Wire (Messenger)

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Wire
Entwickler Wire Swiss GmbH
Erscheinungsjahr 3. Dezember 2014
Aktuelle Version 3.3.374 (Android)
13. November 2017[1]

3.2 (iOS)
9. November 2017[2]

3.0.2828 (Windows)
19. Oktober 2017[3]

3.1 (macOS)
19. Oktober 2017[4]

3.0.2816 (Linux)
Oktober 2017[3]

Betriebssystem Android (ab 4.2),
iOS (ab 9),
Windows (ab 7),
macOS (ab OS X 10.9),
Linux oder browserbasiert
Kategorie Instant Messaging, IP-Telefonie
deutschsprachig ja
wire.com

Wire (engl. Kabel, auch im Sinne von Telegramm; vergl. dt. veraltet kabeln, ein Kabel(-Telegramm) schicken) ist ein kostenloser Instant Messenger für Smartphones und Tablets (Android oder iOS) sowie Windows-, macOS und Linux-Computer. Über den Dienst Wire for Web und die Schnittstelle WebRTC sind Anrufe zu und von bestimmten Webbrowsern (Chrome, Firefox und Opera) möglich.[5] Der Messenger ist auch in deutscher Sprache verfügbar.[6]

Mit Wire können Nutzer, wie bei vielen anderen Instant Messengern auch, Textnachrichten, Bilder, Musik und Videos austauschen[7] und untereinander per VoIP – auch in Gruppen – telefonieren.[5] Die Hersteller versuchen sich von anderen Instant Messengern über ein möglichst schlichtes Design und eine intuitive Bedienung abzuheben.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde das hinter Wire stehende Unternehmen – die Wire Swiss GmbH – unter dem Namen Zeta Project Swiss GmbH. Gesellschafterin war erst die Zeta Project, Inc. mit Sitz in Dover (Delaware), mittlerweile ist es die Zeta Holdings Luxembourg S. A. mit Sitz in Luxemburg.[9]

Die Wire Swiss GmbH hat ihren Sitz in der Schweiz und betreibt die technische Entwicklung ihres Instant Messengers in Berlin.[7] Genutzt werden nach Angaben des Unternehmens in der EU befindliche Server von AWS.[10] Das Team besteht aus ehemaligen Mitarbeitern von Apple, Skype, Nokia und Microsoft. Janus Friis – Mitbegründer von Skype – gehört über die Firma Iconical zu den Geldgebern.[8]

Die erste Version von Wire wurde am 3. Dezember 2014 für iOS, Android und OS X veröffentlicht. Ein Teilen von Musik war vorerst nur per SoundCloud möglich, von Videos per YouTube.[5] Auch eine deutsche Lokalisation gab es zu Beginn nicht.[6]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit August 2015 sind mit Wire Gruppentelefonate mit bis zu fünf Personen in Stereo-Qualität möglich.[11] Seit März 2016 ist auch Video-Telefonie über Wire möglich.[12][13]

Ende-zu-Ende Verschlüsselung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Kommunikationsinhalte auf Wire sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. So wird bei Textnachrichten, Dateien (z. B. Bildern) und 1:1-Anrufsignalisierung das Kryptographie-Protokoll Proteus verwendet, welches eine Wire-eigene (offene) Implementation des Axolotl/Double Ratchet-Protokolls ist. Der Messenger verwendet Axolotl-Ratchet und Pre-Keys, die für mobiles Messaging optimiert sind. Anrufe verwenden für den Schlüsselaustausch und die Authentifizierung DTLS sowie SRTP für die Transportverschlüsselung der Mediendaten.[14][13][15]

Integration von Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wire können Nutzer animierte GIF-Dateien direkt in der App verschicken, hierfür wurde der Service Giphy direkt in die Chatfunktionen integriert.[16] Außerdem ist es möglich, YouTube-, Soundcloud-, Spotify- und Vimeo-Inhalte direkt in der App mit seinen Kontakten zu teilen.[17] In den iOS- und Android-Versionen gibt es außerdem das Feature Sketch, mit dem Nutzer Bilder zeichnen und verschicken können.[18]

Synchronisation auf allen Plattformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chatverläufe können zwischen mehreren Geräten eines Nutzers, auch plattformübergreifend, synchronisiert werden.[19]

Quellcode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Quelltext der Clients ist auf GitHub[20] verfügbar. Seit Anfang April 2017 wird der Quelltext des Servers ebenfalls auf GitHub[21] schrittweise veröffentlicht.[22]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Installationsseite für Android. In: Google Play. Abgerufen am 18. November 2017.
  2. Vorschauseite für iOS. In: App Store (iOS). Abgerufen am 18. November 2017.
  3. a b Downloadseite. In: wire.com. Abgerufen am 19. Oktober 2017.
  4. Vorschauseite für macOS. In: Mac App Store. Abgerufen am 19. Oktober 2017.
  5. a b c Henning Steier: Skype-Gründer macht Skype Konkurrenz. In: Neue Zürcher Zeitung. 3. Dezember 2014, abgerufen am 18. November 2015.
  6. a b Wire Now Available In German. In: wire.com. 11. August 2015, abgerufen am 24. Februar 2017.
  7. a b Schweizer App Wire greift WhatsApp an. In: stern.de. 3. Dezember 2014, abgerufen am 14. Juli 2017.
  8. a b Patrick Beuth: Botschaften verbreiten wie ansteckende Krankheiten. In: Die Zeit. 5. Dezember 2014, abgerufen am 18. November 2015.
  9. Handelsregisterauszug der Wire Swiss GmbH
  10. Katrin Rammo: Wire: sichere Skype- und WhatsApp-Alternative. 13. Februar 2017, abgerufen am 9. Juli 2017.
  11. Melanie Tönies (Mel): Wire: In Berlin entwickelter Messenger jetzt auf Deutsch und mit Gruppenanrufen. In: appgefahren.de. 13. August 2015, abgerufen am 27. Februar 2017.
  12. Thomas Heuzeroth: Der Trick, der die Übermacht von WhatsApp brechen soll. In: welt.de. 10. März 2016, abgerufen am 27. Februar 2017.
  13. a b Nadine Juliana Dressler: Messenger Wire bekommt Video-Calls und Komplett-Verschlüsselung. In: winfuture.de. 11. März 2016, abgerufen am 27. Februar 2017.
  14. Einfach, sicher, privat — immer Ende-zu-Ende verschlüsselt. In: wire.com. Abgerufen am 27. Februar 2017.
  15. Tobias Schwarz: Wire setzt komplett auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. In: netzpiloten.de. 10. März 2016, abgerufen am 27. Februar 2017.
  16. Tobias Schwarz: Aus Berlin und anders: die Messenger-App Wire. In: netzpiloten.de. 11. November 2015, abgerufen am 27. Februar 2017.
  17. Denny Fischer: Wire: Neuer Messenger will mit besonderen Funktionen punkten. In: smartdroid.de. 11. Juni 2015, abgerufen am 27. Februar 2017.
  18. Henning Steier: Schwierige Suche nach Alleinstellungsmerkmalen. In: Neue Zürcher Zeitung. 12. August 2015, abgerufen am 27. Februar 2017.
  19. Vor- und Nachteile sowie Fazit für die Windowsversion bei Chip Online, abgerufen am 25. März 2017.
  20. Wire-Clients auf Github
  21. Wire-Server auf Github
  22. Ferdinand Thommes: Instant Messenger Wire legt Server-Quellen offen, Pro-Linux, 12. April 2017