Winterspelt

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Dieser Artikel behandelt die rheinland-pfälzische Ortsgemeinde Winterspelt. Für den gleichnamigen Roman von Alfred Andersch siehe Winterspelt (Andersch).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Winterspelt
Winterspelt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Winterspelt hervorgehoben
Koordinaten: 50° 13′ N, 6° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 25,6 km2
Einwohner: 840 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54616
Vorwahl: 06555
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 329
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstraße 54
54595 Prüm
Webpräsenz: www.winterspelt.de
Ortsbürgermeister: Hubert Tautges
Lage der Ortsgemeinde Winterspelt im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Berkoth Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Kirche St. Michael

Winterspelt (Aussprache: [ˈvintəʃpɛlt]) ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an. Winterspelt ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterspelt liegt südwestlich von Großlangenfeld in der Schnee-Eifel in direkter Nähe zur deutsch-belgischen Grenze. Nachbargemeinden auf belgischer Seite sind Burg-Reuland und Sankt Vith.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst zehn Ortsteile (Einwohnerzahlen inkl. Nebenwohnsitze, Stand 1. Juni 2013):[3]

Ortsteil Einwohner
Eigelscheid mit Weißenhof 95
Elcherath 107
Hasselbach 44
Heckhalenfeld 63
Hemmeres 44
Ihren 49
Steinebrück 33
Urb mit Urbermühle 43
Wallmerath 61
Winterspelt mit Breitenfenn 397

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den oberflächennahen geologischen Untergrund bilden unterdevonische Tonschiefer mit Grauwackeneinschaltungen.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 924 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 79 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,5 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge sind recht gleichmäßig übers Jahr verteilt. An 28 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterspelt war der Hauptort einer prümischen Schultheißerei, zu welcher außer Winterspelt selbst auch Eigelscheid, Elcherath, Hemmeres, Ihren und Walmerath gehörten; der heutige Ortsteil Urb gehörte zur Schultheißerei Bleialf. Beide Schultheißereien waren Teile des Amtes Prüm und gehörten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts landesherrlich zum Kurfürstentum Trier. Heckhalenfeld dagegen gehörte zur Meierei Harspelt in der Herrschaft Dasburg und landesherrlich zum Herzogtum Luxemburg.[4]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Von 1795 an gehörte Heckhalenfeld zum Kanton Arzfeld im Wälderdepartement, die übrigen Ortschaften in der heutigen Gemeinde Winterspelt von 1798 an zum Kanton Schönberg im Saardepartement.[5]

Nachdem auf dem Wiener Kongress (1815) die Region dem Königreich Preußen zugeordnet worden war, wurden die Gemeinden Winterspelt und Urb der Bürgermeisterei Winterscheid, die Gemeinde Heckhalenfeld der Bürgermeisterei Leidenborn, beide im Kreis Prüm und im Regierungsbezirk Trier und von 1822 in der Rheinprovinz, zugeordnet.[5]

Am 1. Januar 1971 wurden die beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Heckhalenfeld (seinerzeit 77 Einwohner) und Urb (80 Einwohner) nach Winterspelt eingemeindet.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Winterspelt bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 422
1835 680
1871 827
1905 778
1939 962
1950 971
Jahr Einwohner
1961 839
1970 816
1987 871
1997 878
2005 818
2015 840

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Winterspelt besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Schild von Rot vor Silber gespalten, vorn ein goldener Sparrenbalken, hinten ein aufrechtes, rotes Flammenschwert mit schwarzem Griff“.

Erläuterung zum Wappen: Im Chor der Elcherather Kirche ist ein Schlussstein mit einem Herzschild, das einen roten Sparrenbalken zeigt. Er steht für den Erbauer der Kirche, den Prümer Abt Wilhelm aus dem Geschlecht der Manderscheider Grafen, die den roten Sparrenbalken in Gold im Wappen führten. Er steht im Wappen in vertauschten Farben für den Ortsteil Elcherath. Im zweiten Feld des Wappens steht das Flammenschwert als Attribut des Erzengels Michael, des Kirchen- und Ortspatrons von Winterspelt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Michael
  • Kirche in Elcherath
  • Wegekreuze inner- und außerhalb des Dorfes
  • Kapellen in Urb, Hemmeres, Ihren und Heckhalenfeld

Siehe auch:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Anschlussstelle Winterspelt“ der A 60 ist die erste auf deutscher Seite.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterspelt und Umgebung ist Schauplatz des gleichnamigen Romans von Alfred Andersch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Einwohnerdaten auf www.pruem.de
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 122, 124, 152.
  5. a b Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden (Online PDF)
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 201 (PDF; 2,6 MB)
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen