Willy Hochkeppel

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Willy Hochkeppel (* 1927 in Düsseldorf) ist ein deutscher Philosoph und Publizist. Er war über Jahrzehnte Kulturredakteur beim Bayerischen Rundfunk, Mitarbeiter verschiedener großer Zeitungen und Zeitschriften sowie Herausgeber einiger Sammelbände zu Themen der Philosophie und Soziologie. In seinen BR Sendungen ging er seinen künstlerischen, literarischen und musikalischen Neigungen nach.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Würdigung des Schaffens Hochkeppels lieferte im Rahmen einer Rezension der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Dieser bescheinigte dem „knorrigen Einzelgänger zwischen Philosophie und Journalistik“, dass ihm aufgrund seiner Kompetenz zweifellos eine akademische Karriere offen gestanden habe. Er habe sich dagegen entschieden, und davon habe „die an Philosophie interessierte Öffentlichkeit über Jahrzehnte immens profitiert.“ Hochkeppel, „geschult an analytischer Philosophie und kritischem Rationalismus“, habe sich von vielen analytischen Philosophen, insbesondere in den USA, darin unterschieden, „dass er die Klassiker der europäischen Philosophie kennt und schätzt.“ Sein Werk und wohl auch die Person, sei „von einem Pathos der Nüchternheit und Klarheit geprägt, das ohne ein leidenschaftliches philosophisches Interesse nicht durchzuhalten gewesen wäre.“[1] Abgeschlossen ist inzwischen die Arbeit an einem Band 'Fatale Begegnungen' sowie an einer Art Autobiographie 'Platon war sein Jahrgang'.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hrsg.): Die Antworten der Philosophen heute. Mit Beiträgen von Wilhelm Essler, Joachim Hölling, Friedrich Kambartel, Peter Krausser, Hans Lenk, Reinhart Maurer, Jürgen Mittelstraß, Werner Schneider. Szczesny, München 1967.
  • Denken als Spiel: 111 Intelligenz-Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit einem linguistischen Beitrag von Carl Amery. Langewiesche-Brandt, Ebenhausen bei München, 1970, ISBN 3-7846-0051-4
  • (Hrsg.): Soziologie zwischen Theorie und Empirie. Grundprobleme. Mit Originalbeiträgen von Th.W.Adorno, Hans Albert, Ernest Gellner, Ernst Topitsch, Amitai Etzioni, Talcott Parsons u.a.. Nymphenburger Verlagsbuchhandlung, München 1970.
  • Modelle des gegenwärtigen Zeitalters. Thesen der Kulturphilosophie im Zwanzigsten Jahrhundert mit einem bio-bibliographischen Anhang. Nymphenburger, München 1973, ISBN 3485018325.
  • Mythos Philosophie. Hoffmann und Campe, Hamburg 1976, ISBN 3-455-09111-3.
  • War Epikur ein Epikureer? Aktuelle Weisheitslehren der Antike. dtv, München 1984, ISBN 3-423-10360-4.
  • Endspiele. Zur Philosophie im 20. Jahrhundert. dtv, München 1993, ISBN 3-423-04594-9.
  • Mäandertal. Parerga, Düsseldorf 2001, ISBN 3-930450-61-5.
  • Philosophische Traktate abseits des Geläufigen. Revisionen, Alternativen, Prospekte. Königshausen und Neumann, Würzburg 2015, ISBN 978-3-8260-5792-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julian Nida-Rümelin: Pathos der Nüchternheit. In: Süddeutsche Zeitung, 13. Mai 2016