Wilsberg: Gottes Werk und Satans Kohle

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Folge der Reihe Wilsberg
OriginaltitelGottes Werk und Satans Kohle
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Warner Bros. ITVP
im Auftrag des ZDF
Länge90 Minuten
EinordnungFolge 62 (Liste)
Erstausstrahlung12. Januar 2019 auf ZDF
Stab
RegieMartin Enlen
DrehbuchDavid Ungureit
ProduktionSabine de Mardt
Anton Moho
MusikMatthias Weber
KameraPhilipp Timme
SchnittMonika Abspacher-Uhlmann
Besetzung

Gottes Werk und Satans Kohle ist die 62. Folge der Fernsehfilmreihe Wilsberg. Der Film basiert auf der Wilsberg-Figur von Jürgen Kehrer. Die Erstausstrahlung erfolgte am 12. Januar 2019 im ZDF. Regie führte Martin Enlen, das Drehbuch schrieb David Ungureit.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wilsbergs Antiquariat erscheinen zwei Schwestern des Klosters „Liebfrau“. Dort sind 1,5 Millionen Euro Bargeld verschwunden, die die Cellerarin des Ordens, Schwester Christa, durch finanzielles Geschick an der Börse erwirtschaftet hat. Kaum hat Wilsberg sich für seine Recherchen als angeblicher Sachbuchautor im Kloster einquartiert, als ein Mord geschieht: Jewgeni, der frömmste der drei polnischen Bauarbeiter, die mehr schlecht als recht bemüht sind, die Substanz des maroden Bauwerks zu sanieren, wird mit eingeschlagenem Schädel aufgefunden.

Das ruft die Mordkommission auf den Plan. Während Overbeck sich Hals über Kopf in die junge Ordensschwester Lisa verliebt, sucht seine Chefin Anna Springer nach verwertbaren Spuren, wobei Wilsberg ihr zu Hilfe kommt – er hat bereits im Rahmen seiner Diebstahlermittlungen ein Haar am Tatort gefunden und DNA-Proben der Schwestern gesammelt. Wilsbergs Freund Ekki Talkötter vom Finanzamt Münster erkennt in der Buchführung des Klosters Christas großes finanzielles Talent und möchte privat davon profitieren, scheitert jedoch an ihrer Überzeugung, dass sie erst durch ihre Geschäfte das Böse heraufbeschworen hat. Deshalb möchte sie ihr Amt als Cellerarin niederlegen, doch das kann die Äbtissin nicht akzeptieren, da sie auf ihr finanzielles Geschick angewiesen ist, um zu verhindern, dass der Immobilieninvestor Hollerbach das bankrotte Kloster aufkauft und in ein Altersheim umbaut. Hollerbach schickt Alex Holtkamp, seine neue Angestellte, zu Verhandlungen ins Kloster.

Alex erfährt, dass die junge Schwester Lisa gar keine Nonne ist, sondern eine von Hollerbach eingeschleuste Informantin, und dass Hollerbach das Bauvorhaben eines Altersheimes nur vorschiebt, während er eigentlich ein sehr viel einträglicheres Luxushotel plant. Während sie Lisa aus dem Kloster abholt, die dort nicht mehr gebraucht wird, lösen einige Querschläger von Schüssen, die Overbeck in einer Verfolgungsjagd in die Luft abgibt, eine Kettenreaktion aus, die einen Teil des Klosters einstürzen lässt, doch die Nonnen schaffen es, durch Gebet den Einsturz aufzuhalten. Davon beeindruckt, lässt Alex die Identität von Schwester Lisa auffliegen und stellt sich gegen ihren Chef Hollerbach, während Overbeck den Bauarbeiter Marek nach kurzem Zweikampf verhaften kann.

Jewgeni hatte zufällig beobachtet, wie die Nonnen das Geld versteckten, als er zum Gebet in der Krypta weilte. Als Lisa die 1,5 Millionen dann an sich nahm, wollte er das Geld zurück, da man Gott nicht bestehlen könne. Hollerbach ordnete aber an, es verschwinden zu lassen, um den finanziellen Druck auf das Kloster aufrechterhalten zu können. Lisa informierte Marek, der sich das Geld holte und seinen Kollegen Jewgeni zum Schweigen brachte.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Running Gag „Bielefeld“ wird in Filmminute 58 angeknüpft, als Overbeck das Ergebnis einer DNA-Analyse präsentiert, und dabei die dunkle Vergangenheit von Schwester Helena aufdeckt, die früher als Prokuristin bei einer Spedition in Bielefeld Gelder veruntreut hat und ein Jahr lang inhaftiert war.

Eine Szene zwischen Schwester Lisa und dem in sie verliebten Overbeck zitiert den Loriot-Sketch Die Nudel. Overbeck überreicht ihr einen Margeritenstrauß und bemerkt nicht, dass ihm ein weißes Blütenblatt an der Nasenspitze klebt, worauf es zum bekannten Dialog „Sie haben …“ – „Nein, sagen Sie jetzt nichts …“ kommt.

In einer anderen Szene zwischen den beiden wird unterstrichen, dass Overbeck in der Serie keinen Vornamen hat. Von Schwester Lisa nach seinem Vornamen gefragt antwortet er ausweichend: „Kommissar. Kommissar Overbeck.“

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Erstausstrahlung von Gottes Werk und Satans Kohle am 12. Januar 2019 im ZDF wurde der Film in Deutschland von insgesamt 7,34 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 23,1 Prozent.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff von tittelbach.tv äußert sich zufrieden: „Regisseur Martin Enlen hat einige richtig gute ‚Wilsberg‘-Krimis gedreht und knüpft mit ‚Gottes Werk und Satans Kohle‘ wieder an die Qualität seiner vorletzten Episode, ‚Die Nadel im Müllhaufen‘, an. Während seine spannungsarme Folge ‚Mörderische Rendite‘ wie ein Lehrfilm zur Finanzkrise wirkte, hat die jüngste Arbeit alles zu bieten, was die Freunde der Reihe zu schätzen wissen.“[2]

TV Spielfilm reckt den Daumen hoch und klassifiziert die Folge als „heiter dahinplätschernde Krimischnurre“: „Ein Ereignis ist eine neue ‚Wilsberg‘-Folge ja schon lange nicht mehr, die Reihe ist in einem Zustand humoristischen Grundrauschens angekommen, bei dem der Fall egal ist und unterschiedlich gelungene Dialoge alles rausreißen müssen. Skriptautor David Ungureit („Männerhort“) liefert da – gerade im Geplänkel der Nonnen unter sich – einige hübsch ironische Sentenzen, ohne dass je ernsthaft Krimispannung aufkommen würde.“[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Timo Nöthling: Primetime-Check: Samstag, 12. Januar 2019. Quotenmeter.de, 13. Januar 2019, abgerufen am 13. Januar 2019.
  2. http://www.tittelbach.tv/programm/reihe/artikel-5151.html
  3. https://www.tvspielfilm.de/kino/filmarchiv/film/wilsberg-gottes-werk-und-satans-kohle,9625856,ApplicationMovie.html