Windhausen (Bad Grund)

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Windhausen
Wappen von Windhausen
Koordinaten: 51° 47′ 0″ N, 10° 13′ 0″ O
Höhe: 249 m ü. NHN
Fläche: 3,54 km²[1]
Einwohner: 994 (30. Jun. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 281 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 2013
Postleitzahl: 37539
Vorwahl: 05327
Windhausen (Niedersachsen)
Windhausen

Lage von Windhausen in Niedersachsen

Fachwerkkirche St. Johannis
Fachwerkkirche St. Johannis

Windhausen am Harz ist ein Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz) im Landkreis Göttingen (ehemals Osterode) in Niedersachsen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windhausen liegt sowohl am Westrand des Oberharzes als auch am solchen des Naturparks Harz. Es befindet sich am Markau-Zufluss Schlungwasser. Nordöstlich liegt Bad Grund (Harz), südlich Badenhausen, südwestlich Eisdorf und nordwestlich Gittelde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das früheste Schriftzeugnis der Siedlung entstand um 1221 und erzählt vom Ritter „Basilius de Winthusen“. Die Etymologie des Namens bleibt spekulativ. Als Ausgangsform wäre ein Kompositum aus altsächsisch Winith- und -husen vorstellbar, was sich mit Weidesiedlung übersetzen ließe.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. März 2013 schlossen sich die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zur neuen Gemeinde Bad Grund (Harz) zusammen.[4] Windhausen war Verwaltungssitz der Samtgemeinde und ist jetzt Verwaltungssitz der Gemeinde Bad Grund (Harz).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1910 782 [5]
1925 810 [6]
1933 872 [6]
1939 793 [6]
1950 13020 [7]
1956 11480 [7]
1973 10840 [8]
1975 1200 ¹ [9]
1980 1193 ¹ [9]
Jahr Einwohner Quelle
1985 1206 ¹ [9]
1990 1228 ¹ [9]
1995 1242 ¹ [9]
2000 1133 ¹ [9]
2005 1064 ¹ [9]
2010 1004 ¹ [9]
2012 0999 ¹ [1]
2013 994 [2]
0 0 0

¹ jeweils zum 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsratswahl 2016[10]
Wahlbeteiligung: 57,59 % (2013: 64,68 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,10 %
39,37 %
19,54 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-1,11 %p
+4,98 %p
+4,57 %p
-8,43 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich aus fünf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen (Veränderungen zu 2013). Zusätzlich befinden sich zwei beratende Mitglieder im Ortsrat (beide PRO Windhausen).[11]

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister ist Burkhard Fricke (SPD). Seine Stellvertreterin ist Jutta Schwarze (SPD).[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Kommunalwappens von Windhausen stammt von dem Braunschweiger Oberstudiendirektor, Heraldiker und Grafiker Wilhelm Krieg.[12] Der Gemeinderat Windhausen beschloss das Wappen am 26. Juni 1972. Nachdem der Wappenentwurf am 8. Januar 1973 durch das Niedersächsische Staatsarchiv gebilligt worden war, erfolgte am 18. April 1973 die Genehmigung des Wappens durch den Regierungspräsidenten in Hildesheim.[13][14]

Wappen von Windhausen
Blasonierung: „Von Rot und Gold geteilt; oben drei vierblättrige goldene Rosen, unten ein rot gefütterter blauer Helm.“[13][14]
Wappenbegründung: Auf der Webseite der Gemeinde Bad Grund (Harz) wird hierzu erwähnt:[13]

„Das Gemeindewappen von Windhausen nimmt starken Bezug auf die Geschichte des Dorfes und der Burg Windhausen. Die goldenen Rosen im roten Feld sollen aus dem Wappen der Familie von Oldershausen stammen. Das ist zwar möglich, aber es ist die Frage, ob die Rosen richtig wiedergegeben sind. Im Wappen von Westerhof ist die Rose aus dem Wappen der Familie von Oldershausen mit fünf Blütenblättern dargestellt. Allerdings führten auch die Herren von Winthusen im Wappen unter einem Wolf drei Rosen. Der rot gefütterte blaue Helm im goldenen Feld ist dem Wappen der Familie von Koch entnommen, die über Jahrhunderte das Rittergut in Windhausen besaß. Ihr Wappen zeigte einen Turnierhelm aus der Barockzeit mit reichem Federschmuck und Zierkette.“

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Banner Windhausen.svg 00Banner: „Das Banner ist rot-gelb längsgestreift mit dem aufgelegten Wappen oberhalb der Mitte.“
Flagge Windhausen.svg 00Hissflagge: „Die Flagge ist rot-gelb quergestreift mit dem Wappen in der Mitte.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorf- und Heimatmuseum im Schlungweg, Besuch auf Anfrage

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Windhausener Burg, seit 1338 urkundlich erwähnt, heute werden die Reste der Burganlage als Freizeit- und Erholungsanlage genutzt.
  • Fachwerkkirche St. Johannis (evangelisch-lutherisch) am Kirchplatz

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windhausen liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 243, die von Osterode am Harz nach Bad Gandersheim führt. Der Haltepunkt Windhausen lag an der Bahnstrecke Gittelde–Bad Grund. Diese ist stillgelegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortsteils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit dem Ortsteil in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Windhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Bevölkerung und Postleitzahl. (XLS; 4,5 MB) Siehe unter: Niedersachsen, Nr. 1534. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2012, abgerufen am 5. Februar 2020.
  2. a b Bevölkerungszahlen. In: Webseite Gemeinde Bad Grund (Harz). 30. Juni 2013, abgerufen am 5. Februar 2020.
  3. Uwe Ohainski, Jürgen Udolph: Die Ortsnamen des Landkreises Osterode (= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Band 40). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2000, ISBN 3-89534-370-6, S. 181–184 (adw-goe.de [PDF; 2,6 MB]).
  4. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Bad Grund (Harz), Landkreis Osterode am Harz. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 16/2012. Hannover 18. Juli 2012, S. 267, S. 17 (Digitalisat [PDF; 290 kB; abgerufen am 5. Februar 2020]).
  5. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Gandersheim. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 5. Februar 2020.
  6. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Gandersheim (Siehe unter: Nr. 69). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. a b Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 206 (Digitalisat).
  8. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 33, Landkreis Osterode am Harz (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 5. Februar 2020]).
  9. a b c d e f g h Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 5. Februar 2020.
  10. Ergebnis zur Ortsratswahl Windhausen 2016. In: Webseite Kommunale Dienste Göttingen. 11. September 2016, abgerufen am 5. Februar 2020.
  11. a b Ortsrat Windhausen. In: Webseite Gemeinde Bad Grund (Harz). Abgerufen am 5. Februar 2020.
  12. Wappenentwürfe von Wilhelm Krieg. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  13. a b c Geschichtliches zur Gemeinde Windhausen – Wappen. In: Webseite Gemeinde Bad Grund (Harz). Abgerufen am 5. Februar 2020.
  14. a b Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Hrsg.: Braunschweiger Zeitung, Salzgitter Zeitung und Wolfsburger Nachrichten. Eckensberger & Co Verlag, Braunschweig 1977, DNB 780686667, S. 118.