Winnie Pooh (Kurzfilm)

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Filmdaten
Deutscher TitelWinnie Pooh
OriginaltitelВинни-Пух
ProduktionslandSowjetunion
OriginalspracheRussisch
Erscheinungsjahr1969
Länge11 Minuten
Stab
RegieFjodor Chitruk
DrehbuchBoris Sachoder
Fjodor Chitruk
ProduktionSojusmultfilm
MusikMieczysław Weinberg
KameraN. Klimowa
Chronologie

Nachfolger →
Winnie-the-Pooh Pays a Visit

Winnie Pooh[1] ist der erste Teil einer sowjetischen Zeichentrick-Serie von Fjodor Chitruk aus dem Jahr 1969 nach dem Buch "Pu der Bär von A. A. Milne..

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winnie Pooh hat Hunger und zieht los, um nach Essen zu suchen. Er singt ein fröhliches Lied und kommt schließlich zu einem großen Baum. Der Baum summt und Winnie Pooh schlussfolgert, dass Bienen in der Nähe sein müssen. Wo Bienen sind, muss wiederum auch Honig sein, und tatsächlich entdeckt Winnie Pooh beim Beklettern des Baumes in der Baumkrone ein Bienennest. Der Ast, an dem er dabei hängt, bricht jedoch ab und Winnie Pooh stürzt in die Tiefe. Er begibt sich zu Ferkel (russisch: Pjatatschok), um sich von ihm Ballons zu borgen. Ferkel hat von einem Besuch beim Hasen einen blauen und einen grünen Ballon da und Winnie Pooh ist begeistert. Ferkel kann mit dem grünen Ballon das Blattwerk imitieren, während er mit dem blauen den Himmel darstellen kann. Die Bienen werden keinen Verdacht schöpfen.

Auf dem Weg zum Baum badet Winnie Pooh in einer Schlammpfütze, um sich die Gestalt einer Regenwolke zu geben. Auf seine Anweisung hin besorgt Ferkel einen Regenschirm. Winnie Pooh steigt am Baum mithilfe des Luftballons bis zu dem Bienennest auf, doch schöpfen die Bienen Verdacht. Auch als Winnie Pooh ein Regenlied anstimmt und Ferkel am Boden eifrig mit aufgeklapptem Schirm baldigen Regen prophezeit, sei am Himmel doch bereits eine dunkle Wolke erschienen, glauben die Bienen Winnie Poohs Wolkenimitation nicht. Er beschließt, dass die Bienen einfach falsche Bienen sind und so auch der Honig nicht richtig wäre. Er fordert Ferkel auf, sein Gewehr zu holen und den Ballon zu zerschießen. Nach mehreren missglückten Versuchen gelingt es Ferkel, den Ballon zu treffen und Winnie Pooh fällt auf die Erde. Nach einigem Schnaufen ziehen er und Ferkel los, um neue Abenteuer zu erleben.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winnie Pooh entstand 1969 und wurde 1971 mit Винни-Пух идёт в гости (dt. Pu der Bär macht einen Besuch) und 1972 mit Винни-Пух и день забот (Pu der Bär und der ausgefüllte Tag) … fortgesetzt. Die Titelrolle synchronisierte der berühmte Schauspieler Jewgeni Leonow. Da die Moskauer Produzenten nicht die Rechte erworben hatten, protestierten die Erben von A. A. Milne gegen die Produktion. Sie wurde daher nach drei Folgen eingestellt: [2] Alle drei Winnie-Pooh-Geschichten sind russische Animationsklassiker für Kinder geworden und werden regelmäßig im russischen Fernsehen gezeigt.[3] Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991, als russische Sender begannen, Disney-Filme auszustrahlen, wurde die Serie in der Presse als Symbol für die russische Kultur gegenüber der angeblich flachen US-amerikanischen Massenkultur verteidigt.[4]

Der handgezeichnete Film enthält mehrere Lieder, gesungen von Winnie Pooh (Stimme: Jewgeni Leonow) und Ferkel.

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fjodor Chitruk erhielt für seine Winnie-Pooh-Filme 1976 den Staatspreis der UdSSR.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Titel unter anderem laut kulturportal-russland.de
  2. Thomas Urban, Viel Ironie und eine Prise Hintersinn. In Rußland ist „Winni Puch“, die einheimische Version von „Puh der Bär“, mehr als eine Comic-Figur, in: Süddeutsche Zeitung, 20. November 1933, S. ROM3.
  3. Jennifer Wolfe: Russian Animator Fyodor Khitruk Dies, awn, 3. Dezember 2012.
  4. Thomas Urban, Viel Ironie und eine Prise Hintersinn. In Rußland ist „Winni Puch“, die einheimische Version von „Puh der Bär“, mehr als eine Comic-Figur, in: Süddeutsche Zeitung, 20. November 1933, S. ROM3.
  5. animator.ru