Winden (Nassau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Winden (Nassau)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Winden hervorgehoben

Koordinaten: 50° 20′ N, 7° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Bad Ems-Nassau
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 6,94 km2
Einwohner: 725 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56379
Vorwahl: 02604
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 139
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Adelsheimer Hof 1
56377 Nassau
Website: www.winden.de
Ortsbürgermeister: Gebhard Linscheid
Lage der Ortsgemeinde Winden im Rhein-Lahn-Kreis
LahnsteinLahnsteinArzbachBad EmsBechelnDausenauFachbachFrüchtKemmenauMiellenNievernBraubachDachsenhausenFilsenKamp-BornhofenOsterspaiBurgschwalbachFlachtHahnstättenKaltenholzhausenLohrheimMudershausenNetzbachNiederneisenOberneisenOberneisenSchiesheimAuelBornichDahlheimDörscheidDörscheidKaubKestertLierschiedLykershausenNochernPatersbergPrathReichenberg (Rheinland-Pfalz)Reitzenhain (Taunus)Sankt GoarshausenSauerthalWeisel (Rhein-Lahn-Kreis)Weyer (Rhein-Lahn-Kreis)AltendiezAullBalduinsteinBirlenbachCharlottenbergCrambergDiezDörnberg (Lahn)EppenrodGeilnauGückingenHambach (bei Diez)HeistenbachHirschberg (Rhein-Lahn-Kreis)HolzappelHolzheim (Aar)Horhausen (Nassau)IsselbachLangenscheidLaurenburgScheidt (Rhein-Lahn-Kreis)Steinsberg (Rheinland-Pfalz)WasenbachAllendorf (Rhein-Lahn-Kreis)Berghausen (Einrich)BerndrothBiebrich (bei Katzenelnbogen)Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis)DörsdorfEbertshausenEisighofenErgeshausenGutenackerHerold (Rheinland-Pfalz)KatzenelnbogenKlingelbachKördorfMittelfischbachNiedertiefenbachOberfischbachReckenrothRettertRoth (Rhein-Lahn-Kreis)Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis)AttenhausenDessighofenDienethalDornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis)GeisigHömbergLollschiedMisselbergNassau (Lahn)ObernhofOberwiesPohl (Nassau)Pohl (Nassau)SchweighausenSeelbach (Nassau)SinghofenSulzbach (Rhein-Lahn-Kreis)WeinährWinden (Nassau)ZimmerschiedZimmerschiedBerg (Taunus)Bettendorf (Taunus)BogelBuch (Taunus)DiethardtEhrEndlichhofenEschbach (bei Nastätten)GemmerichHainauHimmighofenHolzhausen an der HaideHunzelKasdorfKehlbach (Rheinland-Pfalz)LautertLippornMarienfelsMiehlenNastättenNastättenNiederbachheimNiederwallmenachOberbachheimObertiefenbach (Taunus)OberwallmenachOelsbergRettershainRuppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis)StrüthStrüthWeidenbach (Taunus)WelterodWinterwerbHessenLandkreis Mainz-BingenRhein-Hunsrück-KreisLandkreis Mayen-KoblenzWesterwaldkreisKoblenzLandkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild
Ansicht von Winden
Die Michaelskapelle

Winden ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winden liegt im Westerwald auf den nördlich des Rhein-Nebenflusses Lahn gelegenen Erhebungen, den Lahnhöhen. Das Gemeindegebiet ist Teil des Naturparks Nassau.

Nachbarorte sind die Ortsgemeinden Hübingen im Norden, Gackenbach und Horhausen im Nordosten, Weinähr im Süden, die Stadt Nassau im Südwesten, sowie die Ortsgemeinden Hömberg im Westen und Welschneudorf im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich wurde Winden erstmals im Jahre 1250 in einer Urkunde des Trierer Erzbischofs Arnold von Trier erwähnt, laut der er die Kirche zu Winden durch die Gräfin Mechthild von Sayn an das Kloster Arnstein übertragen ließ.[2] Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort stark verwüstet, die Einwohnerzahl ging stark zurück. 1763 wurde die Pfarrei von kurtrierischen Grenadieren mit Gewalt besetzt und anstelle des Prämonstratenserpaters ein den Trierern genehmer Kaplan eingesetzt.

Der Bau der Michaelskapelle begann 1768. 1788 begann der Bau der St.-Willibrord-Kirche. Ab 1806 war der Ort Teil des Herzogtums Nassau. 1842 brachen in der Gemeinde die Menschenblattern aus. 1843 lebten in Winden 753 Einwohner. Nassau wurde 1866 von Preußen annektiert, damit kam Winden in die Provinz Hessen-Nassau und gehörte zum Kreis Sankt Goarshausen.

1863 wurde die erste Orgel für die Kirche angeschafft. Diese wurde bei Orgelbauer Raßmann zu Möttau bei Weilburg gebaut und kostete 1075 Gulden. Im gleichen Jahr kam es im Dorf zu einem Großbrand, der laut Ortschronist bereits 14 Tage vor seinem Ausbruch bekannt gewesen sein soll. Ein Teil des Dorfes wurde trotz dieses Umstandes zerstört. An der Kirche wurde 1897 eine Sakristei angebaut.

1939 zählte der Ort 452 Einwohner und blieb in den folgenden Jahren von den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs weitestgehend verschont. Nach Ende des Krieges besetzten amerikanische Soldaten das Dorf, zogen aber bereits nach drei Tagen wieder ab.

1976 erhielt Winden die Auszeichnung Schönstes Dorf von Rheinland-Pfalz.

Die Einwohnerschaft entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert wie folgt: 1843: 753 Einwohner, 1927: 522 Einwohner, 1964: 505 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Winden besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019, wie in der vorhergehenden Gemeinderatswahl, in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl GRÜNE WLF WGM WGK WGL Gesamt
2019[3] 2 7 3 12 Sitze
2014[4] 3 9 12 Sitze
2009[5] per Mehrheitswahl 12 Sitze
  • WLF = Wählerliste Forró
  • WGM = Wählergruppe Mertlich
  • WGK = Wählergruppe Krauß
  • WGL = Wählergruppe Linscheid

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebhard Linscheid wurde am 10. Mai 2022 erneut Ortsbürgermeister von Winden,[6][7] nachdem er das Amt bereits von 2004 bis 2019 ausgeübt hatte.[8] Bei der Direktwahl am 24. April 2022 war der bisherige Erste Beigeordnete mit einem Stimmenanteil von 94,5 % erneut zum Ortsbürgermeister gewählt worden.[9]

Für knapp drei Jahre übte Stefan Mertlich das Amt aus. Er hatte es am 2. Juli 2019 angetreten,[10] nachdem er bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 55,45 % für fünf Jahre gewählt worden war.[11] Mit Wirkung zum 1. Februar 2022 legte Mertlich jedoch das Amt aus persönlichen Gründen vorzeitig nieder, wodurch eine Neuwahl erforderlich wurde.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1446 wurde erstmals das Windener Wappen, welches ein schwarzes Doppelkreuz in silbernen Feld zeigt, urkundlich belegt. 1545 wurde das Windener Wappen bezeugt. 1951 wurde das Windener Wappen als Gemeindesiegel verwendet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Winden – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2021, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Winden. In: Weinbau an der Lahn. Matthias C. Schmidt, Scheidt, abgerufen am 10. April 2022.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Winden. Abgerufen am 4. November 2019.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2014 Winden. Abgerufen am 4. November 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2009 Winden. Abgerufen am 4. November 2019.
  6. Gebhard Linscheid: Öffentliche Bekanntmachung: 21. öffentliche/nicht öffentliche Sitzung des Gemeinderates. In: Verbandsgemeinde Bad Ems aktuell, Ausgabe 18/2022. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 29. April 2022, abgerufen am 22. Mai 2022.
  7. Gebhard Linscheid legt Amtseid ab. Ortsgemeinde Winden, 15. Mai 2022, abgerufen am 22. Mai 2022.
  8. Michaela Cetto: Winden hat gewählt: Gebhard Linscheid ist (wieder) Ortschef. In: Rhein-Lahn-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 24. April 2022, abgerufen am 2. Mai 2022.
  9. Direktwahl 2022: Winden. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 25. April 2022, abgerufen am 2. Mai 2022.
  10. Gebhard Linscheid: Öffentliche Bekanntmachung. In: Verbandsgemeinde Bad Ems aktuell, Ausgabe 26/2019. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 19. Juni 2019, abgerufen am 10. April 2022.
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Bad Ems-Nassau, Verbandsgemeinde, 26. Ergebniszeile. Abgerufen am 4. November 2019.
  12. Stefan Mertlich legt Amt nieder: Windener müssen neuen Ortschef wählen. In: Rhein-Lahn-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 4. Februar 2022, abgerufen am 10. April 2022.