Winderatter See

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Winderatter See
Winderatter See von Oben 2.JPG
Winderatter See von Süden
Geographische Lage Kreis Schleswig-Flensburg
Zuflüsse Kielstau
Abfluss KielstauBondenau
Orte oder Städte in der Nähe Ausacker, Flensburg
Daten
Koordinaten 54° 44′ 29″ N, 9° 36′ 49″ OKoordinaten: 54° 44′ 29″ N, 9° 36′ 49″ O
Winderatter See (Schleswig-Holstein)
Winderatter See
Fläche 23,5 ha
Volumen 290 m³
Umfang 2,9 km
Maximale Tiefe 2,2 m
Mittlere Tiefe 1,23 m
Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-VOLUMENVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-UMFANGVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MAX-TIEFEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MED-TIEFE

Der Winderatter See (dänisch Venerød Sø, auch Vinderad Sø und Vinderød Sø) ist ein See im Kreis Schleswig-Flensburg im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein im nördlichen Angeln östlich der Ortschaft Ausacker. Er ist Teil des Natura 2000 Schutzgebiets Kulturland Winderatter See. Der See ist ca. 24 ha groß und bis zu 2,2 m tief[1] und ist während der Weichsel-Kaltzeit als flacher Rinnensee unter dem abschmelzenden Gletscher entstanden. Im jüngeren Holozän verlandeten weite Teile des Sees, u. a. auch aufgrund künstlicher Eingriffe.

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stiftungsland Winderatter See liegt im östlichen Hügelland Schleswig-Holsteins zwischen Husby (im Norden) und Sörup (im Süden). Die durch die Weichsel-Kaltzeit geformten Grundmoränen sind durch ein flachwelliges Relief mit Höhen von 40 bis 50 m über NN gekennzeichnet und in südwestlicher Richtung von Senken durchzogen.

Geschichtlicher Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Nordufer lag im 13. Jahrhundert die Burg Alt-Seegaard. In dem kleinen Wald am Südufer des Winderatter Sees befindet sich ein Archäologisches Denkmal, die Grauburg. Von der sagenumwobenen Grauburg sind heute noch ein verlandeter Burggraben sowie ein unter Wasser gelegener Steindamm am Seeufer zu erkennen, welcher einer Überlieferung nach zur Burg Alt-Seegard am Nordufer führte.

Im Talraum der Kielstau wurde am östlichen Ortsrand des Dorfes Ausacker von 1487 bis 1845 eine Wassermühle betrieben. Erst danach wurde der Seespiegel um etwa 2 m auf seine heutige Höhe von 37,3 mm über NN abgesenkt. Noch heute dokumentieren so genannte Königsteine aus der Regierungszeit des dänischen Königs Christian VIII. (1839–1848) die alte Uferlinie.

Biologische Vielfalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kuppige Landschaft zeigt eine große naturräumliche Vielfalt auf relativ kleinem Raum.

Seit 1989 hat die Stiftung Naturschutz des Landes Schleswig-Holstein den größten Teil des Sees und umliegende Flächen erworben, um das Gebiet satzungsgemäß für den Naturschutz zu erhalten und zu entwickeln.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Winderatter See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein: Seen. Abgerufen am 14. April 2011.