Winnetou 3. Teil

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Film
OriginaltitelWinnetou 3. Teil
Desperado Trail
Vinetu III
Winnetou Teil 3 Logo 001.svg
ProduktionslandBundesrepublik Deutschland, Italien, Jugoslawien
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1965
Länge93 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieHarald Reinl
DrehbuchHarald G. Petersson
Jochen Joachim Bartsch unter dramaturgischer Mitarbeit von Manfred Barthel
aus dem Karl May Filmbuch von Michael Petzel
ProduktionPreben Philipsen (Produktion) und Horst Wendlandt (Gesamtleitung) für Rialto Film Preben Philipsen, Berlin
Ivo Vrhoveć für Jadran-Film, Zagreb
MusikMartin Böttcher
KameraErnst W. Kalinke
SchnittJutta Hering
Besetzung
Chronologie

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Winnetou 2. Teil

Winnetou 3. Teil[1][2][3] ist ein Kinofilm von Harald Reinl aus dem Jahr 1965 nach dem Buch von Karl May. Die Hauptrollen sind mit Lex Barker und Pierre Brice sowie Rik Battaglia, Sophie Hardy und Ralf Wolter besetzt.

Die Uraufführung des Films erfolgte am 14. Oktober 1965 in der Lichtburg Essen, gleichzeitig lief der Film in weiteren Städten der Bundesrepublik Deutschland an. Es handelt sich um einen von nur drei Karl-May-Filmen, von denen View-Master-Scheiben mit dreidimensionalen Bildern in den Handel kamen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Habgierige Geschäftsleute um den skrupellosen Vermeulen lassen käufliche Schurken Bisons auf Indianergebiet abknallen, um einen Konflikt mit den Mescalero-Apachen zu provozieren. Doch deren Häuptling Winnetou bleibt besonnen. Dagegen lässt sich Weißer Büffel, Anführer der Jicarilla-Apachen, durch Alkohol- und Waffenlieferungen dazu bringen, bereits für Siedler abgetretenes Land von der Regierung zurückzufordern. Winnetou und Old Shatterhand berichten davon dem Gouverneur in Santa Fe, der Weißer Büffel mehr Land und Straffreiheit zusichert, wenn er mit der Regierung kooperiert. Die Blutsbrüder wollen ihm dies mitteilen. Doch ein Spitzel beim Gouverneur setzt Vermeulen davon in Kenntnis; dieser lässt einen Handlanger eine Felssprengung am Steinbruch ausführen, gerade als die Blutsbrüder darunter vorbeireiten. Doch deren Pferde haben den Anschlag gewittert, die beiden legen sich zum Schein regungslos ins Geröll. Während Winnetou daraufhin weiterreitet, verfolgt Old Shatterhand den Attentäter, der ihn zu Vermeulen führt. Der entlarvte Drahtzieher lässt in den Ort Clinton telegrafieren, der auf dem Weg von Winnetou liegt. Dort erhält der Banditenführer Rollins die Nachricht, Winnetou zu stoppen. Old Shatterhand macht Vermeulens Handlanger dingfest: Er gesteht Vermeulens Plan und Old Shatterhand reitet Winnetou hinterher.

Dieser kann dank seines Pferdes Iltschi sowohl dem ersten und mit Mühen und Zuhilfekommen von Old Shatterhand auch dem zweiten Hinterhalt von Rollins entgehen. Unmittelbar danach werden die Blutsbrüder von den Jicarillas umstellt und mahnen in deren Lager, sich nicht von den Geschäftemachern zum Kampf um ihr abgetretenes Land aufwiegeln zu lassen. Weißer Büffel möchte dazu seinen Sohn Schneller Panther hören, doch der wird von Rollins tot herbeigebracht, nachdem er ihn mit Winnetous beim Kampf gegen die Banditen zurückgebliebenem Messer erstochen hatte. Weißer Büffel glaubt Rollins, der sich als Zeuge ausgibt, dass Winnetou seinen Sohn umgebracht hat. Doch Sam Hawkens kann die Blutsbrüder mit einer List vom Marterpfahl der nach Rache trachtenden Indianer befreien und Old Shatterhand von Clinton aus den Gouverneur um Hilfe telegrafieren. Der lässt Vermeulen festnehmen.

Die Jicarillas verfolgen gemeinsam mit den Banditen tagelang den sich in die Berge zurückziehenden Mescalero-Stamm, bis sie ihn erreicht haben Ein letztes Mal appellieren die Blutsbrüder zum Frieden, als endlich die Kavallerie aus Santa Fe eintrifft, die Old Shatterhand, seine Deckung verlassend, warnen will, in die Gewehre der Banditen zu reiten. Rollins, der sich die Felsen empor angeschlichen hat, nutzt dies zum Schuss auf Old Shatterhand. In die Bahn der Kugel wirft sich Winnetou, der tödlich getroffen wird. Rollins wird durch Speere der Mescaleros hingerichtet. Neben dem sterbenden Winnetou durchlebt Old Shatterhand in Gedanken gemeinsame Momente mit ihm.

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tafel zum Gedenken an die Dreharbeiten Winnetou in Canyon Zrmanja

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Teilen der Presse wurde kritisiert, dass Winnetou sterben solle, so wie im Buch vorgesehen, und die Produzenten ließen nicht davon ab. Besonders in der Jugendzeitschrift Bravo wurde durch Leserbriefe verlangt, das von Pierre Brice verkörperte Jugendidol am Leben zu lassen. Ansonsten hielt man sich nicht an die Romanvorlage, die Winnetous Tod in andere Handlungsstränge einbaute. Das Filmdrehbuch dagegen ordnete alles einer mörderischen Jagd auf den Apachenhäuptling unter.

Das Rathaus der kroatischen Stadt Trogir bildete die Filmkulisse des Gouverneurspalastes.

Die Dreharbeiten fanden vom 14. Juni bis zum 13. August 1965 in der Umgebung von Split statt. Trogir, die alte kroatische, auf einer Insel gelegene Stadt wählte man wegen des gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtbildes für die in der Gouverneurstadt Santa Fe spielenden Szenen. Eine entlegene Stelle am Berg Mali Alan war von Harald Reinl für die Sterbeszene gewählt worden. Der Rollins-Darsteller Rik Battaglia wurde nach Erscheinen des Films von radikalen Winnetoufans beschimpft und noch Jahre später des Öfteren in der Öffentlichkeit mit Missachtung belegt.

Schon am 23. August begannen die Dreharbeiten zu Old Surehand 1. Teil, wieder mit Pierre Brice als Winnetou. Die Karl-May-Begeisterung hatte nach Winnetous Tod jedoch ihren Höhepunkt überschritten. Daran änderte auch der Fernsehzweiteiler Winnetous Rückkehr 1998 im ZDF nichts, der davon ausging, Winnetou habe schwerverletzt überlebt und sei doch noch gesundgepflegt worden.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Prärie brennt, Indianer-Pueblos explodieren, Ölwolken qualmen über Flüsse und Gletscher – mit Mann und Roß und Wagen versinken ganze Trecks im Erdboden. Wirklich fabelhaft gemacht. Man staunt, staunt, staunt.“

Hamburger Morgenpost, 28. Oktober 1965

„WINNETOU 3. TEIL ist technisch perfekt gemacht, die pyrotechnischen ebenso wie Unterwasserszenen imponieren, wie die Ritte, die katzenhafte Geschmeidigkeit Winnetous oder die Art und Weise, wie Old Shatterhand gleichzeitig dreizehn Feinde im Nahkampf knock-out schlägt. Das gereichte jedem Western zur Ehre.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. November 1965

„Die Feder ist ab, die Silberbüchse schweigt, das Auge bricht, die Hand erschlafft – unter Glockengeläut macht sich Winnetou in Manitous Gefilde auf. Old Shatterhand steht verloren im Felsmassiv und kann’s nicht fassen.“

Der Abend, 22. Dezember 1965

„Dieser letzte Teil der Winnetou-Trilogie ist sicher der geglückteste. Der effektvolle Schluß rührt ans Sentiment, ohne sentimental zu werden.“

„Der letzte Teil der WINNETOU-Trilogie ist der schwächste: Vom Original-Roman ist nichts übriggeblieben.“

Michael Petzel in Karl-May-Filmbuch, 1998

„Groß angelegter, spannender, aber allzu gefühlsbetonter Schluß der "Winnetou"-Trilogie nach Karl May.“

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Buch: Karl May – Gesammelte Werke, Bd. 9, Winnetou III, Karl-May-Verlag, ISBN 3-7802-0009-0
  • VHS: Winnetou III, Kinowelt Home Entertainment 386
  • Blu-ray: Winnetou III, Rialto/Tobis[5]
  • DVD: Winnetou III, Kinowelt Home Entertainment 500007
  • Musik: Wilder Westen – Heißer Orient – Karl-May-Filmmusik 1936–1968 – Bear Family Records BCD 16413 HL − 8 CDs mit 192 Seiten Filmbuch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Petzel: Karl-May-Filmbuch. Karl-May-Verlag, Bamberg, Radebeul 1998, ISBN 3-7802-0153-4, S. 290–307.
  2. Vorspann der Originalversion des Films
  3. Werbematerial von Constantin-Film und Rialto-Film
  4. Winnetou 3. Teil. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  5. Winnetou III auf hd-reporter.de