Wintermärchen (1992)

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Filmdaten
Deutscher TitelWintermärchen
OriginaltitelConte d’hiver
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1992
Länge114 Minuten
Stab
RegieÉric Rohmer
DrehbuchÉric Rohmer
ProduktionMargaret Ménégoz
MusikSébastian Erms
KameraLuc Pagès
SchnittMary Stephen
Besetzung
Chronologie

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Wintermärchen (Originaltitel: Conte d’hiver) ist ein französischer Film aus dem Jahre 1992. Regie führte Éric Rohmer. Der Film ist der zweite Beitrag zu Rohmers Jahreszeiten-Tetralogie. Er wurde auf der Berlinale 1992 gezeigt und mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während eines Urlaubs in der Bretagne verliebt sich Félicie in Charles. Beim Austausch ihrer Adresse geschieht ihr jedoch ein Missgeschick. Fünf Jahre später im Winter ist Félicie, die als Friseurin in einem Pariser Vorort arbeitet und inzwischen alleinerziehende Mutter einer Tochter ist, auf der Suche nach einem neuen Liebhaber. Sie ist zwischen dem Friseur Maxence und dem Bibliothekar Loïc hin- und hergerissen. Als Loïc sie zu einer Vorstellung von Shakespeares Wintermärchen einlädt, merkt sie, dass er ihr zu intellektuell ist. Sie möchte dann zunächst zu ihrem Arbeitgeber Maxence ziehen. Gegen Weihnachten taucht Charles wieder auf und sie entscheidet sich, da sie vermutet, dass Charles der Vater ihres Kindes ist, für ihn.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der zweite Film aus dem Zyklus Vier Jahreszeiten" handelt in gewohnt leichter und dialogbetonter Weise von Rohmers Generalthema - den Bedingungen der Liebe und der Liebe als Voraussetzung des Glücks. Kunstvoll konstruiert, aber gleichermaßen wirklichkeitsnah.“

„„Wintermärchen“: ein Theaterfilm. Es wird, wie immer bei Rohmer, viel geredet: über Pascal und Plato, über Karma und Wiedergeburt. Die Figuren drehen und winden sich im Gerede wie Gefangene in ihren Fesseln. Sie erzählen alles und erklären nichts. Aber je banaler die Gespräche werden, desto genauer schaut die Kamera zu. Sie fängt die Momente von Verzweiflung und Unsicherheit ein, die über Félicies Gesicht huschen, bevor sie sich entscheidet. Dann springt sie wie ein furchtsamer Zuschauer wieder zurück. Es ist ein Spiel, bei dem jede Einstellung gewinnt.“

Andreas Kilb in: Die Zeit, 9. Oktober 1992[2]
  • Roger Ebert gibt dem Film vier von vier Punkten und schreibt: "Zu unserem Erstaunen finden wir, dass der Zweck des Wintermärchens nicht darin liegt, zu bestimmen, ob Felicie ihre Liebe findet, sondern zu erforschen, ob Vertrauen und Glaube unsere Schicksale beeinflussen kann." [3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wintermärchen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 13. August 2017.
  2. Andreas Kilb: Das parallele Leben, Die Zeit, 9. Oktober 1992, abgerufen am 13. August 2017
  3. A Tale of Winter :: rogerebert.com :: Reviews. 9. Dezember 2001. Abgerufen am 1. Oktober 2017.