Winfried Pietrek

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Winfried Pietrek (* 1932 in Breslau) ist ein im Bistum Osnabrück inkardinierter katholischer Priester und Publizist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Vertreibung aus Schlesien flüchtete seine Familie nach Hamburg, wo er zur Schule ging. Pietrek studierte katholische Theologie in Frankfurt am Main (Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen) und Osnabrück. Nachdem er am 20. Dezember 1958 in Osnabrück zum Priester geweiht wurde, war er Kaplan an Heiliggeist in Osnabrück und in Eutin, Pastor in Oldersum, einige Jahre lang Militärgeistlicher, danach Missionar in Peru und schließlich Gemeindepfarrer an St. Nikolaus in Lippstadt.

Ferner war Pietrek lange Zeit bekannt als der „Bildpost-Pfarrer“, denn er war für die Neue Bildpost, eine katholische Wochenzeitung im Boulevardstil, als theologischer Mitarbeiter tätig.

Überregional bekannt wurde er, als er einen Hungerstreik vor einer Abtreibungsklinik durchführte. Infolge dieser Aktion wurde die christliche Lebensrechtsgruppe Aktion Leben gegründet. Im Jahre 2000 organisierte er mehrere Demonstrationen gegen das Theaterstück Corpus Christi von Terrence McNally u. a. in Freiburg und Heilbronn. Dort trat er als Redner gegen das Theaterstück auf.

Daneben arbeitete er ehrenamtlich für die nationalkonservative Kleinpartei Christliche Mitte. Inzwischen ist Pietrek im Ruhestand. Er schreibt weiterhin im Deutschland-Magazin eine Kolumne, weil er sich dem Vorsitzenden der Deutschen Konservativen, Joachim Siegerist, verbunden fühlt. Ferner publiziert er jeden Monat für die Parteizeitung Kurier der Christlichen Mitte. Dort schreibt Pietrek insbesondere in jeder Ausgabe mehrere Gedichte.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Predigt vom 26. Dezember 2014 meinte er, dass Deutschland primär christliche Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen sollte. Muslimische Flüchtlinge sollten mit Hilfe deutscher Finanzen in muslimischen Ländern unterkommen. Aus seiner Sicht gäbe es ein Recht, sich gegen die vorgebliche Islamisierung zu verteidigen. Er betonte die vermeintliche Gewalttätigkeit des Islams. Zur Verteidigung des christlichen Deutschlands rief er auf, bei Pegida mitzumachen, wenn die Politik weiterhin muslimische Flüchtlinge nach Deutschland hole.[1] Damit vertritt er eine dezidiert abweichende Meinung zum Gros der katholischen Geistlichen in Deutschland.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als der Bambusvorhang fiel. Augenzeuge in Vietnam. Derscheider-Verlag, Much 1975.
  • Mein Vater, der Herodes heißt. Der Kampf um das Leben der Ungeborenen. Derscheider Verlag, Much 1975.
  • Libanon. Ein Volk kämpft um sein Leben.Derscheider-Verlag, Much 1979, ISBN 3-921826-00-7.
  • Vom Saulus zum Paulus. Ein Tatsachenbericht. Gemeinnützige Vereinigung, Lippstadt 2006, (o. ISBN)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.gloria.tv/media/5EESeGzyTHk