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Willi Wülbeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Willi Wülbeck
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 18. Dezember 1954 (71 Jahre)
Geburtsort Oberhausen, Deutschland
Karriere
Disziplin 800 m
Bestleistung 1:43,65 min
Verein TV Wattenscheid 01
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioreneuropameisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Logo der World Athletics
 Weltmeisterschaften
Gold Helsinki 1983 800 m
Logo der EAA
 U20-Europameisterschaften
Silber Duisburg 1973 800 m
letzte Änderung: 24. August 2015

Wilhelm „Willi“ Wülbeck (* 18. Dezember 1954 in Oberhausen) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Olympiateilnehmer, der in den 1970er- und 1980er-Jahren zu den weltbesten 800-Meter-Läufern gehörte. Sein größter Erfolg war der Sieg 1983 in Helsinki bei den erstmals ausgetragenen Weltmeisterschaften in einer Zeit von 1:43,65 min, die bis heute als deutscher Rekord Bestand hat. (Stand September 2025)

Wülbeck startete bis 1974 für Rot-Weiß Oberhausen, 1975 bis 1977 für die SG Osterfeld und ab 1978 für den TV Wattenscheid 01 Leichtathletik. In seiner aktiven Zeit war er 1,86 m groß und wog 71 kg. Er wurde vom Bundestrainer Paul Schmidt und Verbandsarzt Alois Mader betreut.

Bereits bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal belegte Wülbeck den vierten Platz (1:45,26 min). Er war von 1974 bis 1983 zehn Mal in Folge deutscher Meister, 1973 Zweiter der Junioreneuropameisterschaften (1:47,57 min), 1974 in Rom und 1982 in Athen jeweils Achter der Europameisterschaften und 1977 in Helsinki und 1983 in London Sieger beim Europacup. Bei den Europameisterschaften 1978 in Prag galt Wülbeck über 800 Meter als Mitfavorit, versäumte jedoch seinen Vorlauf.[1]

Wülbecks deutsche Rekorde über 800 Meter (1:43,65 min), gelaufen bei seinem Sieg 1983 in Helsinki, und 1000 Meter (2:14,53 min am 1. Juli 1980 in Oslo) sind bis dato ungebrochen.

Willi Wülbeck studierte von 1977 bis 1984 Sport und Biologie. Er beendete 1986 seine Sportlerkarriere und arbeitete danach in der PR-Abteilung eines Sportartikelherstellers sowie als freier Journalist für RTL. Später gründete er eine Sportmarketing-Agentur.

Von 1992 bis 2006 war Wülbeck Vorsitzender des Leichtathletikvereins ASV Duisburg. 2010 eröffnete er seine eigene Sportschule. Er lebt in Oberhausen.

Veröffentlichungen

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  • Wülbeck, Willi: Lauftraining mit Willi Wülbeck. Die 10 erfolgreichen Schritte, 1988, ISBN 3892840342.
  • Karl-Heinz Keldungs: Willi Wülbeck. In: ders.: Die deutsche Leichtathletik in 100 Porträts von Hanns Braun bis Malaika Mihambo. Arete Verlag Christian Becker, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-081-2, S. 181f.
Commons: Willi Wülbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Johannes Fischer: Eine Legende, verhöhnt und geliebt. sport1.de , abgerufen am 3. Januar 2026.
  2. Bundesarchiv: Sportpreise (Silberlorbeer): Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes an die Leichtathleten Patriz Ilg, Willi Wülbeck, Jürgen Hingsen, Siegfried Wentz, Andreas Rizzi, Jens Schulze und Guido Kratschmer. Signatur BArch B 122/29198