Winterhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Winterhausen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Winterhausen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 42′ N, 10° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Eibelstadt
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 8,73 km2
Einwohner: 1385 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97286
Vorwahl: 09333
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 206
Marktgliederung: 1 Gemeindeteil
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 2
97286 Winterhausen
Website: www.winterhausen.de
Erster Bürgermeister: Christian Luksch (UWG)
Lage des Marktes Winterhausen im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Winterhausen ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt. Außer dem Hauptort gibt es keine weiteren Gemeindeteile.[2][3]

Rathausplatz von Winterhausen mit Kirchturm, Kantorat und Rathaus
Winterhausen, Blick von Osten

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterhausen liegt im Regierungsbezirk Unterfranken, in der Region Mainfranken, im Landkreis Würzburg. Direkt gegenüber Winterhausen, am Ostufer des Mains, liegt der Ort Sommerhausen. Die kuriosen Namen der beiden Ortschaften haben ihren Ursprung bei den Kirchenpatronen. So hat der Sommerhäuser Kirchenpatron Bartholomäus seinen Gedenktag im Sommer (24. August), der Winterhäuser Kirchenpatron Nikolaus im Winter (6. Dezember). Durch Winterhausen führt der Fränkische Marienweg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind Eibelstadt, Ochsenfurt, Reichenberg, Sommerhausen und Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Winterhausen war ehemals ein Amt der limpurgischen Herrschaft Speckfeld (bzw. deren Erbtöchter von Rechtern), wo von 1540 an die Reformation eingeführt wurde. Der Ort lag ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Er fiel bei der Mediatisierung an Bayern und wurde 1810 bei Grenzbereinigungen dem Großherzogtum Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gebietsreform 1972 gehörte Winterhausen zum Landkreis Ochsenfurt, seitdem zum Landkreis Würzburg.

Seit 1978 ist Winterhausen Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1300 Einwohner
  • 1970: 1320 Einwohner
  • 1987: 1209 Einwohner
  • 1991: 1340 Einwohner
  • 1995: 1473 Einwohner
  • 2000: 1554 Einwohner
  • 2005: 1522 Einwohner
  • 2010: 1469 Einwohner
  • 2015: 1459 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1213 auf 1379 um 166 Einwohner bzw. um 13,7 %. 2000 hatte der Markt 1571 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das barocke Rathaus von Winterhausen
  • Leonhard König – SPD (1996–2002)
  • Wolfgang Mann – SPD (2002–2018)
  • Christian Luksch – UWG (seit 2018)

Luksch hat das Amt am 1. Juli 2018 angetreten; die Wahlzeit verlängert sich gesetzlich bis zum 30. April 2026.

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat 12 Mitglieder, zuzüglich des Ersten Bürgermeisters. Sitzverteilung (Stand nach den Kommunalwahlen 2020):[4]

  • FWG – Freie Wählergemeinschaft Winterhausen: 5 Sitze
  • UWG – Unabhängige Wählergemeinschaft „Bürgerblock“: 4 Sitze
  • CSU – Christlich-Soziale Union in Bayern: 3 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Winterhausen COA.svg
Blasonierung:Geteilt von Blau und Silber; oben zwischen fünfzehn sechsstrahligen silbernen Sternen schwebend ein abnehmender, gesichter goldener Halbmond, unten eine an grünem Rebstück mit zwei grünen Blättern hängende rote Traube.“[5]

Wappenführung seit dem 17. Jahrhundert.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Festigung und Vertiefung der schon bestehenden freundschaftlichen Kontakte sind die Stadt Cannobio und die Marktgemeinde Winterhausen am 23. April 2016 eine Partnerschaft eingegangen.

Durch diese Partnerschaft zwischen Cannobio und Winterhausen sollen die guten nachbarlichen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland weiter gestärkt und ein dauerhaftes freundschaftliches Band zwischen den Bürgerinnen und Bürgern in Cannobio und Winterhausen geknüpft werden. Dieses Ziel soll insbesondere durch Zusammenarbeit und Austausch in folgenden Sektoren erreicht werden:

  • Musik, Folklore und Tradition
  • Wirtschaft und Tourismus
  • Schule, Bildung und Sport
  • Gesundheitswesen

Beide Gemeinden unterstützen tatkräftig die entsprechenden Aktivitäten und Begegnungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Partnerschaft zwischen Cannobio und Winterhausen soll einen Beitrag zu Toleranz, Freiheit und Frieden in einem geeinten Europa leisten.

Bau- und Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brückenzoll-Häuschen der alten Mainbrücke
Bahnhof Winterhausen

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2016):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 63 Kindern

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat eine Freiwillige Feuerwehr mit 27 aktiven Mitgliedern und sieben Jugendlichen, einen Schützenverein, den 1. FC Winterhausen, den Karnevalsverein KCK, den Verein für Ortsgeschichte, die Musikkapelle Winterhausen e. V., die Captain Freunde Winterhausen e.V., den Musikalischen Verein 1847 Winterhausen und die Ortsgruppe des Bund Naturschutz.

Sonstige Gruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus verfügt Winterhausen über viele sozial engagierte Bürgerinnen und Bürger, welche sich in verschiedenen Gruppen zusammengefunden haben.

  • Helferkreis Asylbewerber
  • Helfernetzwerk
  • Kleidermarktteam
  • Arbeitskreis Image
  • Winterhäuser Walnussknacker

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Seitz (* 1928 in Winterhausen; † 2017 in Erlangen), evangelischer Theologe, Hochschullehrer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Winterhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Winterhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. April 2021.
  3. Gemeinde Winterhausen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 4. Dezember 2021.
  4. Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt: Kommunalwahlen 2020 - Ergebnisse. Abgerufen am 28. Mai 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Winterhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte