William Balck

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Konrad Friedrich August Henry William Balck (* 19. Oktober 1858 in Osnabrück; † 15. Juli 1924 in Aurich) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant im Ersten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

William war der Sohn des britischen Lieutenant Colonels Georg und dessen Ehefrau Charlotte, geborene Lütgen.

Militärkarriere[Bearbeiten]

Nach dem Besuch des Realgymnasiums trat Balck am 5. Mai 1873 dem Kadettenkorps in Plön bei und wechselte ein Jahr später nach Berlin. Am 15. April 1876 fand er dann Aufnahme als Fähnrich in das Infanterie-Regiment „Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig“ (Ostfriesisches) Nr. 78 in Osnabrück. Dort erfolgte am 13. Oktober 1877 seine Beförderung zum Sekondeleutnant. Ab 1. März 1886 verwendete man ihn als Bataillonsadjutant und beförderte ihn in dieser Funktion am 22. März 1887 zum Premierleutnant. Als solcher wurde er dann vom 1. Oktober 1889 bis 15. Februar 1892 an die Preußische Kriegsakademie nach Berlin kommandiert. Anschließend setzte man Balck unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann als Kompaniechef in seinem Stammregiment ein. Eineinhalb Jahre später wechselte er als Lehrer an die Kriegsschule Danzig und in gleicher Funktion vom 14. Juli 1895 bis 30. Juni 1898 an die Kriegsschule Engers. Balck war dann Kompaniechef im Infanterie-Regiment „Vogel von Falckenstein“ (7. Westfälisches) Nr. 56 in Wesel und wurde am 13. September 1899 dem Großen Generalstab zugeteilt. Dort folgte am 22. Juli 1900 die Beförderung zum Major. Vom 18. August 1901 bis 11. September 1903 war Balck zeitgleich Mitglied der Studienkommission für die Kriegsschulen. Balck wechselte am 20. Juli 1904 wieder in den Truppendienst und wurde zum Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments „von Courbiére“ (2. Posensches) Nr. 19 in Görlitz ernannt. Am 16. Oktober 1906 versetzte man ihn in den Stab des Infanterie-Regiments „Graf Kirchbach“ (1. Niederschlesisches) Nr. 46 nach Posen und beförderte ihn am 27. Januar 1907 zum Oberstleutnant sowie am 27. Januar 1910 zum Oberst. Als solcher fungierte Balck ab 1. April 1910 als Kommandeur des Infanterie-Regiments „von der Marwitz“ (8. Pommersches) Nr. 61 in Thorn. Am 22. März 1913 wurde Balck mit der Führung der 82. Infanterie-Brigade in Colmar beauftragt und unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor am 18. April 1913 zum Kommandeur ernannt. Diese Stellung sollte er ein Jahr ausfüllen und dann am 9. Mai 1914 zum Inspekteur der Feldtelegraphie ernannt werden.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs fungierte Balck als Chef der Feldtelegraphie im Großen Hauptquartier. Balck erhielt dann am 7. Dezember 1914 wieder ein Feldkommando und wurde zum Kommandeur der 99. Infanterie-Brigade ernannt, mit der er an der Westfront zum Einsatz kam. Hier wurde er am 19. Dezember 1914 verwundet und nach seinem Lazarettaufenthalt zunächst als Offizier von der Armee zur Verfügung gestellt. Nachdem Balck wieder dienstfähig war, übernahm er am 19. August 1915 die 13. Landwehr-Division und wurde ein Jahr später am 5. September 1916 zum Kommandeur der 51. Reserve-Division ernannt. In dieser Funktion folgte am 22. März 1917 seine Beförderung zum Generalleutnant. Als solcher wurde Balck am 4. März 1918 von seinem Kommando abgelöst und zum Gouverneur der Baltischen Inseln Ösel, Dagö und Moon ernannt. Am 18. August 1918 unter Belassung in dieser Stellung zur Disposition gestellt, wurde am 26. Januar 1919 seine Mobilmachungsbestimmung aufgehoben und Balck in den Ruhestand versetzt.

Balck publizierte eine Reihe von Bücher über militärische Taktiken.

Familie[Bearbeiten]

Er war seit 21. März 1893 mit Mathilde Jensen verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder, Georg Otto Hermann sowie die Tochter Frieda hervor. Sein Sohn schlug ebenfalls die Offizierslaufbahn ein und war zuletzt General der Panzertruppe im Zweiten Weltkrieg.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914, Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1914, S.97