Windblumen-Königskerze

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Windblumen-Königskerze
Windblumen-Königskerze (Verbascum phlomoides)

Windblumen-Königskerze (Verbascum phlomoides)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)
Gattung: Königskerzen (Verbascum)
Art: Windblumen-Königskerze
Wissenschaftlicher Name
Verbascum phlomoides
L.

Die Windblumen-Königskerze, Gewöhnlich-Königskerze oder Windlicht-Königskerze (Verbascum phlomoides) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Königskerzen (Verbascum) in der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestieltes, behaartes Grundblatt
Illustration
Blüten

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Windblumen-Königskerze ist eine hapaxanthe krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 200 Zentimetern.

Die Laubblätter sind auf beiden Seiten dicht wollig-filzig mit Stockwerkshaaren besetzt. Die Grundblätter sind deutlich gestielt. Die Stängelblätter sind nur wenig am Stängel herablaufend, deutlich abstehend und undeutlich gekerbt. Die weiter oben stehenden Stängelblätter sind kürzer und wirken dadurch dreieckig.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwittrigen Blüten duften schwach. Die gelben Blütenkronen ist gefärbt messen 35 bis 55 Millimeter im Durchmesser. Die drei oberen Staubfäden sind gelb bebärtet, die zwei unteren hingegen kahl. Die Antheren der unteren Staubfäden sind 3 bis 5,5 Millimeter lang und laufen am Staubfaden herab. Die Narbe ist keulenförmig und etwas am Griffel herablaufend.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32 oder 34.[1]

Darstellung auf einer ungarischen Dauermarke von 1961

Krankheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Windblumen-Königskerze kann vom Rostpilz Uromyces verbasci befallen werden.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Windblumen-Königskerze ist in Europa verbreitet.

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In Österreich tritt die Windblumen-Königskerze in allen Bundesländern auf der collinen bis submontanen Höhenstufe häufig bis zerstreut auf, in Westösterreich ist sie jedoch selten.

Sie wächst an Böschungen, Straßen- und Wegesrändern, sowie auf Schuttplätzen in Höhenlagen bis 800 Metern. Sie gedeiht am besten auf mäßig frischen bis mäßig trockenen, basen- und nährstoffreichen Lehmböden. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbandes Onopordion acanthii.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Seybold: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen der wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 93. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2006, ISBN 3-494-01413-2.
  • Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 827.
  2. Peter Zwetko: Die Rostpilze Österreichs. Supplement und Wirt-Parasit-Verzeichnis zur 2. Auflage des Catalogus Florae Austriae, III. Teil, Heft 1, Uredinales. (PDF; 1,8 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Windblumen-Königskerze – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien