrnehmung ist mentalistisch, hat aber physikalische Grundlagen in den Sinnesrezeptoren. Mentalistisch ist die Neigung des Menschen, sich nach dem Prinzip der Induktion zu verhalten. Lernen ist nichts anderes als die Ausbildung von Gewohnheiten. Erkenntnistheorie ist entsprechend für ihn ein Teilgebiet der empirischen Psychologie, in der Reizreaktionsverhältnisse behavioristisch untersucht werden. Verifikation und empirische Adäquatheit sind die einzige Grundlage von Geltung und Bedeutung. Wissenschaftstheorie ist damit Sache der angewandten Wissenschaften und keine eigenständige Disziplin.

Entwicklungsmodell des Empirismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Aufsatz Five Milestones of Empiricism (dt. Fünf Meilensteine des Empirismus) [4] stellt Quine die Entwicklung des Empirismus seit dem Mittelalter bis heute als eine evolutive Abfolge dar, die sich in fünf Schritten vollzog und in seinem eigenen Naturalismus gipfelt.[5] Während Quine die ersten beiden Schritte der philosophischen Tradition zuordnet, markieren die drei letzten Meilensteine seinen eigenen Erkenntnisweg.

Der erste Meilenstein kennzeichnet die Abkehr von Ideen und mentalen Entitäten zu den Wörtern (shift of attention from ideas to words[6]). Diese Bewegung lässt sich nach Quine bereits bei den Nominalisten des Mittelalters finden, später wieder bei John Horne Tooke, der in Kritik an John Locke anstatt von Ideen von Wörtern als Basis der Erkenntnis ausging. Der zweite Meilenstein (shift from terms to sentences[7]), der nach Quine von Jeremy Bentham gesetzt wurde, beinhaltet eine gewisse Einschränkung und Korrektur dieses Anliegens. Es erweist sich, dass eine einfache Wort-Realität-Beziehung sich nicht so einfach herstellen lässt. Der Empirist sieht sich nun auf Sätze als Bedeutungsträger verwiesen. In der weiteren Entwicklung des Empirismus wird auch dieser Ansatz zu eng und in einem dritten Schritt zu einem holistischen Ansatz erweitert (shift from sentences to systems of sentences[8]). Hier ist dann eine weitere Ausdehnung nicht mehr möglich, wohl aber eine Vertiefung nach innen. Der Empirist muss sich klar darüber werden, dass die neu gewonnene Einheit des Wissens keine Dualismen mehr duldet - es darf keine prinzipielle Unterscheidung zwischen der apriorischen und der synthetischen Erkenntnis, zwischen Naturwissenschaft und Metaphysik mehr geben. In einem vierten Meilenstein wird so der Empirismus zu einem methodologischen Monismus (methodological monism[9]). Schließlich bleibt nur noch der Rückbezug der Erkenntnistheorie auf sich selbst. Indem alles Wissen empirisch und fallibel geworden ist, muss dies auch für die Epistemologie selbst gelten: es gibt keinen absoluten Ausgangspunkt der Erkenntnis. Der Empirismus relativiert sich somit selbst, und die Erkenntnistheorie wird Teil der empirischen, das heißt für Quine behavioristischen Psychologie (naturalism[10]).

Holismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Quine bilden die Sätze unserer Theorien ein Netzwerk, das nur an den Rändern durch Beobachtungen fixiert wird (Holismus). Jeder Satz ist dabei dem Zug der Wirklichkeit einerseits und dem Gegenzug des Systems andererseits ausgesetzt. Diese doppelte Einwirkung ist dafür verantwortlich, dass wir einzelnen Sätzen im Allgemeinen keinen gesonderten empirischen Gehalt zuordnen können und dieselben Beobachtungen durch ganz verschiedene Theorien vollständig erklärt werden können. Quine nennt dies die Unterbestimmtheit (underdetermination) des Systems durch Erfahrung. Eine Beobachtung, die unserer Vorhersage widerspricht, widerspricht somit immer der Gesamtheit unserer Theorie.[11] Bei einer Systemkorrektur sind wir außer den Beobachtungsdaten nur der inneren Konsequenz unseres Netzes verpflichtet. Wo wir die Korrektur anbringen, ist unsere Sache. Jeder Satz kann festgehalten werden, kein Satz ist gegen eine Revision immun. Es können niemals einzelne Sätze, sondern immer nur Theorien als ganze empirisch gerechtfertigt werden (Duhem-Quine-These). Wir können trotz widersprechender Beobachtungen an bestimmten empirischen Sätzen festhalten und dafür die Sätze der Logik oder Mathematik im Zentrum unseres Theorienetzes abändern. Aufgrund pragmatischer Überlegungen haben wir aber die Tendenz, die Beobachtungssätze an der Peripherie zu ändern, da dies mit dem geringsten Aufwand verbunden ist.

Kritik des Verifikationsprinzips[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Hintergrund seines holistischen Ansatzes greift Quine in Two Dogmas of Empiricism die empiristische These an, dass synthetische Sätze immer einzeln empirisch verifizierbar sein müssen, da die in diesen Sätzen zur Anwendung kommenden Begriffe direkt aus der unmittelbaren Erfahrung abgeleitet wären. Quine schreibt diese Vorstellung älteren Philosophen wie Locke und Hume zu, in jüngerer Zeit sei sie von Russell und Carnap vertreten worden. Da die menschliche Erkenntnis nicht als Ansammlung autonomer Elemente, sondern als ein Netz miteinander verwobener Sätze aufgefasst werden müsse, können einzelne Aussagen nur schwerlich verifiziert werden. Die Suche nach einem letzten Fundament der Erkenntnis sei sinnlos, da immer das gesamte System menschlicher Erkenntnisse mit der Erfahrung in Berührung komme. Sollte die Erfahrung mit einer bestimmten Hypothese nicht im Einklang stehen, würde das nur bedeuten, dass irgendetwas in unserem System zu revidieren ist; was dies genau ist, wird von der Erfahrung nicht direkt angezeigt und muss von Fall zu Fall entschieden werden. Was genau zu verändern ist, bleibt immer eine offene Frage: „Jede beliebige Aussage kann als wahr aufrechterhalten werden, was da auch kommen mag, wenn wir nur anderweitig in dem System ausreichend drastische Anpassungen vornehmen“ [12]. Wesentlich für empirisch äquivalente Theorien ist daher nicht ihre Gültigkeit, sondern ihre Leistungsfähigkeit. Aufgrund dieser Auffassung wird Quine auch dem Pragmatismus zugerechnet.

Methodologischer Monismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Konsequenz seines Holismus vertritt Quine einen methodologischen Monismus. Dieser richtet sich gegen die von Kant getroffene Unterscheidung und der positivistischen Tradition und seinem Lehrer Carnap übernommene Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen. Diese teilten alle sinnvollen Urteile in zwei Klassen ein: die analytischen Urteile der Mathematik, in denen das Prädikat im Begriff des Subjekts bereits enthalten ist („Alle Körper sind ausgedehnt“) und die synthetischen Urteile der Naturwissenschaften, bei denen dies nicht der Fall ist („Alle Körper sind schwer“). Die Urteile der traditionellen Philosophie gehörten nach ihrer Auffassung zu keiner dieser Klassen und seien daher als sinnlos zu verwerfen.

Dagegen argumentiert Quine, dass keine Trennlinie zwischen synthetischen und analytischen Urteilen gezogen werden kann. Zur Identifizierung von Synonymie innerhalb von Sätzen sind immer auch die empirischen Umstände maßgeblich sind, die die Äußerung solcher Sätze begleiten. Nach seiner Ansicht gibt es zwei Sorten von analytischen Aussagen:

  1. Sätze, deren Wahrheit nur von ihrer logischen Form und den in ihnen verwendeten logischen Partikeln abhängt und daher Tautologien sind - wie der Satz „Kein unverheirateter Mann ist verheiratet“.
  2. Sätze, die aufgrund der Synonymität der in ihnen verwendeten Begriffe für wahr gehalten werden - wie der Satz „Kein Junggeselle ist verheiratet“.

Der problematische Fall ist für Quine der zweite, wo der Begriff „analytisch“ vom Begriff der Synonymie abhängt. Dieser könne aber durch keinen der gängigen Erklärungsversuche verständlich gemacht werden:

  • In der naiven Erklärung, zwei Ausdrücke seien synonym, wenn sie dieselbe Bedeutung besitzen, bleibe der Begriff „Bedeutung“ unklar. Dieser sei nicht mit dem der Referenz identisch, da zwei Ausdrücke sich zwar auf denselben Gegenstand beziehen können (wie etwa „Morgenstern“ und „Abendstern“), ohne jedoch bedeutungsgleich zu sein. Ebenso wenig könne der Begriff der Bedeutung mit dem der Definition erklärt werden, da die Definition die Synonymität bereits voraussetze.
  • Ernster zu nehmen ist nach Quine eine ältere Auffassung, nach der zwei Ausdrücke dann und nur dann als synonym betrachtet werden können, wenn sie in jedem Kontext „salva veritate“ (ohne Änderung des Wahrheitswerts) durch den anderen ersetzt werden können. Gegen dieses Kriterium lasse sich aber einwenden, dass nicht alle Begriffe mit derselben Extension bedeutungsgleich sind. So beziehen sich die Ausdrücke „Lebewesen mit Herz“ und „Lebewesen mit Nieren“ zwar de facto auf die gleiche Anzahl von Individuen; niemand würde aber behaupten, dass die Begriffe synonym sind.

Naturalisierte Erkenntnistheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer letzten Stufe entwickelt sich nach Quine die empiristische Erkenntnistheorie zum „aufgeklärten Empirismus“. Sie gehört für ihn zur empirischen Psychologie, die einer behavioristischen Vorgehensweise verpflichtet ist. Das physische menschliche Subjekt wird untersucht im Hinblick auf die psychologischen Prozesse, die zwischen Input (Erfahrung) und Output (Theorie) ablaufen.[13] Der "Cartesische Traum"[14] einer Grundlegung der Wissenschaft, die dieser selbst vorgängig wäre, ist ausgeträumt. Die naturalisierte Erkenntnistheorie steht nicht länger der Fragestellung der Wissenschaft gegenüber.

Fünf Tugenden einer Hypothese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem zusammen mit Joseph Ullian verfassten Buch The Web of Belief stellt Quine fünf Tugenden (five virtues) einer Hypothese vor, die uns mit großer Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen und deshalb als Normen für das wissenschaftliche Arbeiten gelten können: [15]

  1. Der Konservativismus (conservatism) nimmt an, dass eine Hypothese umso plausibler ist, je weniger frühere Überzeugungen ihretwegen aufgegeben werden müssen. Diese Strategie hat einerseits die Trägheit auf ihrer Seite und ist andererseits vernünftig, da eine Veränderung im System desto leichter zu Irrtum führt, je gravierender sie ist. Dadurch sind radikale Umbauten nicht prinzipiell ausgeschlossen, nur solle sie nur durch eine Reihe kleiner Schritte, nicht durch einen überstürzten Sprung erreicht werden.
  2. Die Bescheidenheit (modesty) hängt eng mit dem Konservativismus zusammen. Eine Hypothese kann als bescheidener als eine andere gelten, wenn sie logisch schwächer ist (von dieser impliziert wird, ohne diese zu implizieren) und zweitens gewöhnlichere Ereignisse vorhersagt. Voraussetzung ist auch hier die Annahme, dass eine trägere Welt die wahrscheinlichere ist.
  3. Die Einfachheit (simplicity) ist bereits eine Tendenz unseres Wahrnehmungsmechanismus, der uns jeweils einfache Elemente aus einer komplexen Vielfalt herausabstrahieren läßt. Diese Tendenz setzt sich wissenschaftlich fort in unseren experimentellen Kriterien, da die einfachere von zwei Hypothesen meist leichter zu bestätigen ist. Zu komplexe Hypothesen erhöhen die Irrtumsanfälligkeit.
  4. Die Allgemeinheit (generality) steht zwar gegen die Bescheidenheit, doch sie ermöglicht überhaupt erst, dass wir einer Hypothese durch wiederholbare Experimente testen und über den konkreten Einzelfall hinausgehen können.
  5. Die Widerlegbarkeit (refutability) einer Hypothese ist die Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt etwas voraussagt und von Bedeutung ist. Eine Hypothese kann zwar prinzipiell immer holistisch durch geschickten Ausgleich in unserem Netzwerk gegen Widerlegung immunisiert werden, doch tun wir das nicht, wenn das Opfer, das zur Erhaltung einer Theorie zu bringen ist, zu groß wird.[16]

Beobachtung und Spracherwerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haupt-Aufgabe der Erkenntnistheorie ist für Quine, die Beziehung zwischen Beobachtung und Theorie zu klären. Für ihn sind die physischen Affektion der Außenflächen unserer Körper, die „im Auftreffen von Lichtstrahlen und Molekülen auf unsere sensorischen Oberflächen“ bestehen, die „einzige Quelle der Information über die äußere Welt“ [17]

Um sich aus der Vielfalt der einstürmenden Sinnesreize sprachlich auf Gegenstände zu beziehen, müssen diese zunächst einmal individuiert, also als einzelne abgegrenzt und auf wiedererkennbare Weise herausgegriffen werden. Diese Fähigkeit steht nach Quine nicht am Anfang des Spracherwerbs, sondern wird erst nach und nach ausgebildet. Es handelt sich dabei um eine konstruktive Tätigkeit: Gegenstände müssen gesetzt werden, indem etwas aus dem Wahrnehmungsfeld vergegenständlicht wird. Obwohl Gegenstände in diesem Sinne Setzungen (posits) sind, erkennt Quine sie als existierend an: Stöcke und Steine sind „höchst reale Bewohner der höchst realen Welt“.[18]

Quine verzichtet auf ein Zwischenreich des Mentalen, in dem eine Vermittlung zwischen dem Input der Reizungen unserer Sinnesorgane und dem Output des beobachtbaren Sprachverhaltens stattfände, da mentale Gegenstände für ihn unklare Identitätsbedingungen haben.[19] Er kritisiert in diesem Zusammenhang traditionelle Erkenntnistheoretiker wie Descartes, Berkeley, Hume, Russell und Carnap, die mentale Entitäten wie Vorstellungen, Elementarerlebnisse, Sinnesdaten oder -eindrücke zum Ausgangspunkt der Erkenntnistheorie genommen haben, da es keine eigene Sinnesdatensprache gebe, die nicht über die aktuelle Beobachtungssituation hinausgeht. [20]

Internalismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die menschliche Erkenntnis setzt nach Quine nicht bei den äußeren physischen Gegenständen, sondern bei den Reizungen unserer Sinnesrezeptoren an. Ihm zufolge wird die Zustimmung zu dem Satz „Dort ist ein Kaninchen“ durch eine entsprechende Sinnesreizung veranlasst, nicht durch ein Kaninchen. [21] Die intersubjektiven Übereinstimmungen in unseren Urteilen über die Außenwelt begründet Quine mit neurobiologischen und evolutionstheoretischen Erkenntnissen. Die natürliche Auslese habe grundlegende Ähnlichkeitsstandards in einem gemeinsamen Genpool verankert. Dieser sorgt dafür, dass ein und derselbe äußere Gegenstand bei aller individuellen Verschiedenheit der Sinnesrezeptoren zu übereinstimmenden Beobachtungssätzen führt. [22]

Sprachphilosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unbestimmtheit der Übersetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quine vertrat in der Sprachphilosophie die These der „Unbestimmtheit der Übersetzung“ und folgerte daraus die „Unerforschlichkeit der Referenz“. Die zentrale Stelle dazu in seinem Werk ist das zweite Kapitel von Word and Object.

Quine meinte, dass man verschiedene Übersetzungsmanuale zur Übersetzung der Quellsprache in die Zielsprache erstellen kann, die sich untereinander widersprechen, aber dennoch passende Übersetzungen sind. Man kann nicht entscheiden, welche dieser Übersetzungen richtig ist. Als Grund dafür führt er eine prinzipielle empirische Unterbestimmtheit an.

In einem Gedankenexperiment führte Quine die These aus: „Wenn ein Sprachforscher die Sprache eines Einheimischen erfassen will, so ist er nur auf Beobachtungen angewiesen, die sowohl ihm als auch dem Einheimischen zugänglich sind. Wenn nun der Einheimische immer dann, wenn beide ein Kaninchen sehen, den Begriff „Gavagai“ verwendet, so weiß der Sprachforscher nicht, ob gavagai nur „Kaninchen“ als Einzelobjekt oder die Klasse aller Kaninchen bezeichnet. Vielleicht sind aber auch nur bestimmte Teile oder Verhaltensweisen eines Kaninchens gemeint.“ Um den Begriff zu erschließen, bedarf es ergänzender Wörter, die quantifizieren oder Verweise ermöglichen. Erst dann kann durch Kombinationen der Logik die Bedeutung der Sprache anhand von Hypothesen erschlossen werden, deren Wahrheit sich erst aus einer konkreten Lebenssituation ergibt. Wahrheit ergibt sich aus Aussagen, die anhand von unmittelbarer Erfahrung der Welt überprüft werden können. Sprache kann man nur im Zusammenhang der Erfahrungen erlernen und ist dabei auch auf Versuch und Irrtum sowie sich daraus ergebende Korrekturen angewiesen.

Ontologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quine beschäftigte sich eingehend mit Problemen der Ontologie [23]. Die Ontologie ist für ihn eine empirische Disziplin, deren Problemstellung sich mit der einfachen Frage „Was gibt es?“ („what there is“) zusammenfassen lässt. [24]

Ontologische Verpflichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frage, was es gibt, ist für Quine nicht auf direktem Wege zu beantworten. Sie muss ersetzt werden durch die Frage, welche „ontischen Verpflichtungen“ (ontological commitments) wir in unseren Aussagen eingehen, das heißt welche Entitäten wir stillschweigend mit ihnen annehmen.

Ontische Verpflichtungen lassen sich erst dann transparent machen, wenn die Aussagen in „kanonischer Notation“, also in quantorenlogischer Form vorliegen. Durch Quantoren werden Variablen gebunden bzw. quantifiziert, was einer Existenzbehauptung gleich kommt. Dies ist der Sinn von Quines bekanntem Slogan „Sein heißt der Wert einer gebundenen Variablen sein“ („to be is to be the value of a bound variable“). Ontologisch verpflichten wir uns in unseren Aussagen auf diejenigen Entitäten, die zum Wertebereich der Variablen in unseren wahren Aussagen gehören müssen. [25]

Die Gegenstände, über die wir sprechen und denen wir Existenz zuschreiben, sind nach Quine letztlich Produkte unserer Setzung (posit). Dies gilt für den Alltag ebenso wie für die Wissenschaft: „Tische und Schafe haben, in letzter Konsequenz, ziemlich den gleichen Status wie Moleküle und Elektronen.“[26] Welche Entitäten wir als existent voraussetzen, wird letztlich bestimmt durch „Einfachheitsüberlegungen und pragmatischen Vermutungen in bezug auf die Frage, wie das umfassende System im Zusammenhang mit der Erfahrung weiterfunktionieren wird.“[27]

Trotzdem beschäftigen sich ontologische Theorien nicht mit bloßem Schein, sondern sind Mutmaßungen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit.

Mathematische Logik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als junger Wissenschaftler beschäftigte sich Quine hauptsächlich mit mathematischer Logik, wandte sich aber seit den späten 1940er Jahren immer mehr Themen der Erkenntnistheorie zu. Die Typentheorie von Bertrand Russell ersetzte Quine durch ein Verfahren der Stratifikation mengentheoretischer Formeln. Seine erste Mengenlehre aus dem Jahre 1937 orientiert sich nicht an Cantor oder Zermelo-Fraenkel, sondern an der Typentheorie. Sie findet man in New Foundations. Quine weitete Russells Theorie der Kennzeichnung auf Eigennamen aus, indem er auch diese als prädikative Ausdrücke analysierte. 1963 führte er in seiner Mengenlehre das Konzept der virtuellen Klassen ein. Sein bekanntester Beitrag zur formalen Logik ist ein gemeinsam mit Edward J. McCluskey entwickelter Algorithmus zur Minimierung, d. h. Vereinfachung boolescher Funktionen, der heute unter dem Namen Quine-McCluskey-Verfahren bekannt ist.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A System of Logistic, 1934
  • Mathematical Logic, 1940, ISBN 0-674-55451-5
  • Elementary Logic, 1941, ISBN 0-674-24451-6
  • Methods of Logic, New York 1950, 8. erw. Aufl. 1993, ISBN 0-674-57176-2
    • deutsch: Grundzüge der Logik, übersetzt von Dirk Siefkes, Frankfurt 1969, ISBN 3-518-27665-4
  • Word and Object, 1960, Cambridge, Mass., ISBN 0-262-67001-1
    • deutsch: Wort und Gegenstand, übersetzt von Joachim Schulte und Dieter Birnbacher, Stuttgart 1980, ISBN 3-15-009987-0
  • From a Logical Point of View. Nine logico-philosophical essays, Cambridge, Mass. 1953
  • Set Theory and its Logic, 1963, ISBN 0-674-80207-1
    • deutsch: Mengenlehre und ihre Logik, übersetzt von Anneliese Oberschelp, Braunschweig 1973, ISBN 3-548-03532-9
  • Ontological Relativity and Other Essays, New York 1969, ISBN 0-231-03307-9
    • deutsch: Ontologische Relativität und andere Schriften, übersetzt von Wolfgang Spohn, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-465-03251-9
  • The Web of Belief, mit J.S. Ullian, Random House, New York 1970, ISBN 0-075-53609-9
  • Philosophy of Logic, 1970, ISBN 0-674-66563-5
    • deutsch: Philosophie der Logik, übersetzt von Hermann Vetter, Stuttgart 1973, ISBN 3-17-001133-2
  • The Roots of Reference, 1974, ISBN 0-8126-9101-6
    • deutsch: Die Wurzeln der Referenz,, übersetzt von Hermann Vetter, Frankfurt 1976, ISBN 3-518-28364-2
  • Theories and Things, 1981, ISBN 0-674-87926-0
    • deutsch: Theorien und Dinge, übersetzt von Joachim Schulte, Frankfurt 1985, ISBN 3-518-28560-2
  • The Time of my Life. An Autobiography, 1985, ISBN 0-262-67004-6
  • Quiddities: An Intermittently Philosophical Dictionary, Cambridge, Mass. 1989, ISBN 0-674-74352-0
  • Pursuit of Truth, 1990 (überarbeitet 1992), ISBN 0-674-73951-5
    • deutsch: Unterwegs zur Wahrheit: konzise Einleitung in die theoretische Philosophie, übersetzt von Michael Gebauer, Paderborn 1995
  • From Stimulus to Science, Cambridge, Mass. 1995, ISBN 0-674-32636-9
  • Wissenschaft und Empfindung. Die Immanuel Kant Lectures, 1980 an der Stanford University gehalten, übersetzt und eingeleitet von Howard G. Callaway, Frommann-Holzboog, Stuttgart 2003, ISBN 3-7728-2006-9

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pierfrancesco Basile: Willard van Orman Quine, in: Pierfrancesco Basile, Wolfgang Röd: Die Philosophie des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhundert 1. Pragmatismus und analytische Philosophie. C.H.Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-31348-6, S. 310-326
  • Edward Becker: The Themes of Quine’s Philosophy: Meaning, Reference, and Knowledge. Cambridge University Press 2012. ISBN 9781107015234
  • Roger F. Gibson Jr. (Hrsg.): The Cambridge Companion to Quine. Cambridge University Press 2004, ISBN 978-0-521-63949-1
  • Hans-Johann Glock: Quine and Davidson on Language, Thought and Reality. Cambridge University Press 2003, ISBN 978-0-521-82180-3
  • L.E. Hahn und P.A. Schilpp (Hrsg.): The philosophy of W. V. Quine. 3. Aufl. La Salle (Ill.): Open Court 1988 (The library of living philosophers 18), ISBN 0-8126-9012-5 [mit selbstgeschriebenem Lebenslauf]
  • Gilbert Harman, Ernie Lepore (Hrsg.): A Companion to W.V.O. Quine. Wiley-Blackwell 2014, ISBN 978-0-470-67210-5
  • Christopher Hookway: Quine. Language, Experience and Reality, Cambridge 1988
  • Peter Hylton: Quine (Arguments of the Philosophers). Routledge 2007, ISBN 978-0-415-06398-2
  • Frederique Janssen-Lauret, Gary Kemp (Hrsg.): Quine and His Place in History. Palgrave Macmillan UK 2015, ISBN 978-1-349-57035-5
  • Geert Keil: Quine. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-020336-1
  • Gary Kemp: Quine: A Guide for the Perplexed (Guides for the Perplexed), Continuum 2006, ISBN 978-0-826-48487-1
  • Dirk Koppelberg: Die Aufhebung der analytischen Philosophie. Quine als Synthese von Carnap und Neurath. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 1987, ISBN 3-518-57839-1
  • Henri Lauener: Willard Van Orman Quine. Beck, München 1982
  • Murray Murphey: The Development of Quine's Philosophy. Springer Netherlands 2012, ISBN 978-9-400-72423-5
  • Alex Orenstein: W. V. Quine (Philosophy Now). Acumen 2002, ISBN 1902683307

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Korrespondenz ist dokumentiert in Rudolf Carnap, W. V. Quine: Dear Carnap, Dear Van: The Quine-Carnap Correspondence and Related Work. University of California Press 1991, ISBN 978-0520068476
  2. Den Titel entnahm Quine einem von Harry Belafonte gesungenen Calypso-Song (Vgl. Geert Keil: Quine, Stuttgart 2011, S.9)
  3. Zu einer Übersichtsdarstellung der im folgenden vorgestellten Werke vgl. Christoph Demmerling: Willard Van Orman Quine, in: Franco Volpi (Hrsg.): Großes Werklexikon der Philosophie. Stuttgart 1999, S. 1245-1249
  4. Der Aufsatz befindet sich in W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 67-72. Zur Darstellung der Argumentation vgl. z.B. Ludwig Steinherr: Holismus, Existenz und Identität. Ein systematischer Vergleich zwischen Quine und Hegel, St. Ottilien 1996, S. 15-66
  5. vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 67
  6. Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 67
  7. Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 70
  8. Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 70
  9. Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 71
  10. Vgl. W.V.O. Quine: Theories and Things, Harvard University Press 1981, S. 72
  11. Vgl. W.V.O. Quine: From a Logical Point of View. 9 Logico-Philosophical Essays. Cambridge (Mass.)/ London 1980 (2.überarb. Auflage, S. 41: „… our statements about the external world face the tribunal of sense experience not individually but only as a corporate body.“
  12. Willard van Orman Quine: Zwei Dogmen des Empirismus. In: Von einem logischen Standpunkt. Neun logisch-philosophische Essays. Frankfurt am Main–Berlin–Wien 1979, 47
  13. Vgl. W.V.O. Quine: Ontologische Relativität und andere Schriften. (Übers. v. W. Spohn). Stuttgart 1984, S.115
  14. W.V.O. Quine: Pursuit of Truth, Cambridge (Mass.)/London 1990, S. 19
  15. Vgl. W.V.O. Quine/Joseph Ullian: The Web of Belief. New York 1978 (2.Auflage), S. 66-82
  16. Vgl. W.V.O. Quine/Joseph Ullian: The Web of Belief. New York 1978 (2.Auflage), S. 79
  17. W.V.O. Quine: Die Natur natürlicher Erkenntnis, in: P. Bieri (Hg.): Analytische Philosophie der Erkenntnis, Frankfurt/M. 1987, S. 422-435 (hier S. 423)
  18. W.V.O. Quine: Naturalismus - oder: Nicht über seine Verhältnisse leben, in: G. Keil / H. Schnädelbach (Hg.): Naturalismus. Philosophische Beiträge, Frankfurt/M. 2000, S.113-127 (hier S. 126)
  19. Geert Keil: Quine. Reclam, Stuttgart 2011, S. 17
  20. W.V.O. Quine: Naturalismus - oder: Nicht über seine Verhältnisse leben, in: G. Keil / H. Schnädelbach (Hg.): Naturalismus. Philosophische Beiträge, Frankfurt/M. 2000, S. 113-127 (hier S. 114)
  21. Vgl. W.V.O. Quine: Wort und Gegenstand, Stuttgart 1980, S, 67
  22. Vgl. W.V.O. Quine: Naturalismus - oder: Nicht über seine Verhältnisse leben, in: G. Keil / H. Schnädelbach (Hg.): Naturalismus. Philosophische Beiträge, Frankfurt/M. 2000, S. 113-127 (hier S. 114ff.); W.V.O. Quine: From Stimulus to Science, Cambridge, Mass. 1995, S. 20 ff.
  23. Insbesondere in seinem Hauptwerk Word and Object und in dem Aufsatz On What There Is (1948)
  24. W.V.O. Quine: From A Logical Point of View - Von einem logischen Standpunkt aus. Drei ausgewählte Aufsätze, übers. von R. Bluhm, hg. von Chr. Nimtz, Stuttgart 201, S. 7
  25. Vgl. Geert Keil: Quine. Reclam, Stuttgart 2011, S. 87
  26. Henri Lauener: Willard V. Quine, München 1982, S. 128, zitiert nach: W.V.O. Quine: On Mental Entities, in: W.V.O. Quine: The Ways of Paradox, New York 1966 [1954], S. 210
  27. Zitiert nach Henri Lauener: Willard V. Quine, München 1982, S. 135