Willi Mayerhofer

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Willi Mayerhofer (* 1951 in Kösching) ist ein deutscher Graphiker und Maler und ein zeitgenössischer Vertreter des abstrakten Expressionismus.

Willi Mayerhofer
"Hoffnungsvoll" 2009 von Willi Mayerhofer, Acryl auf Leinwand 3-teilig 180 × 180 cm

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mayerhofer absolvierte zunächst eine Lehre als Siebdrucker. In der Technik des künstlerischen Siebdrucks arbeitet er an der Herstellung der Druckwerke des Op-Art-Pioniers Victor Vasarely und des Bauhauslehrers Josef Albers. Von 1973 bis 1976 studierte er in München Malerei, Grafik und Design. Ab 1976 war er als selbständiger Grafiker mit Studio in Ingolstadt tätig. Unter seiner Regie wurden Logos und Imagekonzepte für die Industrie, wie Audi und BMW entwickelt. 1993 zog er nach Les Issambres in Südfrankreich und eröffnete dort ein Atelier. [1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine gemalten Bilder sind meist Unikate. Bei seinen Serigraphien nach Vorlagen von Acryl und Pastellen greift er auf seine Erfahrung als Siebdrucker zurück. In seiner jetzigen Schaffensperiode entdeckte der Maler die Vorzüge der farbigen Kreide und nützt damit zusätzlich die Oberflächenstruktur der Leinwand. Durch die strukturierte Fläche scheint die Farbe des Untergrundes. Mit dem Pastellstift entstehen Kompositionen, deren Farbflächen durch ein farbliches Vibrieren belebt werden.

Abstrakter Expressionismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Feux aux Issambres“ 2003 von Willi Mayerhofer, Acryl auf Leinwand 70 × 50 cm

Die Farbe und das Licht stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Sein Thema ist auch die Natur als Schöpfungsakt. Er sucht ihre Nähe, um sich in seinen Bildern zugleich wieder von ihr zu entfernen. Orientiert an der Realität entstehen Expressionen von überwältigender Spontanität und Emotionalität, die nahezu im Unwirklichen gipfeln. Die psychologische Erklärung für die mögliche Umsetzung von Gefühlzuständen in Farbqualitäten liefert Carlo Carrà: „Das Sichtbarmachen von Gefühlsvibrationen erfordert die Aufhebung des Gegenständlichen in seiner Materialität“ also eine Umwandlung von Gesehenem und Erlebten in Energie und Farbe[2].

Bildauswahl, Bildbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Sturm am Meer“ 1999 von Willi Mayerhofer, Acryl auf Leinwand 70 × 100 cm

Das Bild Sturm am Meer (Acryl auf Leinwand 70 × 100 cm) lässt den Betrachter den Zorn des Meeres, die Urgewalt der Welle erleben, man ist mittendrin in der aufgewühlten See, gefangen in widersprüchlichen Emotionen, man hört das höllische Getöse der hereinbrechenden Welle, man spürt den dröhnenden Wind. Naturgewalt anderer Art dargestellt im Gemälde "Feux aux Issambres", 2003 (Acryl auf Leinwand 70 × 50 cm). Die Farben Feuerrot bis Schwarz werden zu einer der gegenstandsfreien Emotionssprache mit den Stimmungslagen Angst und Zerstörung. Die Farbgebärde erfasst die Leinwand. Ein Farbteppich, gleich einer Feuerwand oder glühender Lava, welche die Oberfläche überzieht ohne enden zu wollen.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1973: Neue Galerie, D-Ingolstadt
  • 1987: 5. Triennale, D-Essen
  • 1989: Editione Cataldi I- Milano
  • 1989: Factory Art, D-Erlangen
  • 1990: Galerie Guthmann, D-Frankfurt
  • 1990: Galerie Kocher & Balogh, D-Nürnberg
  • 1991: Galeria Nettuno, I –Tropea
  • 1995: 1. Sinfonie, D-München
  • 1996: D’Art, F-Nice
  • 1997: Euro Art, E-Barcelona
  • 1999: Inside, D-Bamberg
  • 2000: Expo, D-Hannover
  • 2003: Bellini, D-Ingolstadt
  • 2004: Kunstblicke, D-Ingolstadt
  • 2006: Villa Wiwada, F-Les Issambres
  • 2006: Quai des Artistes, MC-Monaco
  • 2007: Petit Village, F-Saint Tropez
  • 2007: Aeroport Nice Côte d'Azur, F-Nice
  • 2008: Merck-Finck Privatbankiers, D-München
  • 2009: Arte Casa, Port Andratx, E-Mallorca
  • 2009: Castle of Arts, A-Schloß Potzneusiedl
  • 2010: Mairie d'honneur, F-Saint-Raphael
  • 2010: Residence, FL-Vaduz
  • 2010: Son Vida, E-Palma de Mallorca
  • 2010 klinik+more, Bad Feilnbach (D)
  • 2010 Salon des Associations, Cannes (F)
  • 2010 Galerie Artemisia, Nice (F)
  • 2010 Galerie Eckelt, Berlin (D)
  • 2011 Neue Galerie-Mo, Ingolstadt (D)
  • 2011 Salon de Peinture, Frejus (F)
  • 2011 Musée Chateau Cellier, Cogolin (F)
  • 2011 Art Gallery, Wiesbaden (D)
  • 2011 Hochkreuz Augenklinik, Bonn (D)
  • 2012 Galerie im Kreuztor, Lyrik und Malerei, Ingolstadt (D)
  • 2012 artGALERIE INDRA, Passau (D)
  • 2012 Salon d´Automne, Frejus (F)
  • 2013 Lyrik und Malerei, Villa Wiwada, Les Issambres (F)
  • 2013 quadriART, EAGL-Gallery, Berlin (D)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 Troisieme Prix, Salon du Grand Format, Villa Aurélienne, Frejus
  • 2013 Nominiert zum Palm Art Award, Deutschland
  • 2011 Médaille de Bronze, Espace Culturel Paul Vernet, Frejus
  • 2010 Grande Médaille d´Or, Salon d´Automne, Ville de Frejus
  • 2010 Prix du Conseil Général Var, Société des Beaux-Arts, Var
  • 2006 Prix d´Honneur, Grand Prix International des Beaux Arts
  • 2006 Diplôme painture, Côté Arts-Magazine des Art, Marseille
  • 2006 Medaille de Bronze, Grand Prix de la Ville de Frejus

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pruksil Kunstförderung: Mappenwerk in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat Ingolstadt. Mit Biographie und Vorwort von Gabriel Engert. Katalog zur Ausstellung Willi Mayerhofer 2006;
  • Alfred Werner Maurer: Brief zur Vernissage Willi Mayerhofer in Villa Wiwada, Les Issambres 2006;
  • Alfred Werner Maurer: Die Künstler des abstrakten Impressionismus – Willi Mayerhofer - Seelenimpressionen, Saarbrücken 2007;

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.artou.de/kuenstler/willi-mayerhofer/
  2. http://a-w-maurer.npage.eu/get_file.php?id=11736385&vnr=954806