Winfried Mack

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Winfried Erlolf Mack (* 6. August 1965 in Ellwangen) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er ist seit 2001 Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winfried Mack machte sein Abitur am Hariolf-Gymnasium in Ellwangen und leistete danach seinen Grundwehrdienst beim Panzergrenadierbataillon 303 ab. Er studierte von 1987 bis 1992 Verwaltungswissenschaften in Konstanz mit Abschluss zum Diplom-Verwaltungswissenschaftler.

Besonders geprägt haben ihn in seiner Studentenzeit die Vorlesungen bei Ralf Dahrendorf, Thomas E. Ellwein und dem Schweizer Politikwissenschaftler Leonhard Neidhart, von denen er viel für seine politische Tätigkeit profitieren konnte.

Er absolvierte sein Verwaltungsreferendariat beim Landratsamt Ostalbkreis, beim Regierungspräsidium Stuttgart, beim Verkehrsministerium Baden-Württemberg, bei der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und beim Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Union in Brüssel. 1995 legte er das Assessorexamen beim Innenministerium in Stuttgart ab. In den Jahren 1995 bis 2001 war er beim Staatsministerium Baden-Württemberg in der Villa Reitzenstein tätig. Dort war er u. a. Referatsleiter für Grundsatzfragen der Landespolitik bei Ministerpräsident Erwin Teufel.

Politische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winfried Mack ist seit April 2011 Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Stuttgarter Landtag. Seit 1999 gehört er dem Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg an.

Von 1992 bis 1997 war Winfried Mack Kreisvorsitzender der Jungen Union und seit 1993 Mitglied des Kreisvorstands der CDU Ostalb. 1999 wurde er als Beisitzer in den Landesvorstand CDU Baden-Württemberg gewählt.

Von 1999 bis 2016 gehörte er dem Kreistag des Ostalbkreises an. Er war von 2006 bis 2010 stellvertretendes Mitglied des Ausschusses der Regionen der Europäischen Union für das Land Baden-Württemberg.

Bei der Landtagswahl am 10. April 2001 zog er über das Direktmandat im Wahlkreis Aalen in den Landtag von Baden-Württemberg ein. 2006, 2011, 2016 und 2021 wurde er direkt wiedergewählt. Vom 21. Juli 2005 bis zum Mai 2011 war er Vorsitzender des Ständigen Ausschusses im Landtag.

Nach der Wahlniederlage der Südwest-CDU bei den Landtagswahlen 2011 trat der damalige Parteivorsitzende Stefan Mappus vom Amt des Landesvorsitzenden der Partei zurück.[1]

Um dessen Nachfolge bewarb sich Thomas Strobl und kurz darauf gab auch Mack seine Kandidatur bekannt.[2] Mack unterlag seinem Kontrahenten Strobl in der Wahl zum neuen Landesvorsitzenden der Südwest-CDU deutlich.[3]

Von 2011 bis 2017 war er stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg.

Mack war stellvertretendes Mitglied im Untersuchungsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg, welcher sich mit der EnBW-Affäre befasste. Dabei wurde bekannt, dass er in seiner Funktion als stellvertretendes Mitglied dieses Ausschusses nicht-öffentliche Informationen an Stefan Mappus weitergegeben hatte. Grüne und SPD kritisierten, dass Mappus durch die Weitergabe dieser Informationen über exklusives Wissen verfügt habe, was die Aufklärungsarbeit des Ausschusses behindert habe. Mack selbst räumte in diesem Zusammenhang Fehler ein, verteidigte sich damit, dass er die Information irrtümlicherweise für öffentlich hielt, und trat aufgrund des öffentlichen Drucks im Juni 2013 als stellvertretendes Mitglied des Untersuchungsausschusses zurück.[4]

Sonstige Mitgliedschaften und Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winfried Mack ist Ehrensenator der Hochschule Aalen. Außerdem ist er Vorsitzender des Landesverbands der Abendrealschulen in Baden-Württemberg. Er ist Mitglied der Kuratorien der Internationalen Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg und der Hochschule Aalen. Außerdem ist er seit 2016 Mitglied des Aufsichtsrates der Baden-Württembergischen Bank. Mitglied des Aufsichtsrates der Baden-Württemberg-Stiftung ist er seit 2006. Er war Mitglied des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Ostalb von 2009 bis 2014. Darüber hinaus ist er Mitglied der Kuratorien der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.[5]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2014 veröffentlichte Winfried Mack zusammen mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel das Buch „Aus der Krise lernen. Auf dem Weg zu einer weltoffenen und humanen Gesellschaft“. Das Buch ist im Herder Verlag erschienen und enthält Beiträge von Heiner Geißler, Paul Kirchhof, Renate Köcher, Manfred Spitzer, Kurienkardinal Peter Turkson sowie den Politikwissenschaftlern Christoph Knill und Edgar Grande u. a.

2018 veröffentlichte Mack als Herausgeber das Buch Zwischen Offenheit und Abschottung. Es beschäftigt sich mit dem Erfolg populistischer Parteien in Europa. Es wurde im September 2018 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin vorgestellt.

Öffentliche Wahrnehmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Porträt in den Aalener Nachrichten wird er charakterisiert als „Einer, dem es irgendwie gelungen ist, sich seinen jugendlich-spitzbübischen Charme scheinbar dauerhaft zu erhalten?“.[6]

Familie und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winfried Mack ist verheiratet mit Bettina Vierkorn-Mack und lebt in Ellwangen/Jagst. Er ist katholischer Konfession und Vater von drei Kindern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nico Fried, Mike Szymanski: Mappus und Brüderle schalten sich ab. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  2. Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany: Nachfolge von Stefan Mappus: Winfried Mack fordert Strobl heraus. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  3. Augsburger Allgemeine: Strobl neuer CDU-Chef in Baden-Württemberg. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  4. Winfried Mack räumt vor EnBW-Ausschuss Fehler ein, Stuttgarter Nachrichten, Artikel vom 19. Juli 2013.
  5. Landtag Baden Württemberg – Mack. Abgerufen am 3. April 2021.
  6. Eckard Scheiderer: Winfried Mack. Hrsg.: Aalener Nachrichten. 5. März 2016.