Winkel ZH

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Winkelf zu vermeiden.
Winkel
Wappen von Winkel
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Bülachw
BFS-Nr.: 0072i1f3f4
Postleitzahl: 8185
Koordinaten: 684042 / 260790Koordinaten: 47° 29′ 33″ N, 8° 33′ 14″ O; CH1903: 684042 / 260790
Höhe: 450 m ü. M.
Fläche: 8,16 km²
Einwohner: 4237 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 463 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
14,5 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.winkel.ch
Karte
Deutschland Kanton Thurgau Kanton Schaffhausen Kanton Schaffhausen Bezirk Andelfingen Bezirk Dielsdorf Bezirk Dietikon Bezirk Pfäffikon Bezirk Uster Bezirk Winterthur Bezirk Zürich Bachenbülach Bassersdorf Bülach Dietlikon Eglisau Embrach Freienstein-Teufen Glattfelden Glattfelden Hochfelden ZH Höri ZH Hüntwangen Kloten Lufingen Nürensdorf Oberembrach Opfikon Rafz Rorbas Wallisellen Wasterkingen Wil ZH Winkel ZHKarte von Winkel
Über dieses Bild
ww

Winkel ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Schweizer Kantons Zürich.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

Gespalten von Rot und von Silber mit zwei schwarzen Sparren

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Winkel liegt im Zürcher Unterland. Sie besteht aus den drei Dörfern Winkel, Rüti und Seeb. Geographisch ist sie am Dättenberg zwischen den Städten Kloten und Bülach gelegen. Die Einwohnerzahl beträgt heute über 4000 Einwohner, von denen etwas weniger als die Hälfte in Rüti leben. Das Siedlungsgebiet von Winkel und Seeb ist mittlerweile zusammengewachsen. Winkel und Rüti werden durch eine Geländekuppe am Dettenberg getrennt und die Rütner unterteilen Rüti selbst wiederum in Ober- und Niederrüti. Auf Winkler Gemeindegebiet liegt auch ein Teil einer Landebahn des Flughafens Zürich.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bevölkerungswachstum der Gemeinde ist eng mit der Geschichte der Entwicklung des Flughafens Zürich verbunden. So betrug die Einwohnerzahl von Winkel vor der Flughafeneröffnung lediglich einige hundert Seelen. Ende der 1990er Jahre erlebte die Gemeinde einen zusätzlichen Bevölkerungsschub, als innerhalb eines Jahres gegen 500 Wohnungen gebaut wurden, was auch nachhaltig das «Einfamilienhäuschenbild» der Gemeinde veränderte.

Ende 2012 gehörten 39,7 % der Einwohner der evangelisch-reformierten Konfession an, 24,5 % der römisch-katholischen, 35,8 % waren Mitglieder einer anderen Glaubensgemeinschaft oder konfessionslos.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Gemeindegebiet befindet sich ausser der Gemüsegärtnerei Eymann und einigen Kleingewerbebetrieben keine nennenswerte Industrie. Die Gemeinde weist einen der tiefsten Steuersätze des Kantons Zürich auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkel
Gemeindehaus

Die Gemeinde wurde zum ersten Mal im Jahre 1044 urkundlich erwähnt. Auf Seebner Gebiet stand allerdings schon im 1. und 2. Jahrhundert ein grosser römischer Gutshof, von dem heute noch Überreste zu besichtigen sind. Nebst dem römischen Gutshof findet man im Rütner (oder auch Rütemer) Wald alemannische Hügelgräber, von welchen einige vor mehreren Jahren freigelegt wurden.

Die Namen der Dörfer haben alle einen geographischen Ursprung und stammen aus dem Alemannischen. Sie bezeichnen im Falle von Winkel den Hügeleinschnitt, in dem die Gemeinde liegt, bei Rüti die Waldrodung und bei Seeb den mittlerweile verlandeten See, an dem dieses Dorf lag.

1917 wurde das Dorf Eschenmosen, das bis anhin zur Gemeinde Winkel gehört hatte, an die Gemeinde Bülach abgetreten.

Das früher von den drei bäuerlichen Dorfkerne geprägte Dorfbild hat sich nicht zuletzt infolge der Eröffnung des Flughafens Zürich stark verändert. Heute sind grosse Teile des Gemeindegebiets mit Ein- und Mehrfamilienhäusern überbaut, und selbst in den alten Dorfkernen fanden massive bauliche Eingriffe statt. In Rüti liegt eine Terrassensiedlung, welche um 1970 von der Swissair für das in der Gegend Wohnraum suchende Personal gebaut wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Arnold Meyer (SVP, Stand 2009). Als Ortsparteien sind die SVP, FDP und die SD präsent. Als eine der wenigen Gemeinden des Kanton Zürich gibt es keine Vertreter der SP oder einer freien Liste im Gemeinderat.

Schule und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über zwei Primarschulhäuser (eines in Rüti, das andere in Winkel), drei Kindergärten sowie ein Gemeindezentrum.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reto Hug (* 1975), Triathlet, Ehemann von Nicola Spirig
  • Johannes Meyer-Rusca (1851–1936), Kaufmann, Zürcher Kantonsrat, Bankrat und Handelsrichter sowie Winkler Vizepräsident, Schulvorsteher, Friedensrichter und Forstvorstand
  • Walter Meyer (1882–1969), Sohn des Vorigen; Zivilingenieur und Förderer der chilenischen Region Los Lagos
  • Ursula Moor, Präsidentin des Zürcher Kantonsrats 2007–2008
  • Benedikt Schmidt, Weltmeister im Rudern 1997, Zweier-ohne Leichtgewichte
  • Nicola Spirig (* 1982), Olympiasiegerin im Triathlon 2012, Ehefrau von Reto Hug

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Winkel ZH – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  3. Statistisches Amt des Kantons Zürich - Datenbank (Gemeindeporträts). abgerufen am 16. Januar 2014