Willibald Hahn

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Willibald Hahn
Spielerinformationen
Geburtstag 31. Jänner 1910
Geburtsort WienÖsterreich-Ungarn
Sterbedatum 31. Mai 1999
Sterbeort Wien, Österreich
Position Mittelfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1930–1931
1931–1932
1933
1934–1935
1935–1936
1936–1937
1937–1938
Gersthofer SV
Floridsdorfer AC
FK Austria Wien
Favoritner SC
FC Wien
Favoritner AC
SK Admira Wien
Stationen als Trainer
1938
1953–1955
1956–1958
1958–1959
1960–1963
1963–1964
1964–1966
1968–1969
1969–1971
1971–1972
1972–1973
Moss FK
Norwegen
FC Bayern München
Schweiz
KSV Hessen Kassel
Schwarz-Weiß Essen
Rot-Weiß Oberhausen
ESV Ingolstadt-Ringsee
SpVgg Bayreuth
SSV Reutlingen
Stuttgarter Kickers
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Willibald Hahn (* 31. Jänner 1910 in Wien; † 31. Mai 1999 ebenda) war ein österreichischer Fußballspieler und erfolgreicher Fußballtrainer. Er betreute die Nationalmannschaften von Norwegen und der Schweiz. Mit dem FC Bayern München gewann er am 29. Dezember 1957 dessen ersten DFB-Pokal.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hahn begann 20-jährig beim Wiener Stadtteilverein Gersthofer SV mit dem Fußballspielen und wechselte zur Saison 1931/32 zum Erstligisten Floridsdorfer AC bei dem er sich als Stammkraft in der Läuferreihe etablierte.

Mit den Blau-Weißen gelang ihm der Klassenerhalt, ehe er zur Halbzeit der Saison 1932/33 zum FK Austria Wien wechselte. Dort kam er jedoch kaum zum Einsatz und nahm daher gemeinsam mit seinen Landsleuten Johann Kaburek und Ferdinand Schreiber ein Angebot des französischen Zweitligisten SC de la Bastidienne aus Bordeaux an. 1934 wurde Hahn vom Erstligaaufsteiger Favoritner Sportclub nach Österreich zurückgeholt. Nachdem der Verein nach nur einer Saison wieder abstieg, fand Hahn bei den Lokalrivalen FC Wien und Favoritner AC neue Arbeitgeber, für die er jeweils eine Saison spielte. 1937 wechselte er zum amtierenden Meister SK Admira Wien und beendete am Saisonende seine aktive Fußballerkarriere.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 emigrierte er nach Norwegen und fand dort zunächst als Trainer beim Moss FK eine Anstellung. Nachdem er sich in Skandinavien einen Namen machen konnte, wurde er 1953 Trainer der Nationalmannschaft Norwegens und konnte bereits bei seinem Debüt gegen die Auswahl Westdeutschlands ein überraschendes 1:1 erzielen.

Bis 1956 blieb er als vorerst erster Österreicher Teamchef von Norwegen, wobei er später in Wilhelm Kment einen Nachfolger fand. Er selbst wurde indes vom FC Bayern München[1] nach Deutschland in die Oberliga Süd geholt, wo er die Bayern erstmals ins DFB-Pokal-Finale 1957 führte, das im Augsburger Rosenaustadion gegen die Fortuna Düsseldorf mit 1:0 gewonnen wurde. Es war der zweite große Titel der Bayern nach der Meisterschaft 1932, bei der mit Richard Kohn ebenfalls ein Wiener Trainer tätig war. Bereits in der Folgesaison musste Hahn aber den Verein verlassen und schloss 1958 einen Vertrag mit Eintracht Trier ab. Da er diesen aber nicht einhielt und stattdessen den Posten des Schweizer Nationaltrainers annahm, erhielt er vom DFB ein einjähriges Berufsverbot. In der Schweiz war er glücklos und verlor fünf seiner sechs Länderspiele mit der Nationalmannschaft. Nach der 0:8-Niederlage im Rahmen des Europapokal der Nationalmannschaften am 25. Oktober 1959 in Budapest gegen die Auswahl Ungarns wurde er entlassen.

1960 kehrte Willibald Hahn nach Deutschland zurück, trainierte zunächst den Zweitligisten KSV Hessen Kassel, mit dem er 1961/62 Meister wurde, dann, in der Saison 1963/64, Schwarz-Weiß Essen in der Regionalliga West. Nach nur einer Spielzeit wechselte er zum Ligakonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen, mit dem er zweimal als Viertplatzierter die beiden Spielzeiten abschloss. Nachdem auch im zweiten Anlauf der erhoffte Aufstieg verpasst wurde, wechselte er in die Regionalliga Süd. In der Saison 1968/69 betreute er zunächst den Aufsteiger ESV Ingolstadt-Ringsee, danach, von 1969 bis 1971, die SpVgg Bayreuth. Für jeweils eine weitere Spielzeit betreute er noch den SSV Reutlingen 05 und die Stuttgarter Kickers.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 26 Länderspiele als Nationaltrainer Norwegens
  • 06 Länderspiele als Nationaltrainer der Schweiz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dietrich Schulze-Marmeling: Die Bayern - Die Geschichte des Rekordmeisters. Verlag DIE WERKSTATT. 2009, ISBN 978-3-89533669-0 - S. 663